Sobald von einer Reichensteuer die Rede ist, fühlen sich erstaunlich viele angegriffen, obwohl sie gar nicht zu den Reichen gehören. Dönerstanderl entlasten, Amazon zur Kasse bitten, das sollte für uns alle klar sein.

    https://fluxnews.at/steuervermeidung-konzerne-europa/

    Von Ecstatic-Ad-4466

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    14 Kommentare

    1. Ecstatic-Ad-4466 on

      Versteht mich nicht falsch: Mir ist klar, dass so etwas politisch nicht einfach umzusetzen ist. Aber wir sollten schon sauber trennen, worüber eigentlich geredet wird. Höhere Steuern für Reiche treffen nicht direkt den Dönerstand ums Eck. Im Gegenteil: Gerade kleine Betriebe und viele arbeitende Menschen würden von einem stärkeren Sozialstaat eher profitieren. Bin gespannt auf die Diskussion.

    2. suspicioushearing854 on

      Aber der wirtschaftsstandort….. Händeringend…. Das ist alle komplexer….. Das bringt zu wenig…..

    3. HerrMeowzart on

      Die Headline ist halt einfach populistisch ohne Ende.

      Amazon und Apple zahlen sicher mehr Steuern – Lohnsteuer fürs Personal zB und die Standorte (Amazon operiert nicht gerade aus einer Rumpelkammer, die Liegenschaften sind ja riesig) kosten auch was.

      Dass die Gewinne dann steuerschonend ins Ausland wandern ist aber richtig, und das sollte man auf EU-Ebene unterbinden. Man kann Firmen schwer ankreiden, nicht steueroptimiert zu arbeiten…

    4. Entweder die EU hat eine einheitliche Steuer und teilt das Geld dann auf oder die Unternehmen versteuern in jedem EU-Staat. So ist das irgendwie die schlechteste Lösung.

    5. >Amazon und Apple zahlen weniger Steuern als ein Dönerstand

      Polemischer Bullshit. Was für Steuern? Einkommensteuer vielleicht. Aber Lohnnebenkosten, Dienstgeberbeitrag, Mehrwertsteuer, Kommunalsteuer etc. sicher nicht.

    6. Chris--Shiherlis on

      Das hat doch nichts mit einer Reichensteuer zu tun. Das sind bilaterale Steuerabkommen

    7. Ich bin Jurist im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht. Es erstaunt mich immer wieder, dass die „normalen Leut aus der Mittelschicht“ die absurden Konstruktionen oft mehr in Schutz nehmen als meine Kollegen und ich, die tatsächlich „part of the game“ sind. Herrliches Stockholm Syndrom.

    8. Super, dann mach ich mal so einen Amazon oder Apple auf, jemand eine Idee was die anbieten? Müssen ja schon bisschen Geld machen, wenn sie sich Steuern sparen oder?

    9. Soft-Cat6720 on

      War das nicht einst eine Segnung der ersten FPÖ-ÖVP Regierung namens Gruppenbesteuerung?

    10. PositiveEagle6151 on

      Bei Amazon weiss der Staat immerhin, wieviel Umsatz gemacht wird, und die Mehrwertsteuer wandert auch zuverlässig an den Staat und nicht ins Geldbörsel des Eigentümers.
      Beim Dönerstand, „nur Barzahlung“, ist das alles nicht so gewiss.
      Ausserdem wird hier immer nur von der KöSt. geredet – natürlich zahlt Amazon aber beispielsweise Gewerbesteuern an die Gemeinden wo seine Lager sind, es fließt Geld an die lokalen Zusteller (Standort, Mitarbeiter, Fahrzeuge die betankt, versichert, repariert werden, etc.), im Falle der Post geht auch noch eine Dividende an den Staat als Eigentümer, etc.

      Man muss auch immer bedenken, dass Amazon seine Milliardengewinne nicht im europäischen Versandhandel erzielt. Die kommen in erster Linie gar nicht aus dem Handel, und im Handel hauptsächlich aus den USA.

      Und Österreich hat mit seiner Gruppenbesteuerung, und der Anrechnung ausländischer Verluste, ja auch durchaus Modelle zur „Steueroptimierung“.
      Die trotzdem vielen österreichischen Unternehmen nicht gut genug sind – siehe XXXLutz/Möbelix/Mömax mit ihrem Steuersitz auf Malta.

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