
Im März 2023 stellte die polnische Seite einen Antrag auf Rückgabe des gestohlenen Rings. Drei Jahre später reagierte Deutschland immer noch nicht. Wir sollten direkt und laut aussprechen, dass die Einzäunung gestohlener Sachen in Deutschland normal ist. Vor allem, weil die Deutschen jahrelang kein Problem damit hatten, uns Diebesklischees anzuhängen.
Ein Fragment aus dem Artikel von Rzeczpospolita: https://historia.rp.pl/historia/art42564701-zrabowany-pierscien-krola-zygmunta-starego-w-niemieckich-rekach
DE: Der Ring von König Sigismund I. dem Alten, der im Zweiten Weltkrieg von deutschen Soldaten gestohlen wurde, befindet sich in einem deutschen Museum. Polen versucht, ein unschätzbares Souvenir zurückzugeben, das Teil der sogenannten königlichen Schatulle von Izabela Czartoryska ist.
Die Information wurde uns von Piotr Jędrzejowski, Pressesprecher des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe, bestätigt. – Im März 2023 haben wir einen Restitutionsantrag für den Ring von König Sigismund I. aus der Sammlung von Prinzessin Izabela Czartoryska bei der Leitung des Schmuckmuseums Pforzheim eingereicht. Im Oktober 2024 haben wir über die polnische Botschaft in Berlin auch einen Antrag an das deutsche Außenministerium geschickt, teilt der Sprecher des Ministeriums „Rz“ mit.
– Jeder Fall verlorenen Kulturguts und seine Rückgabechancen wird individuell analysiert, unabhängig davon, ob es sich um private oder öffentliche Sammlungen handelt. Im Falle einer Restitution kommt der Rekonstruktion und Aufarbeitung der Geschichte eines Objekts eine große Bedeutung zu. Wir nutzen alle verfügbaren rechtlichen Mechanismen, um die Anlage auf polnisches Territorium zurückzugeben – fügte Piotr Jędrzejowski hinzu.
Wir haben eine E-Mail an die Leitung des Schmuckmuseums Schmuckmuseum in Pforzheim (eine Stadt in Baden-Württemberg) geschickt und gefragt, ob sie bereit sind, diesen Ring an das polnische Museum zurückzugeben und wie er in die Sammlung gelangt ist. Wir haben noch keine Antwort erhalten.
Im Falle einer Rückgabe würde der Ring an das Nationalmuseum in Krakau gehen. Dies geht aus dem im Dezember 2016 unterzeichneten Verkaufsvertrag der Czartoryski-Sammlung hervor. Zusätzlich zur Sammlung erwarb das Museum daraufhin die Rechte an allen noch nicht aufgefundenen Kunstwerken aus Izabelas Sammlung.
Das Schicksal des Königsrings wurde erstmals von Prof. beschrieben. Ewa Letkiewicz, Kunsthistorikerin an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin. Interessanterweise veröffentlichte sie 2007 einen wissenschaftlichen Artikel im Art History Bulletin. Darin stellte sie das Schicksal von Schmuckstücken aus den Sammlungen des Deutschen Schmuckmuseums nach.
Ihren Angaben zufolge gelangte der Ring 1963 zusammen mit 179 weiteren historischen Ringen aus dem Besitz des Sammlers Heinz Battke in die Sammlung dieser Institution. Interessanterweise hat Prof. Letkiewicz entdeckte, dass der Ring zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine Zeit lang in einem deutschen Museum in Częstochowa, der Partnerstadt von Pforzheim, ausgestellt war.
DE: Der Ring von König Sigismund I. dem Alten, der im Zweiten Weltkrieg von deutschen Soldaten gestohlen wurde, befindet sich in einem deutschen Museum. Polen fordert die Rückgabe des unschätzbaren Erbstücks, eines Teils der sogenannten königlichen Schatulle von Izabela Czartoryska.
Piotr Jędrzejowski, Sprecher des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe, bestätigte uns diese Information. "Im März 2023 haben wir einen Restitutionsantrag für den Ring von König Sigismund I. aus der Sammlung von Prinzessin Izabela Czartoryska bei der Leitung des Schmuckmuseums Pforzheim eingereicht. Im Oktober 2024 haben wir über die polnische Botschaft in Berlin den Antrag auch beim Deutschen Kunstmuseum eingereicht," sagte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber Rzeczpospolita.
"Jeder Fall verlorenen Kulturguts und seine Chancen auf Rückgabe wird individuell analysiert, unabhängig davon, ob es sich um private oder öffentliche Sammlungen handelt. Im Falle einer Restitution kommt es auf die Rekonstruktion und Aufarbeitung der Geschichte des betreffenden Objekts an." Wir nutzen alle verfügbaren rechtlichen Möglichkeiten, um den Artikel auf polnisches Territorium zurückzusenden." fügte Piotr Jędrzejowski hinzu.
Wir haben die Leitung des Schmuckmuseums in Pforzheim (eine Stadt in Baden-Württemberg) per E-Mail gefragt, ob sie bereit wären, den Ring an das polnische Museum zurückzugeben, und wie es dazu kam, dass er in die Sammlung aufgenommen wurde. Wir haben noch keine Antwort erhalten.
Bei Rückgabe geht der Ring an das Nationalmuseum in Krakau. Dies geht aus dem im Dezember 2016 unterzeichneten Verkaufsvertrag für die Czartoryski-Sammlung hervor. Zusätzlich zur Sammlung erwarb das Museum die Rechte an allen Kunstwerken aus Izabelas Sammlung, die noch nicht geborgen wurden.
Das Schicksal des königlichen Rings wurde erstmals von Professorin Ewa Letkiewicz, einer Kunsthistorikerin von der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin, beschrieben. Interessanterweise veröffentlichte sie 2007 einen wissenschaftlichen Artikel im Art History Bulletin. Darin rekonstruierte sie das Schicksal der Schmuckstücke, die in die Sammlungen des Deutschen Schmuckmuseums gelangten.
Sie glaubt, dass der Ring 1963 zusammen mit 179 anderen antiken Ringen, die zuvor dem Sammler Heinz Battke gehörten, in die Sammlung dieser Institution gelangte. Interessanterweise entdeckte Professor Letkiewicz, dass der Ring zu Beginn des 21. Jahrhunderts vorübergehend im Deutschen Museum in Częstochowa, einer Partnerstadt von Pforzheim, ausgestellt wurde.
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Von chinkalichaczapuri
2 Kommentare
If Germany want to make people give up the topic of reperations they could start working on giving us back the stolen art. Currently we look for it and Germans just approve (or like here not approve).
niemiaszki raczej niechetnie oddaja to co ukradli