
Sorry, die Posts gibt es ja öfter. Dennoch. Ich war so positiv überrascht, als man mir sagte, es gäbe auch vegane Kost (die nur nicht auf dem normalen Menü mit aufgelistet ist) und habe noch dazu gesagt, dass ich Lactose immer schlecht vertragen habe und dann bekomme ich heute mein erstes Essen nach 48 Stunden und was soll ich sagen 🤦🏼♀️
Es kann doch nicht so schwer sein!!! Ich habe eine Unterleibs-OP hinter mir. Keine Ahnung, wieviel Süßmolkenpulver da jetzt wirklich drin steckt, aber ich habe seit fast 10 Jahren keine Milch in jeglicher Form zu mir genommen. Ich habe keine Lust, nur weil es nichts anderes gibt, mir den Darm "durchreinigen" zu lassen, zumal ich komplett verkabelt bin mit Katheter und noch 3 anderen Beuteln.
Gott sei Dank habe ich mir vorsorglich Alpro Pudding und Prinzenrolle mitgenommen. Aber das kanns ja nicht sein.
Ja, ich habe was gesagt. Trotzdem ist mein Vertrauen in die klare Brühe bzw. das Essen allgemein erstmal dahin.
Lasse mir nachher veganen Zwieback, Alpro Joghurt und Brühe vorbei bringen.
In diesem Sinne, Rant over!
Von gerlindee
17 Kommentare
Unwissenheit schützt nicht vor einem wütendem Veganer (ich bin der wütende Veganer)
Wenn es rein zufällig das Krankenhaus in meiner Stadt ist und du Hunger hast bringe ich dir was
Edit: Sehe gerade du hast schon geschrieben du kriegst nachher was gebracht 🙂
Gute Besserung!
Gute Besserung OP!
Ich verstehe die deutsche Einstellung von Krankenhäusern zum Thema Essen für Patienten echt so 0.
Woanders hat man schon vor Jahrzehnten verstanden, dass „du bist was du isst“ Wortwörtlich zutrifft und eine gesunde gute Ernährung GERADE bei Krankheiten usw enorm wichtig ist. In Ländern wie China oder Südkorea bekommt man hochwertige Heilkost, frisch gekocht. In China ist die traditionelle Heilkost sogar ein ganz großes Ding.
Meanwhile in Deutschland kommste teils mit mehr Problemen zurück, als du rein bist, weil das Essen dermaßen unter aller Sau ist.
Hab mich mal in ne Entzugsklinik verirrt (frag nicht, deutsches Gesundheitssystem yee) und da waren logischerweise einige Patient*innen mit Alkoholismus. Da kann schon der Geschmack schnell zu nem Rückfall führen. Also was bekommen wir als Dessert? Kuchen mit Rum drin….
Hab noch nie eine Gruppe von Menschen dermaßen aufgebracht erlebt, ohne dass Politik involviert war. Und zwar zu Recht!
Als Kind war ich oft sehr krank und im Krankenhaus, hab mich damals noch quasi nur von Fruchtzwergen und Monte ernährt, weil ich sowas wie rohe Kartoffeln mit „Schnitzel Hawaii“ (irgendwas totes, wiederauferstanden und dann wieder getötet, mit gammliger Ananas drauf. War wirklich mal ein Gericht) nicht ertragen konnte.
Die Lebensmittelindustrie ist leider schon vor Jahren komplett in den Krankenhäusern angekommen. Lege zeigt es
Ach man, ätzend! Ich war vor kurzem (vor 3 Wochen) auch wegen einer Unterleibs-OP im KH und hatte echt Sorge, dass die meine Frage nach Veganer Kost einfach abtun, aber sie haben sich immerhin Mühe gegeben mir aus dem, was da war, morgens-mittags-abends was veganes auf den Tisch zu stellen. Geschmack und Auswahl war.. okay. Immerhin hatten sie drei vegane Aufstriche zur Auswahl! 😉
Das Personal was das Essen ausgegeben hat war aber auf jeden Fall sehr achtsam und bemüht, ich esse z.B. keine Champignons und am zweiten Tag war natürlich eine der veganen Optionen eine Champignonscremesuppe…und das haben sie dann tatsächlich auch noch von sich aus berücksichtigt.
Dass sie, wie bei dir, als vegan bezeichnetes Essen dann aber mit ganz offensichtlich nicht veganem Zeug rausgeben ist halt super kacke… ich wünsche dir eine schnelle Genesung, hoffe du hast jemand der dich vielleicht anderweitig versorgt.
Erst mal Alles Gute für dich!
Ich durfte vor ein paar Jahren recht lange Zeit in Krankenhäusern verbringen und war eigentlich positiv überrascht (also auf Krankenhausniveau). Das Essen war eigentlich immer mein geringstes Problem.
In Hamburg-Eppendorf konnte man aus einer Speisekarte auswählen, da gab es dann halt nur drei vegane Gerichte. Da wurde mir gesagt, dass ich auch nach individueller Diätkost fragen könnte – hab das nicht ausprobiert, aber vielleicht wäre das eine Option bei längeren Aufenthalten?
Ich hab mir immer was von der Familie bringen lassen. Die sind gerne gekommen um mich zu besuchen und essen zu bringen. Krankenhausessen ist echt schlimm. Hab selber dort gearbeitet und bis wir den anbieter gewechselt haben eine Katastrophe. Da gab es wenigstens Beilagensalat für die die wollten
mal abgesehen ob vegan oder nicht, diese zutatenliste ist aus der hölle …
Hatte auch ne echt unerfreuliche Situation gehabt. Ich wusste schon, was mich erwartete, als die Krankenschwester meinte: „Vegan? Was ist das?“ Frühstück zwei Brötchen und Marmelade (den lactosefreien Joghurt und die Butter habe ich nicht angerührt), Mittagessen Kartoffelsuppe mit unbekanntem Inhalt (Stationspersonal wusste es nicht, stand auf dem Zettel nicht drauf).
Gottesdank war ich nur über Nacht dort und ich hatte wegen des ganzen hickhack keinen Hunger. Resultat war aber, dass ich innerhalb von 30 Stunden nur drei Brötchen (zwei vom Frühstück, eins von der Kartoffelsuppe) und ein Päckchen mit Marmelade gegessen hatte.
Ist aber auch klar, warum das so war – das ganze Krankenhaus läuft nach Schema F, alles, was aus dem Schema fällt, kann nicht verarbeitet werden.
Krankenhausessen ist dazu da, damit man möglichst schnell wieder nach Hause soll und nicht um gesund zu werden. Aber man spart ja wo man kann 🥲
Evtl Mal ein paar Euro in die Hand nehmen für eine Behandlung im guten Krankenhaus, fürs teure vegane essen ist doch auch da …
Vielleicht sehe ich das als Privatpatient auch falsch, wer weiß.
Erstmal gute Besserung! 🙂
Ich war vor zwei Jahren etwas länger im Krankenhaus und es hieß, ich würde auch veganes Essen bekommen. Tja, vegan hieß: leerer Teller zum Frühstück (ist mehrfach passiert – ich vermute, weil die nicht wissen, was vegan bedeutet und die Zutaten der Produkte nicht kennen – zu viel Aufwand). Später bekam ich Falafelbällchen und Hühnersuppe. Als Abendessen (falls es nicht wieder ein leerer Teller war) eine Scheibe Brot mit Wurstaufstrich, Marmelade und Joghurt. Und dafür jeden Tag 10 € verlangen… Beschweren hatte nichts gebracht. Leider hatte ich niemanden, der mir was bringen konnte.
Ich hab fast nur von Süßigkeiten und Keksen gelebt. Hab sogar Brombeeren vom angrenzenden Wald gegessen xD
In der ganzen Zeit sind nicht mal meine Nägel gewachsen 🙂
Ich hoffe, dass du bald und schnell wieder fit wirst!
>Ich habe keine Lust, nur weil es nichts anderes gibt, mir den Darm „durchreinigen“ zu lassen,
Bei Laktoseintoleranz ists ja bei vielen Menschen nicht nur der Durchfall, den sie dann ertragen müssen (der sowieso schon mies ist), sondern oft auch noch starke Schmerzen. Das kann einfach nicht im Sinne einer medizinischen Behandlung sein.
Die müssen Allergien beachten, also haben die auch eine Laktoseintoleranz zu berücksichtigen. Alles andere wäre ein krasser Verstoß gegen jegliche Grundsätze der Medizin.
krankenhaus macht krank, daher das wort
Genau mein Humor.
Ist wie man geht zum Arzt wegen Bauchschmerzen.
Man sagt extra das man Laktoseintoleranz hat.
Arzt schiebt einfach alles auf Stress und verschreibt seine Standarddiät inkl. diverser Milchprodukte und schiebt es weil Student direkt auf Stress.
Dafür ne Woche auf Termin und 3h in der Praxis warten. Genial.
Am Ende war es natürlich nichts davon sondern Sojaprodukte 🫡
Rausgefunden natürlich selbst ohne Arzt. Total lost dieses System bei uns und dann wundert man sich warum Leute in die dümmsten Pseudoheilmethoden abdriften.