> Zum Beispiel bei der Wien-Wahl 2020. Da erhielt die bis dahin unbekannte türkischstämmige SPÖ-Kandidatin Aslıhan Bozatemur aus dem Stand 3571 Vorzugsstimmen – mehr bekamen nur SPÖ-Sozialstadtrat Peter Hacker und Bürgermeister Ludwig selbst. Ihren Einzug in den Gemeinderat soll Bozatemur der – zumindest indirekten – Unterstützung der Union Internationaler Demokraten verdanken, einer Lobbyorganisation von Erdoğans AKP. Dieser Tage hat Bozatemur im Wien-Wahlkampf auf Fastenbrechen-Veranstaltungen mit Grauen Wölfen, also türkischen Rechtsextremen, für Fotos posiert. Nicht nur Ludwig, auch Bozatemur, der der Bürgermeister eine „Brückenfunktion“ zur türkischen Community attestierte, verlor öffentlich kein einziges Wort zur Verhaftung des Sozialdemokraten İmamoğlu.
> Ebenso wenig, als vor einem Jahr Ali Çankaya, der langjährige Präsident der Föderation der Aleviten-Gemeinden in Wien, an der Ausreise aus der Türkei gehindert wurde. Die türkischen Behörden bezichtigten den österreichischen Staatsbürger der Terrorunterstützung. Es waren die Grünen und das ÖVP-geführte Außenministerium unter Alexander Schallenberg, die sich für den Linken einsetzten. Die SPÖ Wien unter Ludwig schwieg. Im Gemeinderat konnte sie sich nicht einmal dazu durchringen, einer symbolischen Solidaritätsresolution für den inhaftierten Wiener zuzustimmen. Derlei außenpolitische Themen seien nichts für den Gemeinderat, so die SPÖ – obwohl sie just am selben Tag Anträge zur Ukraine und dem Iran unterstützt hatte.
und ich hab den Babler kritisiert 😀 😀 😀
Bensch_man on
Ach kommt, die Leute sind nur nützlich, wenn sie Stimmen generieren.
Als ob der Ludwig da einen Fick drauf gibt, was jetzt mit den Leuten passiert.
sw00za on
Die Partei der Keller-Islamisten und (türkischen) Rechtsextremisten.
Wer hat uns verraten?
Classic_South_5374 on
Kurz vor der wichtigen Wien-Wahl möchte man keine Kritik äußern, denn das könnte die vielen Fans von AKP und Erdogan vergraulen.
Freundschaft /s
_KeyserSoeze on
Derzeit ist es so, dass die Türkei sich gegen Russland stellt, weil sie Kontrolle über das Schwarze Meer haben wollen. Angesichts schrumpfender Verbündeter haben wir immer weniger Optionen. Die Türkei ist nicht nur ein wichtiger Partner bezüglich der Ukraine, sie ist auch das Tor zum nahen Osten und kann uns jederzeit mit Flüchtlingen überschwemmen.
Man kann natürlich so naiv sein und sich eine Welt wünschen in denen man seinen Prinzipien immer treu bleibt. In dieser Welt hätte es aber ein viel stärkeres Europa, eine stärkere EU und vor allem eine bis an die Zähne bewaffnete EU gebraucht, die sich vor nichts und niemanden fürchten muss und selbst militärisch aktiv wird, falls es nötig ist.
Haben wir halt verschlafen und jetzt müssen wir mit Diktatoren paktieren und hoffen, dass deren Interessen die unseren bleiben.
oltungi on
Ja, in der Tat ein widerlicher Schandfleck der SPÖ, besonders der Wiener SPÖ.
Es zeigt auch, wie absurd Politik eigentlich sein kann: In Wien hofiert eine eigentlich linksgerichtete, sozialdemokratische Partei Menschen mit türkischem Hintergrund, die eigentlich konservativer sind, als so mancher ÖVPler oder vielleicht auch FPÖler, und die für einen rechtsnationalistischen türkischen Autokraten stimmen, der wiederum die türkischen Sozialdemokraten, also eigentlich die Brüder unserer linksgerichteten Partei, ausschalten will.
Und auch insgesamt kuschen wir in Europa natürlich bis zu einem gewissen Grad, weil die Türkei geopolitisch grad überlebenswichtig ist für uns.
Alles zum Kotzen.
Leave A Reply
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
6 Kommentare
> Zum Beispiel bei der Wien-Wahl 2020. Da erhielt die bis dahin unbekannte türkischstämmige SPÖ-Kandidatin Aslıhan Bozatemur aus dem Stand 3571 Vorzugsstimmen – mehr bekamen nur SPÖ-Sozialstadtrat Peter Hacker und Bürgermeister Ludwig selbst. Ihren Einzug in den Gemeinderat soll Bozatemur der – zumindest indirekten – Unterstützung der Union Internationaler Demokraten verdanken, einer Lobbyorganisation von Erdoğans AKP. Dieser Tage hat Bozatemur im Wien-Wahlkampf auf Fastenbrechen-Veranstaltungen mit Grauen Wölfen, also türkischen Rechtsextremen, für Fotos posiert. Nicht nur Ludwig, auch Bozatemur, der der Bürgermeister eine „Brückenfunktion“ zur türkischen Community attestierte, verlor öffentlich kein einziges Wort zur Verhaftung des Sozialdemokraten İmamoğlu.
> Ebenso wenig, als vor einem Jahr Ali Çankaya, der langjährige Präsident der Föderation der Aleviten-Gemeinden in Wien, an der Ausreise aus der Türkei gehindert wurde. Die türkischen Behörden bezichtigten den österreichischen Staatsbürger der Terrorunterstützung. Es waren die Grünen und das ÖVP-geführte Außenministerium unter Alexander Schallenberg, die sich für den Linken einsetzten. Die SPÖ Wien unter Ludwig schwieg. Im Gemeinderat konnte sie sich nicht einmal dazu durchringen, einer symbolischen Solidaritätsresolution für den inhaftierten Wiener zuzustimmen. Derlei außenpolitische Themen seien nichts für den Gemeinderat, so die SPÖ – obwohl sie just am selben Tag Anträge zur Ukraine und dem Iran unterstützt hatte.
und ich hab den Babler kritisiert 😀 😀 😀
Ach kommt, die Leute sind nur nützlich, wenn sie Stimmen generieren.
Als ob der Ludwig da einen Fick drauf gibt, was jetzt mit den Leuten passiert.
Die Partei der Keller-Islamisten und (türkischen) Rechtsextremisten.
Wer hat uns verraten?
Kurz vor der wichtigen Wien-Wahl möchte man keine Kritik äußern, denn das könnte die vielen Fans von AKP und Erdogan vergraulen.
Freundschaft /s
Derzeit ist es so, dass die Türkei sich gegen Russland stellt, weil sie Kontrolle über das Schwarze Meer haben wollen. Angesichts schrumpfender Verbündeter haben wir immer weniger Optionen. Die Türkei ist nicht nur ein wichtiger Partner bezüglich der Ukraine, sie ist auch das Tor zum nahen Osten und kann uns jederzeit mit Flüchtlingen überschwemmen.
Man kann natürlich so naiv sein und sich eine Welt wünschen in denen man seinen Prinzipien immer treu bleibt. In dieser Welt hätte es aber ein viel stärkeres Europa, eine stärkere EU und vor allem eine bis an die Zähne bewaffnete EU gebraucht, die sich vor nichts und niemanden fürchten muss und selbst militärisch aktiv wird, falls es nötig ist.
Haben wir halt verschlafen und jetzt müssen wir mit Diktatoren paktieren und hoffen, dass deren Interessen die unseren bleiben.
Ja, in der Tat ein widerlicher Schandfleck der SPÖ, besonders der Wiener SPÖ.
Es zeigt auch, wie absurd Politik eigentlich sein kann: In Wien hofiert eine eigentlich linksgerichtete, sozialdemokratische Partei Menschen mit türkischem Hintergrund, die eigentlich konservativer sind, als so mancher ÖVPler oder vielleicht auch FPÖler, und die für einen rechtsnationalistischen türkischen Autokraten stimmen, der wiederum die türkischen Sozialdemokraten, also eigentlich die Brüder unserer linksgerichteten Partei, ausschalten will.
Und auch insgesamt kuschen wir in Europa natürlich bis zu einem gewissen Grad, weil die Türkei geopolitisch grad überlebenswichtig ist für uns.
Alles zum Kotzen.