Es gibt noch gute Nachrichten: Aktivismus wirkt und ist auch in kleinen Gruppen effektiv! Es muss nicht immer eine große Demo sein – eine kleine Gruppe Aktivisten hat erfolgreich den Bauernlobbyisten Felßner als Minister verhindert. Und bevor jetzt jemand sagt, dass Protest auf Privatbetrieben zu weit geht, möchte ich daran erinnern wie genau diese Bauernverbände Robert Habeck samt Familie auf der Fähre bedroht haben.

    Was lernen wir daraus als Aktivisten? Weitermachen, blockieren, es lohnt sich!

    Link: https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/felssner-gibt-ambitionen-auf-landwirtschaftsministerium-auf-ueberraschender-rueckzug-107393647

    Von EmmyNoetherUltra

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    4 Kommentare

    1. EnvironmentalBug4091 on

      Schön, dass er es nicht wird. Ob ich seiner Begründung trauen würde… Ich weiß ja nicht. 

      Würde die Wahrheit eher im letzten Absatz suchen:

      „ Spekulationen, er habe in den vergangenen Wochen den Rückhalt in der CSU verloren, nannte Felßner am Dienstag „Schwachsinn“.“

      „Ich bin der richtige, die CSU steht voll hinter mir, wenn da nur nicht ein paar Kriminelle links-grün-versiffte Terroristen wären…“ klingt halt heroischer als „der politische Druck auf meine Unterstützer wurde zu groß, sie sind eingeknickt, die Mehrheit will halt keine Lobbyisten im Amt, ich ziehe mich zurück“

    2. Felix_likes_tofu on

      Hä, also war das bei Habeck auch ok? Nein, es sind in beiden Fällen Grenzen überschritten worden. Und dass der Arsch eher aufgrund mangelnden Rückhalts und massiver Kritik „ablehnt“, sollte auch offenkundig sein. Insofern hat DIESE Art von Protest was gebracht, das Betreten von Privatgrundstück war völlig sinnlos.

    3. RickieRubin on

      Indirekt legitimierst Du damit die Angriffe auf Robert Habeck – das ist Dir klar??

      So richtig es ist Felßner zu verhindern – wenn Du die Angriffe auf Habeck nicht richtig fandest kannst Du damit nicht gleichzeitig die Angriffe auf Felßner rechtfertigen.

      Und so falsch in beiden Fällen das Eindringen in die Privatsphäre ist – es besteht zudem noch ein qualitativer Unterschied. Stell Dir mal vor ich würde Dich auf einer Fähre anhalten und anschnauben, weil mir die Unlogik in Deinen öffentlichen Reddit-Kommentaren nicht passt. Oder ich würde stattdessen auf Dein Grundstück vordringen wo Deine Kinder spielen, leben oder sonstwie anwesend sind um Dich für Deine öffentlichen Äußerungen anzumachen.

      Beides wäre grundsätzlich falsch – genauso wie es trotzdem falsch bleibt einen expliziten Bauernlobbyisten zum Landwirtschaftsminister zu machen.

      Für die vegane Bewegung wird es zudem immer ein ethischer Knieschuss sein gegen Gewalt an Tieren zu argumentieren aber parallel Gewalt gegen Menschen zu rechtfertigen.
      Ich habe durch die Aufmerksamkeit erregenden Aktionen der Animal Liberation Front begonnen mich noch mehr mit Tierrechten und damals noch tiefer mit Vegetarismus zu beschäftigen und habe deren Aktionen zuerst begrüßt.(*) Vielen hier dürfte die ALF kein Begriff mehr sein, aber sie war einige Jahre ein sehr zentraler Einfluss in der westlichen Tierrechtsbewegung.
      Da wo ich aufgewachsen bin hat sich selbst eine Art lokales Chapter gebildet. Und hat zum Teil genauso dumme Aktionen gefahren. Ein Pferd, dass freigelassen wurde und nachts in eine Grube gestürzt ist und sich so die Läufe brach, was den Tod bedeutete. Versuchstiere, die in einem Unilabor freigelassen wurden und dann auf der angrenzenden Autobahn überfahren wurden…
      Aufsehende Aktionen. Die aber den Tieren rein gar nichts gebracht hat – außer die „Freiheit“ anders zu verrecken. Das grandiose lokale Chapter war damit nach etwa einem Jahr wieder Geschichte. Solche Aktionen gab es viele in ganz Europa und auch Angriffe auf Menschen.
      Gebracht hat diese radikale Übergriffigkeit den Tieren nichts. Im Gegenteil – über die wurde nicht mehr diskutiert. Die vegane Bewegung wird nur durch klugen dauerhaften Lobbyismus im Bereich Ernährung, Verbraucherrechte, Landwirtschaft, Umwelt erfolgreicher werden. Einen Landwirtschaftsminister durch Angriffe im privaten Bereich zu verhindern wird nichts ändern. Wer weiß wer jetzt von der CSU nominiert wird. Vielleicht jemand dessen Positionen nicht so eindeutig zu verstehen sind, der aber genauso lobbyistisch agiert, wie zum Beispiel früher unsere Bundestagspräsidentin presented by Nestlé.

      (*) Habe den Satz editiert, weil meine Mutter meinte ich hätte zuerst mit vegetarischer Ernährung begonnen und erst danach angefangen das radikale Dummzeug zu rechtfertigen.

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