Kein Geld, kein/e Haus/Wohnung, wenig Betreuungsplätze bzw oft überfüllt, keine ZEIT (weil eben kein Geld –> vollzeit Arbeit), keine Aussichten für die Kinder irgendwie.
Naja ist eh egal, verändert sich eh nix
RemingtonStyle on
Unpopular opinion: Kinderkriegen um des kinderkriegens Willen war noch nie attraktiv. Früher gabs halt viiiel weniger Gegenmodelle zur Standardfamilie und viel mehr gesellschaftlichen Druck. Außerdem weniger Aufklärung und Verhütungsmethoden. Ich hab das noch miterlebt, wie in der Kirche das Fegefeuer als Folge der Kondomnenutzung auch in Europa propagiert wurde.
LaughNo1034 on
Es würde halt praktisch alles in meinem Leben schlechter und anstrengender machen. Ich müsste beruflich zurückstecken also weniger Geld, weniger Pensionsvorsorge, weniger Pension. Ständig fällt man wegen Krankheiten aus, kein gemeinsamer Urlaub mehr weil man irgendwie die Ferien überbrücken muss. Ich hätte kaum Zeit für mich und auch als Paar hätten wir zumindest lange Zeit keine Zweisamkeit mehr.
Ich liebe meinen Partner und denke ganz ehrlich dass unsere Lebensqualität und Beziehung durch ein Kind massiv schlechter werden würden.
raphaelwien on
Ich werde Papa und freue mich darauf, ich find es auch nicht „unattraktiv“ wie manche hier schildern, mein Hauptschmerzpunkt ist die Qualität der Kindergärten und Schulen aber auch das hat uns nicht von der Entscheidung abgehalten.
Little-Mrs-pheo on
Keine Kinderbetreuung
MisterDropFish on
Preisexplosion bei Produkten des täglichen Lebens, eine der höchsten Steuerlasten in der EU, Leben ist auch ohne Kinder nur noch schwer leistbar, keine Betreuungsplätze weil alles überfüllt oder schlicht nicht leistbar, gleichzeitig wird Teilzeitarbeit von den zwei stimmenstärksten Parteien verteufelt, keine Kassenkinderärzte, kein Geld für private Kinderärzte, kein Wohnraumangebot für Jungfamilien das auch nur annähernd leistbar ist, allgemein düstere wirtschaftliche Aussichten… hm, ja, ich frag mich wirklich, warum das Kinderkriegen in Österreich so unattraktiv geworden ist.
100haku on
Eine familie erhalten ist zu teuer, zu wenig betreuungsangebote, als frau musst mit ordentlichen einschnitten im gehalt und der pension rechnen (weil die meisten männer noch immer nicht ihren beitrag leisten wollen) und wirst fürs kind kriegen abgestraft
PlantLapis on
Aktuell zu wenig Geld & fehlender Optimismus das die Welt sich in eine Richtung entwickelt, die für meine potenziellen Kinder noch lebenswert ist.
xoteonlinux on
Weil Kinder mit Abstand das teuerste sind was man sich „anschaffen“ kann. Die Schätzungen gehen da weit auseinander, zwischen 100k und 300k ist da alles dabei.
x_danix on
Wenn man keine will war es noch nie attraktiv, da könnte der Staat noch so viel verschenken.
PeterCamden14 on
Fertilitätsrate ist seit 1980ern auf dem Niveau von heute, hat also wenig mit Wirtschaft oder aktuelle Ereignisse zu tun. Hat mehr mit Pille, Emanzipation, Frauen und Arbeiten, Zeitpunkt des ersten Geburt, Unterstützung der Großeltern, kein Kinderberreuungsplatzgarantie…
1964 2,79
1986 1,45
2022 1,41
Umbramors on
Geld
spieler_42 on
Weil wir das Geld für anderes brauchen.
Ich bin ein Kind der 80-er. Meine Mutter hat für uns 3 Kinder (fast) dieselbe Kinderbeihilfe bekommen wie ich 30 Jahre später für meinen Sohn. Eigentlich müsste die Kinderbeihilfe bei 500 EUR liegen, um das zu kompensieren.
Über so eine lange Zeit wirkt auch die kalte Progression sehr stark. Wurden früher nur wirklich hohe Gehälter hoch besteuert, ist das heutzutage schon bei äußerst mäßigen Gehältern so.
Und wohin geht das Geld? Das Pensionssystem verschlingt unfassbar viel Geld, das war in den 80ern noch nicht so. Die Lohnquote (Gehälter in Bezug zum BIP) ist auch gesunken.
Familien werden heutzutage einfach viel weniger gefördert, Nettogehälter sind zu wenig gestiegen.
Ok-Year-9493 on
Abgesehen davon was sie emotional zurückgeben: früher waren Kinder wirtschaftlich vorteilig. Billige Arbeitskräfte, und sonst sind sie nebenher gelaufen, zuhause war eh immer jemand. Das ist jetzt nicht mehr so. Sie kosten Geld statt was zu bringen und erhöhen die Belastung, weil in der Regel beide Elternteile außer Haus arbeiten, die Kinder nicht mitgenommen werden können und man Druck bekommt wenn man wegen der Kinder ausfällt.
Was Leute zu mehr Kindern bringen würde, wäre wahrscheinlich Entschleunigung. Weniger Druck durch den Arbeitgeber, Anrecht auf Homepffice wenn die Kinder krank sind und der Pflegeurlaub aufgebraucht ist etc
Ornery_Pen4842 on
Zu wenig Geld, zu wenig Platz, zu wenig leistbare Kinderbetreuung. Wennst dann doch Kinder hast, machst gefühlt sowieso alles falsch bzw. werden Kinder zumeist als störend empfunden und musst dir das auch noch teilweise von Wildfremden anhören.
Außerdem haben viele Leute heute einfach einen gesunden Egoismus entwickelt und wollen sich ned für Kinder aufopfern oder verbiegen oder einschränken müssen. Versteh ich total, wenn man es sich lieber mit 2 Vollzeiteinkommen gemütlich macht.
NotoriousNOB on
I bin hoit einfach schiach wie die Nacht.
BasednHivemindpilled on
Ka Göd für Kinder und Wohnraum.
Profusely248 on
Ich: Chef ich geh Elternteilzeit (mit Rechtsanspruch)
Er: Als Mann??!!?
Downtown-Summer-1531 on
Porsche fahren ist günstiger
Apfelstudel-1220 on
Die meisten kommen ja gar nicht mit sich selbst klar.
Western_Bowler2654 on
Wie hätten gerne ein drittes aber die Wohnkosten sagen nein
DerTechnoboy on
Bro kann mir nicht mal ne anständige Wohnung leisten 😂
zq_x99 on
Weil gefühlt alles oasch ist. Ist zwar jammern auf hohen Niveau… aber es is wies is xD
greathi10 on
Hallo, selber gerade 22 Jahre alt und Vater eines ein Monat alten Bubens🙋
Ich habe bereits im Alter von 16/17 Jahren mich auf die Familienplanung vorbereitet. Hatten einfach einen Familienwunsch.
Während der AHS Oberstufe beim Spar geringfügig gearbeitet, damals noch bei der Mama gewohnt, und das Geld auf Seite gelegt (~ 200-300€ im Monat). Nach der Matura kurz bei der Spar Vollzeit gearbeitet (€ 1450 netto). Nach kurzer Zeit den Beruf gewechselt (weiterhin im Handel und Vollzeit, € 1800 netto). In dieser Zeit noch immer bei Mama gewohnt, aber zumindest jeden Monat € 500 der Mama gegeben (Essen, Miete). Neuer Job, Vollzeit, € 2200 netto. Anschließend Auto gekauft, eigene Wohnung (Miete), geheiratet, Frau (Studentin) kurze Zeit später schwanger. Frau hat während der Schwangerschaft ihren Bachelor fertig gemacht, wir hatten immer was zu essen, waren nie im Minus und hatten nie Existenzängste.
Da meine Frau nie gearbeitet hat, gab es keinen Anspruch auf Wochengeld oder Karenzgeld. Erst seit der Geburt haben wir Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld. Frau ist aus dem Ausland kommend.
Natürlich war das alles möglich, da wir uns von Abos, teuern Restauranttreffen, hohe Lebensstandards (Kleidung, Handys, Schmuck), teure Urlaube etc. verabschiedet haben.
Meine Frau hat den Haushalt übernommen und ich bin für das Finanzielle verantwortlich.
Eckdaten zu meiner Person:
Im Leben nichts in den 🍑 geschoben bekommen, Sohn einer alleinerziehenden Mutter, Migrationshintergrund 2te Generation (aber 🇦🇹ischer Staatsbürger), gelernt mit weniger mehr zu machen und nie über einen Kredit, Leasing oder ähnliches gedacht.
Nun verfügen wir neben meinen Einnahmen noch die Einnahmen meiner Frau (Kinderbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld) und sind glücklich und haben alles was wir benötigen.
Fazit:
Wenn man Kinder wirklich haben möchte, dann findet man immer irgendwie eine Möglichkeit, dies zu ermöglichen. Natürlich ist das von Situation zu Situation anders.
Was mir jedoch geholfen hat, war, meine Einnahmen und Ausgaben aufzuschreiben und zu beurteilen, welche Ausgaben ich verringern oder gar komplett rausstreichen kann (Abos). Und selber kochen ist auch ein heißer Tipp – und es schmeckt auch besser und ist gesünder.
Sorry für den langen Text. Fühlts euch frei Fragen zu stellen 😉
Edit: Korrektur
Miss-Antique-Ostrich on
1. sind Eltern heute zunehmend auf sich selbst gestellt. Die Großfamilie und das Dorf sind weg. Die Großeltern lassen es sich auch oft lieber gut gehen als regelmäßig zu helfen.
2. Sind die Anforderungen an Eltern heute viel höher. Wenn du zu streng bist, bist a Arsch. Wenn du zu lasch bist, bist a Arsch. Wenn du dein Kind unbeaufsichtigt lässt (in einem Ausmaß das früher voll normal war) und es passiert was, bist a Arsch. Wenn du deinem Kind nix großartiges bieten kannst bist a Arsch. Usw.
3. ist Kinder haben a teure Angelegenheit geworden. Früher haben Kinder auch oft schon bald gearbeitet und zum Familienbudget beigetragen, mitgearbeitet im elterlichen Betrieb, am Bauernhof, usw. Heute musst froh sein wenn dir die Kinder nicht bis 30 auf der Tasche liegen.
4. Ist Kinderhaben Gottseidank nicht mehr zwingend notwendig um ein Auskommen im Alter zu haben und auch die gesellschaftlichen Normen haben sich verändert
5. Müssen heute oft beide Eltern arbeiten UND Care-Arbeit verrichten. Hand aufs Herz: oftmals ist ein Elternteil da deutlich mehr belastet als der andere…
6. Zu wenig ganztags Betreuungsplätze. Frauen (bzw Elternteile die daheim bleiben) riskieren Altersarmut. Bei den heutigen Scheidungsraten ein echt hohes Risiko.
7. Scheidungsraten. Einerseits gut dass sich Leute trennen können. Andererseits ist die Sicherheit vermindert die eine Partnerschaft früher geboten hat.
8. Wenig leistbares Eigentum + stagnierende Löhne + hohe Inflation = Eltern werden immer älter. Manchmal klappts dann auch nimmer wenn man endlich bereit wäre oder es bleibt bei 1 Kind
9. Extremer Individualismus. Jeder schaut zuerst mal auf sich selbst (was in mancher Hinsicht auch gut so ist). Aber die Gesellschaft ist dadurch “kälter” geworden. Konkurrenzdenken statt Kooperation. Man ist mehr alleine, einsamer, und wird dadurch oft auch sturer und weniger kompromissbereit. Das ist halt das genaue Gegenteil von Elternsein.
10. Bekommen wir heutzutage viel mehr mit, wie viel Schlimmes passiert, und wie viel schlimmer die Dinge sich entwickeln können. Daher blicken viele auch nicht gerade optimistisch in die Zukunft.
ofidia on
Meine Schwiegereltern haben mir mal gesagt, warum sie Kinder bekommen haben: „Das machte man halt so!“
Vielleicht sind die Leute heutzutage einfach klug genug, über so eine wichtige Entscheidung gut nachzudenken. Und danach entscheidet sich dann nicht mehr jeder dafür
MrRowodyn on
Warum zum Fick sollte ich das bisschen Freizeit die mir Leben noch bleibt, damit verbringen, 18 Jahre lang einer billigen Kopie meiner selbst beizubringen, wie man im Leben fast genauso erfolglos ist wie ich selbst?
Gorn15 on
Nicht nur in Österteich sondern fast überall in der Welt (außer vielleicht Afrika)
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30 Kommentare
Kein Geld
Kids? In this economy??

Kein Geld, kein/e Haus/Wohnung, wenig Betreuungsplätze bzw oft überfüllt, keine ZEIT (weil eben kein Geld –> vollzeit Arbeit), keine Aussichten für die Kinder irgendwie.
Naja ist eh egal, verändert sich eh nix
Unpopular opinion: Kinderkriegen um des kinderkriegens Willen war noch nie attraktiv. Früher gabs halt viiiel weniger Gegenmodelle zur Standardfamilie und viel mehr gesellschaftlichen Druck. Außerdem weniger Aufklärung und Verhütungsmethoden. Ich hab das noch miterlebt, wie in der Kirche das Fegefeuer als Folge der Kondomnenutzung auch in Europa propagiert wurde.
Es würde halt praktisch alles in meinem Leben schlechter und anstrengender machen. Ich müsste beruflich zurückstecken also weniger Geld, weniger Pensionsvorsorge, weniger Pension. Ständig fällt man wegen Krankheiten aus, kein gemeinsamer Urlaub mehr weil man irgendwie die Ferien überbrücken muss. Ich hätte kaum Zeit für mich und auch als Paar hätten wir zumindest lange Zeit keine Zweisamkeit mehr.
Ich liebe meinen Partner und denke ganz ehrlich dass unsere Lebensqualität und Beziehung durch ein Kind massiv schlechter werden würden.
Ich werde Papa und freue mich darauf, ich find es auch nicht „unattraktiv“ wie manche hier schildern, mein Hauptschmerzpunkt ist die Qualität der Kindergärten und Schulen aber auch das hat uns nicht von der Entscheidung abgehalten.
Keine Kinderbetreuung
Preisexplosion bei Produkten des täglichen Lebens, eine der höchsten Steuerlasten in der EU, Leben ist auch ohne Kinder nur noch schwer leistbar, keine Betreuungsplätze weil alles überfüllt oder schlicht nicht leistbar, gleichzeitig wird Teilzeitarbeit von den zwei stimmenstärksten Parteien verteufelt, keine Kassenkinderärzte, kein Geld für private Kinderärzte, kein Wohnraumangebot für Jungfamilien das auch nur annähernd leistbar ist, allgemein düstere wirtschaftliche Aussichten… hm, ja, ich frag mich wirklich, warum das Kinderkriegen in Österreich so unattraktiv geworden ist.
Eine familie erhalten ist zu teuer, zu wenig betreuungsangebote, als frau musst mit ordentlichen einschnitten im gehalt und der pension rechnen (weil die meisten männer noch immer nicht ihren beitrag leisten wollen) und wirst fürs kind kriegen abgestraft
Aktuell zu wenig Geld & fehlender Optimismus das die Welt sich in eine Richtung entwickelt, die für meine potenziellen Kinder noch lebenswert ist.
Weil Kinder mit Abstand das teuerste sind was man sich „anschaffen“ kann. Die Schätzungen gehen da weit auseinander, zwischen 100k und 300k ist da alles dabei.
Wenn man keine will war es noch nie attraktiv, da könnte der Staat noch so viel verschenken.
Fertilitätsrate ist seit 1980ern auf dem Niveau von heute, hat also wenig mit Wirtschaft oder aktuelle Ereignisse zu tun. Hat mehr mit Pille, Emanzipation, Frauen und Arbeiten, Zeitpunkt des ersten Geburt, Unterstützung der Großeltern, kein Kinderberreuungsplatzgarantie…
1964 2,79
1986 1,45
2022 1,41
Geld
Weil wir das Geld für anderes brauchen.
Ich bin ein Kind der 80-er. Meine Mutter hat für uns 3 Kinder (fast) dieselbe Kinderbeihilfe bekommen wie ich 30 Jahre später für meinen Sohn. Eigentlich müsste die Kinderbeihilfe bei 500 EUR liegen, um das zu kompensieren.
Über so eine lange Zeit wirkt auch die kalte Progression sehr stark. Wurden früher nur wirklich hohe Gehälter hoch besteuert, ist das heutzutage schon bei äußerst mäßigen Gehältern so.
Und wohin geht das Geld? Das Pensionssystem verschlingt unfassbar viel Geld, das war in den 80ern noch nicht so. Die Lohnquote (Gehälter in Bezug zum BIP) ist auch gesunken.
Familien werden heutzutage einfach viel weniger gefördert, Nettogehälter sind zu wenig gestiegen.
Abgesehen davon was sie emotional zurückgeben: früher waren Kinder wirtschaftlich vorteilig. Billige Arbeitskräfte, und sonst sind sie nebenher gelaufen, zuhause war eh immer jemand. Das ist jetzt nicht mehr so. Sie kosten Geld statt was zu bringen und erhöhen die Belastung, weil in der Regel beide Elternteile außer Haus arbeiten, die Kinder nicht mitgenommen werden können und man Druck bekommt wenn man wegen der Kinder ausfällt.
Was Leute zu mehr Kindern bringen würde, wäre wahrscheinlich Entschleunigung. Weniger Druck durch den Arbeitgeber, Anrecht auf Homepffice wenn die Kinder krank sind und der Pflegeurlaub aufgebraucht ist etc
Zu wenig Geld, zu wenig Platz, zu wenig leistbare Kinderbetreuung. Wennst dann doch Kinder hast, machst gefühlt sowieso alles falsch bzw. werden Kinder zumeist als störend empfunden und musst dir das auch noch teilweise von Wildfremden anhören.
Außerdem haben viele Leute heute einfach einen gesunden Egoismus entwickelt und wollen sich ned für Kinder aufopfern oder verbiegen oder einschränken müssen. Versteh ich total, wenn man es sich lieber mit 2 Vollzeiteinkommen gemütlich macht.
I bin hoit einfach schiach wie die Nacht.
Ka Göd für Kinder und Wohnraum.
Ich: Chef ich geh Elternteilzeit (mit Rechtsanspruch)
Er: Als Mann??!!?
Porsche fahren ist günstiger
Die meisten kommen ja gar nicht mit sich selbst klar.
Wie hätten gerne ein drittes aber die Wohnkosten sagen nein
Bro kann mir nicht mal ne anständige Wohnung leisten 😂
Weil gefühlt alles oasch ist. Ist zwar jammern auf hohen Niveau… aber es is wies is xD
Hallo, selber gerade 22 Jahre alt und Vater eines ein Monat alten Bubens🙋
Ich habe bereits im Alter von 16/17 Jahren mich auf die Familienplanung vorbereitet. Hatten einfach einen Familienwunsch.
Während der AHS Oberstufe beim Spar geringfügig gearbeitet, damals noch bei der Mama gewohnt, und das Geld auf Seite gelegt (~ 200-300€ im Monat). Nach der Matura kurz bei der Spar Vollzeit gearbeitet (€ 1450 netto). Nach kurzer Zeit den Beruf gewechselt (weiterhin im Handel und Vollzeit, € 1800 netto). In dieser Zeit noch immer bei Mama gewohnt, aber zumindest jeden Monat € 500 der Mama gegeben (Essen, Miete). Neuer Job, Vollzeit, € 2200 netto. Anschließend Auto gekauft, eigene Wohnung (Miete), geheiratet, Frau (Studentin) kurze Zeit später schwanger. Frau hat während der Schwangerschaft ihren Bachelor fertig gemacht, wir hatten immer was zu essen, waren nie im Minus und hatten nie Existenzängste.
Da meine Frau nie gearbeitet hat, gab es keinen Anspruch auf Wochengeld oder Karenzgeld. Erst seit der Geburt haben wir Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld. Frau ist aus dem Ausland kommend.
Natürlich war das alles möglich, da wir uns von Abos, teuern Restauranttreffen, hohe Lebensstandards (Kleidung, Handys, Schmuck), teure Urlaube etc. verabschiedet haben.
Meine Frau hat den Haushalt übernommen und ich bin für das Finanzielle verantwortlich.
Eckdaten zu meiner Person:
Im Leben nichts in den 🍑 geschoben bekommen, Sohn einer alleinerziehenden Mutter, Migrationshintergrund 2te Generation (aber 🇦🇹ischer Staatsbürger), gelernt mit weniger mehr zu machen und nie über einen Kredit, Leasing oder ähnliches gedacht.
Nun verfügen wir neben meinen Einnahmen noch die Einnahmen meiner Frau (Kinderbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld) und sind glücklich und haben alles was wir benötigen.
Fazit:
Wenn man Kinder wirklich haben möchte, dann findet man immer irgendwie eine Möglichkeit, dies zu ermöglichen. Natürlich ist das von Situation zu Situation anders.
Was mir jedoch geholfen hat, war, meine Einnahmen und Ausgaben aufzuschreiben und zu beurteilen, welche Ausgaben ich verringern oder gar komplett rausstreichen kann (Abos). Und selber kochen ist auch ein heißer Tipp – und es schmeckt auch besser und ist gesünder.
Sorry für den langen Text. Fühlts euch frei Fragen zu stellen 😉
Edit: Korrektur
1. sind Eltern heute zunehmend auf sich selbst gestellt. Die Großfamilie und das Dorf sind weg. Die Großeltern lassen es sich auch oft lieber gut gehen als regelmäßig zu helfen.
2. Sind die Anforderungen an Eltern heute viel höher. Wenn du zu streng bist, bist a Arsch. Wenn du zu lasch bist, bist a Arsch. Wenn du dein Kind unbeaufsichtigt lässt (in einem Ausmaß das früher voll normal war) und es passiert was, bist a Arsch. Wenn du deinem Kind nix großartiges bieten kannst bist a Arsch. Usw.
3. ist Kinder haben a teure Angelegenheit geworden. Früher haben Kinder auch oft schon bald gearbeitet und zum Familienbudget beigetragen, mitgearbeitet im elterlichen Betrieb, am Bauernhof, usw. Heute musst froh sein wenn dir die Kinder nicht bis 30 auf der Tasche liegen.
4. Ist Kinderhaben Gottseidank nicht mehr zwingend notwendig um ein Auskommen im Alter zu haben und auch die gesellschaftlichen Normen haben sich verändert
5. Müssen heute oft beide Eltern arbeiten UND Care-Arbeit verrichten. Hand aufs Herz: oftmals ist ein Elternteil da deutlich mehr belastet als der andere…
6. Zu wenig ganztags Betreuungsplätze. Frauen (bzw Elternteile die daheim bleiben) riskieren Altersarmut. Bei den heutigen Scheidungsraten ein echt hohes Risiko.
7. Scheidungsraten. Einerseits gut dass sich Leute trennen können. Andererseits ist die Sicherheit vermindert die eine Partnerschaft früher geboten hat.
8. Wenig leistbares Eigentum + stagnierende Löhne + hohe Inflation = Eltern werden immer älter. Manchmal klappts dann auch nimmer wenn man endlich bereit wäre oder es bleibt bei 1 Kind
9. Extremer Individualismus. Jeder schaut zuerst mal auf sich selbst (was in mancher Hinsicht auch gut so ist). Aber die Gesellschaft ist dadurch “kälter” geworden. Konkurrenzdenken statt Kooperation. Man ist mehr alleine, einsamer, und wird dadurch oft auch sturer und weniger kompromissbereit. Das ist halt das genaue Gegenteil von Elternsein.
10. Bekommen wir heutzutage viel mehr mit, wie viel Schlimmes passiert, und wie viel schlimmer die Dinge sich entwickeln können. Daher blicken viele auch nicht gerade optimistisch in die Zukunft.
Meine Schwiegereltern haben mir mal gesagt, warum sie Kinder bekommen haben: „Das machte man halt so!“
Vielleicht sind die Leute heutzutage einfach klug genug, über so eine wichtige Entscheidung gut nachzudenken. Und danach entscheidet sich dann nicht mehr jeder dafür
Warum zum Fick sollte ich das bisschen Freizeit die mir Leben noch bleibt, damit verbringen, 18 Jahre lang einer billigen Kopie meiner selbst beizubringen, wie man im Leben fast genauso erfolglos ist wie ich selbst?
Nicht nur in Österteich sondern fast überall in der Welt (außer vielleicht Afrika)