
Wenn bestimmte Triggerpunkte umgangen werden scheint es nicht so schwer zu sein auf Fleisch zu verzichten. In gewissen Maße überschneidet sich das Experiment damit, dass offenbar manche Lebensmittelhersteller je nach Zielgruppe auf Hinweise wie „vegan“ bewusst verzichten, weil es auch negative Trigger aktivieren könnte.
Aus der Pressemitteilung des Studierendenwerks zu dem Versuch an der Uni Regensburg: „Angekündigte Aktionen des STWNO, wie eine vegane Woche, haben bei Studierenden auch negative Reaktionen hervorgerufen, z. B. weil sie als eine Einschränkung der Entscheidungsfreiheit wahrgenommen wurden. Auf dieser Grundlage stellte sich Prof. Dr. Andreas Roider, Beauftragter der Universitätsleitung für Nachhaltigkeit an der Universität Regensburg, die Frage: „Inwieweit würde es überhaupt jemand merken, wenn es eine Weile – unangekündigt – keine Rindfleisch-Produkte in der Mensa geben würde, z. B. auch keine Currywurst?“. Und tatsächlich: Rückmeldungen blieben völlig aus. Ziel der Aktion wird es sein, nach der Projektlaufzeit Diskussionen bei den Studierenden und Mitgliedern der Hochschulen zum eigenen Essverhalten anzustoßen, um bewusstere Entscheidungen bei der Ernährung im Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit zu treffen.“
Bin ich durch einen Wissenschaftspodcast drauf gestoßen.
Von RickieRubin
7 Kommentare
genial! 😀
Habe meiner Kiosktante auch angeraten ihre selbstgebackenen Kuchen auf keinen Fall als vegan zu deklarieren, sondern nur auf Nachfrage zu „outen“. Fazit: Alle schmausens brav hinein und sind zufrieden, keiner sagt etwas. Das wäre 100% anders, wenn dort ein kleines grünes V stünde….
Ist tatsächlich gang und gebe dort, wo aufs Geld geachtet werden muss. Beispielsweise in Kitas und Schulen. Ja teilweise gibt es richtig räudiges Essen und auch billiges Fleisch. Es hängt aber immer davon ab, wer und wie das ausgeschrieben wird. Daher gibt es Kitas und Schulen, die nur Max. Einmal die Woche Fleisch anbieten, weil alles andere (in solider Qualität) zu teuer wäre. Wäre das bekannt, gäbe es lokal sicher richtig Ärger.
In welcher Mensa ist denn die Curry- oder Bratwurst aus Rindfleisch?
Gab ja wohl trotzdem anderes Fleisch dann, wundert mich jetzt nicht, dass es keine Beschwerden gab wie bei ner veganen Woche wo es weder Fleisch noch tierische Produkte gibt, das sind doch zwei sehr unterschiedliche Ansätze. Currywurst ist doch normalerweise eh Schwein? Gab es dann mehr Schweineschnitzel und Huhn?
Welcher Wissenschaftspodcast? Ich bin auf der Suche nach neuen.
Wie oft gibt es in einer Mensa denn überhaupt Rind? Ist ja nicht gerade der Preisbereich wo ein Entrecote drin ist. Wenn die weiter Hühnchen und Schwein servieren fällt das selbstverständlich niemanden auf.