Heimat als verbrannte Erde: Aus Syrien Geflüchtete erzählen, warum eine Rückkehr für sie nicht möglich ist

    https://www.derstandard.at/story/3000000252621/heimat-als-verbrannte-erde-aus-syrien-gefluechtete-erzaehlen-warum-eine-rueckkehr-fuer-sie-nicht-moeglich-ist

    Von Pumuckl4Life

    Share.

    25 Kommentare

    1. Sheeprevenge on

      Surprise, Suprise, niemand will zurück in ein zerstörtes Land, vor allem wenn man sich in Österreich schon was aufgebaut hat (zB die Sprache gelernt und/oder berufstätig).

    2. Wapiti-Lover on

      Ich kann verstehen das die Personen im Artikel unzufrieden mit der Situation sind, aber es ist doch eigentlich von Anfang an klar das Asyl eine Übergangslösung ist.

    3. Kritisiert die Hijab-Pflicht in Syrien, trägt aber freiwillig einen hier in Österreich.

      Asyl ist immer nur auf Zeit gedacht. Asylgrund besteht nicht mehr? Ab in die Heimat sofern sie keine Schlüsselarbeitskräfte sind.

      Wenn das nicht geschieht soll sich keiner wundern wenn die Rechten immer mehr Stimmen bekommen 

    4. Die österreichische Lösung, einfach ex cathedra zu erklären, dass keine politische Verfolgung mehr zu befürchten wäre und das Land daher sicher wäre, ist einfach lebensfremd und potentiell tödlich. Auch wenn Assad gestürzt ist und die HTS jetzt die Kontrolle von Damaskus bis Aleppo hat, so ist das Land immer noch tief gespalten: neben HTS gibt es die kurdisch kontrollierten Gebiete, die von der Türkei unterstützten islamistischen Rebellen im Norden, dann ist Israel ziemlich weit nach Syrien eingedrungen, walzt ganze Dörfer nieder, und hat an der libanesisch-syrischen Grenze einen etliche Kilometer breiten Korridor abgesichert, der sich bis auf den Breitengrad von Damaskus erstreckt. Sicher ist in dem Land überhaupt nichts, selbst nach dem Regimewechsel.

    5. Ok-Year-9493 on

      Ich kann nicht beurteilen, wie sicher Syrien jetzt ist. Aber falls es sicher ist, würde ich schon meinen, daß dann kein Asylgrund mehr vorliegt und außerdem die Leute dort für den Wiederaufbau gebraucht werden.

    6. No_Interview_1778 on

      Wieso jetzt irgendwer denkt, nur weil der Diktator gestürzt wurde, sei Syrien plötzlich wieder sicher, ist mir unverständlich.

      Gibts hier von Amnesty oder vom internationalen Roten Kreuz oder der Uno oder irgendwem schon eine Empfehlung Leute wieder zurückzuschicken??
      Wurde die von Österreich geprüft?

      Langfristig kein Thema, dass der Asyl status irgendwann auslaufen muss.
      Wer dann nicht die österreichische Staatsbürgerschaft übernehmen will (oder anderer Aufenthaltstitel) der ist dann illegal da.

      Bringt halt nix, weil unsere Politik nach 10 Jahren Flüchtlingskriese immer noch keinen Plan hat was wir mit illegalen im Land machen sollen…

      Also verdammt noch mal ab auf die Straße mit euch!
      Protestiert gegen dieses unfähige Gesindel was sich in österreich Politiker schimpft!

      Aber bitte nicht nach unten treten.

    7. _KeyserSoeze on

      Es ist eigentlich absurd, dass man aufgrund von *zu vielen Syrern* die FPÖ wählt, die genau jenem Land in den Arsch kriecht, dass dort alles in Grund und Boden gebombt hat. 

    8. d__radiodurans on

      In D, wo sie zumindest Zahlen haben, haben übrigens unter 1% der Syrer Asyl, der Rest ist geduldet oder nicht abschiebfähig durch Lapalien wie fehlender Ausweispapiere. Also präsentiert man uns hier die cherry gepickte Elite der Syrer.

      Abgesehen davon, enthält der Artikel viele verständliche Gründe, warum man nicht zurück will, von denen kein einziger asylrelevant ist. Politische, persönliche Verfolgung ist der Grund für Asyl. Fall der je bestanden hat, fällt er nun weg. Das sind die Fakten. Wir müssen weg von solchen emotionalisierten Entscheidungsfindungen zurück zum Einhalten unserer Gesetze.

    9. Ja, wenn der Maßstab ist, ob jemand zurück möchte, dann wird’s echt schwer mit dem ganzen asylsystem. Bei aller Liebe.

    10. Es ist halt irrelevant was man will oder nicht will. Ich will auch keine Steuern zahlen, oder für die ÖGK die ich ned brauch. Es interessiert halt niemanden, Vorschrift ist Vorschrift. Und wenn jemand einen Asylgrund angibt, den es nicht mehr gibt, wie im Fall von Syrien 90% Assad angegeben haben der mittlerweile selbst nach Moskau geflüchtet ist nach seinem Sturz, muss das Asyl enden, ob sie wollen oder nicht, freiwillig oder nicht. Unser zerstörtes Land wurde wie viele anderen in Europa nach dem WW2 auch wieder aufgebaut damit es heute so ist wie es ist. Darum werden sie nicht herumkommen, es wird niemand für die Syrer machen, außerdem bekommen sie von der EU eh jedes Jahr hunderte Millionen Euro überwiesen als Hilfszahlungen…

      Und nun zu sagen man will nicht zurück weil es dort so streng ist… Sollen sie halt mal selber in den sauren Apfel beißen den sie hier anderen aufzwingen wollen. Eine nicht zu kleine Menge will ja am Liebsten aus AT und DE ein Kalifat machen, in welchem die Sharia gilt. Na dann können sie sich ja dort nun austoben oder sich einfach einfügen in das dortige System, entspricht sicher mehr dem Geschmack als unsere liberale Demokratie…

    11. AustrianMichael on

      Warum sind da viele nach ~10 Jahren in der Türkei dann her gekommen um Asyl anzusuchen? Die waren ja schon sicher?

    12. Es warten halt alle darauf, dass in Syrien wieder Demokratie und Ordnung herrscht. Aber wer soll diese Demokratie dort etablieren wenn die demokratisch gesinnten Syrer nicht bereit dazu sind, zurückzugehen und das aufzubauen? 

      Es funktioniert eben nicht, wenn diejenigen, die die Energie, das Wissen, die Ausbildung und die entsprechende Lebenseinstellung haben, um aus Syrien wieder ein funktionierendes Land zu machen, sich nicht dafür einsetzen möchten. Jetzt ist die Chance da, das Land mitzugestalten. 

    13. Die Kommentarspalte ist mal wieder pures Gold wert, sogar das Standardforum hat es satt Wirtschaftsmigranten durchzufüttern.

    14. Viel Tränendrüse, halt voll auf Standard-Blattlinie.

      „Erst wenn Syrien wie Europa ist, kann ich zurück.“

      Wenigstens einer gibt offen zu, dass er eigentlich nicht gedenkt, jemals wieder heimzugehen…

      Europa kann nicht für immer das Auffangbecken für alle failed states dieser Erde sein, auch wenn das einige linke Medienblasen gerne so hätten.

    15. Alternative-Yak-8657 on

      Asyl ist immer nur so lange gültig, so lange es eine Gefahr für Leib und Leben im Heimatland besteht.
      Ist dies nicht mehr der Fall, muss die Heimreise angetreten werden.

      Ich habe freunde u.a. aus Nigeria und Lybien, welche mittels Arbeitsvisum hier sind.
      Natürlich ist es langwierig, schwierig und mit viel Bürokratie verbunden, die sie aber auf sich nehmen – wie es sich gehört, wenn man in einem anderen Land leben möchte.
      Es ist nicht billig und bei Gott nicht einfach oder schnell, aber es ist nun mal der rechtlich vorgeschriebene weg.

      Warum machen das die Leute nicht, die Asyl aberkannt bekommen?
      Es ist ja nicht grundsätzlich unmöglich, auszuwandern.

      Ich kann auch nicht einfach in ein anderes Land gehen und sagen „so da bin ich und da bleibe ich, weil ich das einfach so will.“
      Es gibt gewisse Richtlinien und an die muss man sich einfach halten – obs gefällt oder nicht.

      Außerdem: Weil im Artikel die rede davon ist, dass man sich integriert und engagiert hat ‐ tut mir leid, aber das sollte eigentlich das minimum sein. Wenn ich von zu Hause weg muss und für ein paar tage bei freunden unterkomme, werde ich mich selbstverständlich auch erkenntlich zeigen und helfen, anstatt noch zu verlangen, dass man mich umsorgt und hofiert. Ist zwar ein vielleicht zu „einfacher“ vergleich, aber im Endeffekt kommts aufs gleiche raus. Ich werd meinem Gastgeber nicht noch zusätzlich arbeit machen und vielleicht noch „hausregeln“ mit füßen treten, da ich sonst damit rechnen kann, vor die tür gesetzt zu werden.

      Sich einzubringen und, wie beschrieben, beim Hochwasser mitzuhelfen sollte ja wohl irgendwo selbstredend sein und nicht als „schau wie toll ich das gemacht habe“ dargestellt werden.
      Wenn ich wo zu gast bin und dort die Küche abbrennt, werd ich auch versuchen, mitzuhelfen, soweit möglich, statt zuzusehen, wie die Gastgeber verzweifeln.

      Keine ahnung, ich war noch nie in der situation, asyl zu brauchen, oder vor einem Krieg zu fliehen, natürlich geht das an der psyche nicht spurlos vorbei, und trotzdem ist das keine ausrede dafür, sich aufzuführen. Ich wurde als Kind von meinem Vater jahrelang missbraucht – hat auch spuren hinterlassen, trotzdem gelten Gesetze, Normen und „Spielregeln“ auch für mich.

      Also ja… asyl nicht mehr nötig? Tschüss und mit ordentlichem Visum und papieren gerne wieder einreisen – gleiches recht für alle.
      Und wenn das Visum nicht genehmigt wird, wird das auch seine Gründe haben, das fällt dann aber unter „leider pech“.

    Leave A Reply