>STANDARD: Ihnen ist noch kein einziger Zweifel gekommen, ob Sie nicht doch mehr hätten tun können, um FPÖ-Chef Herbert Kickl – vor dem Sie ständig warnen – als Kanzler zu verhindern?
>Meinl-Reisinger: Nein, denn fehlende Kompromissbereitschaft kann man uns nicht vorwerfen. Ein erklecklicher Teil der ÖVP wollte aber lieber mit der FPÖ koalieren, und die SPÖ hat sich in die sehr linke Ecke begeben. Und ich kann nicht Kitt, Mediatorin und aufhübschendes Beiwerk in einer Person sein. Erschütternd fand ich, dass nicht einmal die Sozialpartner mehr zueinandergefunden haben. Nach unserem Ausstieg aus den Verhandlungen war innerhalb von 24 Stunden tot, was davor 70 Jahre funktioniert hat.
>STANDARD: Große Reformen gefallen Ihnen aber immer nur dann, wenn Sie Ihren ideologischen Maßstäben entsprechen. Dabei sind die Neos eine Kleinpartei. Die SPÖ wollte eben Vermögende ordentlich besteuern. Da waren Sie strikt gegen einen großen Wurf.
>Meinl-Reisinger: Man muss sich entscheiden. Entweder wir sind eine – wie Sie sagen – Kleinpartei, die nichts fordern darf, dann kann aber nicht das Wohl und Weh der Republik von uns abhängen. Oder es geht nicht ohne uns, dann hätte man uns entgegenkommen müssen. Die Reformen, die wir vorschlagen, sind nicht ideologisch, sondern das, was jeder Experte sagt. Da geht es um Reformen, die nachweislich für unseren langfristigen Wohlstand und unsere – auch soziale – Sicherheit notwendig sind. Ich wollte beispielsweise auch einen unabhängigen ORF. Ging nicht mit ÖVP und SPÖ. Jetzt freut sich der Kickl.
>Meinl-Reisinger: Die FPÖ profitiert davon, genauso wie die anderen Rechtspopulisten. Das ist doch Teil eines Masterplans in den westlichen Ländern. Dieselben Narrative, dieselben Feindbilder. Und die Gatekeeper, die darüber entscheiden, was wir zu sehen bekommen, sind Typen wie Elon Musk, die ja selber eine Agenda fahren. Die wahre Gefahr für die Demokratie ist doch, dass die Wahrheit verloren geht und damit die Demokratie. In den sozialen Medien gibt es keine Verantwortlichkeit für Lügen.
zq_x99 on
Eh und du hast es ermöglicht, du Heisl…
marderh on
Sagt die linke Hand der Tapezierer, während die rechte den Teppich antackert…
KryphosESTAug05 on
Welch Ironie und sie scheint es nicht zu bemerken 😀
Edit: „Fehlende Kompromissbereitschaft kann man uns nicht vorwerfen“. Kann man sich nicht ausdenken…
utopianlasercat on
Soll doch mit ihrer primitiven Ideologie zurück ins 19 Jhdt wo sie hingehört.
Ganz ehrlich, so wie die FPÖ jetzt in den Umfragen in die Höhe schießt, nach einer nicht funktionierenden österreichischen Ampel, die sich über mehrere Jahre zerstreitet, hätten die nach er Absoluten greifen können. Verstehe die NEOS voll und ganz, dass sie da nicht mitwollten. Wäre nicht Verantwortungsbewusst gewesen.
Frings11 on
Gott. So ein Blödsinn.
Wie wenig selbstreflektion kann man haben?
Mikro_B on
Den hat sie ausgerollt
Senior-Sir4394 on
egal was sie tut und redet, sie wird für immer bekannt dafür sein Kickl die Regierungsbeteiligung ermöglicht zu haben
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13 Kommentare
Hätte sich dagegen doch bloß was machen lassen
Danke für euer Mitwirken, liebe Neos.
>STANDARD: Ihnen ist noch kein einziger Zweifel gekommen, ob Sie nicht doch mehr hätten tun können, um FPÖ-Chef Herbert Kickl – vor dem Sie ständig warnen – als Kanzler zu verhindern?
>Meinl-Reisinger: Nein, denn fehlende Kompromissbereitschaft kann man uns nicht vorwerfen. Ein erklecklicher Teil der ÖVP wollte aber lieber mit der FPÖ koalieren, und die SPÖ hat sich in die sehr linke Ecke begeben. Und ich kann nicht Kitt, Mediatorin und aufhübschendes Beiwerk in einer Person sein. Erschütternd fand ich, dass nicht einmal die Sozialpartner mehr zueinandergefunden haben. Nach unserem Ausstieg aus den Verhandlungen war innerhalb von 24 Stunden tot, was davor 70 Jahre funktioniert hat.
>STANDARD: Große Reformen gefallen Ihnen aber immer nur dann, wenn Sie Ihren ideologischen Maßstäben entsprechen. Dabei sind die Neos eine Kleinpartei. Die SPÖ wollte eben Vermögende ordentlich besteuern. Da waren Sie strikt gegen einen großen Wurf.
>Meinl-Reisinger: Man muss sich entscheiden. Entweder wir sind eine – wie Sie sagen – Kleinpartei, die nichts fordern darf, dann kann aber nicht das Wohl und Weh der Republik von uns abhängen. Oder es geht nicht ohne uns, dann hätte man uns entgegenkommen müssen. Die Reformen, die wir vorschlagen, sind nicht ideologisch, sondern das, was jeder Experte sagt. Da geht es um Reformen, die nachweislich für unseren langfristigen Wohlstand und unsere – auch soziale – Sicherheit notwendig sind. Ich wollte beispielsweise auch einen unabhängigen ORF. Ging nicht mit ÖVP und SPÖ. Jetzt freut sich der Kickl.
>Meinl-Reisinger: Die FPÖ profitiert davon, genauso wie die anderen Rechtspopulisten. Das ist doch Teil eines Masterplans in den westlichen Ländern. Dieselben Narrative, dieselben Feindbilder. Und die Gatekeeper, die darüber entscheiden, was wir zu sehen bekommen, sind Typen wie Elon Musk, die ja selber eine Agenda fahren. Die wahre Gefahr für die Demokratie ist doch, dass die Wahrheit verloren geht und damit die Demokratie. In den sozialen Medien gibt es keine Verantwortlichkeit für Lügen.
Eh und du hast es ermöglicht, du Heisl…
Sagt die linke Hand der Tapezierer, während die rechte den Teppich antackert…
Welch Ironie und sie scheint es nicht zu bemerken 😀
Edit: „Fehlende Kompromissbereitschaft kann man uns nicht vorwerfen“. Kann man sich nicht ausdenken…
Soll doch mit ihrer primitiven Ideologie zurück ins 19 Jhdt wo sie hingehört.
0 Selbstreflexion
https://preview.redd.it/v0mxkjvchdge1.jpeg?width=882&format=pjpg&auto=webp&s=8bb78d03746342169c0a6640cf952eb78d3140c9
Ganz ehrlich, so wie die FPÖ jetzt in den Umfragen in die Höhe schießt, nach einer nicht funktionierenden österreichischen Ampel, die sich über mehrere Jahre zerstreitet, hätten die nach er Absoluten greifen können. Verstehe die NEOS voll und ganz, dass sie da nicht mitwollten. Wäre nicht Verantwortungsbewusst gewesen.
Gott. So ein Blödsinn.
Wie wenig selbstreflektion kann man haben?
Den hat sie ausgerollt
egal was sie tut und redet, sie wird für immer bekannt dafür sein Kickl die Regierungsbeteiligung ermöglicht zu haben