
Mein kleiner Bruder (4. Klasse Gymnasium) ist heute mit diesem „Elementekatalog“ von der Schule nachhause gekommen. Um POSITIV abgeschlossen zu werden muss er insgesamt 8 Punkte pro „Kategorie“ erreichen. (Basis bringen 1 Punkt, Pro 3) Für ein Sehr gut müssen alle Übungen außer die mit den *** absolviert werden. Wollte jetzt mal fragen: Ist das normal? Und wieso gestaltet man den Sportunterricht so? Wer glaubt allen ernstes das sowas Kinder motiviert Sport zu machen?
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Von Linboy28

33 Kommentare
Das ist kein Kindergartenkind wtf. Die Leistungstests waren bei uns immer was vom Spannendsten, weil’s sonst eh immer nur um Völkerball, Fußball und Laufen gehen ging.
Weißt eh, Menschen wetteifern gern. Die Tatsache, dass du glaubst, dass jede Sportstunde so ausschaut und das daher ach so demotivierend ist, ist dezent realitätsfern.
Also die Anforderungen für eine positive Note finde ich durchaus heftig. Dass für ein Sehr Gut recht viel Leistung verlangt wird, ist hingegen schon ok, meiner Meinung nach.
Die 8 Punkte für eine positive note kann ich mir nicht vorstellen, bei den Ringen müsste man dann ja alles machen.
War bei mir in der Schule damals sehr ähnlich. Natürlich etwas milde bewertet, also wenn z.B. die Form nicht super war (Rolle etwas schief etc) wars egal.
Ich denke für einen Sportunterricht passts ganz gut.
Wie viele hier mussten eigentlich den legendären Cooper-Test durchmachen?
fang ich schon beim lesen zum schnaufen an .oO
Scheiß on it – ich wiederhol die Klasse bis ich die Schulpflicht erfüllt hab.
Allein die Recksache – zu meiner Zeit (und das ist schon 30 Jahre her) haben wir uns in der Freizeit viele Stunden um die Klopfstangen im Hof gedreht. Waren also quasi Reck-affin. Aber die meisten dieser Übungen – keine Chance.
Lassen die alle mit ein bisschen zu viel Hüftspeck dann durchfallen? Bei uns sind auch die schlanken Kinder an vielem davon gescheitert. 8 Punkte / Kategorie hättst dir aufmalen können oft.
Das sind jugendliche Schüler, keine Akrobaten. Sport ok. Renn halt ein paar Runden. Spiel Fußball. Zirkeltraining. Alles sportlich. Aber das find ich schon ein bisserl gar hart.
Bist du sicher, dass es 8 pro Kategorie und nicht durchschnittlich 8 pro Kategorie ist (was 40 Punkte wären)? Die Basis Sachen sind fast alle mit minimalen Training easy machbar und dann hast du hald ein paar Pro Sachen, mit denen du dich ein bisschen länger beschäftigen musst. Es sind viele Sachen, aber wenn man mal liest was da steht dann ist es absolut machbar.
Es ist eine Frechheit, dass es da überhaupt noch eine Note gibt. Es war immer schon wichtig und wird immer wichtiger, Kinder zur Bewegung zu motivieren. Wenn, dann dürfte höchstens die Motivation und Mitarbeit zählen. Da wirst bestraft, weilst aus welchen Gründen auch immer ned sportlich/fit/geschickt bist.
Ich weiß ned wie’s euch geht, aber turnen is für mich eins der lächerlichsten Dinge, die im Lehrplan noch so existieren. Keiner machts gern, abseits von Unterricht gibts kaum Leute die das machen, nicht in unserer Sport-Kultur verankert. (oder kennt wer irgendwelche österreichischen Turner, Leute die sich explizit für Turnen interessieren ausgenommen.
Wenn sich wer fragt, warum viele Jugendliche keinen Sport mögen: Wenn man durch die Schule Sport mit Turnen und den negativen Erfahrungen damit assoziiert, wunderts mich überhaupt ned. Anekdotisch, aber wir haben uns als Klasse damals wahnsinnig gefreut, wenn wie statt dem geplanten Geräteturnen doch Laufen gegangen sind. Und laufen war schon auf Platz 2 der meist gehassten Sachen im Sportunterricht.
Ist definitiv ungewöhnlich, aber es gibt so übermotivierte Turnlehrer.
Meiner Meinung nach hat der KEINE Chance, das so durchzuziehen, sonst fällt die halbe Klasse durch und die Eltern stehen mit Fackeln und Mistgabeln vor der Schule.
Ich mein, viel davon ist ziemlich Basic (wobei ich beim Bodenturnen versagen würd, da war ich immer eine Niete), aber den Katalog so auszuteilen (z.B. Vorwärtssalto als „Basics“) kann nur ein schlechter Scherz sein.
Und 8 Punkte pro Kategorie für eine positive Note zu verlangen kann auch nicht deren Ernst sein. Ist das ein Sportgymnasium mit Fokus auf Gymnastik? Oder irgendeine elitäre Privatschule, die meint, die nächsten Staatsmeister ausbilden zu müssen?
In jedem Fall kann das nur ein schlechter Scherz sein. Like, wir leben in einer Zeit, in der fast 1/3 der Kinder in Österreich zumindest übergewichtig ist. Und dann willst einen Vorwärtssalto verlangen, damit man positiv abschneidet?
Wenns das als Qualifikation in einem Turnverein für die nächste Ausbildungsstufe oder einen Bewerb machen, absolut verständlich. Aber nicht in einer normalen Schule.
Ich war auf einer guten, einer wirklich sehr guten, öffentlichen, Schule, auch einem Gymnasium. Und wir haben auch die ganzen Sachen im Turnunterricht gemacht. Aber da wär niemand je auf die Idee gekommen, derartige Anforderungen zu stellen. Das is ja pervers.
Wenns sagen, 8 Punkte insgesamt, damit man positiv is, dann lass ich ma das vielleicht noch irgendwo so halbwegs ein bissl einreden. Trotzdem eine Herausforderung für Kinder mit… kräftigerer Konstitution, aber Rolle vorwärts & rückwärts, Standwaage, Hocke & Hockwende, Grätsche/4x Schwingen oder Vorschwung in Grätschsitz, 2x Sprung in den Stütz, das werden relativ viele schaffen. Dafür einen 4er herzugeben find ich aber trotzdem hart.
Und einen Abgang aus dem Schwung mit Rückwärtssalto aus den Ringen verlangen, um einen 1er zu verteilen – ich glaub dir eigentlich wirklich nicht, dass das von einer normalen Schule kommt.
Hüftaufschwung aus dem Hang am Hochreck haben bei uns auch nur die ein, zwei allerbesten hinbekommen, wenn ich mich richtig erinnere. Und das war auch so ca. mit 13, 14. In einer verhältnismäßig sportlichen Klasse mit kaum übergewichtigen Schülern.
Edit: Jetzt merk ichs erst, das mit den 8 Punkten pro Kategorie kann gar nicht stimmen, dafür gibts jeweils zu wenig Übungen in „Basics“. Und eine „Pro“- Übung fürs Positivsein bzw. bei den Ringen ALLE angeführten Übungen zu verlangen, keine Chance, dass das echt ist.
Immer das gleiche im Sport Unterricht. Anforderung stellen die selbst erfahrene Sportler nach Jahren kaum erfüllen können.
Flick Flack? Ernsthaft? Will er die Schüler schwer verletzen? Hat die Schule eine AirTrack auf der man das üben kann? Geht ihr ins Leistungszentrum für Turner um das zu üben?
Das ist nicht nur Schwachsinn sonder gerade raus gefährlich was dort gefordert wird. Der Lehrer hat ein Rad ab, wenn ich das mal so sagen darf.
Turnen soll spaß machen und vor allem nicht jene ausschließen die aus diversen Gründen weniger sportlich sind. Auch das fördert Mobbing.
Sind das die geleakten neuen Anforderungen für die Kickler-Jugend? Der Nachwuchs muss gefälligst fit sein.
Motivierend ist es nicht, aber machbar? Sowas von. Dabei reicht es aus nur minimal sportlich zu sein….
zu meiner zeit hamms völkerball gespielt
lass mich raten, der lehrer is noch dazu ein 150kg leicht gewicht?
Fun Fact: Wennst die Pro Übungen alle kannst, reicht das auch fürs Boden / Geräte Modul der Aufnahmeprüfung fürs Sportstudium auf der Schmelz, und weitgehend für die praktischen Übungen im Studium. Oder zumindest war das vor … fuck .. 20+ Jahren so.
Ich hab das Glück gehabt in der Schule Sportunterricht gehabt der super motivierend war, dabei sind viele von diesen Sachen auch natürlich entstanden, aber halt eher für die die’s interessiert hat und definitiv keine zwingenden Anforderung. Bei uns waren meist 2/3 kicken und der Rest hat Geräte aufgebaut.
übermotivierte oder frustrierte turnlehrer*in?
Was ist das für ein Schwachsinn? Nicht nur, dass die Anforderungen recht hoch sind – sie sind völlig einseitig. Das ist nicht Sport – das ist Turnen, ein kleines Teilgebiet des Sports. Würde mich interessieren ob dieser völlig verengte Zugang wenigstens gut gelehrt wird, ist ja nicht ganz trivial sowas sicher zu erlernen.
Warum nicht:
6b beim Bouldern?
6:15er Pace beim Laufen?
10k in X Minuten?
Körpergewicht drücken auf der Bank?
10 Längen in X Minuten?
Salto vom 10er?
Klimmzüge?
blablabla
Mir dem Lehrer würde ich mal eine anständige Diskussion führen.
Generell ist so ein Zugang ideal dazu geeignet die Freude am Sport zu verleiden, hat die Schule damals bei mir jahrelang geschafft.
Mir hat der Sportlehrer gsagt I bekomm a 1 wenn i 40 Liegestütz mach. Hab i paar Wochen geübt und hab 50 saubere vorgemacht. Dann wollt der Hund noch an Handstand von mir für n 1er und das hab i net können und dann wars nur a 2 und I war super mad.
Da hast wenigstens a Liste & was liegt das pickt.
Aber sonst, kein Plan wie die Benotung wirklich im Sport ausschaut. Sonst war’s Ball-in-die-Gruppe-werfen und Jungs-geht’s-kickn rufen.
Werden schon ihre „Kompetenzen“ haben die sie abprägen sollen. Kanns sein, dass der Lehrer noch jung und richtig motiviert ist?
Genau wegen sowas hab ich Sport lange gehasst und hab erst als Erwachsener die Lust zur Bewegung wieder entdeckt (und nehme mittlerweile auch an Turnieren teil).
Diese altfadrischen Gymnastiksachen sind echt eines der unnötigsten Überbleibsel aus der Nazizeit im Schulbereich. Man kann in Turnen/Sport so viel mehr machen und Schüler ausprobieren lassen. Viele Kinder kennen wegen dem Elternhaus ja nichtmal viele Sportarten und würden diese niemals ausüben. Da könnte man ansetzen…
Eine der beste Ideen, die ich mal gelesen hab, war, dass man am Beginn des Schuljahres ein Assessment macht, was man sportlich bereits kann und von dort die Steigerung misst. Das macht 100x mehr Sinn es zumindest so umzusetzen als das hier…
/rant over
Vielleicht wär’s ja nicht so ein Problem, wenn’s einen gescheiten Unterricht gäbe, aber so wie ich das kenne, sagt der Lehrer: „Joah, Katalognummer 1 bitte.“ „Das war nichts, ich geb dir noch einen Versuch.“ „Ich denk das wird nichts mehr. Katalognummer 2 bitte.“
Die Lehrer probieren’s halt eben auch nicht mehr wirklich, sowas beizubringen. Und ich seh ehrlich gesagt auch nicht, woher man einen Salto oder ein Rad kann, wenn man nicht Mal im Turnverein oder besonders am Turnen interessiert ist. Woher soll also der Durchschnittsschüler alle diese Dinge können, wenn man es nicht mit dem Lehrer im Sportunterricht lernt.
Von nix kommt nix, aber wann war das Schulsystem schon wirklich gut.
Sportklasse?
Wir mädchen mussten sogar jedes Jahr eine Kür halten, in der ein Rad, Hand- und Kopfstand eine Mindestanforderung waren, während die Buben Landhockey gespielt haben.
Hat mir den Sport vermiest.
Salto vorwärts oder rückwarts in der Basis Kategorie ist doch völlig absurd. Selbst wenns sich hier um einen Sport Schulzweig handeln würd sind die Anforderungen ja übertrieben. Selbst mit Vorkenntnissen und je nach Kondition erfordert das ja Alles mehrere Monate Übung ums auf die Reihe zu kriegen.
Erinnert mich a bissl an die Anforderungen die bei Sporthochschulen im Rahmen der Eignungsprüfung gestellt werden. Kann mir gut vorstellen, dass da einige Beschwerden seitens der Eltern kommen werden.
Also ich hatte im Gymnasium einen meiner Meinung nach sehr motivierten Sportlehrer, welcher uns regelrecht militärisch drillte. Solche Anforderungen hatte nicht mal der. Das ist schon ziemlich hoch angesetzt, wenn man den durchschnittlichen Schüler betrachtet.
Da fühlt sich aber ein Sportlehrer gewaltig 😀
dürfte normal sein. ich hab mit mitte 20 eine lehre angefangen und am anfang der ausbildung gabs auch sportunterricht (inkl. sporttests) ich hab mich da konsequent geweigert. wurde dann trotzdem positiv benotet 🤷🏻 ich weiß ja selber, dass ich unsportlich bin
Finde ich persönlich ok. In dem Alter lernen die Kids echt schnell. Und mir gefällt, dass hier im Sport was verlangt wird. Sport ist ein ja schließlich ein Pflichtgegenstand.
Lol mein kleiner Bruder (4. Klasse Gymnasium) sagt bei ihm gibt’s genau dasselbe Schema.
Entweder sind die beiden in der gleichen Schule oder so ein bescheuertes System macht die Runde.
Ich hab mir beim Durchlesen das Handgelenk gebrochen. Darf ich morgen in der Arbeit aussetzen?