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    6 Kommentare

    1. Ja. Nebenan bedeutet meist oldschool, aber im Sinne von 1960 Oldschool, nicht 1900. Ist nichtmal reines Wild. Hab letzt aufm Mittelaltermarkt spanische Wildsalami gekauft, hinterher eröffnet der Blick aufs Etikett, dass ed genau 5% Wild waren. Hier ja wenigstens gröste Zutat…

    2. Nur weil E dortsteht ist es nicht böse Kunstchemie.

      E250 – Natriumsalz
      E300 – Ascorbinsäure
      E330 – Zitronensäure
      E450 – Diphosphat
      E621 – Glutamat
      E160c – Paprikaextrakt (natürliche Farbe)
      E471 – Glyzerin aus Speisefett
      E575 – Glucono-delta-Lacton – Süßungsmittel (kommt natürlich in Rosinen vor)

      Fleisch muss ja irgendwie haltbar gemacht werden.

    3. elperroborrachotoo on

      – E 250: Natriumnitrit (rote Farbe, wie in D üblich)
      – E 450: verschiedene Diphosphate mit verschiedenen Funktionen. Haltbarkeit oder Wasserbindung
      – E 621: MSG / Glutamat
      – E 300: Ascorbinsäure (Vitamin C) für Haltbarkeit
      – E 301: Natriumascorbat, wohl auch für die rote Farbe
      – E 330: Citronensäure für die Haltbarkeit
      – E 575: Säureregulator
      – E 471: Mono- und Diglyceride als Emulgatoren (hält Wasser am Fett)
      – E 160c: Capsanthin für rote Farbe

      Pökelsalz, Zitrone, und ein bissl Paprika (oder alternativ Rote Beete) „für die Farbe“ hat Oma wahrscheinlich schon reingemacht.

      MSG ist zwar in reiner Form noch nicht so lange verfügbar und üblich, aber das Konzept ist tausende Jahre alt, da wird Oma auch schon ihre Tricks gehabt haben.

      Die frühesten Emulgatoren sind Eier und Senf, synthetische werden in Lebensmitteln seit dem 19. Jhd eingesetzt. War bei Oma wahrscheinlich sowas wie „eine kräftige Prise Dr. Brödelmeiers Wurstwunder“.

      Industriell willst du einen reproduzierbaren, automatisierbaren Prozess; dazu brauchst du stabile, reproduzierbare Zutaten.

      Will nur sagen: Bei Oma war das meiste davon auch drin, nur halt auf wundersameren Wegen und nicht gekennzeichnet.

    4. Müsste da nicht drauf stehen, wie viel Wildfleisch tatsächlich enthalten ist, wenn es schon als „Wild-Mettwurst“ bezeichnet wird?

    5. JoJaBaxxter777 on

      Nornal schon, weil die Kunden das so wollen.

      Man „braucht“ viele der Inhaltstoffe nicht, wie man bei einigen Biolabeln sehen kann. Dann schmeckt es aber anders, die Konsistenz ist anders und es ist möglicherweise weniger stabil. Trotzdem würde sich eine ordentlich eibgekochte Wurst auch ohne Konservierungsmittel halten. Nach dem Öffnen würde sie aber vielleicht schneller verderben.

      Ich persönlich kaufe es nicht, wenn Nitritpökelsalz drin ist, habe aber schon auf dem Markt gehört, wie sich jemand über die graue Farbe der Wurst des Biometzgers gewunder/beschwert hat.

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