
Die britische Raumfahrtbehörde hat heute (21. August) die Bekanntmachung über die Auftragsvergabe veröffentlicht. ClearSpace hat die erste landesweite Mission des Vereinigten Königreichs zur aktiven Trümmerbeseitigung gewonnen – 61,3 Mio. £ ohne Mehrwertsteuer, Fünfjahresvertrag, mit der bis Anfang der 2030er Jahre zwei im Vereinigten Königreich lizenzierte, nicht mehr existierende Satelliten von LEO erfasst werden.
Bei der Durchsicht der eigentlichen Ausschreibungsunterlagen fielen einige Dinge auf:
Dies war ein Wettbewerb zu dritt, nicht zu zweit. Astroscale war der erwartete Konkurrent, aber auch Starfish Space (ein in Seattle ansässiges Unternehmen) schaffte es in die letzte Bewertungsphase. Etwas, worüber vor dieser Bekanntmachung nicht öffentlich berichtet worden war.
Dies ist auch überraschend, da die Astro-Skala wohl die bessere Flugerfahrung hatte: ELSA-d, ADRAS-J (und in geringerem Maße ELSA-M) gaben ihnen ein echtes unkooperatives Rendezvous-Erlebnis. ClearSpace-1 wurde noch nicht gestartet und litt unter zahlreichen Verzögerungen und einer Änderung des Gesamtprimärs.
Beide britischen Ziele sind ausdrücklich unkooperativ und unvorbereitet: keine Andockhilfen, vollständig passiviert. Das ist die schwierigste Kategorie der Aufnahme, und noch ist es niemandem gelungen, ein reales Objekt zu erfassen.
Ich halte dies für eine wirklich interessante Entscheidung der UKSA und frage mich, was hinter verschlossenen Türen passiert ist, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Als jemand in der Branche gab es viele Erwartungen, dass Astroscales verlieren würde.
Vollständige Aufschlüsselung hier, falls jemand die Details wissen möchte: https://closingrange.substack.com/p/breaking-clearspace-wins-the-uks?r=7sbo3c&utm_campaign=post&utm_medium=web
ClearSpace beats Astroscale (and a surprise US bidder) to win UK's first national debris removal contract
byu/ClosingRange inspace
2 Kommentare
Super weird decision, going with the riskier option for such a high profile programme for UKSA
They’ve now got 5 years to prove they can do it. I get why they went with the UK option and not the US one. With how… volatile the USA has been lately it’s probably a good idea to give domestic companies a chance to grow in this space instead of just outsourcing this tech overseas.