>“Für mich waren die Cannabis-Blüten der Weg zurück zum Leben“, sagt er. Wenn er morgens drei Züge aus seinem Vaporisator mit Cannabis-Blüten nimmt, kann er arbeiten gehen. Er ist in der Buchbinderei der gpe Mainz beschäftigt, einem sozialen Dienstleister für Menschen mit Behinderungen.
>“Die Cannabis-Blüten beruhigen mich, die Zuckungen und das Zittern hören auf, ich kann nicht nur arbeiten, ich kann auch kochen und mich selbst waschen.“ (40-jähriger Schmerzpatient)
>Er hat Angst, er weiß nicht, ob er seine Ration an Cannabis-Blüten von 300 Euro selbst bezahlen kann. „Vielleicht gehen wir an das Erbe meiner Mutter“, vermutet er. „Ich fürchte mich vor der Zukunft“, sagt er und schaut zu Boden.
GhostSierra117 on
Fotzenfritz: *Bitte mehr arbeiten und nach Möglichkeit alle. Dankiiiii :)))))*
Auch Fotzenfritz: *Nein, nicht so!*
KugelVanHamster on
Bekommen wie gewählt. Habt ihr überhaupt schon einmal danke gesagt? /s
schwanzjosefstrauss on
Hab für meine Bandscheibe Tramadol bekommen. Ne, ey.
Hab ich dann ’n Kumpel gegeben; er hat es wohl erfolgreich eingesetzt.
Gegen Langeweile.
Marager04 on
Diese ganze Regierung soll Eier lecken. Es ist doch nicht auszuhalten.
deadhumanisalive on
Darf ich eigentlich F.M und die CxU in meinem Abschiedsbreif direkt addressieren und dann an die CxU Zentralen schicken?
[deleted] on
[removed]
Any_Banana_853 on
„Gründer und Gesellschafter von Vertanical ist Clemens Fischer. Dieser spendete vor der letzten Bundestagswahl u.a. 200.000 € an die CSU, 100.000 € an die SPD und 90.000 € an die CDU. Fischer und sein Unternehmen dürften die größten Profiteure der kurzfristigen Verschärfung sein, die auf eine Initiative der CSU zurückzuführen ist und letztendlich mit den Stimmen der Regierungsparteien (CDU,CSU und SPD) in der Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses durchgebracht wurde.“
Deutscher Hanfverband
Cleetus-Van-Damn on
War da nicht kürzlich noch ein Bericht zu einem Hersteller für synthetische Medikamente mit THC, welcher einen sehr hohen Beitrag an die Union gespendet hat?
Und dürfen solche Medikamente nicht weiterhin verkauft werden (natürlich für wesentlich höhere Kosten als Blüten)?
usedToBeUnhappy on
>Nach dem neuen Gesetz, dem
GKV Beitragssatzstabilisierungsgesetz
, kann er jetzt nur noch Kapseln und Öle mit Cannabis auf Kassenrezept verschreiben. Voraussetzung ist aber eine Testphase von sechs Monaten.
Cannabis als Tropfen (li) und in Kapseln (re) kann noch von den Ärzten auf Kassenrezept verordnet werden.
SWR
Christiane Spohn
Bild in Detailansicht öffnen
>“Das ist fatal, die Patienten haben das alles schon ausprobiert. Sie fallen also um Monate in der Schmerztherapie zurück“, sagt Löwenstein
Ich verstehe nicht, warum nur Blüten nicht mehr erlaubt sind. Das macht überhaupt keinen Sinn. Die armen Patienten…
Intelligent_Fault_28 on
Im Zweifelsfall würde ich mir ne größere Growbox kaufen und versuchen mit 3 Pflanzen das maximale zu erwirtschaften
LauraIsFree on
Das ist nur der Anfang, ich gehe stark davon aus dass meine Lebensnotwendigen Medikamente auch bald nicht mehr bezahlt werden. Solange ich Arbeit habe kann ich diese zum Glück selbst bezahlen, auch wenn das nicht so sein dürfte, falls es mal unerhofft anders kommt, werde ich unter starken psychischen Schmerzen eingehen und zu einer permanenten Belastung für die Gesellschaft…
Das kostet dem Fiskus dann so richtig, da ich trotzdem um Welten mehr in die Krankenkasse einzahle als ich entnehme.
stostorm on
Ich bin ebenfalls betroffen. Auch Schmerzpatient, austherapiert und brauche 50g Blüten pro Monat. Und nein, man ist nicht dauerbreit als Dauerkonsument mit gleichbleibender Dosierung.
Man wollte mich mit Mitte 30 schon in die EU Rente abschieben, aber mit Cannabis konnte ich mich aus jahrelanger Arbeitsunfähigkeit rauskämpfen und arbeite vollzeit.
Eine Umstellung auf orale Einnahmen kann ich nicht machen, denn das wirkt bei mir nicht ausreichend und ich vertrags am Magen nicht, hatte damit nen 8 monatigen Therapieversuch. Ich muss den Wirkstoff inhalieren können und da gibt es kein equivalent, was die Kasse zahlen würde.
Aktuell kann ich mir die Menge noch privat leisten, bei 300-400€ pro Monat, aber es ist erklärtes Ziel unserer Regierung diese Preise für Selbstzahler anzuheben. Dann sprechen von 600€ pro Monat und mehr, das kann ich mir nicht leisten.
LordHelmchenFtw on
> Erst wenn kein Schmerzmittel, keine Physiotherapie, kein Opiat helfe, setze er medizinisches Cannabis ein. Erst probiere er Cannabis als Tropfen oder Kapsel aus.
opiate vor cannabis, joa ne 😅
AvocadoBrezel on
Das ist so dämlich. Aber Hauptsache es gibt wirklose Zuckerkügelchen umsonst. Für was zahle ich immer höhere Beiträge, wenn Leuten, die es wirklich benötigen alles gestrichen wird und die Beiträge in Kackinvestments und Homöopathie verjubelt wird?
Fuzziest-Potential on
Es sind immer die Ärmsten und Schwächsten unserer Gesellschaft, immer die, die eh schon wenig haben, die es eh schon schwer haben.
Die politischen Entscheidungen gehen immer wieder und wieder gegen gebau diese.
Es macht einen so sprachlos und traurig.
Marvin42de on
Meine Mutter ist Schmerzpatientin und hat von Tilidin bis Morphium Pflaster alles bekommen und teilweise heftige Nebenwirkungen und trotzdem Schmerzen.
Im letzten Jahr dann THC Tropfen, die ihr sehr geholfen hat. Zum ersten Mal seit Jahren durchschlafen.
Dann wurde diese Therapie und Kostenübernahme von der Krankenkasse schriftlich unbegrenzt genehmigt.
Wenige Monate später: Nur als Privatrezept für 500€!
Jetzt beim neuen Schmerztherapeuten: Kann nicht mehr verschrieben werden.
Hellrazor_muc on
Bis der Spuk hoffentlich irgendwann wieder gekippt wird ist eigentlich jedem Patienten nur zu raten bei der Umstellung auf ein anderes Präparat darauf zu bestehen auf keinen Fall ein Produkt von Vertanical zu erhalten um Herren Clemens Fischer von dieser Entscheidung so wenig wie möglich profitieren zu lassen oder sich selbst mit Eigenanbau die verweigerte medizinische Behandlung zu sichern.
Dank geht raus an die Union und die Umfaller von der SPD die hoffentlich bei der nächsten Wahl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden
daniu on
> Seine Cannabis-Medizin quasi selbst anzubauen, davon raten Experten ab.
Als nicht-Experte rate ich dazu. Erst einen auf „die Leute sind so verzweifelt“, dann „aber macht bloß nichts auf eigene Faust“ finde ich schon ziemlich fragwürdig für einen solchen Artikel.
> Da Laien nicht wüssten, wieviel THC in den Pflanzen sei und sie die Dosis nicht genau bestimmen könnten.
Erstens steht das bei den Samen dabei, zweitens sammelt man da ziemlich schnell Erfahrung mit. Generationen von Kiffern haben das geschafft. Vom medizinischen kann man ja auch zu viel nehmen.
Und als disclaimer: ja, Marihuana ist nicht völlig ungefährlich. Da ist Eigenverantwortung gefragt, in beiden Richtungen – sowohl „ich mach das jetzt“ als auch „ich übertreibe grade“.
sebast1tan on
Völlig irre, dass man das aus reiner ideologischen Scheiß, sowas entscheidet.
effervescentEscapade on
Ich empfinde nichts als abgrundtiefen Hass dieser Regierung gegenüber.
donthateonspiders on
in-die-eigene-tasche-wirtschaftskompetenz ..
CelestialMillennial on
Ich habe mehrere sehr schwere psychische Traumata mit daraus entstandenen weitweichenden Folgeerkrankungen, wodurch mir eine normale Teilhabe am Leben unmöglich ist.
Cannabis ist bisher das Einzige, was meine somatischen Flashbacks dämpft, ohne mich zu einem Zombie zu machen (Tabletten haben das mit mir gemacht).
Wenn ich dazu keinen einfachen Zugang mehr habe, kann ich mich vermutlich direkt dauerhaft in die Geschlossene einweisen lassen.
KSC-Fan1894 on
Korruption in Reinkultur
paulybauly on
Bin auch persönlich betroffen. Seit mittlerweile 7 Jahren bekomme ich Cannabis aufs Kassenrezept. Zu Beginn meiner Behandlung lagen die monatlichen Kosten bei über 1000€, inzwischen ist es etwas günstiger, jedoch hält sich meine Stamm-Apotheke an die gesetzlichen Vorgaben, was die Kosten im Vergleich zum Privatrezept höher ausfallen lässt.
Das Medikament ist der Grund dafür, dass ich inzwischen Vollzeit arbeiten kann. Trotzdem bin ich nicht in der Lage diese Kosten aus eigener Tasche zu bezahlen.
Ich habe jetzt folgende Optionen:
– Auf Extrakt umsteigen: orale Wirkung ist nicht garantiert, starke Nebenwirkungen sind zu erwarten. Ich weiß aus Erfahrung, dass ich Cannabis bei oraler Einnahme nicht vertrage. Extrakte zum verdampfen sind ja scheinbar nicht erstattungsfähig. Wenn ich die selbe Menge THC über Extrakte verschrieben bekommen würde, verursacht das für meine Krankenkasse mindestens die dreifachen Kosten. Also bis zu 3000€ im Monat. Bin ja gespannt, ob die wirklich bereit sind mit der Begründung „Kosten senken“ so viel höhere Kosten zu tragen. Aber müssen sie ja, das Rechtsurteil dass ich damals vorm Sozialgericht erwirken musste um überhaupt eine Erstattung zu bekommen, ist ja immer noch gültig.
– Homegrow: Bei der Menge, die ich benötige, stehe ich dauerhaft mit einem Fuß im Knast. Zudem bin ich gar nicht in der Lage mich dauerhaft um die Pflanzen zu kümmern. Ein standardisierter Wirkstoffgehalt ist nicht zu erwarten, was auch die Nebenwirkungen wieder erhöhen wird.
– auf andere Medikamente umsteigen: Da bräuchte ich auf jeden Fall zumindest Opiate und noch einige andere Medikamente, die ich mit Cannabis nicht benötige, weil die Symptome dadurch ausreichend gelindert werden.
Alle Optionen führen unweigerlich zu einem Verlust meiner Lebensqualität und im Endeffekt zum Verlust meiner Arbeitsfähigkeit. Das erhöht die Kosten für Krankenkasse bzw. bei dauerhafter Arbeitsunfähigkeit dann für den Staat nochmal. Wenn ich immernoch Depressionen hätte, würde mir das wahrscheinlich den Rest geben und ich würde ernsthaft an Suizid denken. Auch so ist das ein heftiger Schlag ins Gesicht und ich weiß nicht wie es jetzt weiter gehen soll.
giantroXx on
Tja, Danke CxU, ihr elendigen Cannabis-Hasser. Die knallen sich lieber synthetische Drogen oder Alkohol rein und fahren dann berauscht durch die Gegend….
AshBasterd on
Von selbst anbauen wird abgeraten, weil Laien nicht wissen könnten bla bla bla – äh was? Ist jetzt nur meine persönliche Beobachtung, aber die Leute, die med. Cannabis verschrieben bekommen und gleichzeitig selbst anbauen, sind sicherlich keine Laien. Vor allem nicht im Vergleich mit den Menschen, die sich so dumme Gesetze ausdenken. Wenn man letzteren was von Terpen-Profilen, Mutterpflanzen oder CBG und CBN erzählt, gucken die einen bestimmt an wie ein UFO…
Sangurian on
Vielleicht kann mich hier ein erfahrener Schmerzmediziner berichtigen, aber soweit ich verstanden habe gibt es verschieden Gründe, wieso Blüten nicht gerne verschrieben werden:
– wirken eher wie Akutmedikation, man wünscht sich bei Schmerzmedikation eher eine langsam anflutende und dafür lang anhaltende Wirkung, welche eher über zB ölige Tropfen vermittelt werden
– Inhalation macht auch eher psychische Effekte, welche bei einer rein schmerzreduzierenden Wirkung des Präparats nicht gewünscht ist, was wiederum für einen „nicht-medizinischen Gebrauch“ sprechen kann
Damit will ich nicht sagen, dass es nicht manchen helfen kann, oder dass hier keine Korruption durch die verschiedenen Mitspieler existiert, aber wollte noch eine neue Informationsebene dazugeben, weil sie auch wichtig ist.
Salt-Dragonfruit4529 on
Patienten finden einen weg – der ihre Leiden mindert – und man hindert die Leute daran
Antidepressiva sind halt auch kein Brokkoli. Überhaupt einen Arzt zu finden, der bereit ist so zu therapieren (auch wenn der Patient vielleicht verschiedene Möglichkeiten getestet hat), ist ohnehin auf dem Land zumindest fast unmöglich gewesen.
Die die die Kostenübernahme bewilligt bekommen hatten, waren daher meiner Auffassung nach – keine 0815 Konsumenten sondern wirklich kranke Menschen.
Subtronaut on
ADHS Pat mit starker Exekutiven Dysfunktion. Cannabis Zahl ich aus der eigenen Tasche, kein Arzt verschreibt es mir. Selbst mein concerta Generikum kriege ich nur noch selten. Die anderen funktionieren nicht so gut, so lang, oder/und haben Nebenwirkungen wie Übelkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Ängstlichkeit. Genau diese Ängstlichkeit habe ich eh schon. Da hilft eben cannabis. Aber ernst genommen werde ich damit leider selten. Und diese Politik macht es wirklich nur schlechter..
Korrupte Entscheidung und Populismus mit maximalem unwissend gepaart
LookAtPurpleTulips on
Symbolbild-Editor so:
„Cannabis AUF Rezept? Krieg ich hin!“
neurodiverseotter on
Ich weiß, dass ich mich mit der Aussage todesunbeliebt mache, aber: das war zu erwarten und man kann es abgesehen des offensichtlichen Lobbyismusproblems nicht mal stark kritisieren.
Es ist richtig beschissen für viele Cannabispatienten, die das tatsächlich brauchen. Aber: das Problem ist, dass große Unternehmen wie Dr.Ansay und Bloomwell massiv ohne medizinische Notwendigkeit Cannabisblüten verschrieben und dafür sogar geworben haben, trotz eines bestehenden Werbeverbotes. Es wurden die eigentlich geltenden Standards für die Verschreibung von Cannabisprodukten im speziellen und Medikamenten allgemein nicht eingehalten. Man wollte damit das schlecht designte MedCanG umgehen. Dass das der Gesetzgeber, vor allem die Anti-Cannabis-Union nicht mitmacht war klar. Dennoch hat man den Kapitalismus da sein Ding machen lassen.
Dazu kommt: spezifische, oral eingenommene THC/CBD-Präparate haben nach Studienlage meist eine vergleichbare bis bessere Wirkung mit weniger Nebenwirkungen, insbesondere die potenziellen Langzeitschäden durch Inhalationskonsum fallen bei oralen Präparaten weg. Der „high“-Zustand fällt allerdings geringer aus oder ist teils gar nicht vorhanden. Das macht es für Patienten, deren primäres Ziel der Konsum und nicht die Besserung eines Symptoms ist, natürlich weniger interessant. Und da kann man mit erzählen was man will, aber diese Leute gibt es. Ich habe schon mehr als einen Suchtpatienten gesehen, der mir selbst ins Gesicht gesagt hat, er hat sich die Verschreibung geholt um auf den Nacken des Gesundheitssystems high werden zu können. Auf der anderen Seite fände ich es wichtig, wenn bei guter und nachgewiesener Wirksamkeit von Blüten und zeitlich unzureichender Wirksamkeit oraler Präparate second-line Verschreibungen möglich wären bzw.. etablierte Therapien auch adäquat weitergeführt werden könnten.
Dass diese Änderung vor allem im Kontext einer hohen Parteispende kommt hat ein „Gschmäckle“. Aber da spielt nicht nur Lobbyismus eine Rolle sondern auch nicht unwesentlich das Handeln der Onlinevertreiber. Und wenn mir dann Leute sogar noch erzählen, dass Staat die Cannabislegalisierung verkackt habe (dem Part widerspreche ich nicht) und es dementsprechend legitim sei, sich für seinen Freizeitkonsum Privatrezepte zu holen, dem sei gesagt, dass eine Legalisierung (die ich für richtig halte) keinen Anspruch auf Verfügbarkeit bedingt.
Ich reite da auch unter anderem so drauf rum, weil ich regelmäßig Patienten habe, die legal „verschriebenes“ Cannabis von Bloomwell etc haben und ernsthaft glauben, dass es ihnen gegen Schizophrenie oder bipolare Störungen hilft, weil das ja auch ein Arzt so angeordnet hat. Und das sind teils sehr lange und anstrengende Diskussionen. Das Handeln dieser Anbieter sorgt für mehr Probleme bei Menschen mit schweren Erkrankungen und bei allen anderen Nachteilen bin ich froh, dass das wegfällt.
konkstronke on
Regiert werden ist scheisse und von diesen Leuten regiert zu werden eine neue Qualität davon.
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33 Kommentare
>“Für mich waren die Cannabis-Blüten der Weg zurück zum Leben“, sagt er. Wenn er morgens drei Züge aus seinem Vaporisator mit Cannabis-Blüten nimmt, kann er arbeiten gehen. Er ist in der Buchbinderei der gpe Mainz beschäftigt, einem sozialen Dienstleister für Menschen mit Behinderungen.
>“Die Cannabis-Blüten beruhigen mich, die Zuckungen und das Zittern hören auf, ich kann nicht nur arbeiten, ich kann auch kochen und mich selbst waschen.“ (40-jähriger Schmerzpatient)
>Er hat Angst, er weiß nicht, ob er seine Ration an Cannabis-Blüten von 300 Euro selbst bezahlen kann. „Vielleicht gehen wir an das Erbe meiner Mutter“, vermutet er. „Ich fürchte mich vor der Zukunft“, sagt er und schaut zu Boden.
Fotzenfritz: *Bitte mehr arbeiten und nach Möglichkeit alle. Dankiiiii :)))))*
Auch Fotzenfritz: *Nein, nicht so!*
Bekommen wie gewählt. Habt ihr überhaupt schon einmal danke gesagt? /s
Hab für meine Bandscheibe Tramadol bekommen. Ne, ey.
Hab ich dann ’n Kumpel gegeben; er hat es wohl erfolgreich eingesetzt.
Gegen Langeweile.
Diese ganze Regierung soll Eier lecken. Es ist doch nicht auszuhalten.
Darf ich eigentlich F.M und die CxU in meinem Abschiedsbreif direkt addressieren und dann an die CxU Zentralen schicken?
[removed]
„Gründer und Gesellschafter von Vertanical ist Clemens Fischer. Dieser spendete vor der letzten Bundestagswahl u.a. 200.000 € an die CSU, 100.000 € an die SPD und 90.000 € an die CDU. Fischer und sein Unternehmen dürften die größten Profiteure der kurzfristigen Verschärfung sein, die auf eine Initiative der CSU zurückzuführen ist und letztendlich mit den Stimmen der Regierungsparteien (CDU,CSU und SPD) in der Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses durchgebracht wurde.“
Deutscher Hanfverband
War da nicht kürzlich noch ein Bericht zu einem Hersteller für synthetische Medikamente mit THC, welcher einen sehr hohen Beitrag an die Union gespendet hat?
Und dürfen solche Medikamente nicht weiterhin verkauft werden (natürlich für wesentlich höhere Kosten als Blüten)?
>Nach dem neuen Gesetz, dem
GKV Beitragssatzstabilisierungsgesetz
, kann er jetzt nur noch Kapseln und Öle mit Cannabis auf Kassenrezept verschreiben. Voraussetzung ist aber eine Testphase von sechs Monaten.
Cannabis als Tropfen (li) und in Kapseln (re) kann noch von den Ärzten auf Kassenrezept verordnet werden.
SWR
Christiane Spohn
Bild in Detailansicht öffnen
>“Das ist fatal, die Patienten haben das alles schon ausprobiert. Sie fallen also um Monate in der Schmerztherapie zurück“, sagt Löwenstein
Ich verstehe nicht, warum nur Blüten nicht mehr erlaubt sind. Das macht überhaupt keinen Sinn. Die armen Patienten…
Im Zweifelsfall würde ich mir ne größere Growbox kaufen und versuchen mit 3 Pflanzen das maximale zu erwirtschaften
Das ist nur der Anfang, ich gehe stark davon aus dass meine Lebensnotwendigen Medikamente auch bald nicht mehr bezahlt werden. Solange ich Arbeit habe kann ich diese zum Glück selbst bezahlen, auch wenn das nicht so sein dürfte, falls es mal unerhofft anders kommt, werde ich unter starken psychischen Schmerzen eingehen und zu einer permanenten Belastung für die Gesellschaft…
Das kostet dem Fiskus dann so richtig, da ich trotzdem um Welten mehr in die Krankenkasse einzahle als ich entnehme.
Ich bin ebenfalls betroffen. Auch Schmerzpatient, austherapiert und brauche 50g Blüten pro Monat. Und nein, man ist nicht dauerbreit als Dauerkonsument mit gleichbleibender Dosierung.
Man wollte mich mit Mitte 30 schon in die EU Rente abschieben, aber mit Cannabis konnte ich mich aus jahrelanger Arbeitsunfähigkeit rauskämpfen und arbeite vollzeit.
Eine Umstellung auf orale Einnahmen kann ich nicht machen, denn das wirkt bei mir nicht ausreichend und ich vertrags am Magen nicht, hatte damit nen 8 monatigen Therapieversuch. Ich muss den Wirkstoff inhalieren können und da gibt es kein equivalent, was die Kasse zahlen würde.
Aktuell kann ich mir die Menge noch privat leisten, bei 300-400€ pro Monat, aber es ist erklärtes Ziel unserer Regierung diese Preise für Selbstzahler anzuheben. Dann sprechen von 600€ pro Monat und mehr, das kann ich mir nicht leisten.
> Erst wenn kein Schmerzmittel, keine Physiotherapie, kein Opiat helfe, setze er medizinisches Cannabis ein. Erst probiere er Cannabis als Tropfen oder Kapsel aus.
opiate vor cannabis, joa ne 😅
Das ist so dämlich. Aber Hauptsache es gibt wirklose Zuckerkügelchen umsonst. Für was zahle ich immer höhere Beiträge, wenn Leuten, die es wirklich benötigen alles gestrichen wird und die Beiträge in Kackinvestments und Homöopathie verjubelt wird?
Es sind immer die Ärmsten und Schwächsten unserer Gesellschaft, immer die, die eh schon wenig haben, die es eh schon schwer haben.
Die politischen Entscheidungen gehen immer wieder und wieder gegen gebau diese.
Es macht einen so sprachlos und traurig.
Meine Mutter ist Schmerzpatientin und hat von Tilidin bis Morphium Pflaster alles bekommen und teilweise heftige Nebenwirkungen und trotzdem Schmerzen.
Im letzten Jahr dann THC Tropfen, die ihr sehr geholfen hat. Zum ersten Mal seit Jahren durchschlafen.
Dann wurde diese Therapie und Kostenübernahme von der Krankenkasse schriftlich unbegrenzt genehmigt.
Wenige Monate später: Nur als Privatrezept für 500€!
Jetzt beim neuen Schmerztherapeuten: Kann nicht mehr verschrieben werden.
Bis der Spuk hoffentlich irgendwann wieder gekippt wird ist eigentlich jedem Patienten nur zu raten bei der Umstellung auf ein anderes Präparat darauf zu bestehen auf keinen Fall ein Produkt von Vertanical zu erhalten um Herren Clemens Fischer von dieser Entscheidung so wenig wie möglich profitieren zu lassen oder sich selbst mit Eigenanbau die verweigerte medizinische Behandlung zu sichern.
Dank geht raus an die Union und die Umfaller von der SPD die hoffentlich bei der nächsten Wahl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden
> Seine Cannabis-Medizin quasi selbst anzubauen, davon raten Experten ab.
Als nicht-Experte rate ich dazu. Erst einen auf „die Leute sind so verzweifelt“, dann „aber macht bloß nichts auf eigene Faust“ finde ich schon ziemlich fragwürdig für einen solchen Artikel.
> Da Laien nicht wüssten, wieviel THC in den Pflanzen sei und sie die Dosis nicht genau bestimmen könnten.
Erstens steht das bei den Samen dabei, zweitens sammelt man da ziemlich schnell Erfahrung mit. Generationen von Kiffern haben das geschafft. Vom medizinischen kann man ja auch zu viel nehmen.
Und als disclaimer: ja, Marihuana ist nicht völlig ungefährlich. Da ist Eigenverantwortung gefragt, in beiden Richtungen – sowohl „ich mach das jetzt“ als auch „ich übertreibe grade“.
Völlig irre, dass man das aus reiner ideologischen Scheiß, sowas entscheidet.
Ich empfinde nichts als abgrundtiefen Hass dieser Regierung gegenüber.
in-die-eigene-tasche-wirtschaftskompetenz ..
Ich habe mehrere sehr schwere psychische Traumata mit daraus entstandenen weitweichenden Folgeerkrankungen, wodurch mir eine normale Teilhabe am Leben unmöglich ist.
Cannabis ist bisher das Einzige, was meine somatischen Flashbacks dämpft, ohne mich zu einem Zombie zu machen (Tabletten haben das mit mir gemacht).
Wenn ich dazu keinen einfachen Zugang mehr habe, kann ich mich vermutlich direkt dauerhaft in die Geschlossene einweisen lassen.
Korruption in Reinkultur
Bin auch persönlich betroffen. Seit mittlerweile 7 Jahren bekomme ich Cannabis aufs Kassenrezept. Zu Beginn meiner Behandlung lagen die monatlichen Kosten bei über 1000€, inzwischen ist es etwas günstiger, jedoch hält sich meine Stamm-Apotheke an die gesetzlichen Vorgaben, was die Kosten im Vergleich zum Privatrezept höher ausfallen lässt.
Das Medikament ist der Grund dafür, dass ich inzwischen Vollzeit arbeiten kann. Trotzdem bin ich nicht in der Lage diese Kosten aus eigener Tasche zu bezahlen.
Ich habe jetzt folgende Optionen:
– Auf Extrakt umsteigen: orale Wirkung ist nicht garantiert, starke Nebenwirkungen sind zu erwarten. Ich weiß aus Erfahrung, dass ich Cannabis bei oraler Einnahme nicht vertrage. Extrakte zum verdampfen sind ja scheinbar nicht erstattungsfähig. Wenn ich die selbe Menge THC über Extrakte verschrieben bekommen würde, verursacht das für meine Krankenkasse mindestens die dreifachen Kosten. Also bis zu 3000€ im Monat. Bin ja gespannt, ob die wirklich bereit sind mit der Begründung „Kosten senken“ so viel höhere Kosten zu tragen. Aber müssen sie ja, das Rechtsurteil dass ich damals vorm Sozialgericht erwirken musste um überhaupt eine Erstattung zu bekommen, ist ja immer noch gültig.
– Homegrow: Bei der Menge, die ich benötige, stehe ich dauerhaft mit einem Fuß im Knast. Zudem bin ich gar nicht in der Lage mich dauerhaft um die Pflanzen zu kümmern. Ein standardisierter Wirkstoffgehalt ist nicht zu erwarten, was auch die Nebenwirkungen wieder erhöhen wird.
– auf andere Medikamente umsteigen: Da bräuchte ich auf jeden Fall zumindest Opiate und noch einige andere Medikamente, die ich mit Cannabis nicht benötige, weil die Symptome dadurch ausreichend gelindert werden.
Alle Optionen führen unweigerlich zu einem Verlust meiner Lebensqualität und im Endeffekt zum Verlust meiner Arbeitsfähigkeit. Das erhöht die Kosten für Krankenkasse bzw. bei dauerhafter Arbeitsunfähigkeit dann für den Staat nochmal. Wenn ich immernoch Depressionen hätte, würde mir das wahrscheinlich den Rest geben und ich würde ernsthaft an Suizid denken. Auch so ist das ein heftiger Schlag ins Gesicht und ich weiß nicht wie es jetzt weiter gehen soll.
Tja, Danke CxU, ihr elendigen Cannabis-Hasser. Die knallen sich lieber synthetische Drogen oder Alkohol rein und fahren dann berauscht durch die Gegend….
Von selbst anbauen wird abgeraten, weil Laien nicht wissen könnten bla bla bla – äh was? Ist jetzt nur meine persönliche Beobachtung, aber die Leute, die med. Cannabis verschrieben bekommen und gleichzeitig selbst anbauen, sind sicherlich keine Laien. Vor allem nicht im Vergleich mit den Menschen, die sich so dumme Gesetze ausdenken. Wenn man letzteren was von Terpen-Profilen, Mutterpflanzen oder CBG und CBN erzählt, gucken die einen bestimmt an wie ein UFO…
Vielleicht kann mich hier ein erfahrener Schmerzmediziner berichtigen, aber soweit ich verstanden habe gibt es verschieden Gründe, wieso Blüten nicht gerne verschrieben werden:
– wirken eher wie Akutmedikation, man wünscht sich bei Schmerzmedikation eher eine langsam anflutende und dafür lang anhaltende Wirkung, welche eher über zB ölige Tropfen vermittelt werden
– Inhalation macht auch eher psychische Effekte, welche bei einer rein schmerzreduzierenden Wirkung des Präparats nicht gewünscht ist, was wiederum für einen „nicht-medizinischen Gebrauch“ sprechen kann
Damit will ich nicht sagen, dass es nicht manchen helfen kann, oder dass hier keine Korruption durch die verschiedenen Mitspieler existiert, aber wollte noch eine neue Informationsebene dazugeben, weil sie auch wichtig ist.
Patienten finden einen weg – der ihre Leiden mindert – und man hindert die Leute daran
Antidepressiva sind halt auch kein Brokkoli. Überhaupt einen Arzt zu finden, der bereit ist so zu therapieren (auch wenn der Patient vielleicht verschiedene Möglichkeiten getestet hat), ist ohnehin auf dem Land zumindest fast unmöglich gewesen.
Die die die Kostenübernahme bewilligt bekommen hatten, waren daher meiner Auffassung nach – keine 0815 Konsumenten sondern wirklich kranke Menschen.
ADHS Pat mit starker Exekutiven Dysfunktion. Cannabis Zahl ich aus der eigenen Tasche, kein Arzt verschreibt es mir. Selbst mein concerta Generikum kriege ich nur noch selten. Die anderen funktionieren nicht so gut, so lang, oder/und haben Nebenwirkungen wie Übelkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Ängstlichkeit. Genau diese Ängstlichkeit habe ich eh schon. Da hilft eben cannabis. Aber ernst genommen werde ich damit leider selten. Und diese Politik macht es wirklich nur schlechter..
Korrupte Entscheidung und Populismus mit maximalem unwissend gepaart
Symbolbild-Editor so:
„Cannabis AUF Rezept? Krieg ich hin!“
Ich weiß, dass ich mich mit der Aussage todesunbeliebt mache, aber: das war zu erwarten und man kann es abgesehen des offensichtlichen Lobbyismusproblems nicht mal stark kritisieren.
Es ist richtig beschissen für viele Cannabispatienten, die das tatsächlich brauchen. Aber: das Problem ist, dass große Unternehmen wie Dr.Ansay und Bloomwell massiv ohne medizinische Notwendigkeit Cannabisblüten verschrieben und dafür sogar geworben haben, trotz eines bestehenden Werbeverbotes. Es wurden die eigentlich geltenden Standards für die Verschreibung von Cannabisprodukten im speziellen und Medikamenten allgemein nicht eingehalten. Man wollte damit das schlecht designte MedCanG umgehen. Dass das der Gesetzgeber, vor allem die Anti-Cannabis-Union nicht mitmacht war klar. Dennoch hat man den Kapitalismus da sein Ding machen lassen.
Dazu kommt: spezifische, oral eingenommene THC/CBD-Präparate haben nach Studienlage meist eine vergleichbare bis bessere Wirkung mit weniger Nebenwirkungen, insbesondere die potenziellen Langzeitschäden durch Inhalationskonsum fallen bei oralen Präparaten weg. Der „high“-Zustand fällt allerdings geringer aus oder ist teils gar nicht vorhanden. Das macht es für Patienten, deren primäres Ziel der Konsum und nicht die Besserung eines Symptoms ist, natürlich weniger interessant. Und da kann man mit erzählen was man will, aber diese Leute gibt es. Ich habe schon mehr als einen Suchtpatienten gesehen, der mir selbst ins Gesicht gesagt hat, er hat sich die Verschreibung geholt um auf den Nacken des Gesundheitssystems high werden zu können. Auf der anderen Seite fände ich es wichtig, wenn bei guter und nachgewiesener Wirksamkeit von Blüten und zeitlich unzureichender Wirksamkeit oraler Präparate second-line Verschreibungen möglich wären bzw.. etablierte Therapien auch adäquat weitergeführt werden könnten.
Dass diese Änderung vor allem im Kontext einer hohen Parteispende kommt hat ein „Gschmäckle“. Aber da spielt nicht nur Lobbyismus eine Rolle sondern auch nicht unwesentlich das Handeln der Onlinevertreiber. Und wenn mir dann Leute sogar noch erzählen, dass Staat die Cannabislegalisierung verkackt habe (dem Part widerspreche ich nicht) und es dementsprechend legitim sei, sich für seinen Freizeitkonsum Privatrezepte zu holen, dem sei gesagt, dass eine Legalisierung (die ich für richtig halte) keinen Anspruch auf Verfügbarkeit bedingt.
Ich reite da auch unter anderem so drauf rum, weil ich regelmäßig Patienten habe, die legal „verschriebenes“ Cannabis von Bloomwell etc haben und ernsthaft glauben, dass es ihnen gegen Schizophrenie oder bipolare Störungen hilft, weil das ja auch ein Arzt so angeordnet hat. Und das sind teils sehr lange und anstrengende Diskussionen. Das Handeln dieser Anbieter sorgt für mehr Probleme bei Menschen mit schweren Erkrankungen und bei allen anderen Nachteilen bin ich froh, dass das wegfällt.
Regiert werden ist scheisse und von diesen Leuten regiert zu werden eine neue Qualität davon.