
Es ist amtlich, unsere Tanne (die wir bis vor kurzem für eine Douglasie hielten) muss leider weg. Sie war mit der Grund für den Hauskauf, hat sich aber wohl einen Pilz oder ähnliches eingefangen und verliert jetzt rasant alle Nadeln. 😢
Was könnte man denn da als Ersatz hinsetzen? Ein wichtiges Kriterium ist, dass es nicht zu weitläufig wurzeln darf (Beet ist nicht so groß, außerdem Terrasse direkt daneben). In Hinblick auf die Klimaveränderung sollte es vermutlich auch kein massiver "Wassersäufer" sein. Außerdem sollte der neue Baum in ein paar Jahren auch wieder zumindest ein bisschen als Schattenspender taugen.
Ich liebäugle ja sowieso schon lange mit einer Palme oder ähnlichem (im Schnitt wärmste Gegend Deutschlands, selten Frost, und wenn richtig kalt, dann nur ein paar Tage).
Gibt's da irgendwas passendes? Bin aber auch für alle anderen Vorschläge offen. Auch ein Strauch, der wie ein Baum aussieht wäre in Ordnung. Hauptsache grün und schattig.
Von Sqr121
4 Kommentare
Wenn es mit Nadeln sein soll, finde ich Eibe schön. Achtung, hochgiftig und wächst langsam.
Wenn es ein Laubbaum sein soll, blüht nichts schöner als Magnolie. Oder ein Ginko, gibt so ein Urwelt-Feeling.
Edit: Habe überlesen, dass er wohl zeitnah wieder Schattenspender sein soll. Dann wäre Blauglockenbaum oder Feldahorn eher was, die wachsen schnell und Wurzeln nicht besonders breit.
Ich glaube, eine Palme würde euch beim Thema Schatten auf Dauer eher enttäuschen, die ist zwar optisch schön, aber die Krone ist dafür meist einfach zu klein.
Ich würde mir in einer guten Baumschule mal eine Kornelkirsche als Hochstamm zeigen lassen. Die bleibt vergleichsweise gut handhabbar, kommt auch mit einem eher trockenen Standort klar, lässt sich bei Bedarf schneiden und hat essbare Früchte. Könnte als kleiner Baum oder baumartiger Strauch ziemlich gut zu euren Kriterien passen.
Wegen der Terrasse würde ich aber nicht allein danach kaufen, welche Art angeblich wenig wurzelt, sondern den konkreten Standort einmal beurteilen lassen. Und wenn die Tanne tatsächlich an einem Wurzelpilz eingeht, vorher klären, ob Stubben und befallene Wurzeln komplett raus müssen, bevor dort neu gepflanzt wird.
Für die ersten Jahre würde ich den Schatten ehrlich gesagt zusätzlich mit einem Sonnenschirm oder Sonnensegel lösen – bis ein neuer Baum die alte Tanne ersetzt, dauert es leider.
Wurzelwachstum kann man am gestörten Standort fast nicht vorhersagen, ich würde nur versuchen, einen Baum zu wählen, der nicht zu Austrieben aus der Wurzel neigt. Robinia pseudodacia wäre so ein Negativbeispiel.
In Frage kommt vielleicht
Zelkova serrata
Castanea sativa
Liriodendron tulipifera
oder ganz klassisch
Acer campestre
oder Carpinus betulus
Was ist mit einem Holunder? Der wird auch zügig höher und kann auf Stamm gesetzt werden.