
Interessante OECD-Statistiken, die kürzlich auf dem Euronews-Portal veröffentlicht wurden und auf die Postimees verwiesen hat.
Artikel des Postboten: Estlands Reallohn stieg in fünf Jahren nur um 0,1 Prozent
Originaler Euronews-Artikel mit Grafiken: In einem Drittel der analysierten europäischen Länder liegen die Reallöhne immer noch unter dem Niveau von 2021 | Euronews
Es stellt sich heraus, dass in Estland das reale Gehalt – inflationsbereinigtes Gehalt – erst in diesem Jahr das Niveau von 2021 erreichte. Konkret stiegen die Reallöhne über fünf Jahre nur um 0,1 %.
Allerdings ist diese Nachricht nicht so besorgniserregend und wirft auch kein völlig schlechtes Licht auf uns in der EU und den europäischen OECD-Mitgliedsstaaten: In gleich acht EU-Ländern und zusätzlich in der Schweiz ist der Reallohn innerhalb von fünf Jahren sogar gesunken. Interessant ist auch, dass die Reallöhne in Schweden und Finnland mit 4,8 % bzw. 1,0 % mittlerweile etwas niedriger sind als vor fünf Jahren. Die Tatsache, dass Finnland und Schweden einer unserer größten Handelspartner sind, wird hier sicherlich in Erinnerung behalten.
Allerdings ist der Trend in Polen, Litauen und Lettland anders als in unseren Nachbarländern. In Polen stieg das Realgehalt in fünf Jahren um 16,5 %, in Litauen um 14,8 % und in Lettland um 7,4 %. Gleichzeitig liegen Litauen und Lettland hinsichtlich der Wachstumsrate der Reallöhne im Euroraum auf den Plätzen I und II. Dies ist jedoch nicht so überraschend, da insbesondere die Wirtschaft Litauens und teilweise auch Lettlands stärker mit der Wirtschaft Polens verwandt ist, die inzwischen erheblich gewachsen ist.
Allerdings habe ich selbst Fragen wie:
1. Wäre es sinnvoll, estnische Unternehmen stärker bei der Suche nach neuen Zielmärkten zu unterstützen? Einfach ausgedrückt: Damit wir nicht alle Eier in den Korb des finnischen und schwedischen Marktes legen; Stattdessen werden wir versuchen, die Zusammenarbeit mit polnischen Unternehmen zu verstärken und die Liste der Handelspartner im Allgemeinen zu diversifizieren, unter anderem durch die Unterstützung von Unternehmen, die beim Eintritt in neue Märkte aktiver aus dem Staat exportieren.
2. Wäre es sinnvoll, die Gründe für den Erfolg Polens und Litauens bei einigen Entscheidungen zu untersuchen? Jahrelang haben wir auf sie herabgesehen, aber in den letzten Jahren haben sie und wir ziemlich unterschiedliche Trends.
3. Wie hoch ist das Reallohnwachstum nach verschiedenen Einkommensdezilen? So ist beispielsweise durch den Wegfall des Steuerbuckels das Nettogehalt in den höheren Einkommensdezilen und damit hoffentlich auch das Nettorealgehalt in diesem Jahr deutlich gestiegen. Bei Geringverdienern ist der Effekt jedoch kaum spürbar. Haben wir genug Anstrengungen unternommen, damit beispielsweise der Mindestlohn nicht nur nominal, sondern auch real steigt? Ansonsten bekommen wir das sogenannte K-förmige Erholungwenn sich die Einkommen nach einer wirtschaftlichen Rezession bei denjenigen (Einkommensbeziehern, aber auch ganzen Wirtschaftszweigen oder Sektoren) schneller erholen, die bereits zu Beginn des Zeitraums über höhere Einkommen verfügten/die in einer besseren Lage waren; Allerdings wird sich die Situation der unteren Einkommensdezile/am stärksten betroffenen Branchen nicht verbessern oder sich sogar noch weiter verschlechtern.
https://i.redd.it/s52dtcjes5eh1.png
Von Hapukurg
4 Kommentare
Arvestades Soome ja Rootsi käekäiku ja meie turgude seotust, siis see ei ole ju halb tulemus?
Võiks otsingut enne postitamist kasutada. [https://www.reddit.com/r/Eesti/comments/1uzy0sr/eesti_reaalpalk_kasvas_viie_aastaga_vaid_01/](https://www.reddit.com/r/Eesti/comments/1uzy0sr/eesti_reaalpalk_kasvas_viie_aastaga_vaid_01/)
Ehk siis oleme kergelt libisenud tagasi või parimal juhul suutnud paigal püsida.
Mingit sammu edasi teha keskmiselt on hetkel päris keeruline.
Naabrist Parem: Üle Mere Edition.