
Version2 schreibt derzeit mehrere spannende Artikel zum Thema Steuern und hat dies verraten Ihr Whistleblower-Portal ist eine reine Täuschung.
"Ein IT-Sicherheitsmitarbeiter, der sich über gravierende Sicherheitsmängel und ein schlechtes Arbeitsumfeld in der Steuerverwaltung beschwerte, wurde ausgewiesen und der Polizei angezeigt."
Hier ist ein Versuch, zusammenzufassen, was wir derzeit wissen:
Hintergrund
Der Fall basiert auf einem IT-Prüfer, der beauftragt wurde, die Einhaltung von IT-Sicherheitsverfahren zu überprüfen. Er erlebte ein problematisches Arbeitsumfeld mit vielen stressbedingten Krankheitsausfällen und stellte gleichzeitig seiner Meinung nach erhebliche Mängel in der IT-Sicherheit von Tax fest. Dazu gehörte die Nichteinhaltung anerkannter Standards wie ISO 27001 und Gesetze wie NIS2. Nach Angaben des Mitarbeiters wurden diese Sicherheitsrisiken dem Management und der Politik vorenthalten und er vermutet, dass die Sicherheitslücken zum jüngsten Datenleck im Kraftfahrzeugregister beigetragen haben könnten.
Konflikt- und Polizeibericht
Als der Mitarbeiter begann, Unterlagen zu sammeln, eskalierte der Fall. Der Vorstand überwachte sein IT-Verhalten während eines Krankenbesuchs, um zu untersuchen, ob er Informationen an die Presse weitergab.
Da er zwei berufliche E-Mails mit Kontrollkatalogen und Risikobewertungen an seine private E-Mail-Adresse weitergeleitet hatte, leitete Skat ein Ausschlussverfahren ein. Am nächsten Tag wurde auch er wegen Verletzung der Schweigepflicht bei der Polizei angezeigt.
Später änderte das Finanzamt seine Position zur Ausweisung selbst. Sie erkannten an, dass der Arbeitnehmer nicht vorsätzlich gehandelt hatte und wandelten die Strafe in eine allgemeine Kündigung mit Bewährung um. Trotz dieser Umkehrung beschloss die Steuerbehörde, den Polizeibericht beizubehalten, und der Mitarbeiter wurde Anfang 2026 offiziell angeklagt.
Fehler im Hinweisgebersystem
Im März 2026 lud der entlassene Mitarbeiter eine 300-seitige Stellungnahme auf das offizielle Whistleblower-Portal von Skat hoch. Beabsichtigt war, dass die Angelegenheit von der unabhängigen IT-Inspektion bearbeitet wird.
Anstatt weitergeleitet zu werden, gelangte der Bericht schließlich in die Personalabteilung von Tax. Der Mitarbeiter konnte über das System erkennen, dass es sich bei einer der Personen, die nun Zugriff auf seinen vertraulichen Bericht hatten, genau um den Fallmanager handelte, der seine Entlassung und den Polizeibericht veranlasst hatte.
Kurz darauf verschwand der Name dieses konkreten Fallmanagers von der Zugriffsliste. Dies geschah jedoch, ohne dass die Protokollierung des Systems die Änderung widerspiegelte, was den ehemaligen IT-Prüfer dazu veranlasste, dem System Manipulationen vorzuwerfen.
Die Folgen
Der Bericht lag drei Monate lang in der Personalabteilung und gelangte nie fristgerecht zur unabhängigen IT-Prüfung. Die Steuerverwaltung hat inzwischen erklärt, dass die unterbliebene Weiterleitung auf menschliches Versagen zurückzuführen sei.
Als Folge des Prozesses verlor der Hinweisgeber das Vertrauen in das interne System des Finanzamtes. Daher leitete er seine Meldung an das National Whistleblower Scheme weiter. Dabei wurde der Fall als so komplex bewertet, dass er nun aufgeteilt und zur Beurteilung an drei verschiedene Stellen weitergeleitet wurde: die dänische Datenschutzbehörde, die dänische Agentur für Digitalisierung und die Agentur für soziale Sicherheit.
Mehrere unparteiische Verwaltungsrechtsexperten und die Öffentlichkeit haben das Verfahren kritisiert. Sie weisen darauf hin, dass der Finanzbeamte den Stempel der Inkompetenz trage, dass die Polizeimeldung wie eine rechtswidrige Repressalie aussehe und dass der Umgang mit der Meldung Zweifel daran aufkommen lasse, ob das Hinweisgebersystem der Behörde überhaupt wie vorgesehen funktioniere.
Was sagen die Experten?
- Oluf Jørgensen (Werbeberater): Nennen Sie den Fall eins "klares Beispiel für Inkompetenz" und zum einen meldet sich die Polizei selbst "illegale und grobe Vergeltung"vor denen das Whistleblower-Gesetz gerade schützen soll. Er kommt zu dem Schluss, dass das Whistleblower-System von Skat überhaupt nicht funktioniert.
- Erik Mygind Du Plessis (Dozent, CBS): Nennen Sie es ein "absurde Situation". Dass die Löschung des HR-Mitarbeiters erfolgt "unter dem Radar" ohne Protokollierung einen begründeten Verdacht aufkommen lässt.
- Michael Gøtze (Professor für Verwaltungsrecht, Universität Kopenhagen): Sagt, dass der Fall ein äußerst unklares Bild hinterlässt, und weist darauf hin, dass Tax die absolut härtesten Sanktionen verhängt hat, um ein starkes Signal an andere Mitarbeiter zu senden, den Mund zu halten.
Das Absurde in Zahlen:
- Die IT-Behörde wurde nach dem historischen Dividendenskandal gegründet, um die IT-Sicherheit des Finanzamtes im Auge zu behalten.
- Die Aufsicht besteht seit 5 Jahren. In den 5 Jahren, die sie haben kein einziger Whistleblower-Fall bearbeitet.
- Im Vergleich dazu registrierte die Steuer- und Zollverwaltung allein im Jahr 2025 47 Whistleblower-Anfragen in ihrem internen System (von denen nur 5 tatsächlich bearbeitet wurden – der Rest wurde intern abgelehnt/eingeordnet).
Wie zum Teufel können wir das akzeptieren?
Ich bezweifle immer mehr, dass unsere Steuergelder ihren Zweck erreichen und würde gerne ein paar Belege sehen.
Whistleblower-sag i Skatteforvaltningen
byu/Giffeltagning inDenmark
Von Giffeltagning
9 Kommentare
Skat er helt råddent. Alt for meget cover my ass og tåbelige projekter som boligskattelortesystemet og alt for få der laver rigtigt arbejde til gavn for borgerne.
Tak for dit opslag! Der skal virkelig ryddes op i Skat. Gennemgribende.
(Ingeniøren er i øvrigt blevet et væsentligt medie for mere end faget)
>Hvordan helvede kan det være at vi accepterer dette?
Hvem fanden er *vi*?
Er den her post skrevet af chatGPT?
Altså: sindssyg historie, men please lad være med at poste ai-slop uden at deklarere det.
Besked er modtaget og forstået: Whistleblowerrapporter skal kun sendes til Den Nationale Whistleblowerordning.
Jeg studsede ved:
„..
han havde videresendt to arbejdsmails indeholdende kontrolkataloger og risikovurderinger til sin egen private e-mail ..“
Jeg husker noget med Hillary og FBI. Burde en it-sikkerhedsmedarbejder ikke vide bedre? Helt fair med en politianmelde IMO.
Edit: Der kommer mange kommentarer/spørgsmål til
det samme. Derfor en uddybede forklaring:
En whisleblower må gerne kopiere materiale til dokumentation. Er den rette fremgangsmåde via mail, når vi taler om dybt fortroligt og følsomt materiale og samtidig forholder os til PET’s risikovurdering, som it-sikkerhedsmedarbejden helt sikkert har kendskab til? Eller udgør hans mails derimod et potentielt sikkerhedsbrud i sig selv?
Jeg mener, at han som professionel it-sikkerhedsmedarbejder burde have udvist skærpet agtpågivenhed (usb, hard copy osv. – I don’t care). Der følger et ansvar med professionalisme.
Skat er den mest korrupte lorte insans vi har i landet. Det er ren røvredning og ansvarsfralæggelse der foregår derinde, fordi alting bliver kørt med en jernnæve. Det er ren og skær *fit in or fuck out.*
De skal bare have røv tur….
Sådan er det generelt i det offentlige er min erfaring. Ingen vil høre noget der rokker båden. For det er givetvis nemmere at ændre på én person end det er at ændre på 100.
Og IT sikkerhed er bøvlet. På den ene side tror ingen rigtig på det. På den anden er det usandsynligt svært at gøre noget ved en masse gamle systemer.
Og givet hvor svært det er at arbejde i de gamle systemer tænker man at de hackere kunne tjene en fed konsulent hyre hvis de rent faktisk forstod dem.