

Hi Leute!
Inspiriert von einem Post, den ich neulich hier auf Reddit gesehen habe (da ging es um eine Tiefkühlpizza von Dr. Oetker in Polen, zweites Foto), wollte ich selbst mal was ausprobieren: Ein echtes Backexperiment für zu Hause.
Der Teig ist ein Sauerteig aus Weizenmehl (Type 405/550), italienischem Semola di grano duro (Hartweizengrieß), Vollkornweizenmehl, Wasser, Sauerteig-Anstellgut, Salz, Honig und Olivenöl.
Belegt wurde das Ganze mit Chorizo, selbstgemachter Tomatensauce (frische Tomaten, Tomatenmark, eingelegte Sardellen, Knoblauch, Salz, Oregano, schwarzer Pfeffer und Olivenöl), grünem Paprika, roten Zwiebeln, Mozzarella, geriebenem Grana Padano, Oregano und etwas Olivenöl.
Die Paprika und die roten Zwiebeln sind schön knackig geblieben und der Pizzaboden war extrem knusprig. Richtig geniale Texturen und Aromen! Der Hartweizengrieß (Semola) hat hier wirklich Wunder gewirkt.
📝 Das Rezept (Zutaten in Bäckerprozenten)
Die Gesamtmehlmenge entspricht immer 100%:
Weizenmehl: 45%
Italienischer Hartweizengrieß (Semola): 45%
Weizenvollkornmehl: 10%
Wasser: 70%
Sauerteig-Anstellgut (aktiv): 20%
Salz: 2%
Honig: 2%
Olivenöl: 2%
👩🍳 Zubereitung
Der Teig: Das aktive Sauerteig-Anstellgut im Wasser auflösen. Die drei Mehlsorten mischen und nach und nach dazugeben. Den Teig danach 45 Minuten ruhen lassen (Autolyse bzw. Fermentolyse).
Kneten & Falten: Das Salz hinzufügen und den Teig ein paar Minuten kneten. Dann Honig und Olivenöl unterkneten. Jetzt startet die Stockgare (Hauptgärung) für insgesamt 4 Stunden. Dabei alle 30 Minuten den Teig dehnen und falten (Coil Folds).
Kalte Gare: Den Teig in einen geölten Behälter mit Deckel geben und für 24 Stunden bei 4 °C in den Kühlschrank stellen.
Formen: Den Teig aus dem Kühlschrank holen und in große Pizzaballen teilen. (In unserem Fall 600g, da wir ein 30×40 cm Metall-Backblech nutzen). Die Ballen 2–3 Stunden akklimatisieren lassen.
Aufs Blech: Den Teig vorsichtig auf dem geölten Metallblech ausziehen (das Öl sorgt dafür, dass nichts kleben bleibt).
Die Sauce: Normalerweise kochen wir die Sauce nicht vor, aber diesmal schon: Olivenöl, ein paar Sardellenfilets und Knoblauchzeiben in einen Topf geben. Wenn die Sardellen zerlassen sind, gewürfelte frische Tomaten, getrockneten Oregano, etwas Salz, schwarzen Pfeffer und 1 EL Tomatenmark dazugeben. Alles bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen.
Backen – Runde 1: Die Sauce auf dem Teig verteilen. In den vorgeheizten Ofen (bei 230–250 °C) schieben und für 10–15 Minuten vorbacken.
Backen – Runde 2: Pizza kurz herausholen und den restlichen Belag darauf verteilen (zuerst den Mozzarella, dann den Rest). Für weitere 5–7 Minuten backen, bis der Boden richtig schön knusprig ist.
Das Finale: Die fertige Pizza aus dem Ofen holen und direkt mit 1–2 EL geriebenem Grana Padano bestreuen (der schmilzt sofort auf der Pizza). Die Pizza für ca. 10 Minuten auf ein Kuchengitter legen, damit der Boden durch den Dampf nicht labberig wird.
Danach einfach mit einer Küchenschere in Stücke schneiden (Messer oder Pizzaschneider gehen natürlich auch, aber die Schere ist hier super praktisch) und genießen! Guten Appetit!😋
Von One-Loss-6497
6 Kommentare
sieht schmatzig aus
Sieht super lecker aus 😋💞
sieht richtig lecker aus und danke fürs Rezept!
Hast du vielleicht Bilder von einzelnen Stücken wo man sieht, wie dick der Teig ist?
Die selber gemachte sieht irgendwie einen ganzen Tick geiler aus. 🤔😄
Sieht die gut aus! Wow!🤩
Halt aus, verteidige den Tisch gegen Frau und Kinder, ich bin in 20 Minuten da!