
Der Titel von DR steht kurz davor, den Mund zu halten und alles zu vermasseln. Die meisten Leute, die zur Schule gegangen sind und ein bisschen Geschichtsunterricht verfolgt haben – und was auch immer es sonst noch an Sendungen über die Wikingerzeit in Dänemark gegeben hat – sind es genug bewusst, dass die Wikingerzeit viel mehr als Raubzüge, Überfälle, Freudenfeuer und Brände war.
Dennoch wurde in Søften ein recht interessanter Fund gemacht – eine kleine Stadt, die wahrscheinlich nur als Geburtsort der Chefkorrespondentin Kirsten Birgit Schiøtz Kretz Hørsholm bekannt ist.
Dabei handelt es sich um eine recht ausgedehnte Siedlungsanlage aus der Wikingerzeit mit einer Fläche von bis zu 10 ha, zu der neben Wohnhäusern auch mindestens 82 Grubenhäuser gehören.
Grubenhäuser sind kleine, teilweise vergrabene Hauskonstruktionen, die am häufigsten mit Textilhandwerk in Verbindung gebracht werden, obwohl auch andere Handwerksarten wie Metall- und Knochenarbeiten mit diesem Typus in Verbindung gebracht werden.
Aber hier geht es offenbar um Textilproduktion in sehr großem Maßstab.
Die Wikingerzeit – oder der gesamte letzte Teil der Eisenzeit – ist von großen gesellschaftlichen Veränderungen geprägt. Unter anderem sieht man offenbar ein Bevölkerungswachstum, einen verstärkten Seehandel und -transport – wozu natürlich auch der relativ plötzliche Einsatz von Segeln als Antrieb auf Schiffen und Booten gehört – sowie natürlich die berühmten Reisen und Versuche, neue Länder zu besiedeln. Alle Tätigkeiten, die große Mengen Textil erfordern. Insbesondere Segeltuch ist enorm ressourcenintensiv und für ein einzelnes Segel kann leicht Wolle von mindestens 250 Schafen benötigt werden.
Daher ist ein solcher Fund auch deshalb äußerst interessant, weil er einen Einblick in die Wechselwirkungen zwischen Gebäuden, Landschaftsnutzung und Wirtschaft gibt.
Es wird äußerst spannend sein zu sehen, was aus den Analysen und Veröffentlichungen auf der Seite herauskommt.
https://www.dr.dk/nyheder/indland/ny-udgravning-afsloerer-vikinger-var-langt-mere-civiliserede-end-hvad-mange-maaske-tror
Von Worsaae
8 Kommentare
Det er i øvrigt ikke unikt at støde på så mange grubehuse. Faktisk er det ikke usædvanligt, at støde på 20-30 stykker. Og har vi bopladser fra sen jernalder og vikingetid hvor vi kender til hundredevis. Eksempelvis anslår man at der nok er omkring 600 stykker på den specialiserede håndværks- og handelsplads, Bejsebakken, ved Aalborg ligesom der til bopladsen som gik forud for anlæggelsen af Aggersborg (også ved Klisterkanalen) også har været grubehuse i hundredevis.
Journalister er ikke altid de smarteste.
DR’s vinkling er ret fjollet, men sådan er det når mainstream-medierne skal formidle historisk stof. Det skal altid være noget med at det vender vores opfattelse på hovedet, historiebøgerne skal skrive om osv. Og så skal der kobles med morderne buzzwords som f.eks. „globalisering“, så det rigtig kan gøres „relevant“ for den moderne læser.
Vikinger: „Kære angrebsmål, Vi har en vision om, at jeres landsby skal have free seating for os. Mobilepay eller økseskaft? Den nært forestående belejring bliver uden moms“
Spændende, tak for at dele.
All new retails brands are now considering Aros as their brand name and realising it already exists
Men havde de iPhones eller hva?
Du skal ikke undervurdere hvor uvidende den gennemsnitlige dansker er historisk