
"Seit dem Auslaufen der Erbschaftssteuer 2008 haben allein die Erben der 100 reichsten Österreicher 76,4 Milliarden Euro geerbt, ohne dafür einen einzigen Euro Steuerbeitrag zu leisten. Das entspricht durchschnittlich 4,2 Milliarden Euro pro Jahr. Um eine vergleichbare Summe durch Arbeit zu verdienen, müssten rund 82.000 Menschen ein ganzes Jahr lang arbeiten und Steuern zahlen, nahezu ganz Klagenfurt. Allein die zehn größten Erbschaften in Österreich summierten sich im untersuchten Zeitraum auf mehr als 51 Milliarden Euro." Diese: https://www.derstandard.at/story/3000000323542/76-milliarden-euro-wurden-in-oesterreich-seit-2008-vererbt-steuerfrei
36 MILLIARDEN EURO! So viel Geld ist dem Staat seit 2008 entgangen, weil sehr große Vermögen vererbt werden können, ohne dass eine Erbschaftssteuer anfällt.
byu/nureinEgoist inAustria
Von nureinEgoist
30 Kommentare
Hab mir scho Sorgen gmacht, dass ma heute keinen Erbschaftssteuern-Thread bekommen.
Österreich hat ein Jährliches BIP von 500 Milliarden und einen Haushalt von 120 Milliarden.
Jährlich nimmt Österreich mit der Tabaksteuer 2 Milliarden ein. Schwarzarbeit macht das alleine jährlich.
Ist jetzt im Verhältnis wenig.
Ein Skandal! Was uns da entgeht ist unglaublich. Der Staat würde damit *checks notes* ganze 1½ Monate auskommen!
Das schreckt mich jetzt ehrlich gesagt gar ned so durch den Vergleich mit Klagenfurt. Hätt ma gedacht das Thema ist schlimmer. Danke für die Aufklärung. Dann ist das Thema ja doch ned so wichtig wie i ma gedacht hab.
Und täglich grüßt das Murmeltier
> Das entspricht durchschnittlich 4,2 Milliarden Euro pro Jahr.
Das ist genau das Problem an dem Ganzen: Der Durchschnittswert ist nicht aussagekräftig. Dass man den präsentiert zeigt einerseits schon die Unehrlichkeit und mangelnde Seriösität bei dem Thema, und erklärt gleichzeitig warum die Erbschaftssteuer nicht das alles lösende Wundermittel ist.
Der Wert – gesamt und damit auch Durchschnitt – wird enorm verzerrt von einem einzigen Jahr, und die Ursache für die enorme Höhe des Ausreißers ist vermutlich Mateschitz.
Das Problem: So ein Mateschitz kommt selten. Wenn man den raus rechnet ists deutlich weniger, iirc sind die meisten Jahre unter 2 Milliarden und damit ganze 50% weniger als von Attac suggeriert. Warum man da jetzt den Durchschnitt präsentiert… naja, kann man sich denken, ehrlich und seriös ist es halt nicht. Man mag die Fantasie ja nicht zu sehr bremsen, und so.
Jetzt sind 2 Milliarden im Jahr natürlich nicht nix. Aber halt deutlich weniger. Und vor allem: Null planbar, und damit weder für eine kurz- noch eine langfristige Budgetplanung effektiv unbrauchbar. Die ganzen schönen Sozialprogramme die man jetzt schon damit plant – was passiert mit denen wenn in einem Jahr “zu wenig Reiche sterben”? Kurzfristige Mittelkürzung? Wohin mit dem Zusatzgeld wenn plötzlich ein Mateschitz für Arme stirbt und man ungeplant eine Milliarde mehr hat?
Ich bin auch für eine Erbschaftssteuer, aus Prinzip. Aber ich bin realistisch was sie liefern kann. Und was Attac präsentiert und suggeriert halte ich nicht für realistisch oder politisch seriös.
Das ist echt viel weniger als gedacht. Hätte der Staat das eingenommen wäre es wohl einfach verpufft.
Seit, 2008, lol. Also ziemlich wenig. Und jtz müsste man noch den bürokratischen Aufwand gegenrechnen.
Natürlich wird auch ausgespart, wieviel Wirtschaftswachstum durch Erbschaftssteuer im selben Zeitraum zerstört worden wäre…
Das sind Peanuts wenn du schaust wo der Staat Geld überall Geld verbrennt, vor allem im gleichen Zeitraum
Angenommen ich arbeite mein leben lang hart (wofür ich Steuern zahlen muss), lege strategisch mein Geld an und gehe große Risiken ein (wofür ich Steuern zahlen muss), versuche meine Kosten für Essen Versicherung Miete etc. niedrig zu halten (wofür ich Steuern zahlen muss) und am Ende wenn mich das zeitliche segnet, soll ich nachm Tot auch noch Steuern zahlen damit meine Kinder, das wofür ich hart gearbeitet habe, nur ein Anteil davon bekommen? Merkst du selbst oder
Genug hier mit dämlicher Polit-Propaganda
Ich verstehe. Deshalb müssen wir jetzt sofort ganz unten sparen
Österreich nimmt pro Jahr schon 200 Milliarden ein. Die Erbschaftssteuer würde also fast keinen Unterschied machen.
Denkt man wirklich wenn man 4 Milliarden mehr nach Wien schickt, würde das das Leben so viel besser machen? Die Bürokratie ist außerdem extrem ineffizient so dass sowieso ein großer Teil da einfach verpufft
Ja wenn die Attac das rechnet muss es ja stimmen, cute.
Basierend auf der Trend Reichen Liste.
Das die Angaben dort Schätzungen inkl Familienvermögen, Unternehmensbewertungen, Firmenanteile, usw… sind, und komplett außen vor lassen ob Werte im Ausland liegen, Schulden oder Bewertungsabschläge existieren, …
Da wird als Steuerbasis / „Erbvermögen“ einfach mal das gesamte wirtschaftliche Vermögen, egal ob überhaupt liquide oder irgendwo gebunden angenommen.
So geht dummer Populismus.
Beim Herrn Mateschitz wären z.B. nach dem Model 12 Mrd. die fällig wären. Das ist halt in der Größenordnung nicht wirtschaftlich auftreibbar, und Argumentationen auf der Zahlenbasis sind infantil.
3.3 Mrd pro Jahr für Kunstförderungen. Schau dir die Biennale an und was unser Beitrag war..
Das klingt über fast 20 jahre gar nicht mal nach so viel?
Das deckt ja nicht mal die freunderlwirtschaft über den zeitraum.
Klingt nach 98% mateschitz 😀
Die Regierung hat auch behauptet, dass die Krypto-Steuer ~300-400 Mio pro Jahr einbringt, in der Realität waren’s eher 30 Mio also grad mal 10% davon.
jo, was ma halt nicht vergessen darf ist, dass wenn es die Erbschaftssteuer gegeben hätte, dass dann irgendwelche komischen konstrukte erstellt worden wären, die dann eine Erbschaftssteuer hinfällig gemacht hätten. Ansonsten ist es nicht zu erklären, warum damals sogar Experten gemeint haben, dass relativ wenig Geld bringt. Weil die halt wieder nur vom Mittelstand gezahlt wurden und nicht von den riesigen Vermögen.
Also ich bin kein ‚Experte, aber so wie ich die reichen Österreicher kenne, wäre es so gewesen.
Schade, so viel Geld dass die Politiker sich einstecken hätten können
Viel wichtiger wäre mal die Beseitigung unseres Ausgabenproblems.
Natürlich sind weniger Steuern auf Arbeit und mehr auf hohe Vermögen für alle super, aber alleine damit sanieren wir unser Budget bei weitem nicht.
Das liest sich so als ob der Staat irgend ein Anrecht auf das Vermögen der Menschen hätte. Vollkommen kranke Ansicht.
wann benennen wir den sub in r/erbschaftssteuer um?
Kommts leute, langsam wirds fad..
„entgangen“ als ob der Staat auch nur irgendein Anrecht darauf haben würde.
Der Neid is a Hund!
Also das Vermögen was schon einmal versteuert wurde ist dem soooo armen Staat durch die Lappen gegangen?
Jetzt mal ganz abgesehen davon, um welche Steuer es geht: Ich find dieses framing, dass dem Staat “Geld entgeht” wenn irgendwas nicht besteuert wird, sowas von verkehrt. Das impliziert, dass quasi alles erarbeitete/erwirtschaftetet/geschenkte/vererbte eigentlich komplett dem Staat zusteht, und sich die Menschen glücklich schätzen sollen, dass wir uns ein bisschen was davon selbst behalten dürfen.
Der Default sollte sein, dass Vermögen zunächst einmal denjenigen gehört, die es erwirtschaftet, erhalten oder geerbt haben, und dass der Staat begründen muss, warum und in welchem Umfang er darauf zugreifen darf. Sonst wird jede Nicht-Besteuerung automatisch als „Verlust“ dargestellt, obwohl sie oft einfach bedeutet, dass der Staat auf eine zusätzliche Belastung verzichtet.
Erbschaftssteuer von 100% ab 1.000.000€ wäre die vernünftigste Lösung

ah da is er wieder… der tägliche Thread. Kauen wir es also wieder durch. 3-2-1 Go