r/europe weiß sicher wieder direkt wer schuld ist.
N3ph1l1m on
Wir faseln hier von europäischer Souveränität und Unabhängigkeit und kriegen es nicht einmal geschissen, für ein einfaches Rüstungsprojekt an einem Strang zu ziehen, weil jeder den für sich maximalen Vorteil raus ziehen möchte, statt endlich mal zu kapieren, dass wir hier alle in einem Boot sitzen. Und das Boot gerade verdammt nochmal Leck schlägt…
DocumentExternal6240 on
>Der Grund für das Scheitern des deutsch-französischen Kampffliegers sei, dass die beteiligten Unternehmen – auf deutscher Seite Airbus, auf französischer Seite Dassault – trotz starker politischer Bemühungen „nicht zusammenkommen konnten“, erläuterte ein deutscher Spitzenbeamter. Dassault hatte bis zuletzt eine Führungsrolle bei dem Projekt beansprucht. Airbus aber wollte sich nicht mit der Position eines Juniorpartners abfinden.
sheppard147 on
Naja, nach Monate von ständigen Grabenkämpfen kommt diese Meldung wenig überraschend.
Es hat ja immer so ausgesehen, dass Frankreich alles will (alles entwickeln, machen und bauen) während Deutschland nur zahlen sollte.
Blöd ist es halt trotzdem, wieder mal ein Projekt gescheitert und Geld versandet.
Todesengelchen on
Gut dann jetzt eben ein rein deutscher Jäger. Machen wir gleich eine Ausschreibung auf die sich Messerschmitt und Focke-Wulf bewerben können.
Majestic-Wall-1954 on
Für Dassault genau das Richtige. Jetzt bekommen die ihre Führungsrolle so oder so.
Kann mir nicht vorstellen, dass Frankreich ein Stück Souveränität für die Nukleare Abschreckung darauf verzichtet, nicht ihren eigenen Atomwaffenträger (Flugzeug) bauen zu können, ohne das andere dazu ein Veto einlegen können.
Heussalad on
Dassault wollte 80% der workpackages haben. Der französische Staat hat sie dabei unterstützt. Deutschland sollte nur zuliefern (vor allem das UAS) und keinerlei Kontrolle oder Technologietransfer haben.
UnNamedGER on
Zumindest heißt das dann wohl Sicherheitshalber Podcastfolgen bis zum Ende 🤣
RamitInmashol1994 on
Wirklisch ärgerlich.
Eins muss man den Franzosen lassen: Kampfflugzeuge können sie bauen.
Besonders Dassault.
Deswegen finde ich die Rollenverteilung wirklich sinnig…
Und Airbus ist halt in der Serienfertigung sehr gut.
Wirklich schade
IronVader501 on
Gut.
Dassaults Forderungen waren absolut inaktzeptabel.
TeemoVotedTrump on
Schade, aber vorhersehbar.
Ich kann es unseren Nachbarn in der heutigen Welt nicht übel nehmen, die Zügel halten zu wollen und sich nicht auf andere zu verlassen. Diese Strategie von ihnen hat sich auf jeden Fall insbesondere im nuklearen Sektor, aber auch bei Flugzeugen wie der Rafale bewährt. Auf der anderen Seite, hätte ich mir diese Kooperation sehr gewünscht, auch für den Technologietransfer und Schulterschluss.
Ich hoffe wir können jetzt ohne diesen innereuropäische Schlammschlacht nach vorne schauen, und vielleicht doch vielleicht etwas eigenes entwickeln. Das sollte als 3. stärkste Wirtschaftsnation doch drin sein…
Fandango_Jones on
Gott sei Dank
Dry-Piano-8177 on
Ich meine die Planung alleine war schon ein Desaster und dann hat man auch noch zwei Länder, die unterschiedliche Anforderungen an das Projekt haben.
Für mich war das erwartbar.
Tadumikaari on
Ahahaahh
Complex-Fly6915 on
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ist in Ordnung so. Wenn wir jetzt auch noch MGAS gekippt bekommen umso besser.
Available_Cookie732 on
Ich habe wirklich keine Ahnung aber warum denn dann nicht mit Saab etwas gemeinsam entwickeln?
Dot-Slash-Dot on
Gut so, was da an abenteuerlichen Frankenstein-Lösungen umhergeschwirrt ist um das noch zu retten …
Ceutical_Citizen on
Jetzt noch bei GCAP einsteigen und einfach mal die Klappe halten.
Arbaal on
Gut! Können wir nun aber bitteschön den Global Combat Air Programme beitretten und keinen Alleingang machen? Ist ein britisch-italienisch-japanisches Programm. Hat ja früher auch mit den Tornado und Eurofighter gut geklappt.
Pitiful_Jaguar490 on
An alle, die das hier jetzt bejubeln: ihr versteht nicht, wie maximal Scheiße das für die deutsche Rüstungsindustrie ist. Das bedeutet jetzt nämlich, falls Deutschland nicht auf einmal so ein Teil selber baut, dass Deutschland/Airbus massiv Kompetenzen in dem Bereich verlieren wird. Die Leute, die den Eurofighter bauen, gehen irgendwann in Rente und es gibt kein Nachfolgeprojekt. Da werden ganze Abteilungen abgewickelt und extrem viel implizites Wissen geht verloren. Da hilft auch die beste Dokumentation der Welt nix, siehe Apollo vs Starship jetzt. Und so eine Kompetenz ist auch nicht wieder mal schnell aufgebaut, sondern da stehen wir die nächsten 30 Jahre erstmal blank da.
CatuIIus on
Das Ende war ja schon Absehbar.
Natürlich wird unser hochkompetenter Kanzler schon eine Alternative in der Hinterhand haben.
GYN-k4H-Q3z-75B on
Welch eine Überraschung!
RedRobbi on
Kein Grund zum Jubeln. Wir brauchen eine europäische Alternative. Der Jet der Briten ist auch keine bessere Variante.
Es bleibt wahrscheinlich nur noch eine Zusammenarbeit mit Saab. Da sollte man jetzt besser gestern als heute die Gespräche intensivieren.
ThrowAwayYetAgain878 on
Da haben beide Seiten viel Mist gebaut…
P26601 on
Uff wie ich diese Clickbait Titel hasse, traurig dass selbst Handelsblatt und Tagesschau da mitmachen.
Nein, FCAS ist nicht gescheitert. Am Kern des Projekts, der „Combat Cloud“ inkl. Drohnen, wird nach wie vor festgehalten. Es sollen jetzt nur zwei separate Flugzeuge entstehen, was eigentlich schon seit Monaten klar war (als der Dassault-Chef angefangen hat, wegen der Arbeitsanteile rumzuheulen obwohl schon alles geklärt war)
DubioserKerl on
FCAS -> FCAN’T
Flimsy-Run-5589 on
Schade das man in Europa nicht gemeinsam ein solches Projekt gestemmt bekommt, natürlich für alle Fair und auf Augenhöhe. Das wäre in diesen Zeiten wichtiger denn je.
AltruisticBlank on
Capitalism breeds innovation
LuexDE on
It’s Eurofighter all over again
Edelweizzer on
Könnte mir jemand kurz erklären, warum das Projekt in Wirklichkeit gescheitert ist? Das macht doch alles keinen Sinn…
Sebonze on
Das war beim Eurofighter doch quasi genauso. History repeats, manchmal sogar schneller.
No_Property_2335 on
Kommt jetzt der deutsch-spanisch-schwedische Kampfjet? Ich bin gespannt
SweetMoneyStacks on
Tja kuschelt endlich mit Saab und gebt MTU die Mittel um ein eigenes Triebwerk zu bauen
ForTheChillz on
Das Problem ist viel größer. Dassault hatte bis jetzt klar die Führungsposition in diesem Segment und will diese auch weiterhin aufrecht erhalten. Durch den politischen Wechsel in Deutschland ist aber klar, dass nun DE auch vermehrt mitspielen will und dementsprechend Interesse hat hier einen Teil des Kuchens abzubekommen. Das schmeckt einem Unternehmen wie Dassault natürlich gar nicht, denn denen ist klar, dass DE unglaublich viel Geld in die eigenen Unternehmen stecken kann. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis DE (und ansässige Unternehmen) nachziehen. Ist so ähnlich wie die Automobilindustrie. Da hat man auch das Ende des Verbrenners kommen sehen, hat aber versucht so lange wie möglich das hinauszuzögern. Politisch ist das für FRA eine Katastrophe weil das Land erstens schon jetzt viel stärker verschuldet ist und zweitens bei Weitem nicht das finanzielle Volumen für eine eigene Entwicklung und Produktion stemmen kann. Beide Seiten haben hier zwar auch wirtschaftliche Interessen im Kopf, aber es geht schon auch um den politischen Aspekt.
Entgenieur on
Gab’s die Headline mit identischen kommentardiskussionen nicht schon vor ein paar Monaten? Jetzt aber wirklich wirklich gescheitert?
Und eigentlich ist das Vorhaben doch noch viel größer, nur beim Flugzeugbau geht man nun getrennte Wege.
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35 Kommentare
r/europe weiß sicher wieder direkt wer schuld ist.
Wir faseln hier von europäischer Souveränität und Unabhängigkeit und kriegen es nicht einmal geschissen, für ein einfaches Rüstungsprojekt an einem Strang zu ziehen, weil jeder den für sich maximalen Vorteil raus ziehen möchte, statt endlich mal zu kapieren, dass wir hier alle in einem Boot sitzen. Und das Boot gerade verdammt nochmal Leck schlägt…
>Der Grund für das Scheitern des deutsch-französischen Kampffliegers sei, dass die beteiligten Unternehmen – auf deutscher Seite Airbus, auf französischer Seite Dassault – trotz starker politischer Bemühungen „nicht zusammenkommen konnten“, erläuterte ein deutscher Spitzenbeamter. Dassault hatte bis zuletzt eine Führungsrolle bei dem Projekt beansprucht. Airbus aber wollte sich nicht mit der Position eines Juniorpartners abfinden.
Naja, nach Monate von ständigen Grabenkämpfen kommt diese Meldung wenig überraschend.
Es hat ja immer so ausgesehen, dass Frankreich alles will (alles entwickeln, machen und bauen) während Deutschland nur zahlen sollte.
Blöd ist es halt trotzdem, wieder mal ein Projekt gescheitert und Geld versandet.
Gut dann jetzt eben ein rein deutscher Jäger. Machen wir gleich eine Ausschreibung auf die sich Messerschmitt und Focke-Wulf bewerben können.
Für Dassault genau das Richtige. Jetzt bekommen die ihre Führungsrolle so oder so.
Kann mir nicht vorstellen, dass Frankreich ein Stück Souveränität für die Nukleare Abschreckung darauf verzichtet, nicht ihren eigenen Atomwaffenträger (Flugzeug) bauen zu können, ohne das andere dazu ein Veto einlegen können.
Dassault wollte 80% der workpackages haben. Der französische Staat hat sie dabei unterstützt. Deutschland sollte nur zuliefern (vor allem das UAS) und keinerlei Kontrolle oder Technologietransfer haben.
Zumindest heißt das dann wohl Sicherheitshalber Podcastfolgen bis zum Ende 🤣
Wirklisch ärgerlich.
Eins muss man den Franzosen lassen: Kampfflugzeuge können sie bauen.
Besonders Dassault.
Deswegen finde ich die Rollenverteilung wirklich sinnig…
Und Airbus ist halt in der Serienfertigung sehr gut.
Wirklich schade
Gut.
Dassaults Forderungen waren absolut inaktzeptabel.
Schade, aber vorhersehbar.
Ich kann es unseren Nachbarn in der heutigen Welt nicht übel nehmen, die Zügel halten zu wollen und sich nicht auf andere zu verlassen. Diese Strategie von ihnen hat sich auf jeden Fall insbesondere im nuklearen Sektor, aber auch bei Flugzeugen wie der Rafale bewährt. Auf der anderen Seite, hätte ich mir diese Kooperation sehr gewünscht, auch für den Technologietransfer und Schulterschluss.
Ich hoffe wir können jetzt ohne diesen innereuropäische Schlammschlacht nach vorne schauen, und vielleicht doch vielleicht etwas eigenes entwickeln. Das sollte als 3. stärkste Wirtschaftsnation doch drin sein…
Gott sei Dank
Ich meine die Planung alleine war schon ein Desaster und dann hat man auch noch zwei Länder, die unterschiedliche Anforderungen an das Projekt haben.
Für mich war das erwartbar.
Ahahaahh
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ist in Ordnung so. Wenn wir jetzt auch noch MGAS gekippt bekommen umso besser.
Ich habe wirklich keine Ahnung aber warum denn dann nicht mit Saab etwas gemeinsam entwickeln?
Gut so, was da an abenteuerlichen Frankenstein-Lösungen umhergeschwirrt ist um das noch zu retten …
Jetzt noch bei GCAP einsteigen und einfach mal die Klappe halten.
Gut! Können wir nun aber bitteschön den Global Combat Air Programme beitretten und keinen Alleingang machen? Ist ein britisch-italienisch-japanisches Programm. Hat ja früher auch mit den Tornado und Eurofighter gut geklappt.
An alle, die das hier jetzt bejubeln: ihr versteht nicht, wie maximal Scheiße das für die deutsche Rüstungsindustrie ist. Das bedeutet jetzt nämlich, falls Deutschland nicht auf einmal so ein Teil selber baut, dass Deutschland/Airbus massiv Kompetenzen in dem Bereich verlieren wird. Die Leute, die den Eurofighter bauen, gehen irgendwann in Rente und es gibt kein Nachfolgeprojekt. Da werden ganze Abteilungen abgewickelt und extrem viel implizites Wissen geht verloren. Da hilft auch die beste Dokumentation der Welt nix, siehe Apollo vs Starship jetzt. Und so eine Kompetenz ist auch nicht wieder mal schnell aufgebaut, sondern da stehen wir die nächsten 30 Jahre erstmal blank da.
Das Ende war ja schon Absehbar.
Natürlich wird unser hochkompetenter Kanzler schon eine Alternative in der Hinterhand haben.
Welch eine Überraschung!
Kein Grund zum Jubeln. Wir brauchen eine europäische Alternative. Der Jet der Briten ist auch keine bessere Variante.
Es bleibt wahrscheinlich nur noch eine Zusammenarbeit mit Saab. Da sollte man jetzt besser gestern als heute die Gespräche intensivieren.
Da haben beide Seiten viel Mist gebaut…
Uff wie ich diese Clickbait Titel hasse, traurig dass selbst Handelsblatt und Tagesschau da mitmachen.
Nein, FCAS ist nicht gescheitert. Am Kern des Projekts, der „Combat Cloud“ inkl. Drohnen, wird nach wie vor festgehalten. Es sollen jetzt nur zwei separate Flugzeuge entstehen, was eigentlich schon seit Monaten klar war (als der Dassault-Chef angefangen hat, wegen der Arbeitsanteile rumzuheulen obwohl schon alles geklärt war)
FCAS -> FCAN’T
Schade das man in Europa nicht gemeinsam ein solches Projekt gestemmt bekommt, natürlich für alle Fair und auf Augenhöhe. Das wäre in diesen Zeiten wichtiger denn je.
Capitalism breeds innovation
It’s Eurofighter all over again
Könnte mir jemand kurz erklären, warum das Projekt in Wirklichkeit gescheitert ist? Das macht doch alles keinen Sinn…
Das war beim Eurofighter doch quasi genauso. History repeats, manchmal sogar schneller.
Kommt jetzt der deutsch-spanisch-schwedische Kampfjet? Ich bin gespannt
Tja kuschelt endlich mit Saab und gebt MTU die Mittel um ein eigenes Triebwerk zu bauen
Das Problem ist viel größer. Dassault hatte bis jetzt klar die Führungsposition in diesem Segment und will diese auch weiterhin aufrecht erhalten. Durch den politischen Wechsel in Deutschland ist aber klar, dass nun DE auch vermehrt mitspielen will und dementsprechend Interesse hat hier einen Teil des Kuchens abzubekommen. Das schmeckt einem Unternehmen wie Dassault natürlich gar nicht, denn denen ist klar, dass DE unglaublich viel Geld in die eigenen Unternehmen stecken kann. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis DE (und ansässige Unternehmen) nachziehen. Ist so ähnlich wie die Automobilindustrie. Da hat man auch das Ende des Verbrenners kommen sehen, hat aber versucht so lange wie möglich das hinauszuzögern. Politisch ist das für FRA eine Katastrophe weil das Land erstens schon jetzt viel stärker verschuldet ist und zweitens bei Weitem nicht das finanzielle Volumen für eine eigene Entwicklung und Produktion stemmen kann. Beide Seiten haben hier zwar auch wirtschaftliche Interessen im Kopf, aber es geht schon auch um den politischen Aspekt.
Gab’s die Headline mit identischen kommentardiskussionen nicht schon vor ein paar Monaten? Jetzt aber wirklich wirklich gescheitert?
Und eigentlich ist das Vorhaben doch noch viel größer, nur beim Flugzeugbau geht man nun getrennte Wege.