Wir haben diesen 1.000m2 Garten, wurde jahrelang null gepflegt. Letztes Jahr haben wir die 3-4 Meter hohen Brombeeren und alles aufgelaufene erstmal entfernt, Grasnarbe abgetragen und eine Hecke gepflanzt. Im Frühjahr relativ viel Gründünger gesät. Der Boden ist sehr sandig und hydrophob. In 4 Wochen kommen 25 Kubik Mutterboden und dann wird der im Bild vordere Teil bis zur Hütte mit Rasen eingesät und der hintere Teil noch einmal mit Wildwiese und Gründünger aufgewertet.

    Nun aber zum Kern meiner Frage:

    Nächste Woche soll eine Gartenparty stattfinden. Auf blankem Boden natürlich wenig einladend. Mein Gedanke ist jetzt folgender: den Bereich vor der Hütte an der Kirsche vorbei bis zum Ahorn mit Hackschnitzeln begehbar und etwas ansehnlicher zu machen. Nach der Party die Hackschnitzel etwas auseinander zu schieben und dann die 25 Kubik Mutterboden darüber zu verteilen. Spricht etwas dagegen? Macht das Sinn?

    Von cutshorter

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    11 Kommentare

    1. AntiqueTone78 on

      Kann man machen, aber warum? Nächste Woche wird es sehr warm werden, da dürft alles trocken sein. Sehe da jetzt keinen wirklichen Sinn den Aufwand zu betreiben.

    2. RemarkableAppleLab on

      Ich würde sagen, Hackschnitzel machen Sinn, da sie den Boden auch mit Nährstoffen versorgen, die er aktuell vermutlich zu wenig hat. Sag deinen Gästen allerdings trotzdem, dass sie sich auf matschigen Boden einstellen sollen – bei Regen am Tag vorher helfen auch Hackschnitzel nicht viel.

    3. MontageGuru on

      Aber zur Party bin ich dann eingeladen 😛…Generell die Idee mit den Hackschnitzeln ist für die Party erstmal völlig okay, gerade bei eurem sandigen Boden. Ich würde aber auf jeden Fall ein günstiges Bau- oder Unkrautvlies drunterlegen, damit sich Erde und Holz später nicht komplett vermischen.

      Nach der Party würde ich die Hackschnitzel möglichst wieder abtragen bzw. nur dünne Reste liegen lassen und dann den Mutterboden direkt auf den bestehenden Sand bringen. Frische Holzschnitzel unter späterem Rasen können sonst Stickstoff binden und später zu Setzungen führen.

      Die restlichen Hackschnitzel könnt ihr danach super unter der Hecke, um die Hütte oder für Wege weiterverwenden.

      Ansonsten sieht das ehrlich gesagt schon nach einer richtig guten Grundlage aus. Die nervigsten Arbeiten habt ihr mit Brombeeren entfernen und Boden vorbereiten eigentlich schon hinter euch 🙂

    4. deepgreenzuchini on

      Wie soll man denn eine Party schmeißen, wenn da ein riesiger Dinosaurier auf dem Rücken liegt und an deinem Ahorn knabbert?

    5. Ich würd ne mitbring Party draus machen – aber anstatt grillzeugs bringt jeder was für den Garten mit.

    6. Lawnmover_Man on

      > Mutterboden

      Was ist damit gemeint? Die Definition des Wortes ist folgende: Was auch immer in der obersten Bodenschicht zu finden ist, das ist der Mutterboden. Siehe das Bild auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Mutterboden

      In eurem Fall ist der Mutterboden eher sandig. Den könntet ihr ganz einfach mit ein wenig Kompost aufwerten. Ich hab auch sehr sandigen Mutterboden, aber mit ein bisschen Kompost wächst alles ganz wunderbar.

      Wenn Leuten über „Mutterboden“ reden, dann oft in einem positiven Ton, als wäre das etwas Gutes oder Besonderes. Was bekommt ihr denn da geliefert? Einfach irgendein Zeugs, was irgendwo mal die erste Bodenschicht war und jemand loswerden wollte? Oder hat das definierte Anteile an Sand, Schluff und Ton? Und wie viel Biomasse ist drin?

    7. Du könntest auch eine Wacken Grillparty daraus machen! Die Gäste sollen Gummistiefel mitbringen und du gehst morgens extra mit dem Gartenschlauch rüber.

      Ansonsten Stroh wäre eine Alternative zu Holzschnitzel, das zersetzt sich schneller, müsst nur mit dem Grill aufpassen.

    8. vielleicht solltest du noch Bims (meistens als Lavagestein verkauft) als Eingabe in den Boden mit in Erwägung ziehen. Das Zeug ist klasse um Wasser besser in den Boden zu holen und zu speichern und fungiert gleichzeitig als Mineraldünger. Quasi als Eingabe eine Etage tiefer…

      Je nachdem was für Schnitzel es gibt solltest du Hornspähne mit in Erwägung ziehen, als Langzeitdünger. Z.B. Pinie etc. kann den Boden säuern und Stickstoff entziehen.

    9. Ich hab noch nen originalverpackten5m breiten künstlichen Rasen von Max Bahr im Carport liegen.
      Wenn du nicht so weit weg wohnen würdest, wäre das ne gute Option, um Fläche zu machen.

      Kleinanzeigen Anzeige aufgeben und hoffen, dass sich jemand bis zum Wochenende mit einem nicht mehr genutzten „Teppich“ meldet….

    10. notapantsday on

      Holzhackschnitzel würden für die Party selber auf jeden Fall gut funktionieren, sind nicht teuer und meistens auch leicht zu beschaffen.

      Ich würde sie aber nicht einfach unter dem Mutterboden „beerdigen“. Holz, Stroh, Pappe und ähnliche Materialien werden zwar mit der Zeit abgebaut, binden dabei aber sehr viele Nährstoffe. D.h. der Boden wird dadurch vorübergehend, was aber viele Jahre sein können, sehr nährstoffarm. Das ist für eine Wildblumenwiese wunderbar, aber wenn du dort Gemüse anbauen oder einen perfekten Rasen haben willst, wirst du Probleme bekommen. Wenn du dann versuchst, dagegen anzudüngen, hast du schnell einen Nährstoffüberschuss, was deutlich schwieriger zu korrigieren ist als ein Mangel.
      Und du wirst auch viele Jahre lang immer beim Buddeln auf diese Hackschnitzel stoßen. Mich persönlich würde das nerven, Schaufel oder Spaten gleiten da auch nicht so problemlos durch wie durch die Erde, du wirst da immer hängen bleiben.

      Wenn du den Platz hast, würde ich die Hackschnitzel anschließend wieder zusammenschieben und lagern. Du kannst sie später als Mulch für Nutzpflanzen nutzen, das habe ich auch schon so gemacht und es funktioniert gut. Auch für Gartenwege, besonders zwischen Beeten, eignen sie sich super.

      Noch eine Anregung: Versuche, Dünger (auch Gründüngung) nur ganz gezielt da einzusetzen, wo du ihn brauchst. Die meisten Gärten in Deutschland sind hoffnungslos überdüngt. Gerade wenn dir an einem vielfältigen, natürlichen Garten gelegen ist, profitierst du sehr von einem mageren Boden im Garten. Erstens wuchert es da nicht so schnell wie anderswo und zweitens wächst da auch mal etwas anderes als Löwenzahn und Giersch. Für die meisten Kulturpflanzen (z.B. Tomaten, Paprikas, Gurken, u.s.w.) brauchst du nährstoffreichen Boden und für einen perfekten, sattgrünen Rasen auch. Eine Wildblumenwiese dagegen profitiert sehr von einem möglichst mageren Boden.

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