Es ist (insbesondere wenn die CDU- oder AfD-Ecke die Stromimporte kritisiert) völlig egal, ob Deutschland Strom im- oder exportiert. Denn wenn Deutschland den Strom nicht importiert, importiert Deutschland die Energieträger, aus denen dann Strom wird. Fossile Energie ist Abhängigkeitsenergie.
Erneuerbare Energie ist die einzige Energie, bei der Deutschland unabhängig sein kann und Versorgungssicherheit gewährleisten kann. Sollten die Nationalisten mal drüber nachdenken.
Doc_Bader on
Und selbst wenn sie es nicht wären, diese ganze Diskussion um „Importeur / Exporteuer“ wird komplett falsch geführt.
Was ist denn genau der Nachteil? Exakt, gar keiner. Im Gegenteil:
* [Das Europäische Netz](https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Verbundsystem) ist explizit darauf ausgelegt, dass Länder Strom importieren und exportieren, das ist EIN FEATURE
* [Absolut jedes Land in Europa importiert und exportiert Strom untereinander](https://www.energy-charts.info/charts/import_export/chart.htm?l=de&c=ALL)
* Mit dem Anstieg von Erneuerbaren wird der Handel auch zudem immer wichtiger, da Lücken geschlossen und Überschüsse exportiert werden, man stabilisiert sich gegenseitig
* Im Großteil der Fälle werden auch hauptsächlich günstige Überschüsse aus Erneuerbaren importiert weil das günstiger ist als lokale, fossile Anlagen hochzufahren
—-
Die Aussage „Deutschland = Importeur“ soll lediglich *suggerieren*, dass wir „abhängig“ sind und das das „zu teuer ist“ – nichts davon stimmt aber.
Fabulous_Pressure_96 on
Nein, nein, nein, das kann nicht sein. Jeder sagt, dass wir von Frankreichs Atomstrom abhängig sind /s
MaleficantMayhem on
Deutscher Strom für deutsche Toaster!
Diese Bullshitdiskussion. 🙄
Tiomo on
Bild Schlagzeile:
>Wir sind Exporteur!
Indubioproreo_Dx on
Der reine Import oder Export sagt nichts über Deutschland an sich aus, ohne das man die Fakten betrachtet.
Wir verkaufen Strom weil wir genug produzieren, aber mit Überlasten nicht klarkommen und verkaufen diese, ggf. sogar zum Negativpreis. Exportweltmeister sein muss nichts sein worauf man da stolz ist.
Genauso andersrum: der Import von Strom sagt nicht das wir zuwenig haben oder produzieren, es ist schlicht billiger als selber produziert. Könnten wir selber amchen, dann würde es aber teuerer werden.
Der letzte Satz zeigt das wir bei Importen auf Kernkraft (gezwungenermaßen) setzen müssen.
Diese Nettoimporteur / Exporteuer ist nur Panikmache meist.
Strom ist egal ob billig oder teuer, selbstproduziert oder zugekauft trotzdem stabil geblieben.
Merrit Order und Abnahmeverträge sei Dank 😉
Man könnte den Artikel auch so deuten das wir mehr Batteriespeicher brauchen um die Last besser abzufedern und weniger billig raushauen müssen.
Oder drauf achten wer aus Mangel zukauft weil nicht auf ein ausreichendes Stromnetz geachtet wurde und erneuerbare nicht ausgebaut wurden in dem Maße wie notwendig. Das betreffende Bundesland fängt mit „B“ an.
majanubis on
Die Grünen sind schuld, dass die Strompreise in Deutschland zu niedrig sind und wir Strom ins Ausland verkaufen !!!
TGX03 on
Ist schon wild. Dasss wir mal 2 Jahre lang von unseren engsten Partnern Strom importiert haben, ist eine riesen Nachricht, aber dass wir seit immer von irgendwelchen Schurkenstaaten für Gas und Öl abhängig sind, ist ganz normal, und deshalb sollten wir zu denen auch ein besseres Verhältnis aufbauen, weil man wieder billig tanken will.
mudokin on
Dann sollten doch demnächst auch die Strompreise für Leute ohne dynamischen Tarif sinken oder?
Master0hh on
Verwirrte r/europe Geräusche….
fourby227 on
Och dieses Jahr mal kein Fremdschämen der Atomstom Fans weil wir angeblich von Frankreich abhängig sein?
Eichis on
Was für ein Sinnloser Artikel. Mich interessiert nicht wie viel Watt exportiert und importiert wurde sondern zu welchem Preis. Die Schweiz bspw. importiert gerne deutschen Strom zu Negativpreisen, speichern diesen in Pumpspeicherwerken und wir kaufen diesen dann zu hohen Preisen wieder zurück. Da wäre es mir lieber wenn wir auch mal anfangen Speicher zu bauen aber da sind die bürokratischen Hürden einfach enorm.
Amesbrutil on
Müssen wir jedesmal so ein Fass aufmachen? Die Problematik bleibt dieselbe: Wenn die Sonne scheint/der Wind weht, dann gibt es zu viel Energie, die keiner brauch. Wenn nicht, dann gibts zu wenig. Ohne Speicher wird das so bleiben.
saihuang on
Aber nur wenn man nach TWh rechnet. Aus finanzieller Sicht ist Deutschland weiter leider weiter ein Nettoimporteur beim Strom.
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14 Kommentare
Es ist (insbesondere wenn die CDU- oder AfD-Ecke die Stromimporte kritisiert) völlig egal, ob Deutschland Strom im- oder exportiert. Denn wenn Deutschland den Strom nicht importiert, importiert Deutschland die Energieträger, aus denen dann Strom wird. Fossile Energie ist Abhängigkeitsenergie.
Erneuerbare Energie ist die einzige Energie, bei der Deutschland unabhängig sein kann und Versorgungssicherheit gewährleisten kann. Sollten die Nationalisten mal drüber nachdenken.
Und selbst wenn sie es nicht wären, diese ganze Diskussion um „Importeur / Exporteuer“ wird komplett falsch geführt.
Was ist denn genau der Nachteil? Exakt, gar keiner. Im Gegenteil:
* [Das Europäische Netz](https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Verbundsystem) ist explizit darauf ausgelegt, dass Länder Strom importieren und exportieren, das ist EIN FEATURE
* [Absolut jedes Land in Europa importiert und exportiert Strom untereinander](https://www.energy-charts.info/charts/import_export/chart.htm?l=de&c=ALL)
* Mit dem Anstieg von Erneuerbaren wird der Handel auch zudem immer wichtiger, da Lücken geschlossen und Überschüsse exportiert werden, man stabilisiert sich gegenseitig
* Im Großteil der Fälle werden auch hauptsächlich günstige Überschüsse aus Erneuerbaren importiert weil das günstiger ist als lokale, fossile Anlagen hochzufahren
—-
Die Aussage „Deutschland = Importeur“ soll lediglich *suggerieren*, dass wir „abhängig“ sind und das das „zu teuer ist“ – nichts davon stimmt aber.
Nein, nein, nein, das kann nicht sein. Jeder sagt, dass wir von Frankreichs Atomstrom abhängig sind /s
Deutscher Strom für deutsche Toaster!
Diese Bullshitdiskussion. 🙄
Bild Schlagzeile:
>Wir sind Exporteur!
Der reine Import oder Export sagt nichts über Deutschland an sich aus, ohne das man die Fakten betrachtet.
Wir verkaufen Strom weil wir genug produzieren, aber mit Überlasten nicht klarkommen und verkaufen diese, ggf. sogar zum Negativpreis. Exportweltmeister sein muss nichts sein worauf man da stolz ist.
Genauso andersrum: der Import von Strom sagt nicht das wir zuwenig haben oder produzieren, es ist schlicht billiger als selber produziert. Könnten wir selber amchen, dann würde es aber teuerer werden.
Der letzte Satz zeigt das wir bei Importen auf Kernkraft (gezwungenermaßen) setzen müssen.
Diese Nettoimporteur / Exporteuer ist nur Panikmache meist.
Strom ist egal ob billig oder teuer, selbstproduziert oder zugekauft trotzdem stabil geblieben.
Merrit Order und Abnahmeverträge sei Dank 😉
Man könnte den Artikel auch so deuten das wir mehr Batteriespeicher brauchen um die Last besser abzufedern und weniger billig raushauen müssen.
Oder drauf achten wer aus Mangel zukauft weil nicht auf ein ausreichendes Stromnetz geachtet wurde und erneuerbare nicht ausgebaut wurden in dem Maße wie notwendig. Das betreffende Bundesland fängt mit „B“ an.
Die Grünen sind schuld, dass die Strompreise in Deutschland zu niedrig sind und wir Strom ins Ausland verkaufen !!!
Ist schon wild. Dasss wir mal 2 Jahre lang von unseren engsten Partnern Strom importiert haben, ist eine riesen Nachricht, aber dass wir seit immer von irgendwelchen Schurkenstaaten für Gas und Öl abhängig sind, ist ganz normal, und deshalb sollten wir zu denen auch ein besseres Verhältnis aufbauen, weil man wieder billig tanken will.
Dann sollten doch demnächst auch die Strompreise für Leute ohne dynamischen Tarif sinken oder?
Verwirrte r/europe Geräusche….
Och dieses Jahr mal kein Fremdschämen der Atomstom Fans weil wir angeblich von Frankreich abhängig sein?
Was für ein Sinnloser Artikel. Mich interessiert nicht wie viel Watt exportiert und importiert wurde sondern zu welchem Preis. Die Schweiz bspw. importiert gerne deutschen Strom zu Negativpreisen, speichern diesen in Pumpspeicherwerken und wir kaufen diesen dann zu hohen Preisen wieder zurück. Da wäre es mir lieber wenn wir auch mal anfangen Speicher zu bauen aber da sind die bürokratischen Hürden einfach enorm.
Müssen wir jedesmal so ein Fass aufmachen? Die Problematik bleibt dieselbe: Wenn die Sonne scheint/der Wind weht, dann gibt es zu viel Energie, die keiner brauch. Wenn nicht, dann gibts zu wenig. Ohne Speicher wird das so bleiben.
Aber nur wenn man nach TWh rechnet. Aus finanzieller Sicht ist Deutschland weiter leider weiter ein Nettoimporteur beim Strom.