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    46 Kommentare

    1. Aromatic-Wait-6205 on

      Keine Lust von Besoffenen angepoebelt und- oder abgestochen zu werden.

    2. Naja, man muss nur lange genug gegen Migranten, Messermänner und andere Dinge hetzen, dann glauben einem die Leute irgendwann und bleiben einfach Zuhause. Dann bekommen sie auch garnicht mit, dass es das eigentlich gar nicht so gibt, wie es propagiert wird. Boring Generation.

      Abgesehen davon gibts natürlich nicht mal mehr im Club Ruhe vor Social Media, Fotos, Videoaufnahmen, etc.

      Und wer will schon mit Anfang 20 total wasted bei der besten Zeit seines Lebens dokumentiert werden.

    3. Die Antwort auf jede dieser „Warum machen junge Menschen nicht mehr X“ ist fast immer: Weil sie kein verdammtes Geld haben für überteuerte Sachen.

      Ich weiß nicht ob ich mit 32 noch zu den gemeinten „jungen“ Menschen zähle, aber anstatt auszugehen treffe ich mich einfach direkt mit Freunden bei denen oder mir. Gleiche Erfahrung für 25% vom Preis.

    4. OswaldReuben on

      Es gibt diese unterschwellige Sorge, dass jeder Fehltritt aufgezeichnet und verbreitet wird. Dem kann man nicht entgehen, wenn jeder Menschen einen 4K-Videorekorder mit sich herumträgt. Dann die Preise, gepaart mit einer wirtschaftlichen Schieflage. Ein Bier in der Bar kostet das Vielfache des Preises, den ich in Laden zahle. Und der Kern der Sache – man will Zeit mit seinen Freunden verbringen. Dazu muss man nicht um die Häuser ziehen, es gibt auch andere Mittel und Wege. Ein Adieu ist fehl am Platz, das Nachtleben ist gesund und munter. Nur halt nicht mehr dort, wo es vorher zu finden war.

    5. KowalskiePCH on

      Also auch schon vor 15 Jahren als ich noch aktiv unterwegs war, war das „Nachtleben“ eigentlich furchtbar. Alles teuer, laut und dreckig. Am nächsten Tag fühlt man sich beschissen und hat kein Geld mehr. Heute ist das alles nur noch schlimmer geworden und gefühlt wird mehr gepöbelt.

    6. Ich hatte das Gespräch mal vor einer Weile in meinem Freundeskreis, die Antworten waren geob zusammengefasst

      Kostet zu viel.

      Es gibt immer weniger Orte zum Feiern, damit immer mehr der selbe Brei.

      Für Frauen gibt es immer mehr das Gefühl nicht sicher zu sein und ständig auf der Hut sein zu müssen.

      Es gibt kaum Queer Orte zum Feiern (im Ruhrgebiet).

      Wenn man nicht trinkt, ist feiern gehen irngdwie nicht so das Ding.

      Warum feiern gehen wenn man den Abend mit Freunden verbringen kann und bessere Zeit hat.

      Keine Zeit (weil Kinder oder mehr als einen Job oder beides).

    7. Junge Menschen trinken viel weniger Alkohol heutzutage. Sowas wie den Hamburger Kiez kann man nüchtern eigentlich überhaupt nicht ertragen.

      Diejenigen, die noch trinken, zahlen sich arm für ein paar Bier im Club.

      Jahrzehntelange Gewalt im Nachtleben hat evtl nun endlich mal zu einem Umdenken der jungen Leute geführt, sich davon fernzuhalten. Schlägereien, messerstecherein, KO tropfen, vergewaltigungen.

      Und evtl hat auch bei jungen Leuten ein Umdenken was das socializen angeht stattgefunden. Lieber in kleinerem Kreis echte Beziehungen pflegen als seelenlose partys.

    8. Kakdelacommon on

      Zu teuer. Mit 18 rum hatte ich 100€ Taschengeld im Monat. Damit habe ich es irgendwie geschafft zwei bis drei mal im Monat feiern zu gehen. Das geht heute nicht mehr..

    9. Weil du verdammt nochmal arm dabei wirst?
      Ein verwässerter Cocktail im Club kostet bald soviel wie mein Handyvertrag.

    10. OldHummer24 on

      Nachtleben ist hald auch scheiße. Laut, teuer, ungesund af. Lieber gym 💪💪

    11. CrimsonAntifascist on

      Weil man zuhause leicht bekifft Stardew Valley spielen kann. Ggf mit Freunden. Dafür muss ich nich raus.

    12. MorbusLongus on

      Als Folge dann der Artikel: „Oversexed and underfucked – warum junge Menschen immer später Sex haben“.

    13. ConfinedCrow on

      Ich hab kein Geld dafür. Ich bin Lesbe und hab keinen Bock darauf wie übergriffig manche betrunkene Männer sein können. Ich hab Autismus und zu viel Lärm kann mich überstimulieren.

    14. microbit262 on

      Viele sagen hier zu teuer, aber ich wüsste einfach nicht was ich da soll. Dann stehe oder sitze ich da alleine Rum, würde gerne Kontakte Schließen, aber ich will mich ja nicht proaktiv in bestehende Soziale Gruppen Reinbohren. Das ist… Unhöflich? Außerdem mit Musik und so ist es echt schwer ein Gespräch zu beginnen.

      Und gleichzeitig denke ich daran wieviel sinnvoller ich diese Zeit jetzt nutzen könnte Dinge zu tun die mir tatsächlich Spaß machen.

    15. Es sind schon natürlich Kosten ein sehr großer Grund.

      Aber ich denke, der Hauptgrund ist eigentlich ein anderer. Es gibt seit dem Erstärken des Internets viel mehr Möglichkeiten sich „sozial“ zu fühlen, ohne das Haus zu verlassen. Du kannst mit Leuten zocken, dich mit Chatbots unterhalten oder dich vom Algorithmus mit Videos füttern lassen und dabei mit anderen Menschen / Bots in den Kommentaren streiten. Das sind Aktivitäten, bei denen man sich „aktiv“ fühlt. Früher gab es halt zur Beschäftigung nur Radio / CDs oder Fernsehen / DVDs, da warst du einfach „passiv“ und konntest nur auch „aktiv“ sein, wenn du außer Haus gingst.

    16. Wobei es früher keineswegs sicherer war. Straftaten werden heute einfach medial mehr verbreitet.

    17. TroubleSeparate700 on

      In Heidelberg hat die Altstadt gerade Sperrzeiten bekommen wegen „zu viel Lärm“ aber sich dann wundern dass die junge Generation nicht mehr feiern geht

    18. Weil gerade viele die Kosten als Grund nennen:
      Ausgehen, war auch vor 30 oder 40 Jahren teuer und Kaufkraftbereinigt vermutlich sogar teurer als heute.

    19. Russiadontgiveafuck on

      Meine These ist ja dass auch Corona damit zu tun hat. Ich bin jenseits der 40 und hab meine zwanziger mindestens drei Nächte die Woche im Club verbracht (easy und bezahlbar, wenn man selbst im Nachtleben jobbt), also mich betrifft das nicht mehr (und mich will auch niemand mehr in nem club sehen), aber für die, die jetzt eigentlich um die Häuser ziehen sollten, kam Corona halt zu nem ungünstigen Zeitpunkt. Wenn man es sich in den wichtigen Jahren Zuhause gemütlich macht, nicht lernt, wie sozialisieren im Nachtleben funktioniert, alle Kommunikation auf digitale Kanäle verschiebt…

      Und klar, is zu teuer und überall sind Handys. Ich bin heilfroh dass es keinerlei Beweise für den Scheiss gibt, den ich damals so angestellt hab. Wenn da überall Kameras gewesen wären hätte ich vermutlich auch mehr Zeit zu Hause verbracht.

    20. Wolkenkuckuck on

      Ich bin Ü50 und bei mir hat es schon vor 25 Jahren angefangen: Nicht weil ich alt wurde, sondern weil es davor geile Partys mit geiler Musik gab, auf denen es auch etwas zu trinken (und manchmal auch anderes) gab.

      Das lockte dann das falsche Publikum an: Leute, die wegen der Drogen und dem Alk kamen und nicht wegen der Musik und dem Gemeinschaftsgefühl.

      Anfang der 2000er kippte es: Die Musik und die Anlagen in den Clubs wurden immer schlechter und das Publikum war eigentlich nur zum Saufen da oder um sich anderweitig abzuschießen und Drogen wurden vom „Geschmacksverstärker“ zur Hauptzutat. Die stärkere Verbreitung von Kokain tat ein Übriges.

      Den Gastronomen gefielt diese Entwicklung: Zwar etwas mehr Ärger mit dem Publikum, aber auch viel mehr Umsatz und weniger Kosten für Anlage und DJ.

      Das war leider sowohl in der Hip-Hop als auch in der Goaszene so. Die Metalclubs starben gefühlt einfach aus…

      Wir gehen immer noch regelmäßig weg: Kleine, familiäre Partys von bis zu ~500 Leuten, bei denen gefühlt jeder jeden kennt und das „Wir“ und die Musik im Mittelpunkt stehen. Und bei denen wird man auch nicht arm.

      Jetzt wäre mein Rat an die Jugend: Organisiert Eure eigenen Partys! Leider ist die Reaktion der Obrigkeit auf wilde Partys inzwischen völlig unhinged, auch das eine direkte Folge der Exzesse, die Anfang der 2000er begannen…

    21. bored_german on

      Kostet halt einfach scheiße viel Geld. Ich selbst war noch nie der Typ dafür, aber selbst von anderen habe ich gehört, dass es mittlerweile einfach billiger ist, Leute nachhause einzuladen und bei nem Brettspiel was zu trinken

    22. Civil_Eggplant_4999 on

      War vor ner Woche in der lokalen Bar, Radler war plötzlich bei 4,50 auf 0,33

      Bin nach einem Glas gegangen

    23. Hot-Explanation-1065 on

      Ja gut aber der Artikel hat sich auch gleich mal 3 Beispiele der ganz besonderen Art ausgesucht. 🙈😂

      Die einen spielen gerne Brettspiele, trinken eh kein Alkohol am WE und gehen ungern raus, weil sie Angst vor KO Tropfen haben.
      Der nächste ist 24 und will nachts um 2 im Club neue Freundschaften finden…

    24. DrEckelschmecker on

      Was bedeutet denn „ausgehen“ in dem Zusammenhang? Ich nehme an damit sind Clubs und Bars gemeint, nicht etwa Bierchen im Park.

      Letzteres findet seit Corona einfach öfter statt und hat auch eine noch höhere Akzeptanz als noch vor 10 Jahren. Während Corona waren die Clubs dicht und das hat sich alles etwas nach draußen verschoben.

      Insgesamt sind Clubs und Bars auch einfach zu teuer, zumal selbst die Bierpreise in „normalen“ Kneipen spürbar angezogen haben. Früher war es ein leichtes eine Kneipe zu finden mit 3€ für 0,5l, mittlerweile gilt 3,50€ schon als sehr günstig.

      Dazu kommen noch einige kulturelle Faktoren: Es wird weniger Alkohol konsumiert und immer öfter auch „bewusst verzichtet“. One Night Stands haben auch stark abgenommen bzw. sind nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Das war aber für sehr viele einer *der* Gründe sich überhaupt in Clubs zu bewegen. Erst recht für junge Männer die ja zusätzlich zu teuren Getränken noch Eintritt zahlen müssen. Darüber hinaus ist auch das Dasein als Single heute etwas normalisierter als noch vor 10 Jahren. Und natürlich spielen auch Dating Apps eine Rolle, man muss sich nunmal nicht mehr zwangsläufig unter Menschen begeben um Menschen kennenzulernen

    25. Lord_Earthfire on

      Zum Feiern ist es nötig, sich sicher zu fühlen. Man trinkt, man gibt Kontrolle auf und begebt sich in die Nähe von Fremden.

      Ist das Sicherheitsgefühl nicht da, so nimmt man die Risiken nicht auf. Über die Gründe davon kann man debattieren.

      Ich denke, dass der Grad, was nicht mehr akzeptabel ist, einfach gestiegen ist. Im Artikel beschreiben Leute, dass schon das sehen von Gewalt während des Ausgangs gereicht hat, das langfristig unattraktiv zu machen. Gewalt gab es in meiner Jugend beim Saufen auch. Ich wusste, wie ich mich zumeist da raushalten konnte und das hat mir persönlich gereicht. Das war natürlich naiv, aber das Risiko habe ich halt anders bewertet. Das bewerten die Leute heutzutage halt anders und gehen das Risiko einfach nicht ein.

    26. NoSoundNoFury on

      Vermutlich auch deswegen, weil sich soziale Netze geändert haben. Sehen und gesehen werden passiert eher im Internet, dort lernt man auch potentielle Partner kennen.

      Vielleicht hat sich auch das Verhältnis zur Musik geändert. Ich habe den Eindruck, dass früher Musik viel gezielter konsumiert wurde – man hat CDs gekauft oder Dinge aus dem Radio aufgenommen. Alles, was nicht im Mainstreamradio lief, musste erst einmal entdeckt werden, indem man Zeitschriften gelesen hat oder in spezialisierte Plattenläden gegangen ist. Man hat sich untereinander ausgetauscht. Da war das natürlich ein Erlebnis, wenn man in die entsprechende Szene-Kneipe oder -Disko gegangen ist und dort lief dann plötzlich ein Lied, das man nur von einem Mixtape aus Amerika her kannte. Vermutlich hat das dann auch zur Gruppenbildung mit beigetragen und zum Gemeinschaftsgefühl in der Clique.

    27. Naja die Preise wie viele hier schreiben werden es nicht alleine sein. Das war früher auch unverschämt teuer wenn ich mich an 2008-2014 (meine Zeit) erinnere war der Eintritt dort auch bei ~10€ und Bier bei 6-8€ und die Flasche billig Fusel bei 35-50€. Azubi Lohn war damals übrigens bei mir und vielen Freunden ~400€

    28. Top3 Gründe für mich:
      – Alles kann (und wird) gefilmt und geteilt
      – Alkohol ist bei vielen nicht mehr so cool wie früher
      – Alternativen: Heute kann via Discord/Twitch Zeit mit Freunden oder einer Community verbracht werden ohne Eintritt, Aufwand und teure Getränke.

    29. Electrical_Jicama_69 on

      Perspektive aus Berlin:

      Anfang der 2000er kostete der Eintritt in vielen Clubs 5-10 Euro. Gekoppelt mit Vorglühen konnte man für 10-15 Euro einen super Abend haben.

      Heute kostet der Eintritt alleine oft 20 Euro aufwärts. Spätibier kostet mittlerweile doppelt bis viermal so viel. Getränke im Club waren schon immer teuer, aber damals gab es mehrheitlich 0,5 Liter statt dieser oft verbreiteten, dreisten 0,33 Flaschen.

      Einkommen / Taschengeld wurden seitdem nicht verdoppelt, geschweige denn vervierfacht. Zumal jegliche Erhöhung von den gestiegenen Mietpreisen verschluckt wird. Zu den monetären Faktoren kommt ein Mentalitätswechsel, der Clubs für viele junge Menschen unattraktiv macht. Zumal die „Tradition“ in Clubs zu gehen spätestens seit Corona aufgebrochen wurde.

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