Vor unserem Wohnzimmerfenster lebt seit einiger Zeit eine Ratte (wir nennen sie Susanne, lange Geschichte) und schlägt sich am Vogelfutter regelmäßig den Bauch voll. Da wir die vor unserer rabiaten Nachbarin schützen wollten, haben wir überlegt Susanne mit Hilfe einer Lebendfalle in einen idyllischen Wald umzudiedeln. Dann verschwand Susanne von selbst für ein paar Wochen und wir dachten, das Problem hätte sich von selbst erledigt. Doch jetzt ist sie plötzlich wieder da. Können wir Susanne jetzt noch umsiedeln, oder hat sie vielleicht in der Zwischenzeit Babies bekommen, die noch gesäugt werden müssen?

    Von derrayUL

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    15 Kommentare

    1. ComprehensiveBike212 on

      Stört Susanne euch den wirklich so sehr? Vielleicht fühlt sie sich in eurem Garten einfach wohl 🙂

    2. Prudent-Form-3018 on

      unabhängig von der Ratten-Thematik:

      Bitte im Frühling keine Meisenknödel mehr füttern. Im Winter kann es als Fettfutter unterstützen, aber im Sommer brauchen Eltern und Vogelkinder Proteine. Die kann man zufüttern, das ist aber umstritten. Am besten sorgt man einfach durch einen naturnahen Garten für ein reiches Angebot an Kernen, Insekten u.Ä. 🙂

      Dann verschwindet höchstwahrscheinlich auch die Ratte, die freut sich über Fast Food

    3. Abbelgrutze on

      Wieso bist du dir eigentlich sicher, dass es dieselbe Ratte ist?

      Ihr könnt das Vogelfutter bestimmt „rattensicherer“ aufhängen. Dann kann die Nachbarin sich auf jeden Fall mal nicht beschweren, die Vögel bekommen weiterhin ihr Futter und Ratten finden – ehrlich gesagt – doch eh überall was zu fressen.

    4. Das wird hier jetzt wahrscheinlich nicht gut ankommen, aber da Susanne gut von euch versorgt wird, habt ihr möglicherweise bald 6-10 kleine Susannes herum laufen. Einige Monate später könnten es 50 und im nächsten Jahr auch 200 sein (ich übertreibe hier am ende vielleicht ein wenig).

      Wilde ratten sind Schädlinge und wenn es ihnen gut geht werden sie sich sehr schnell in einem Maße vermehren, dass du keine andere Möglichkeit haben wirst als sie großflächig auszurotten.
      Um dir diesen Ärger und auch das damit verbundene tierleid zu ersparen solltest du eher früher als später handeln und Susanne möglichst zügig Umsiedeln.

    5. Raten leben sozial und bewegen sich oft entlang fester Wege zwischen Bau, Nahrung und Verstecken. Dass Susanne alleine ist, ist statistisch sehr unwahrscheinlich.

    6. annoyingvegann on

      Also Vogelfutter ist grundsätzlich nicht so eine gute Idee. Man verbreitet so krankheiten zwischen verschiedenen Arten. Abgesehen davon hängt der Futterspender viel zu weit unten deshalb kommt susi da ran. Bitte wenn möglich nicht umsiedeln. Ratten sind extrem soziale Tiere und die wahrscheinlichkeit das sie alleine ist, ist sehr niedrig.
      Häng das Futter weg, komplett weg.
      Was du stattdessen machen könntest ist ein Wasserbad (müsstest du halt täglich reinigen und frisch auffüllen). Leg ein paar steine in das Bad das auch die Insekten sich daran erfreuen ohne zu ertrinken. Dabei freuen sich auch die Vögel denn die Insekten schmecken. Wenn du den Vögeln was gutes tun willst, verwandel dein Garten in ein naturgarten.

    7. WolfishChaos on

      Ratten gehören zu Kulturfolgern, d.h. sie haben sich daran angepasst dort zu leben, wo Menschen es tun, da wir eine leichte Quelle sind, um an Nahrung zu gelangen

      Auch wenn die Ratten super in der Stadt zurecht kommen, heißt es nicht, dass sie das auch im Wald tun würden. Sie haben es einfach nicht gelernt sich dort erfolgreich Nahrung zu beschaffen. Dazu kommt zusätzliche Konkurrenz um die dort etwas knapperen Nahrungsressourcen mit Tieren, die das Leben im Wald gewohnt sind sowie der Ratte aktuell noch unbekannte Fressfeinde.

      Daher denke ich, dass eure Idee zwar gut gemeint ist, im schlimmsten Fall aber das schnelle Ende der Ratte bedeuten könnte.

      Bezüglich der Gedanken des Nachwuchses, Ratten säugen ihre Jungen ca. bis zu 4. maximal der 5. Woche. Ab dann sind die Jungen vollständig selbstständig.

      Ich verstehe, dass ihr euch an die kleine Besucherin gewöhnt habt. Leider stellen Ratten immer auch ein gewisses Gesundheitsrisiko dar, da sie einiges an Krankheiten mitbringen können. Deshalb solltet ihr unbedingt auf eure eigene Hygiene achten, wenn ihr bspw. die Aufenthaltsorte und Futterplätze der Ratte reinigt.

      Evtl könntet ihr der Ratte einen Unterschlupf bauen und hoffen, dass sie dort einzieht und somit nicht mehr großartig die Nachbarin besuchen geht.

      Allerdings noch ein kleiner rechtlicher Hinweis. Vielerorts ist das Anfüttern von Ratten aus besagten Gründen verboten und wird teils mit hohen Bußgeldern belegt. Sollte sich die Ratte tatsächlich ansiedeln und vermehren und man kann den Umstand auf euch zurückverfolgen, müsst ihr neben den Bußgeldern auch noch mit den Kosten für den engagierten Schädlingsbekämpfer rechnen.

    8. Bitte siedelt Susanne nicht um.
      Das würde ziemlich wahrscheinlich ihr Todesurteil bedeuten. Ratten (aber auch Mäuse) haben feste Reviere mit sicheren Schlafplätzen, Futterquellen etc. Kommt eine neue Ratte in ein fremdes Revier hat sie nichts davon, wird im Zweifelsfall vom ansässigen Rudel verletzt, getötet oder zumindest weiter vertrieben und wird sehr schnell von Beutegreifern erwischt, weil sie kein Versteck hat.

      Darüber hinaus würde ich es bezweifeln, dass ihr jedes mal Susanne seht. Außer ihr nennt das ganze Rudel, das ihr da versorgt, Susanne. Ratten leben nicht allein. Und sie vermehren sich entsprechend der Nahrungsquelle.

      Solltet ihr Susanne (Plural) also was gutes tun, hört auf sie zu füttern. Holt das Vogelfutter am besten über Nacht rein. Denn wenn ihr eine sogenannte Rattenplage verursacht, seid ihr mit daran beteiligt, wenn die Ratten getötet werden.

      Oder kurz gesagt: lasst die Ratten vollkommen in Ruhe und interagiert nicht mit ihnen, egal auf welche Weise, dann schützt ihr sie am besten.

    9. Ratten die sich an eine Umgebung gewöhnt haben werden eine Umsiedlug wahrscheinlich nicht überleben.

      Wenn ihr den Futterkorb von oben mit einer sehr glatten, leicht abgerundeten Plastikschüssel abdeckt, kommt sie nicht mehr dran. Achtet nur drauf, dass sie nicht durchsichtig ist und einem etwas breiteren Rand hat. Radius sollte mehr sein, als die gestreckte Körperlänge der Ratte.

      Loch durchbohren, Faden durchfädeln, fertig.

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