41 Prozent der jungen Muslime sehen islamische Gebote über den Gesetzen stehen

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    22 Kommentare

    1. dementedfish00 on

      Mittlerweile begreifen selbst Personen aus dem linken politischen Lager, dass die religiösen/kulturellen Einstellungen eines relevanten Teils der muslimischen Migranten in Westeuropa nicht mit den etablierten Normen des hiesigen Lebens in Einklang gebracht werden können.

      Man muss sich mal vor Augen rufen, wie naiv diese Debatte noch bis vor kurzer Zeit geführt wurde (“der Islam gehört zu Deutschland” / “Deutschland wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich sag euch eins: Ich freue mich drauf!”). Nur was folgt daraus? Kritik an der Zuwanderung von Menschen aus entsprechenden Ländern in großer Zahl?

      >46 Prozent sind auch „voll und ganz“ oder „eher“ der Meinung, man müsse bereit sein, „für die Verteidigung seines Glaubens zu kämpfen und zu sterben.

      Gerade auch wieder aktuell, siehe Hamburg.

    2. Also 41% querdenker…
      Religion ist so ein Scam manchmal frage ich mich wie die Welt wäre ohne den Bullshit

    3. BurakBoerek on

      >Der Aussage, „alle Menschen sollten sich an die Regeln meiner Religion halten“, stimmen 36 Prozent der Muslime voll oder eher zu, das ist ein doppelt so hoher Anteil wie bei den Christen

      Alle sollen sich an meine Regeln halten, ich werd nicht mehr 🤣🤣

      Solche Leute kreuzen dann beim Fahrschultest an, dass sie extra beschleunigen, damit der Fußgänger weiß, dass er schneller von der Straße hüpfen soll…

    4. JelliusMaximus on

      Ich frage mich wirklich langsam wo überhaupt der gesellschaftliche Nährwert von Religion ist.

    5. Schrankwand83 on

      Die Headline ist purer Ragebait. „Islamische Gesetze“ im Sinne eines unumstößlichen Gesetzeskataloges, der aus sich heraus unvereinbar mit den Gesetzen eines modernen Rechtsstaats wäre, gibt es im Islam nicht. Es gibt „nur“ 1. die Pflichten eines Muslims (das Glaubensbekenntnis, das Gebet, das Fasten, die Pilgerfahrt und die Almosensteuer) und 2. das (unglaublich komplexe) islamische Recht, das sich an verschiedenen Quellen (allen voran natürlich dem Koran) orientiert. Der Islam entstand unter Umständen, in denen das Recht eines Staates nicht existierte (anders als z.B. das Christentum, das in einem jüdischen Staat unter römischer Herrschaft entstand) und dadurch nimmt die Sharia eine besondere Stellung ein, die aber nicht zwangsweise mit einem westlichen Rechtsstaat in Konflikt stehen muss. Die Rechtsauslegungen sind so unterschiedlich, dass man sie fast als beliebig bezeichnen könnte: Law-and-Order-Fanatiker legen die Quellen so aus, dass die Umsetzung der Regeln hart und brutal ist, während liberale Rechtsgelehrte die Quellen liberal auslegen werden. Religion halt.

      Das Problem ist eher, dass es in den 1970ern eine konservative Wende in der muslimischen Welt gab (die z.B. in der islamischen Revolution 1979 gipfelte, wie das Ergebnis heute aussieht wissen wir ja) und ultrakonservative politische Netzwerke im Westen Moscheen, Ausbildung von Rechtsgelehrten etc. betreiben, um ihre eigene rückwärtsgewandte Agenda zu pushen.

      Edit: Ach ja, ihr könnt mich runtervoten, aber das ändert nichts daran, dass es so ist…

    6. -SineNomine- on

      Was mich tatsächlich wundert ist, dass es noch keine ernstzunehmende islamische / Migrantenpartei gibt in .de oder .at.

      Ich meine, sogar die paar dänen in Schleswig-Holstein haben eine

    7. spiringTankmonger on

      Wie viele junge Christen sehen die 10 Gebote über den Gesetzen stehen?

    8. AdCivil7820 on

      Kann man natürlich reißerisch aufladen. Aber solang die nur mit sich selber strenger sind, als es das Gesetz vorschreibt, juckt das halt nicht. Problematisch wird es erst dann, wenn die eigenen Vorstellungen außerhalb des Gesetzes Dritte betreffen, die damit nicht einverstanden sind.

      Dass diese Studie zu verzerrten Antworten führen würde, muss den Erstellern auch vorher bewusst gewesen sein. Natürlich ist man insbesondere dort zu einem „Kampf“ für den eigenen Glauben bereit, wo dieser systematisch benachteiligt oder in Abrede gestellt wird.

      Und die Medien kriegen es mal wieder nicht hin, sowas ordentlich einzuordnen. Das würde es der Gesellschaft so viel leichter machen, radikale Menschen, die Religion als Vehikel zur Instrumentalisierung marginalisierter Gruppen zu machen, zu entlarven. Aber nein, lieber noch ein schneidiger Artikel für hundert Klicks mehr. Armselig!

    9. jugendliche und junge menschen neigen eher zu radikalen tendenzen. sie brauchen gute vorbilder und wege die ihnen ein abdriften in die radikalität dh. den islamismus versperren.

      im übrigen gilt das auch für die aktuell wachsende anzahl der jugendlichen nazikinder

    10. Gibt es Aussagen dazu, was die restlichen 59 Prozent vom Verhalten ihrer Mitgläubigen halten? Denn wer die FDGO schätzt/verteidigen will sollte sich dagegen stellen, tolerieren der Intoleranz gegenüber den Gesetzen und Werten unserer Gesellschaft ist sonst diese Kräfte zu akzeptieren.

    11. Atlasreturns on

      >Hohe Religiosität wird speziell dann zum Problem, wenn sich die Betroffenen damit viel online beschäftigen – und zum Opfer der von Algorithmen servierten Propaganda werden. Generell sind junge Männer anfälliger.

      Besonders starke Negativfaktoren sind auch Vereinsamung, Sinn- und Orientierungslosigkeit…

      Ich finde die Passage relativ interessant weil es ja schon irgendwie Parallelen zu der wachsenden antidemokratischen Haltung unter jungen Männern im Allgemeinen zieht. Die gleichen Faktoren werden ja auch immer wieder für den massiven Erfolg der AFD in dieser Demographie angegeben. Wirkt für mich ein bisschen so als ob man sich je nach Migrationsgrund entweder Religiös oder Nationalistisch radikalisiert.

      Und viel wichtiger ist es meiner Meinung nach, dass hier nicht nur einfach ein Problem mit fehlgeschlagener Migration gezeigt wird sondern auch eine klare Unzufriedenheit und Abkapslung von jungen Männern an sich.

    12. Far-Pangolin-4089 on

      Nur mal als relativierende Nachfrage: Wie viele von euch stellen die eigenen Werte über die juristische Einordnung? Wieviele sind der Meinung dass sich die Gesellschaft an eure Werte anpassen sollte?

      Ich finde solche Umfragen sehr unglücklich, weil sie unsauber sind. Ich denke wir haben auf dem Themengebiet durchaus Risiken, aber deshalb ist es umso wichtiger sauber zu arbeiten

    13. Fischerking92 on

      Naja, auch wenn ich es auch zutiefst problematisch finde, wenn Menschen die teilweiße mit unseren Werten unvereinbare Gesetze des Islams über unsere Gesetze stellen, muss man das schon ein wenig ins Verhältnis setzen.

      Wenn mich jemand fragen würde, ob ich mein persönliches Moralverständnis über die Gesetze unseres Staates stellen würde, würde ich auch ja sagen.

      (Wohlgemerkt sollte der Staat in solchen Fällen damit reagieren das zu bestrafen, da unsere Gesetze nunmal die Grundlage unseres Zusammenlebens sind und mein persönliches Verständnis von Recht und Moral zwar subjektiv für mich wichtiger ist, objektiv aber nicht besser oder schlechter als das der Mehrheit und wenn jeder nur so handeln würde, wie er es für richtig hält, die Gesellschaft ziemlich schnell aufgrund einiger weniger Arschlöcher zugrunde gehen würde)

      Wichtiger finde ich die Frage, ob sie der Meinung sind andere Menschen sollten sich an ihre Vorstellung von Gesetzen halten, was ja immernoch eine sehr beunruhigend große Masse zu tun scheint.

      DAS ist eine Gefahr für die Gesellschaft.

    14. Der Beitrag bezieht sich auf eine Studie die vor einem Jahr veröffentlicht wurde, zumindest finde ich nichts neueres. Wie viele Beiträge finden sich zu dem Diskriminierungsteil der Studie wo 46% der syrischen jungen Muslime angeben in der Schule Diskriminierung erfahren zu haben. Lass mich raten, den Zahlen dort glaubt man dann nicht mehr?

    15. Daran ist nichts verwerflich. Dass moralische Grundüberzeugungen im Endeffekt über dem Gesetz stehen, würde jeder Moslem, Jude, Kantianer, Christ, etc. unterschreiben. Wer unkritische Gesetzestreue toll findet, kann ja nach Nordkorea oder Eritrea auswandern.

    16. Sorry, aber so funktioniert doch jede Religion? Also jeder wirklich Gläubige Mensch sieht die Gebote der Religion über den Gesetzen. Das hat dazu geführt, das unser gesamtes gesellschaftliches System auf Religion basiert und in den Gesetzen verankert ist. In Deutschland zahlt man sogar Kirchensteuer, das muss man sich mal vorstellen.

      Der Staat macht Gebote zum Gesetz, aber gleichzeitig wundert man sich, dass Gläubige ihre Gebote über Gesetze stellen.

    17. mirziemlichegal on

      Ehrliche Meinung? Verstehe ich nicht warum nur 41% ?
      Wenn ich religiös wäre und echt an die Sache glaube würde, würde ich wahrscheinlich täglich meinen heiligen Text studieren und der würde über allem stehen was weltlich ist, bin ich aber nicht ist also nicht so, ist alles quatsch.
      Wer wirklich glaubt sollte seine Religion zu 100% über alles stellen, sonst scheint mir das nur sehr halbherzig zu sein, kein plan.

    18. medium_daddy_kane on

      Die Wahlquoten zufolge sehen viele Wahlberechtigte ihre Meinung wichtiger als das Grundgesetz oder soziale Gerechtigkeit. Kein Whataboutism, eher die Frage ob man das nicht gleichzeitig lösen kann ?

    19. PostDemocracy on

      Die Daten zeigen eigentlich sehr gut das man besser integrieren muss, früher waren aus muslimischen Ländern eher Türken in Deutschland. Die Türkei ist zwar noch entfernt von europäischen Werten oder idealen Bedingungen, aber im islamischen Weltbild ist die Türkei deutlich fortgeschrittener.

      Der Grund ist in der Türkei war Religion bereits lange Zeit vom Staat getrennt, nach Verfassung immernoch (ich könnte jetzt ewig schreiben wie Erdogan reinscheißt, aber um den Text kurz zu halten lasse ich das).

      Zurück zum Thema: In der Gruppe der Afghanen ist die religiöse Zugehörigkeit besonders stark ausgeprägt. Bedeutet diese Gruppe benötigt besonders viel Aufmerksamkeit. Hinzukommen Tschetschenen, diese neigen dazu sich abzuschotten und schließen sich eher Parallelgesellschaften bei denen eine Abneigung westlicher Werte stark ausgeprägt sind.

      Dann kommen mit Abstand Syrer und Iraker (?), die sehen in der Religion einen Anker zu ihrer Heimat. Das gibt man nicht so schnell auf. Dann kommen die Türken, welche immernoch solche Tendenzen aufweisen, aber viele Türken sind seit mehreren Generationen hier und daher weniger anfällig für religiösen Fundamentalismus. Aber das muss man betonen, die Gruppe hat einen sehr hohen Nationalstolz. Betrachten Religion aber zunehmend als Privatsache, besonders das Erdogan in der Türkei eine „fromme Generation“ heranzüchten will hat eine gewisse Distanzierung hervorgerufen.

      Alle dieser Gruppen können durch soziale Medien im jungen Alter trotzdem über TikTok, Instagram, usw. radikalisiert werden. Dort startet es erstmal über Alltagsfragen, hört sich oft noch schön und logisch an. Aber der Algorithmus schleift einen dann immer tiefer rein, die Gruppen mit denen man sich unterhält, usw. man kriegt ein Wir-Gefühl und alles überall wird einem so bestätigt (die eigene Bubble). Diese Gruppe ist auch besonders gut darin aktuelle emotionale Themen z. B. über Iran-Israel mit einzubinden, dadurch verbindet man zwei Dinge miteinander die null zusammengehören (soll sowas auslösen wie „Die denken wie ich“, man fühlt sich zugehörig und gehört…)

      Es zeigt auch eine Debatte, die besonders Linke nicht bereit sind zu führen, und ja wir haben ein Problem mit Rechtsextremismus. Aber wir müssen auch schauen was tun wir damit unsere Werte geschützt werden, wie nehmen wir Ängste richtig wahr und wie können wir die Mensch so integrieren das diese weniger anfällig für radikale Inhalte sind.

      Die Trennung von Staat und Religion ist eine der wichtigsten Säulen für Frieden und Freiheit. Immer dann, wenn man daran rüttelt wird es schlechter. Oft hängen darin so viele Sachen mit an, für viele von uns ist das als gegeben abgespeichert. Andere haben ihre Leben dafür gegeben und nie erlebt. Es ermöglicht Neutralität, es ermöglicht uns einen Schritt weiterzugehen und uns nicht von einem einzigen Glauben zurückhalten zu lassen.

      Ich weiß sehr gut das viele Muslime einen großen Teil ihrer Identität in der Religion haben. Viele Christen sind schon viel weiter, besonders was das akzeptieren anderer Lebensweisen angeht auch wenn es ein sehr langsamer Prozess ist.

      Man muss schon früh bilden, einbeziehen in die Teilhabe an der Gesellschaft und wieder Orte schaffen wo sich Menschen treffen können. Immer wenn sich eine Gruppe ausgeschlossen wird radikalisiert sich diese in einer Ecke immer weiter ins Extreme.

      Wer von diesen Personen sich absolut nicht integrieren möchte, der soll dann tatsächlich nicht hier bleiben. Das gilt im Grunde für jeden der unsere Werte verabscheut, warum ist man dann hier? Deutschland ist nicht perfekt, Europa ist nicht perfekt…aber wenn ich mich umschaue gibt es nur eine handvoll Länder die in manchen Bereichen besser sind was Freiheit, Sicherheit, Stabilität angeht. Die größte Schwächen haben wir bei unserem Sozialstaat, so einen gibt es vielen Ländern nicht mal im Ansatz (da gibt es Familie, religiöse Einrichtungen, Straßenarbeit, … bei gesundheitlichen Problemen die mehr als eine kleine Wunde ist hat man schon große Schwierigkeiten und muss lange sparen und aushalten).

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