> Zentral für diesen Befund sind die extrem hohen russischen Verluste. Im Januar überstiegen sie erstmals die Zahl der Männer, die Russland rekrutieren konnte. Daran hat sich laut Ukraine seither nichts geändert. 30 000 russische Soldaten wurden im vergangenen Jahr jeden Monat getötet oder verwundet. Eine solche Verlustrate macht es unmöglich, Reserven zu bilden, mit denen größere Angriffe ausgeführt werden können. Kofman folgert daraus: „Die Russen können den Kampf im Moment nur in gleichbleibender oder leicht zurückgehender Intensität durchhalten.“ Die Zeit sei im Moment aufseiten der Ukraine. Was sind die Gründe dafür?
-SineNomine- on
War absehbar. Vielleicht auch gut für die ganzen Russland-Paranoiker, die immer mehr Geld fürs Militär für unumgänglich halten.
Das Risiko für einen Ukrainischen Einfall in Moskau ist höher als das für einen deutschen Einfall in Berlin. Russland hat keine adäquat kriegsfähige Armee.
Kurzes Edit: Danke für den trotz der Downvotes produktiven Diskurs in den Antworten. Chapeau! Dafür ist ein Forum da.
Dry-Satisfaction7602 on
Diesmal hoffentlich wirklich.
unqual1f13d on
Auch wenn das grundsätzlich zu stimmen scheint, so ist da immer noch das unberechenbare Russland mit Atomwaffen. Allein die Ankündigung an ausländische Botschaften, am 09.05. nicht in Kiew zu sein, lässt schon Böses erahnen.
kanute1 on
Sehr gut. Jetzt müssen wir die Russland Fanboys hier nur noch los werden.
Orange907 on
Seit wie vielen Jahren hören wir jetzt permanent wie super nicht alles läuft? Freut mich wenn Russland diesmal wirklich vor dem Kollaps steht, aber mir fehlt da einfach das Vertrauen in die Kriegsberichterstattung.
ChaosNecro on
Ach ja, mal wieder. Weck mich wenn die in Moskau sind.
Buchlinger on
In Experten-Kreisen nennt sich dies Ätschibätsch.
linknewtab on
Ich bin überzeugt davon dass der Krieg nicht am Schlachtfeld entschieden wird. Ausschlaggebend werden die Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur. Wenn die Ukraine die ausweiten und dann langfristig aufrecht erhalten kann dann wird Russland früher oder später den Krieg verlieren. Ohne die Ölindustrie hat Russland nichts, das ist das Rückgrat für den gesamten Staat, Wirtschaft und Bevölkerung.
Wie genau ist dann relativ egal, ob die Wirtschaft kollabiert, ob es zu Protesten kommt, ob Putin gestürzt wird von Eliten die ihren Reichtum behalten möchten, etc.
FirefighterTrick6476 on
Wem grade noch auffällt dass Pro-Putin Trollfabriken grade irgendwie stiller stehen als sonst: Das ist ein Grund für eine sog. Korrelationsannahme.
NeumannJanosLajoss on
Paywall Artikel
Aunvilgod on
Diese ganzen Ukraine Artikel kommen immer so ca. 1 Monat zu spät.
Torgweb on
Diese Meldung gab es schon mehrmals, allein mir fehlt der Glaube.
PaulMuadDib-Usul on
Ich weiß gar nicht woher die Idee kommt, dass man ein Land einfach überfallen, komplett besetzen und dann dauerhaft „behalten“ kann. Das hat meines Wissens noch nie funktioniert.
Die Nazis hstten halb Europa „erobert“ und wurden am Ende geschlagen. Die Sowjetunion konnte mit Afghanistan nicht fertig werden, Vietnam, usw. …
Ich denke früher oder später sind die Russen zum Scheitern verurteilt!
Leotro1 on
Sorry, aber das liest sich wie ein Werbetext des ukrainischen Staats. Da ist kaum Substanz. Ich hätte gerne gewusst, wie hoch denn der Schaden wirklich ist. Wenn der ukrainische Staat sagt, dass 30.000 Soldaten kampfunfähig gemacht wurden, dann sollte man das kritisch hinterfragen, anstatt das einfach so zu übernehmen.
Diese hoffnungsvollen Stories über eine vermeindliche Kriegswende gab es doch ständig in diesem Krieg. Wirklich viel davon hat sich nicht substanziiert. Über die Probleme, die wir wissen, dass sie existieren. Soldatenmagel der Ukraine und materielle Einstellung der Unterstützung durch die USA, sagt der Artikel nichts. Stattdessen pickt man sich drei russische Kriegsblogger raus, die zweifeln.
Man sollte doch mal kalulieren, wie viel Mehreinnahmen der russische Staat durch die Aufhebung der Ölsanktionen macht und wieviel der Irankrieg den Russen durch gestiegene Preise von Öl und Gas macht, wenn man über den ökonomischen Schaden redet.
Wirklich gut ordnet der Artikel nichts ein.
Wenn es wirklich eine absehbare Wende geben würde, dann wären unsere Politiker gelassener und würden nicht in jeder Talkshow über Resilienz und Aufrüstung sprechen. Gestern wurde in der Tagesschau ein Interview mit dem Militärexperte Franz-Stefan Gady veröffentlicht, welches wesentlich nüchterner ist.
Leave A Reply
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
15 Kommentare
https://archive.is/ZTYzW
> Zentral für diesen Befund sind die extrem hohen russischen Verluste. Im Januar überstiegen sie erstmals die Zahl der Männer, die Russland rekrutieren konnte. Daran hat sich laut Ukraine seither nichts geändert. 30 000 russische Soldaten wurden im vergangenen Jahr jeden Monat getötet oder verwundet. Eine solche Verlustrate macht es unmöglich, Reserven zu bilden, mit denen größere Angriffe ausgeführt werden können. Kofman folgert daraus: „Die Russen können den Kampf im Moment nur in gleichbleibender oder leicht zurückgehender Intensität durchhalten.“ Die Zeit sei im Moment aufseiten der Ukraine. Was sind die Gründe dafür?
War absehbar. Vielleicht auch gut für die ganzen Russland-Paranoiker, die immer mehr Geld fürs Militär für unumgänglich halten.
Das Risiko für einen Ukrainischen Einfall in Moskau ist höher als das für einen deutschen Einfall in Berlin. Russland hat keine adäquat kriegsfähige Armee.
Kurzes Edit: Danke für den trotz der Downvotes produktiven Diskurs in den Antworten. Chapeau! Dafür ist ein Forum da.
Diesmal hoffentlich wirklich.
Auch wenn das grundsätzlich zu stimmen scheint, so ist da immer noch das unberechenbare Russland mit Atomwaffen. Allein die Ankündigung an ausländische Botschaften, am 09.05. nicht in Kiew zu sein, lässt schon Böses erahnen.
Sehr gut. Jetzt müssen wir die Russland Fanboys hier nur noch los werden.
Seit wie vielen Jahren hören wir jetzt permanent wie super nicht alles läuft? Freut mich wenn Russland diesmal wirklich vor dem Kollaps steht, aber mir fehlt da einfach das Vertrauen in die Kriegsberichterstattung.
Ach ja, mal wieder. Weck mich wenn die in Moskau sind.
In Experten-Kreisen nennt sich dies Ätschibätsch.
Ich bin überzeugt davon dass der Krieg nicht am Schlachtfeld entschieden wird. Ausschlaggebend werden die Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur. Wenn die Ukraine die ausweiten und dann langfristig aufrecht erhalten kann dann wird Russland früher oder später den Krieg verlieren. Ohne die Ölindustrie hat Russland nichts, das ist das Rückgrat für den gesamten Staat, Wirtschaft und Bevölkerung.
Wie genau ist dann relativ egal, ob die Wirtschaft kollabiert, ob es zu Protesten kommt, ob Putin gestürzt wird von Eliten die ihren Reichtum behalten möchten, etc.
Wem grade noch auffällt dass Pro-Putin Trollfabriken grade irgendwie stiller stehen als sonst: Das ist ein Grund für eine sog. Korrelationsannahme.
Paywall Artikel
Diese ganzen Ukraine Artikel kommen immer so ca. 1 Monat zu spät.
Diese Meldung gab es schon mehrmals, allein mir fehlt der Glaube.
Ich weiß gar nicht woher die Idee kommt, dass man ein Land einfach überfallen, komplett besetzen und dann dauerhaft „behalten“ kann. Das hat meines Wissens noch nie funktioniert.
Die Nazis hstten halb Europa „erobert“ und wurden am Ende geschlagen. Die Sowjetunion konnte mit Afghanistan nicht fertig werden, Vietnam, usw. …
Ich denke früher oder später sind die Russen zum Scheitern verurteilt!
Sorry, aber das liest sich wie ein Werbetext des ukrainischen Staats. Da ist kaum Substanz. Ich hätte gerne gewusst, wie hoch denn der Schaden wirklich ist. Wenn der ukrainische Staat sagt, dass 30.000 Soldaten kampfunfähig gemacht wurden, dann sollte man das kritisch hinterfragen, anstatt das einfach so zu übernehmen.
Diese hoffnungsvollen Stories über eine vermeindliche Kriegswende gab es doch ständig in diesem Krieg. Wirklich viel davon hat sich nicht substanziiert. Über die Probleme, die wir wissen, dass sie existieren. Soldatenmagel der Ukraine und materielle Einstellung der Unterstützung durch die USA, sagt der Artikel nichts. Stattdessen pickt man sich drei russische Kriegsblogger raus, die zweifeln.
Man sollte doch mal kalulieren, wie viel Mehreinnahmen der russische Staat durch die Aufhebung der Ölsanktionen macht und wieviel der Irankrieg den Russen durch gestiegene Preise von Öl und Gas macht, wenn man über den ökonomischen Schaden redet.
Wirklich gut ordnet der Artikel nichts ein.
Wenn es wirklich eine absehbare Wende geben würde, dann wären unsere Politiker gelassener und würden nicht in jeder Talkshow über Resilienz und Aufrüstung sprechen. Gestern wurde in der Tagesschau ein Interview mit dem Militärexperte Franz-Stefan Gady veröffentlicht, welches wesentlich nüchterner ist.