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27 Kommentare

  1. Im Rahmen meines Verwaltungsstudiums habe ich Zeit in einer Naturschutzbehörde und in einer Planfeststellungsbehörde verbringen dürfen.

    Diese deutsche NIMBY-Kultur und die etlichen Verwaltungsvorschriften, die die NIMBYs noch befeuern, lähmt wirklich sämtliche Infrastrukturprojekte. Die in den Einwendungen vorgebrachten Argumente sind teilweise so dämlich und generell ist ein Großteil der Einwender nicht einmal wirklich vom Bauvorhaben betroffen. Da wundert es mich null, dass in diesem Land so wenig voran geht.

    Hinter dem Großteil der Bürgerinitiativen stecken oft irgendwelche Gutsbesitzer oder Bauern, die finanziell einfach ein Maximum aus diesen Vorhaben rausholen möchten.

    Edit: Nur zum Vergleich: Beim Fehmarnbelttunnel kamen auf dänischer Seite 43 Einwendungen. Auf deutscher Seite waren es 12.600.

  2. Was für ein schlechter Artikel. NIMBYs regen sich über Nimby-Dinge auf. Ein Rentner zeigt auf Dinge.

  3. Der arme Rentner kriegt keine Ruhe mehr, wenn Windräder in seinem Wald stehen? Buhu. Artikel wurde von der Fossilindustrie gesponsert? Dass genau solche Leute nicht jedes Vorhaben der Energiewende blockieren können ist der Sinn der Sache.

  4. smoke-bubble on

    Wozu dann überhaupt noch ein Genehmigungsverfahren Placebo im Gesetz verankern, wenn man die Genehmigung nicht verhindern kann? Einfacher wäre es doch zu schreiben: stellt die Dinger dorthin, wo es euch passt. Je rücksichtsloser, desto besser. Punkt.

  5. Hätten die NIMBYs nicht so hart genimbyd, wären wir nicht in so eine Situation gekommen. Denn gelegentlich wird es ja schon berechtigte Kritik an bestimmtem Vorhaben geben. Diese Fälle kommen nun zu kurz.

  6. Bin gerade im Wald spazieren gegangen habe vom Berg aus auf dem nächsten Berg die ersten 6 Windräder in einem Meer aus Wald gesehen und mir nur gedacht „überfällig“

  7. Oh man dieses gejammert gegen Windkraft. Aber Kohle und atom neben dem haus wollen se auch nicht.
    Komisch das sobald die leute mit dran beteiligt sind das se das plötzlich ok finden

  8. Gut so. Erst am Freitag wieder gehört, wie schlimm das alles ist und dass man bitte eine Petition unterschreiben solle. Gefolgt von einer Reihe von Vernichtungsfantasien gegen Windkraftanlagen. Menschen um die 30. ಠ⁠_⁠ಠ

  9. Perfect_Antelope7343 on

    Das Framing der „Naturschützer“ ist mal wieder erstklassig. In Borkenkäfer befallene Fichtenplantagen sollen geschotterte Zufahtswege angelegt werden. Das ist weit von der beschriebenen dauerhaften Versiegelung von Naturidyllen entfernt. Zugegeben im Bereich der Wege wird der Boden verdichtet, aber der Schotter lässt Wasserversickerung zu, die Wege können zur Holzernte genutzt werden und sind genausoschnell wieder rückgebaut wie sie angelegt wurden. Auch die Fundamente sind nach vermutlich 20 Jahren Nutzung schnell und einfach wieder entfern und recyclebar. Liebe Tagesschau versucht doch bitte mal die Situation ausgewogen dazustellen.

  10. reportingfalsenews on

    Nettes Framing der Regierungsschau wieder. Korrekter wäre: Grenzdebile Nimbys endlich in ihrem Einfluss eingeschränkt, aber mehr wäre möglich

  11. Und in diese Kerbe schlägt die AFD, die Windräder verbieten bzw. abschaffen will, aus reinem Stimmenfang. Die AFD ist der Hort aller Querulanten, Schwurbler und Impfgegner.

  12. Formal-Knowledge-250 on

    Das ganze Gejammer, dass das Netz nicht bereit ist, für erneuerbare, begründet sich darauf, dass in den 10ern quasi jede Gemeindeverwaltung auf der Strecke der geplanten Nord-süd Trasse, „bedenken“ geäußert und Bürgerinitiativen ins Leben gerufen hat, welche die trassen verhindern sollten. Genau diese Leute repräsentiert dieser Artikel. Der Hartz war da Premium drin. Jetzt ist dadurch die Situation entstanden, dass der Strom nicht vernünftig geliefert und verteilt werden kann. Es wird aktiv Fortschritt und unabhängigkeit verhindert, indem man solchen Stimmen gehör schenkt. 

  13. Ich bin etwas verwundert, das in dem Artikel über Umweltschutz geschrieben wird und der Bau von Windrädern hier auf lokaler Ebene als Problem dargestellt wird. Gleichzeitig wird überhaupt nicht auf die Umwelttechnischen bedeutung von Erneuerbaren Energien im gesamt Kontext eingegangen sondern als positives Beispiel für den Windpark lediglich:“Geld“ genannt.

    Intensivere hitzewellen, dürrephasen, Stürme – kurz: der Klimawandel – dürfte dem Wald auch nicht gut tun.

    Irgendwo müssen die Anlagen nunmal entstehen. Nen Eingriff in die Natur wirds immer geben.

    Wichtig ist das ganze möglichst gering zu halten und da schneiden Erneuerbare Energien nunmal sehr gut ab. Der Rest ist da irgendwo Nimbyism.

    Natürlich gibts noch andere Faktoren wie kosteneffizienz, geopolitische unabhängigkeit bzw generelle Versorgungssicherheit. Aber auch das spricht ja dafür.

    Finde ich komisch geschrieben. Zumal das von der Tagesschau ist, da erwarte ich eigentlich mehr.

  14. Wenn die Nimbys jetzt noch leise heulen würden, wäre alles perfekt. So ist es nur fast perfekt.

  15. Half_smart_m0nk3y on

    Wolfgang heult rum dass sein schöner Wald verschandelt wird – als naturverbundenen Menschen macht ihn das sehr traurig. Ein Industriegebiet mitten im Wald!

    Der Wald dem der naturverbundene Wolfgang hinterher weint: vom Borkenkäfer zerfressene Fichten-Monokultur.

    Das kannst du doch keinem erzählen!

    Und dann kriegen die Ficker wie Wolfgang auch noch was dafür! „Als Ersatz für die vom Borkenkäfer angegriffenen Fichten sollen die Pacht-Einnahmen die Aufforstung als Mischwald mitfinanzieren.“

    Und trotzdem dagegen sein. So viel Lack gibt’s doch gar nicht!

  16. Trash-Panda917 on

    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass

    1. Es Windkraftunternehmen nicht um die Umwelt, sondern um Profit geht.

    2. Es einfach auch Orte und Flächen gibt, die schlechter für WEA geeignet sind als andere.

    Raumordnungspläne und Genehmigungsverfahren sind deswegen unabdingbar und dass dabei dann auch etwa Umweltschutzverbände angehört werden, ist, absolut sinnvoll.
    Und ohne Partizipationsmöglichkeit der Menschen vor Ort sollte es m.E auch nicht gehen, auch wenn es nervt.

  17. TemptingSquirrel on

    Es gibt einen einfachen Grund warum NIMBYs so erfolgreich sind: wir sind als Gesellschaft unglaublich schlecht darin Kosten zu attributieren.
    Wenn ein NIMBY z. B. keine <insert random type> Kraftwerke in seiner/ihrer Umgebung möchte, dann entstehen die woanders. Dort hat man dann die potentiellen Nachteile direkt vor der Haustür. Die NIMBYs selbst profitieren aber von den Stromtrassen die von allen bezahlt werden.

    On top gibt es dann auch genug die gegen Stromtrassen UND Kraftwerke sind.

    Das selbe beim Thema Bauen: wenn ich schon irgendwo miete oder Eigentum besitze, dann würden mehr Wohn- oder Industriegebäude in der Umgebung u. U. den Wert meines Eigentums senken und/oder mir die schöne Aussicht rauben und zusätzlichen Lärm bringen.

    Es hat also nicht nur Vorteile sich so zu verhalten, es ist sogar absolut rational.

    Das Problem dabei ist aber, dass die Volkswirtschaft als Ganzes leidet und es damit unter dem Strich mehr Verlierer als Gewinner gibt.

  18. BanzaiBoyyy on

    Der Artikel hat mich nicht im Geringsten für die Positionen der Windkraftgegner umstimmen können.
    Es sind und bleiben NIMBYs und Fortschrittsbremsen die von den Früchten dieser Industrienation profitieren wollen und gleichzeitig in ihrer Umgebung nichts von dieser Industrie und Infrastuktur sehen möchten.
    Also: Win für Habeck mal wieder.

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