





Hallo liebe Schwarmintelligenz đź‘‹
Ein Laie bräuchte eine kurze Einschätzung:
Letztes Jahr habe ich einen echt leckeren Apfel mit rotem Fruchtfleisch aus unserem Garten gegessen und aus Neugier versucht ihn zu vermehren, eben weil er mir so gut geschmeckt hat. Ich habe die Samen herausgelöst, getrocknet und über den Winter im Kühlschrank gelagert. Überraschenderweise sind sie im Februar tatsächlich gekeimt.
Die Jungpflanzen sind anfangs gut gewachsen und wurden vor kurzem umgetopft. Allerdings habe ich jetzt den Eindruck, dass sie etwas schwächeln. Bei einer Pflanze weisen die neuen Blätter leichte Schäden auf und auf den anderen Blättern ist mir ein dünner Film aufgefallen, den ich zunächst für Staub hielt da die Pflanzen anfangs viel drinnen standen und bis jetzt nur tagsüber draußen verbleiben.
Gegossen wird relativ sparsam bzw. je nach Bedarf ungefähr alle 2-3 Tage da ich gelesen hatte, dass Stecklinge auf Schimmel sehr sensibel reagieren. Die Erde ist herkömmliche Aussaat Erde, welche ich im Dehner gefunden hatte. Beigemischt ist auch etwas Perlite da mir ein Mitarbeiter dazu geraten hatte. Der Standort im Garten ist relativ unspektakulär. Ich stelle die Pflanzen immer auf einen kleinen Tisch, welcher direkt die Mittagssonne abbekommt, was ich aber bei den aktuellen Temperaturen noch meine in Ordnung zu finden.
Was meint ihr? Ist das noch im Rahmen oder sind eventuell Gegenmaßnahmen nötig? Grade bei Filmschicht auf den Blättern wunder ich mich was das sein könnte.
Vorab vielen lieben Dank fĂĽrs Lesen und die Antworten!
Von G-Master777
7Â Kommentare
Meines Wissens nach kann man aus Samen nicht den gleichen Apfel ziehen. Aber ansonsten sehen sie doch ganz gut aus.
Du kannst schon an den Blättern erkennen ob oder wie rotfleischig sie werden. Ansonsten gilt in der Apfelzucht. 90-99 % aller Sämlinge werden schon in der ersten Stufe verworfen, da sie im Gewächshaus mit Schorf, Feuerbrand und Mehltau infiziert werden und nicht resistent genug sind. 99,999 % oder mehr sind es, wenn es zur einer der letzten Stufen, dem Geschmack, konmt. Es kann aktuell auch zu Problemen mit Blattläusen oder Sonnenbrand kommen.
Da habe ich schlechte Nachrichten: Speiseäpfel werden fast ausschließlich geklont (also Triebe vom Mutterapfelbaum auf Sämlinge von anderen Bäumen veredelt). Du kannst die Bäumchen natürlich trotzdem anpflanzen aber du wirst mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein.
Alternativ könntest du dich auch in die Obstbaumveredelung einlesen und auf deine Sämlinge eine andere Sorte aufpfropfen. Wenn man sauber arbeitet ist das garnicht so schwer. Da du aber nicht weißt, wie die Unterlage (also deine Sämlinge) wachsen, würde ich das lieber mit anderen Unterlagen machen.
Äpfel werden veredelt. So einfach wird aus dem Samen leider kein Baum.
Wie die anderen schon sagen… im Gegensatz zum Sprichwort fällt der Apfel verdammt weit vom Stamm. Der wirft bei jedem Samen den er produziert seine komplette Genetik durcheinander, was aber auch dazu führt dass immer irgendeiner dabei ist der unter den widrigsten gegebenen Bedingungen gut wachsen kann. Die eignen sich aber oft nur zur Herstellung von Apfelmost, Essig, o.ä., weil die einfach nicht gut schmecken.
Ich empfehle hierzu mal das erste Kapitel von Michael Pollans Buch „Die Botanik der Begierde“, wirklich sehr interessant.
Naja nicht wegwerfen vlt entdeckst du eine neue Sorte dabei
Kauf einen, fertig veredelt. Die Sorte ist Redlove.Â
Das Know-How welche Unterlage funktioniert etc. gibt der nicht weiterÂ