Warum in Deutschland mehr Radfahrer sterben – und in anderen Staaten weniger

    https://www.spiegel.de/mobilitaet/fahrrad/warum-in-deutschland-mehr-radfahrer-sterben-und-in-anderen-staaten-weniger-a-11c20ce8-51e6-45ef-81ab-325b9f6414df?sara_ref=re-so-app-sh

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    8 Kommentare

    1. Infrastruktur ist der wesentliche Knackpunkt. In Deutschland ist z. B. die bedingt-verträgliche Signalisierung Standard. Heißt: Rechtsabbiegender Kfz-Verkehr und geradeaus gerichteter Fuß- und Radverkehr haben standardmäßig beide grün. Der Kfz-Verkehr hat eigentlich den Vorrang von Rad- und Fusverkehr zu achten (§ 9 Abs. 3 StVO). Macht er halt nicht immer, dann steht in der Prssse sowas wie „beim Rechtsabbiegen übersehen“…
      Man könnte natürlich auch, sofern ein eigener Rechtsabbiegestreifen vorhanden ist, getrennt signalisieren. Also Rechtsabbieger hat rot, während Rad- und Fuß grün haben (und umgekehrt). Das würde aber (je nach Knoten) auf die Leistungsfähigkeit gehen. Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) sagt zwar: Sicherheit vor Leistungsfähigkeit, aber das lässt sich ja schnell umdeuten: „Wenn wir getrennt signalisieren, leidet die Leistungsfähigkeit so dermaße, dass wir wieder ein Sicherheitsrisiko haben“. Auch wenn das empirisch nicht belegt ist und unter bestimmten Umständen die getrennte Signalisierung vielleicht sogar leistungsfähiger ist…
      Also nehmen wir lieber weiter Getötete und Schwerverlezte in Kauf. Und die Radfahrer sollen bremsbereit sein…

    2. * Autoverkehr wird zuerst bedacht
      * Keine Netzkonzepte, sondern Stückwerk. Es wird nicht verstanden, dass eine Route nur so gut ist, wie der schlechteste bzw gefährlichste Teil
      * Veränderung ist bedrohlich, das System belohnt Stillstand

      – frei nach StadtLandRad

    3. Wurzelrenner on

      >Wichtig hierbei: Da in diesem Vergleich die absoluten Zahlen der Getöteten zugrunde liegen, muss ein Anstieg nicht bedeuten, dass die Verkehrssicherheit in einem Land besonders schlecht wäre. Vielmehr kann dieser auch damit zu tun haben, dass in dem Land mehr Menschen Rad fahren. Um einen Wert für das Unfallrisiko zu berechnen, müssten die Verunglücktenzahlen ins Verhältnis zu den zurückgelegten Radkilometern gesetzt werden. Doch solche Daten liegen nur für wenige Länder vor, heißt es im Report.

      man kann damit eigentlich nur Länder vergleichen wo es solche Daten gibt.

    4. Headline ist Kacke.

      1,5% mehr Todesfälle in 2024 verglichen mit 2014, aber das Zahl von Fahrerinnen ist mindestens 10-15% gestiegen seit nur 2019.

      Radfahren ist sicherer und häufiger.

    5. Wie viel die Sicherheit andere Verkehrsteilnehmer in Deutschland wert ist, kann man am besten im Winter sehen, wenn Fahrradwege als Pufferzonen missbraucht werden, auf denen der Schnee draufgeschoben wird.

      Ein großes Problem ist zudem ein fehlendes zusammenhängendes Fahrradnetzt, mit dem man sicher und effektiv in alle Himmelsrichtung einer Stadt kommt. Wenn man mal einen gut ausgebauten Fahrradweg hat, weiß man eigentlich immer schon, dass das nicht lange anhält und der Weg an der nächsten Ecke wieder gefährlich wird.

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