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    9 Kommentare

    1. OrangeInnards on

      >Statt den Kurs angesichts dieser Entwicklung zu korrigieren, setzt Milei auf weitere »Deregulierungsmaßnahmen«, zuletzt auf dem Arbeitsmarkt: Seine im Februar 2026 verabschiedete »Arbeitsmodernisierung« wurde als Wachstumsimpuls verkauft, wie ihn Wirtschaftsverbände und arbeitgebernahe Lobbygruppen seit Jahren fordern: Flexiblere Arbeitsbedingungen sollten zu mehr Investitionen führen und Arbeitsplätze schaffen. Was das Gesetz tatsächlich enthält, liest sich wie ein Katalog aus einer anderen Epoche: Arbeitgeber dürfen Löhne künftig in Sachleistungen zahlen, also auch in Waren und Verpflegung. Das Acht-Stunden-Modell weicht einer »Stundenbank«, die Zwölfstundentage ohne Überstundenzuschlag erlaubt. Abfindungen werden gekürzt. Zusammenhängender Urlaub wird zur Ausnahme: Arbeitgeber dürfen ihn in Sieben-Tage-Blöcke zerteilen und vorschreiben, dass er zumindest alle drei Jahre nur in die Sommermonate fällt. Unternehmen dürfen Branchentarifverträge umgehen, das Streikrecht wurde in weiten Teilen der Wirtschaft neutralisiert.

      Typische „I was shooting heroin and reading ‘The Fountainhead’ in the front seat of my privately owned police cruiser“ Scheiße. Bekommen wie bestellt, gekauft wie gesehen, wer A sagt muss auch B sagen, etc. pp.

    2. Das, was bisher an Industrieproduktion „verloren“ ging, ist der Teil, der international noch nie wettbewerbsfähig war – zum Beispiel die Endmontage von iPhones (davor lediglich wegen extrem hoher Einfuhrzölle gemacht).

      Es braucht jetzt natürlich Zeit, dass sich diese Unternehmen neu ausrichten: Neue Produkte, Geschäftsmodelle etc. Das geht nicht von heute auf morgen.

      Ach, und wo waren eigentlich diese Artikel über die wirtschaftlich desolate Lage während den Jahrzehnten des Peronismus, staatlicher Lenkung und wirtschaftlicher Isolation?

    3. eldestofthecrow on

      > Arbeitgeber dürfen Löhne künftig in Sachleistungen zahlen, also auch in Waren und Verpflegung

      Da müsste eigentlich die Bude brennen.

    4. zweitausendzwanzig on

      Als er ins Amt kam Anfang 2024 lag die Inflation bei 300%, jetzt bei 30% (niedrigster Wert seit 9 Jahren). Weiß ich jetzt nicht, ob das so verheerend ist bisher.

    5. Der Autor reitet auf der Industrieproduktion herum, die schrumpft. Andere Bereiche wachsen stark, ist ihm aber keine Einordnung wert. Wenigstens nennt er die Zahlen kurz (Finanzsektor 17%, Landwirtschaft 16%,…). Dass die Wirtschaft insgesamt wächst (Prognose 4,4%) ist für ihn kein Erfolg. Soll Milei sich bei uns ne Scheibe abschneiden? Oder besser direkt beim Autor?

      Er ist ja immerhin Wirtschaftsfachmann der SPD. Aus meiner Sicht ist der Artikel überlagert von seiner Agenda. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

      Alleine, dass er eine Bilanz nach 2 1/2 Jahren des Regierens zieht (Überschrift), sagt alles. Damit wäre er aber der perfekte Politiker, die denken auch nur in Legislaturperioden. Ich bin guter Dinge, dass die Bilanz von Milei sehr positiv sein wird. Der Anfang scheint gemacht.

    6. Magdeburgler on

      Dass es nach Schockreformen erst einmal zu Verwerfungen kommt, sollte nicht wundern. Hier muss man in 5 Jahren noch einmal vorbeischauen und zwischenbilanzieren.

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