Share.

    16 Kommentare

    1. SeniorePlatypus on

      Die Umdeutung von Armut zu Einkommensgleichheit ist ein enormes Problem.

      Nein, Armutsgefährdung ist keine gute Metrik. Gerade bei den extrem ungleichen Wohn- und Lebenshaltungskosten ist ein exklusiver Blick auf Einkommen stark irreführend. Altersarmut ist, zum Beispiel, kaum am steigen und stabil bei etwa 4% (erhebliche, materielle und soziale Entbehrung). Während der Bevölkerungsdurchschnitt in den letzten 10 Jahren von ebenfalls etwa 4% auf über 7% gestiegen ist. Es sind nicht alle gleich von Preissteigerungen betroffen. Alle auf das selbe Einkommen zu bringen ist also auch kein Ausdruck von Gerechtigkeit.

      Der Fokus auf Einkommensgleichheit der exklusiv mit Rente & Co ermöglicht werden soll greift auch direkt Arbeitnehmer an. Was wir gerade im Niedriglohnsektor sehr gut beobachten können. Der Mindestlohn ist deutlich angestiegen, der Profitdruck härter, der Arbeitsalltag härter. Aber netto hat sich seit 2018 nichts verändert, weil die Sozialabgaben schneller gestiegen sind. Während sich Arbeit immer weniger lohnt. Während sich lange Bildungswege immer weniger lohnen.

      Wie absurd Armutsgefährdung als Begriff für Armut ist zeigt sich auch sehr einfach an der Existenz von einigen zehntausend armutsgefährdeten Millionären. Wenn man von einem armen Millionär sprechen kann ist man definitiv irgendwo falsch abgebogen.

      Es währe wirklich sehr schön, wenn dieses Thema sich stärker an Fakten orientieren würde und besonders die Belastung von Arbeitseinkommen, mit denen wir diese Sozialleistungen überwiegend bezahlen, stärker thematisiert wird. Gerade weil diese Ausgestaltung substantiell für steigende Armut verantwortlich ist. Einfach mehr vom selben führt mit Ansage zu noch mehr echter Armut. Während man auf der anderen Seite auch sehr vermögende Menschen immer stärker unterstützt.

    2. Wenn das Geld trotz Arbeit nicht reicht sollte man dann die Arbeit hinschmeißen daraufhin Bürgergeld nehmen und nebenbei schwarz arbeiten nur so kann man irgendwie versuchen das beste draus machen. Wenn die Politik bei sowas versagt sollte man denen nicht durch steuer noch irgendwie Geld geben.

    3. EmploymentCareless66 on

      Ich verstehe nicht, warum die Leute scheinbar auf Teufel komm raus darauf bestehen, in Großstädten wucherähnliche Preise für Wohnraum zu zahlen.

      Haltet Ausschau nach nem neuen Job und dann nüscht wie raus aufs Land. Die Lebensqualität ist so viel höher.

    4. -SineNomine- on

      ich habe mittlerweile das Gefühl, dass Vermögensaufbau mit Ausnahmen nur mehr schwer möglich ist.

      – Mit Konzerngehältern gehts noch, insb. als Akademiker (Siemens, Allianz, BMW etc)

      – als Beamte / Richter / Politiker gehts, weil man nicht fürs Alter vorsorgen muss

      – als Reiche ohnehin, da muss mans ja „nur“ erhalten

      – dazu ein gewisser Teil derer, der in Kammerberufen tätigen (Anwälte, Ärzte etc.)

      Aber wenn man nicht in obigen Kategorien ist und auch kein Erbe in Aussicht hat oder erhalten hat, dass man erhalten will, dann lohnt es sich imho kaum mehr. Dass Du dann für 180 Arbeitsstunden im Monat 400 Euro mehr als Sozialhilfe mit Zusatzleistungen hast? Das ist dann quasi ein Stundenlohn von knapp über 2 Euro.

    5. BerneDoodleLover24 on

      Die Menschen in dem Artikel arbeiten eben nicht Vollzeit. Es sind Rentnerinnen, die nur in Minijobs gearbeitet haben oder Allein erziehende Mütter, die aufgrund der Kinder nicht in ihrem Beruf arbeiten können. bzw. nur in Teilzeit.

      Von Menschen in Vollzeitarbeit ist da nicht die Rede. Fakt ist, dass Wohnraum bei neueren Verteägen viel zu teuer ist aber da subventionieren wir mit Wohngeld die hohen Mieten.

      Dass es in Deutschland Institutionen wie die Tafeln geben muss, ist beschämend.

      Es braucht armutsfeste Mindestlöhne und eine Senkung der Sozialabgaben und/oder Streichung der Steuer im Mindestlohnbereich.

    6. Secret_Enthusiasm_21 on

      >Für Alleinstehende liegt die Grenze bei derzeit 1.446 Euro netto im Monat. Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern bei 3.036 Euro. Wer darunter liegt, kann vieles nicht mehr bezahlen, was für andere selbstverständlich ist: Restaurantbesuche, neue Kleidung, ein Kurzurlaub.

      was für ein absoluter Blödsinn das ist.

    7. … Dann hat man CDU gewählt. Ehrlich Leute, ich hoffe wirklich dass es nach diesem mal alle endlich checken. Die Opa Parteien müssen gehen.

    8. Meanwhile besitzen die Top 10% über 60% an Gesamtvermögen und die unterste 50(!)% der Bevölkerung 2,3 % an Gesamtvermögen.
      Das Vermögen muss gerecht umverteilt werden.

    9. > Diejenigen, die für 530 Euro im Monat arbeiten, denen muss man doch mal die Frage stellen: Warum könnt Ihr denn nicht auch für 2.000€ im Monat arbeiten?

      – unser aller Lieblingskanzler

    10. Femboy_Uwu420 on

      Wenn das Geld trotz Arbeit nicht reicht,
      generischer Reim,
      Rotgrünschwarzgelb.

    11. Das mag sein, aber dafür verdienen die Besitzer von Immobilien und Supermärkten viel Geld. Der Chef von Lidl ist z.B. letztes Jahr um 1 Milliarde Euro reicher geworden, das ist ein Stundenlohn von weit über 100 000 Euro. Da kann man sich doch einfach mal mitfreuen und gerne ’ne Überstunde einlegen damit man sich was zu Essen leisten kann.

    12. Illustrious-Comfort1 on

      „Jede menschliche Gesellschaft muss ihre Ungleichheiten rechtfertigen. Sie muss gute Gründe für sie finden, da ansonsten das ganze politische und soziale Gebäude einzustürzen droht.“ – Thomas Piketty, Kapital u. Ideologie, 2018

    13. Wenn X im Monat nicht reichen empfehl ich dir mehr zu machen. (Jeremy fragrance) /s

    Leave A Reply