
Es geht um Kinder mit Diabetes Typ 1 im Kindergarten in der Steiermark. Eigentlich ist das ziemlich klar: Diese Kinder brauchen Betreuung, und zwar durchgehend. Blutzucker messen, Insulin geben, darauf achten, dass nichts kippt. Und genau das fehlt teilweise.
Die Begründung ist ziemlich wild. Diabetes gilt dort nicht als Behinderung, sondern als „beeinflussbar". Heißt in der Praxis: kein Anspruch auf Unterstützung im Kindergarten.
Was dann passiert, kann man sich denken. Eltern müssen einspringen oder privat zahlen, oft mehrere hundert Euro im Monat.
Oder das Kind bleibt gleich zuhause.
Gleichzeitig gibt es aber Kindergartenpflicht. Also im schlimmsten Fall: Du musst dein Kind hinschicken, aber die Hilfe, die es braucht, gibt es nicht.
Was ich nicht ganz verstehe: In der Schule funktioniert diese Unterstützung plotzlich. Nur im Kindergarten nicht. Und genau dort sind Kinder am meisten darauf angewiesen.
Eine Mutter hat deshalb eine Petition gestartet, weil sie einfach will, dass ihr Kind normal aufwachsen kann.
Ganz ehrlich: Das klingt wie ein Fehler im System.
https://kontrast.at/diabetes-betreuung-kindergarten-fpoe-steiermark/
Kind muss in den Kindergarten aber ohne Hilfe!
byu/Limp_Classic_3380 inAustria
Von Limp_Classic_3380
4Â Kommentare
*“Die Begründung ist ziemlich wild. Diabetes gilt dort nicht als Behinderung, sondern als „beeinflussbar“. Heißt in der Praxis: kein Anspruch auf Unterstützung im Kindergarten.“*
—> Anwalt? Wenn dein Kind gesundheitliche Aufsicht durch einen Erwachsenen benötigt um nicht draufzugehen und der Kindergarten behauptet das wäre nicht nötig würde Ich meinen dass du wohl oder übel
a) den Kindergarten wechseln musst um bei einem seriöseren zu landen
b) juristisch ausfechten musst dass dein jetziger Kindergarten nicht weiß wovon er redet (eh klar, sind ja keine Mediziner.
Der Logik nach ist es auch beinflussbar ob man keine Nieren hat weil man ja Dialyse in Anspruch nehmen kann; dass bedeutet jedoch nicht dass man als Erwachsener von einem Kind erwarten kann die Tragweite von so etwas zu verstehen um selbstbestimmt ein Auge drauf zu werfen.)
Vor Gericht wird der Kindergarten wohl hoffentlich abwägen ob es nicht doch sinnvoller wäre am Personalmangel (welcher die Aussage wohl hervorgebracht hat) zu arbeiten anstatt zu versuchen Kindergartenkinder mit Vorerkrankungen dafür verantwortlich zu machen sich selbst darum zu kümmern auf Ihren Krankheitsverlauf zu achten.)
Das Problem ist, dass es dafür geschultes Personal geben müsste und das tut es nicht.
In der Steiermark ist 100 prozentiges Kernöl auch rezeptpflichtig.
Ich befürchtet, dass dieses Kind später in der Schule nicht an Ausflügen über mehrere Tage teilnehmen darf, weil niemand die Verantwortung übernehmen will. Aber vielleicht hat sich auch was verändert seit den letzten 20 Jahren.Â