Ist der Kapitalismus bereits ein Spätstadium oder noch nicht? Der Mann bietet an, mit dem Blutexport zu beginnen und nennt als Beispiel die USA. Die Zielgruppe der bezahlten Blutspende könnten seiner Meinung nach junge Menschen sein, die "Es gibt viel Zeit, aber wenig Geld". Der Autor beschönigt das Problem der Blutqualität, das historisch mit bezahlten Spenden zusammenhängt, und sagt, dass wir dann besser testen und das Problem ausgeräumt seien.

    Blut könnte ein estnischer Exportartikel werden. Dafür brauchen wir eine starke Steigerung der Spenderzahl, dann könnte auch ein finanzieller Bonus helfenschreibt Martin Palmiste in dem Beitrag zum Meinungswettbewerb „Edukas Eesti“.

    Auch der Rest der Welt dürstet nach Blut, insbesondere nach Blutplasma, dessen Bedarf jedes Jahr um etwa 9 % wächst, da neue Anwendungsmöglichkeiten für die Behandlung verschiedener Krankheiten, wie beispielsweise Autoimmunerkrankungen, gefunden werden. So hat sich die Blutindustrie zu einem zweistelligen Milliarden-Wirtschaftszweig entwickelt. In den USA beispielsweise war Blut im Jahr 2023 mengenmäßig der neunte Exportartikel, was ihnen ein Einkommen von fast 37 Milliarden Dollar einbrachte – das ist mehr als die Exporterlöse aus Gold.

    Weltweit wird der Blutmarkt von den Ländern dominiert, die ihren Spendern eine finanzielle Entschädigung zahlen: USA, Österreich, Tschechien, Deutschland und Ungarn. Zusammen liefern sie 80 % des Blutplasmas weltweit.

    Gerade in solchen Fällen könnte eine Direktzahlung besonders sinnvoll sein, um die Zahl der Spender zu erhöhen, die ihre Blutbestandteile regelmäßig spenden. Besonders junge Leute, die oft mehr Zeit, aber wenig Geld haben, könnten an dem Honorar interessiert sein. Auch junge Menschen sind grundsätzlich eine gute Zielgruppe für Blutspendenweil sie wahrscheinlich auch weniger Probleme mit Blutdruck, Hämoglobinspiegel und dergleichen haben, die eine Blutspende verhindern können.

    Das Hauptanliegen der estnischen Blutspendezentren scheint die Sicherheit zu sein, denn es wird behauptet, dass aufgrund der Erfahrungen im Ausland bei bezahlten Blutspenden eine höhere Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen im Blut bestehe. Gleichzeitig kann ein Mensch, der aus freien Stücken Blut spendet, auch krank sein, vielleicht ist er sich dessen nur nicht bewusst.

    https://www.aripaev.ee/arvamused/2026/04/08/martin-palmiste-veri-on-punane-kuld-meis-on-seda-palju-ja-selle-vaartus-aina-kasvab

    Von EarlGrey_Addict

    Share.

    5 Kommentare

    1. causabibamus on

      Taani ja Holland juba ekspordivad valget kulda, Eestil on samuti lõpuks oma Nokiat vaja, pagan võtaks!

    2. EarlGrey_Addict on

      Lugemist sellise „toreda“ ja kasumliku praktika ajaloolistest kõrvalmõjudest, kui USA vanglates pandi vange rahaliste stiimulitega verd annetama ning müüdi saadud verd välismaale.

      [https://en.wikipedia.org/wiki/Infected_blood_scandal_in_the_United_Kingdom](https://en.wikipedia.org/wiki/Infected_blood_scandal_in_the_United_Kingdom)
      [https://en.wikipedia.org/wiki/Factor_8:_The_Arkansas_Prison_Blood_Scandal](https://en.wikipedia.org/wiki/Factor_8:_The_Arkansas_Prison_Blood_Scandal)

    3. NeverClarke on

      Taani teeb seda suures mahus.

      Väike riik, aga 3.38% maailma vere ekspordist tuleb sealt. Lisaks muidugi ka kõrvaltööstused, kus nad ei ekspordi lihtsalt verd, vaid toodavad sellest midagi.

      *Despite having just 0.07% of world’s population Denmark exports 3.38% of the world’s blood.*

    Leave A Reply