Und wer schützt die Bevölkerung in Europa eigentlich vor Massenüberwachung und Deanomyisierung?

Jeder hochgeladene Ausweis im Internet und jede Registrierung/ Anmeldung/ Altersverifizierungen über die ID Austria oder über die EUid ist eine Gefährdung des Datenschutzes und unserer Identität!

Hood Informatik hat kürzlich ein Video veröffentlicht, was Klarnamen bzw. Klarnamespflichten im Internet bedeuten würden:

https://youtube.com/shorts/AITBsUGA5lY
https://keine-klarnamen-im-netz.de/

Statt die Bevölkerung mit Überwachung & Social Media Verboten (Getarnt als Jugendschutz) zu tyrannisieren, sollten sich die Bundesregierung und die EU viel lieber darüber den Kopf zerbrechen, wie sie unsere Daten vor den Social Media Giganten und vor Kriminellen schützen!

Es bräuchte viel eher ein Deanomyisierungsverbot statt Social Media Verbote und Klarnamenspflichten!

https://orf.at/stories/3425637/

Von WienerPirat

Share.

3 Kommentare

  1. d645b773b320997e1540 on

    Klarnamen sind tatsächlich ein Problem und imho generell abzulehnen.

    Aber: Die Klarnamen-Pflicht die Merz da in Deutschland fordert (bzw auch Stocker hier, aber ohne Absprache mit dem Rest der Regierung) und was du mit deinen Links thematisierst hat vermutlich wenig mit dem zu tun was hierzulande tatsächlich geplant wird.

    Reine Altersverifizierung kann sehr wohl ohne Identifikation und mit Wahrung der Privatssphäre umgesetzt werden. Das Prinzip nennt sich Zero-Knowledge-Proof, und eine konkrete, EU-weite Umsetzung ist als Teil von EIDAS längst beschloßen.

    Bei dem dort beschriebenen Verfahren, das dann über die ID Austria / eAusweise App laufen würd, erfährt die Seite absolut gar nichts über dich außer deiner Altersgruppe (also „alt genug“ oder eben nicht), und der Staat erfährt genau gar nichts. Die Verifizierung rennt dann nämlich rein zwischen deiner (ja längst vorher schon verifizierten) App und der Social Media Seite.

    Ob die das dann auch korrekt und ordentlich umsetzten ist natürlich eine andere Frage und muss beobachtet werden – aber uninformierte Panikmache und irgendwelche deutschen Gschichten einfach zu übernehmen hilft uns dabei nicht weiter. Beschäftigt euch lieber damit was da tatsächlich geplant ist.

  2. Nein, die deanonymiesierung ist und bleibt im richtigen Maßstab umgesetzt wichtig.

    Der Maßstab ist nicht generell überall und auf jeder Seite. Aber überall dort wo eine gewisse kritische Masse an Nutzern erreicht wird. Das kleine Modellbauforum ist da komplett egal. Aber Seiten wie Facebook wo über jeden Aspekt des Lebens diskutiert wird und einfach breit Meinungsbildende Diskussionen stattfinden gehören nicht anonym geführt.
    Jetzt nichtmal weil mich der Name interessiert sondern einfach, weil sichergestellt gehört, dass sich dort echte Personen, welche auch vom Thema betroffen sind unterhalten.
    Eine Diskussion über Lokalpolitik ist mit einem aus der gleichen Stadt anders zu führen als mit jemanden aus einem anderen Bundesland. Das kann ich nicht, wenn ich nicht weiß mit wem ich rede.

    Zu den 3 Argumenten im Video:
    Datenschutz: Sobald die Behörde, deine Daten digital verarbeitet, hast du das Sicherheitsrisiko. AFAIK sind Melderegister etc. schon digital, also besteht das Problem mit den Personendaten so oder so in einer digitalisierten Welt. Die Bestätigung bei Institutionen zu belassen, die die Daten schon haben ist technisch keine Hexerei. Paypal hat auch Milliarden von Bankdaten und keiner macht sich Sorgen um sein Konto, oder die Anfälligkeit des eigenen Ebankings, obwohl da in Sekunden die ganze eigene Existenz draufgehen könnte.

    Anonymität: Whistleblowing etc. findet selten über die großen Plattformen statt bei denen die Anonymität die Gefahr ist. Das geht noch immer indem man Journalisten etc. persönlich kontaktiert. Diese Wege werden nicht abgedreht, wenn ich auf Facebook mit meinem echten Namen schreiben muss. Vor allem müssen solche Sachen ja auch verifiziert werden, weshalb das ganze auch jetzt schon nicht über die öffentlichen Seiten stattfindet, sondern man direkt zu den Reportern geht. Oder man geht einen ganz schlimmen Weg und macht einen Blog auf.

    Rechtlich: Da kann man vermutlich wirklich streiten. Wobei ich da auch sage, dass anonyme Kommunikation gewährleistet ist, wenn ich weiterhin über Mail, Chats und andere Kommunikationsmittel verfüge die keinen Klarnamen brauchen. Nur weil ich auf großen Seiten nichts anonym schreiben kann, ist dadurch ja nicht jede Kommunikationsform gleich öffentlich.

    Mir gehen diese undurchdachten emotionalen Posts schon tierisch auf die Nerven. Eine gut geregelte Klarnamenspflicht macht in der aktuellen Welt Sinn. Wir haben nicht mehr 2005 wo wir ein paar Enthusiasten waren die auf ICQ Blödsinn geschrieben haben. Heute holt sich Tante Erna ihre Informationen von irgendwelchen Schwurblern auf Facebook und versteht nicht, dass man PladimirVutin2022 seine Infos über die Ukraine vielleicht kritisch betrachten sollte.

    Für mich persönlich wär anonymität nach außen mit Sicherstellung von echten menschlichen Nutzern und verhindern von Doppelaccounts auch ok.
    Aber kann man das emotionale, mimimi ich will meinen Namen nicht auf Facebook haben bitte lassen. Es braucht mittelfristig eine gut geregelte Klarnamenspflicht und diese sollte gut ausgearbeitet sein. Wenn die Menschen nur die halbe Energie darauf verwenden würden, sich gedanken zu machen, wo das ganze angebracht ist und wo nicht, würden wir auch eine sinnvolle Lösung schaffen.

  3. Skill_Bill_ on

    > Jeder hochgeladene Ausweis im Internet und jede Registrierung/ Anmeldung/ Altersverifizierungen über die ID Austria oder über die EUid ist eine Gefährdung des Datenschutzes und unserer Identität!

    Hochgeladene Ausweise, ja stimmt.
    Registrierung und Anmeldung über ID Austria ist natürlich auch personenbezogen und in vielen Bereichen absolut sinnvoll -> Ämter oder ähnliches.
    Aber wieso sollte eine Altersverifizierung (falls es das schon als Online Service gibt) eine Gefährdung für Datenschutz und Identität sein?

Leave A Reply