Über den Raiffeisenmarkt habe ich eine Bodenanalyse machen lassen mit Schwerpunkt auf Schwermetalle.

    Das Ergebnis spricht Bände. Laut Raiffeisenmarkt besteht zwar keine Gesundheitsgefahr, bedeutet aber für mich, dass ich kein Blatt- oder Wurzelgemüse von der Fläche essen werde.

    Längerfristig werde ich durch Bodenaustausch und Gründüngung (Grünzeug über die Restmülltonne entsorgen) dafür sorgen, dass ich die Schwermetalle rausarbeiten muss.

    In drei Jahren werde ich eine neue Analyse machen um zu schauen, wie es sich dann verhält.

    Dieser Post dient der Aufmerksamkeit, dass man vielleicht selber mal über eine Bodenanalyse nachdenken sollte. Ich habe es über den Raiffeisenmarkt mit 95€ gemacht.

    Wie ist die Belastung bei euren Böden? Was habt ihr ggf schon unternommen?

    Von Due_Shoulder7429

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    9 Kommentare

    1. Es gibt spezielle veilchenarten, die Schwermetalle im Boden brauchen! Die kommen natürlich im Ruhrgebiet vor. Vielleicht kann man die besorgen 😄

    2. Free-Shine-8642 on

      Da hätte ich keine Bedenken. Ein fischstäbchen enthält mehr Schwermetalle als dein Boden ✌️

    3. Hazard112112 on

      Das ist so nicht ganz korrekt und wird in dem Kontext falsch interpretiert. Wenn du in die Bundesbodenschutzverordnung reinschaust, findest du insbesondere für den sogenannten Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze ganz andere Bestimmungsverfahren und andere Prüf/Maßnahmenwerte (Anlage 2 Tabelle 6 BBodSchV).
      Außerdem werden Vorsorgewerte nur im Kontext Eignungsnachweis für das Auf und Einbringen von Bodenmaterial in eine bzw. unterhalb einer durchwurzelbaren Bodenschicht herangezogen. Die Prüfwerte, die hier angewendet werden beziehen sich auf den Wirkungspfad Boden-Mensch.
      Da die Analytik nur 95 € gekostet hat, gehe ich davon aus, dass die gemessenen Werte nur orientierend zu interpretieren sind.
      Wichtig wäre für dich zu wissen, welches Potenzial da ist, dass eine Pflanze Schwermetalle aufnehmen kann. Schau dir auch mal die geogene Hintergrundbelastung in deiner Region an. Vielleicht liegt da schon der Kasus Knaxus. Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

    4. Moin, ich mach das beruflich:

      Es wurden nur die Vorsorgewerte für den Wirkungspfad Boden-Mensch (BBodSchV Anlage 2 Tab.4) untersucht. Die Werte liegen je nach dem wo du Wohnst in einem „normalen“ Bereich, da habe ich im Harz, Ruhrgebiet etc. schon ganz anderes gesehen. Ich schreibe hier salop „normal“ da die auch noch geogen (natürlich aus dem anstehenden Gestein) sein können. Die Aussage ist: selbst wenn du dich darin suhlst und ggf. Staub einatmest ist das noch OK, nicht geil, aber OK.
      Für eine Aussage über Nutzpflanzen, eignen die Werte sich nur bedingt. Da findet man in Anbaugebieten in Überschwemmungsbereichen höhere Werte. Wenn du da hingehend sicher sein möchtest wäre eine Analyse für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze gem. Anhang 2 Tab.6 und Tab.7 spannender.

    5. RemarkableAppleLab on

      Danke für den Beitrag! Ich finde das sehr interessant und bin motiviert, selbst eine Analyse durchzuführen.

      Die letzte Stunde habe ich mir verschiedene Gesetzestexte, Verordnungen und Grenzwertlisten durchgeschaut und bin ähnlich beruhigt worden, wie du schon von anderen Kommentatoren. Ich verlinke dennoch mal ein paar Seiten, die ich aufschlussreich fand:

      * [https://www.labo-deutschland.de/documents/33_Anlage_TOP_14_Nutzpflanzenente_lang_6ad.pdf](https://www.labo-deutschland.de/documents/33_Anlage_TOP_14_Nutzpflanzenente_lang_6ad.pdf)
      * [https://www.permakultur.de/neuigkeit/gaertnern-auf-schwermetallbelasteten-boeden](https://www.permakultur.de/neuigkeit/gaertnern-auf-schwermetallbelasteten-boeden)
      * [https://nibis.lbeg.de/DetailSeitenKartenserver/DetailSeitenBodenkarten/Bodenbelastung/pdf/merkblatt_anbauempfehlungen_schwermetallbelastete_b%C3%B6den_2015.pdf](https://nibis.lbeg.de/DetailSeitenKartenserver/DetailSeitenBodenkarten/Bodenbelastung/pdf/merkblatt_anbauempfehlungen_schwermetallbelastete_b%C3%B6den_2015.pdf)
      * [https://www.gesetze-im-internet.de/bbodschv_2023/anlage_2.html](https://www.gesetze-im-internet.de/bbodschv_2023/anlage_2.html)

      Dann habe ich bzgl. der Kosten noch einen Tipp: Viele Raiffaisen- oder andere Gartenmärkte haben im Frühjahr Aktionen für kostenlose Bodenproben vor Ort. Hier gibt es auch eine Aktion, bei der man von überall seine Probe einschicken kann: [https://forms.dcm-info.com/bodentestaktion](https://forms.dcm-info.com/bodentestaktion) .

    6. Als jemand der jeden Tag Bodenanalysen auswertet, muss ich sagen dass mich das jetzt nicht schockiert. Du solltest dich da echt nicht zu sehr drüber aufregen.

      Einzelne Werte sind zwar deutlich erhöht aber immer noch im Rahmen dessen, was in manchen Gegenden Deutschlands die Geologie von Natur aus erzeugt. Der Bauer ein, zwei Kilometer Weiter hat mit Sicherheit die gleichen Werte auf seinem Feld und baut trotzdem seine Feldfrüchte an.

      Außerdem sind das auch nur die Feststoffwerte. Ob davon irgendwas von den Pflanzen aufgenommen wird ist ungewiss. Dazu müsste man wissen war davon wirklich in Lösung geht. (Möglicherweise gar nichts)

      Man sollte auch anmerken, dass die Grenzwerte im deutschen Umweltrecht ziemlich übertrieben sind. Die Grenzwerte für den Wirkungspfad Boden Menschen sind ungefähr so ausgelegt, dass sich ein Kind dahin setzen kann und 360 Tage im Jahr 12 Stunden am Tag Dreck frisst und dann trotzdem keine Vergiftung vom Boden bekommt.

    7. schwermetale wie kupfer zink und chrom zählen zu den essentiellen Nährstoffen!

    8. No_Phone_6675 on

      Bin zwar nur Nebenfachbodenkundler, kann hier aber nichts besorgniserregendes erkennen.

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