
Spoiler: Die meisten von uns brauchen’s nicht.
Immer wenn das Thema hochkommt, tun plötzlich alle so, als würden sie morgen ein Schloss mit 20 Hektar Park erben. Realitätscheck: Modelle mit Freibeträgen (z. B. ab 1 Mio. €) betreffen nur einen kleinen Teil der Bevölkerung – oft weniger als 1 % der Fälle. (https://wien.arbeiterkammer.at/service/presse/Erbschaftssteuern.html)
Und selbst da gilt: Besteuert wird nur das, was über dem Freibetrag liegt – nicht das ganze Erbe. 👉 Heißt: Wenn du kein Millionenvermögen erbst, betrifft dich das ziemlich sicher nicht. Aber statt sich von Schlagzeilen verrückt machen zu lassen:
Rechnet es euch einfach selbst aus. 👉 https://kontrast.at/erbschaftssteuer-rechner
Bin gespannt: Würdet ihr überhaupt betroffen sein – oder regen sich hier viele über etwas auf, das sie nie trifft? 🤔
Wer hat Angst vor der Erbschaftssteuer?!
byu/heastoidagusch inAustria
Von heastoidagusch
30 Kommentare
Österreich hat ein Ausgabenproblem, ohne das anzugehen nützt es gar nichts neue Steuern einzuführen. Das wird alles nur teurer machen, Stichwort Deckungsbeitrag.
Wenn man das im Griff hat (und das wird harte Einschnitte erfordern), bin ich dafür.
Ich wäre nicht betroffen, aber meine Kinder.
Ich schließ mich dem anderen Kommentar an- solang die zusätzlichen Einnahmen nicht zweckgewidmet sinnvoll verwendet werden wär ich dagegen, es bringt uns nix wenn das dann in der Bürokratie untergeht.
Ansonsten is eine faire Erbschaftssteuer absolut notwendig für unsere Gesellschaft, Fairness, Startbedingungen usw.
Das Problem: Leute lügen sich selber an, und glauben sie wären reich.
[http://www.binichreich.at/](http://www.binichreich.at/)
Fun Fact: Nein, du bist nicht reich.
Solange niemand ein konkretes Konzept vorlegt ist es ein Schwachsinn.
Ab 1er Mio mit Immobilien oder ohne? In westlichen Bundesländern oder auch in Wien Kostet a neue Wohnung schon mehr als eine halbe Million. 4 Zimmer Wohnung neu kannst mit 600-800k rechnen je nach Lage.
Wenn Leben lang Kredit abbezahlst aus versteuertem Einkommen sollen dann deine Kinder nochmal blechen? Damit trifft man nicht die Superreichen und in 20 Jahren kostet a Wohnung schnell Mal 1mio.
Solange die Parteien die sowas fordern kein Konzept vorlegen ist das zum scheitern verurteilt.
Bin generell dafür aber es muss die richtigen treffen und nicht eine neue Steuer für diejenigen sein die das ganze Leben arbeiten und sich was aufbauen wollen und so schwer kann’s ja net sein ein Konzept vorzulegen mit konkreten Zahlen und Details.
Gerne kann mir jemand einen Link schicken falls es sowas gibt aber der Link im Post ist auch wieder wischi waschi.
Generell sollte damit Lohnsteuer gesenkt werden weil sonst endet das zusätzliche Geld eh nur bei den Pensionisten.
Wir haben kein Einnahme Problem sondern ein Ausgabe Problem und erst sollte man dieses Defizit lösen bevor man neue Steuern einführt sonst versandet das Geld nur.
das wird halt ca so laufen:
anpassungen an inflation werden nicht stattfinden in 20-40 jahren wird es dich und deine familie eventuell doch treffen weil eine million dann quasi nur noch 100-200k sind. die die es betreffen sollten werden eine ausnahme finden mit passender firmenstruktur und übergabe oder stiftungsmodelle. und wir zahlen halt schon 40% lohnsteuer also quasi geringverdiener. das war mit der kalten progression so, und solang unser staatsziel nicht ist schulden abbaun sondern 4,5% neuverschuldung wird und das auch nicht weiterhelfen.
Warum sagt man eigentlich nicht „1 Wohneinheit ist steuerfrei“. Und wenn Omi eine 5 Mio € Villa hat, ist die eben auch frei (wenn man sie selbst zur Befriedigung seines Wohnbedürfnisses nutzt, wenn nicht, wird die Steuer rückwirkend fällig). Wenn man einen Wohnblock mit 400 Wohnungen erbt, zahlt man für 399. Und wenn man 100 davon verkaufen muss, damit man die Steuer zahlen kann, dann ist das halt so.
Ich!
Tag „Sachlich“, Überschrift „Wer hat Angst vor der Erbschaftssteuer?!“ – Humor haben sie ja unsere Sozis.
Es geht hier weniger um die persönliche Angst vor der Steuer, sondern eher darum, dass Erbschaftssteuer und vor allem Vermögenssteuer einfach nicht funktioniert. Es gibt zu viele Auswege. Gerade wenn du mehr als 1 Mio hast ziehst du halt einfach in ein anderes Land.
wär ich voll dafür, find aber den Freibetrag (ab 1Mio EUR) lächerlich, erst recht wenn der nicht an die Inflation angepasst wird.
Für 1 Mio kriegst zb in Wien knapp amal ein normales Haus in halbwegs guter Lage, wenn der Betrag nicht an die Inflation angepasst wird fallen halt über die Jahre idR immer mehr Menschen rein. Wenn die Gesamte Hinterlassenschaft dann an ein Kind geht, muss das Kind nicht nur die Erbschaftsteuer zahlen, sondern auch Grunderwerbsteuer und alles was zur Übernahme von einem Haus kommt, da bist dann schnell mal bei einem Betrag im mittleren bis oberen 5-Stelligen Bereich, eventuell sogar im unteren 6-Stelligen Bereich.
Außerdem darfst du nicht vergessen:
Der Großteil vom Vermögen von wirklich vermögenden Familien liegen in Vermögensverwaltenden Stiftungen, die wären von dem Freibetrag ausgenommen weil die eine eigene Rechtspersönlichkeit darstellen (juristische Personen), der Erbschaftsteuer werden aber voraussichtlich nur Natürliche Personen unterliegen.
Im Endeffekt trifft also eine Erbschaftsteuer nur jene, ab dem der Freibetrag nicht mehr gilt bis hin zum Erbe, ab dem rein Steuerlich eine Stiftungsgründung Sinn macht.
Die “Superreichen” erreichst du hier also wieder nicht, sondern eher die obere Mittelschicht bzw. untere Oberschicht.
Ich seh aber durchaus potenzial, vor allem wenn der Freibetrag pro Person zählt und nicht pro Hinterlassenschaft, eventuell könnte man hier ja dann vermögendere Familien dazu animieren, mehrere Kinder zu bekommen, damit diese den Freibetrag möglichst ausschöpfen können, was natürlich aber auch viel Familienplanung voraussetzt.
Ist aber auch nur mehr Salat dazu.
Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören. Zuerst mal die allgemeinen Probleme:
1. Wie andere schon gesagt haben hat Österreich ein Ausgabenproblem, neue Steuern verpuffen rascher als man sie einführen kann solange da nichts strukturelles gemacht wird.
2. Solche Steuern sind widerlich weil sie den allgemeinen Neid befördern, und die Generationen übergreifende Kontinuität in Familien angreifen. „Schau die haben was das Du nicht hast“.
Aber das größte Problem ist dass ihr euch eure Freibeträge in den Steiß schieben könnt. Innerhalb eines Jahrzehnts oder weniger sind die durch die galoppierende Inflation so abgesenkt dass sie sehr wohl wieder die große Masse der Bevölkerung treffen.
**Was ja auch die Idee ist.** Da geht es nicht darum den Großteil der Bevölkerung zu verschonen, und „die Reichen“ auszusackeln. Das schafft so eine Steuer ohnehin nicht, weil die wirklich Reichen schon lange keine Erbschafts-Ereignisse mehr auslösen. Deren Vermögen ist in einer Familienstiftung und Briefkastenfirmen im Ausland geparkt, und wenn in der Familie ein Begünstigter stirbt rückt wer anderer nach.
Nein, da geht es ganz klar darum die breite Bevölkerung abzuziehen. Schlicht und einfach weil sie greifbar ist. Keine echte Lobby hat. Und der Staat pleite ist.
Denn wenn es tatsächlich darum ginge die Lebensgrundlage der breiten Bevölkerung zu verschonen, dann könnte man das durch strukturelle Ausnahmen tatsächlich erreichen. Beispielsweise eine Wohnung pro Person ist von der Steuer befreit, egal wie viel sie wert ist. Oder so etwas. Aber das ist in den Vorschlägen der Linken nie der Fall. Immer nur Freibeträge, wohl wissend dass die durch die Inflation innerhalb weniger Jahre Otto Normalverbraucher einfangen. Widerlich.
nope, ich nicht
wenn’s gut kommt, erben meine Schwester und ich irgendwann Mal ein Haus und eine Wohnung (was wahrscheinlich mehr ist als die meisten bekommen, die sich aufregen). Da kann ich auch ein bissl Steuer drauf zahlen
I nid, I kreg eh nix und de wixxa Kran eh gschreppt
Bei der kommenden Inflation wegen der ölkrise wird bald jede Bruchbude über 1 mille liegen. Ich finden die Grenzen einfach zu tief.
Hier tun nicht nur alle so, als würden sie alleine mehr als 1 Million erben, und gleichzeitig herrscht Panik, weil irgendwie geglaubt wird, dass das ein vollkommen neues Konzept ist, lol. Gibts ja genug reale Beispiele, wie sowas funktioniert.
Es kann ja sein das von irgendwo eine Oma auftaucht sich in mich verliebt und plötzlich beschließt mir all ihr Vermögen zu vererben. So machen die Pastoren am Land, warum soll mir das nicht auch passieren? Nur weil ich nicht an Gott glaub oder was?
Der beste Weg eine zukünftige Anpassung einer Steuer zu verhindern ist, dass diese erst gar nicht eingeführt wird.
Ich kann mich noch an die alte Erbschaftssteuer erinnern, wie alle gerannt sind bei einem Todesfall und was möglich war in Sicherheit gebracht/abgehoben haben. Gerade wenn die Leute sich eigentlich auf die Trauer konzentrieren können sollten.
Die Steuerlast in Österreich ist schon jetzt extrem hoch, der Staat muss mit dem auskommen was er jetzt hat, es kann nicht immer die Lösung sein mehr Geld für den Staat zu beschaffen. Wer glaubt, dass die Steuern auf Arbeit und Kapital wegen der Erbschaftssteuer verringert wird glaubt auch an den Osterhasen.
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Aber das Vermögen wurde ja schon Mal besteuert. (Das ist mein Lieblingsargument. 😉 )
Wir haben schon genug Steuern.
Denk an die Unternehmen.
Unerträglich. Immer dieses Argument. Mich
/Und betrifft es nicht daher soll es ruhig kommen.
Grauslicher Neid . Kommt mir vor ist in Österreich besonders ausgeprägt.
Ich könnte auch sagen, sozialhilfe kürzen oder Familienbonus, weil es betrifft mich ja nicht. Dummes Argument.
Es ist immer dasselbe, den wenigen die schon die meisten Steuern zahlen noch mehr weg nehmen
Blöd ist nur, wenn man ein Grundstück oder eine Firma erbt und diese wegen der Steuer verkaufen muss weil man sonst zu wenig Geld hat. Oder man entlässt seine Mitarbeitet etc
Ich erbe mit meinen Geschwistern und deren Familie irgendwann ein Haus. Das Haus allein wird keine Million wert sein, aber aufgeteilt zahlen wir sowieso dann keine Steuer. Aber tbf, wenn ich auf meine 100.000 (lol ich bin optimistisch) Steuern zahlen müsste, fände ich das auch fair.
Die meisten haben einfach Schwierigkeiten beim Denken. Das freut natürlich alle Vermögenden da sie Demokratisch wohl den kürzeren ziehen würden. Ist kein Zufall das Österreich beliebt bei Scammern, Schwurblern und co ist.
Da ich nichts erbe..
Niemals Erbschaftsteuer geht’s scheissen
Wo kommt dieses Dogma her, dass das Eigenheim unversteuert weitervererbt werden soll? Man profitiert doch als Erbe trotzdem enorm, selbst wenn man im allerschlimmsten Falle verkaufen müsste.
Ich hab kein nennenswertes Erbe zu erwarten und bin trotzdem gegen die Erbschaftssteuer. Denn wie so oft in Österreich wird man damit beginnen tatsächlich große Erbmassen zu besteuern und nach ein paar Anpassungen, Novellierungen und Budgetkrisen zählt dann jeder der 10.000€ erbt als Großerbe der selbstverständlich niederbesteuert werden muss.
Jeder mit einem Haus/Wohnung die mindestens 300k wert ist wird darunter fallen, wenn er/sie um die 25 ist.
Dann erhöhen die Besitzer halt die Miete um das was wegen der Erbschaftssteuer rausgeht wieder reinzuholen. Am Ende zahlt immer der kleine Mann, das ist auch bei Trumps Zöllen so, da wird auch immer so getan als ob der normale Bürger davon profitieren würde, in Wirklichkeit ist genau der es, der dann indirekt alle Erhöhungen zahlen muss und ärmer wird. Es wird Politik für Reiche gemacht und als Politik für normale Bürger getarnt.
einerseits is die mille mit haus schnell erreicht
grade wenn man in die zukunft blickt mit der inflation
andererseits werden die superreichen sowieso nen weg drumherum finden
somit fickst wieder nur die mittelschicht
es wird eh scho ois 30x versteuert bis di des überhaupt beisammen hast
und österreich hat kein problem dass zuwenig steuern gibt. wir gebens nur wie de grestn trottln fia müll aus
Find ich grundsätzlich gut, nur für Landwirte sollte es eine Ausnahme bis 100ha geben. Familienbetriebe sind in der Regel irgendwo zwischen 80 und 120 ha als Vollerwerb lebensfähig. Wenn ma das ned machen würden, würd ma nur Agrarkonzerne die Äcker die verkauft werden müssen billig zamkaufen fördern.
Mein Vorschlag: Freibetrag von 750k, wobei die Hauptwohnsitzimmobilie und die ersten 100ha nicht gerechnet werden
Und ja bitte zur Erbschafts noch eine Millionärssteuer dazu