
TL;DR:
Ministerrat hat die Erweiterung von Chatkontrol 1.0 absichtlich verzögert (auch bekannt als freiwillige Vereinbarung).
Die Arschlöcher würden den Deal lieber auslaufen lassen, als der Forderung des Parlaments zuzustimmen, nur Verdächtige zu überwachen, da sie befürchten, dass dies den Weg für künftige Massenüberwachung ebnen wird.
Hallo Arto
Falls Sie es während der Wahl verpasst haben.
Dann beschloss die EVP (Konservative Fraktion) im Namen des Ministerrats, morgen eine erneute Abstimmung über ChatControl – oder CSAR, wie es eigentlich heißt – aufzurufen:
Deshalb habe ich zu diesem Thema nur fünf kurze Antworten zusammengestellt:
Warum scheiterten die Verhandlungen?
Das EU-Parlament forderte, dass das Scannen unserer Nachrichten nicht mehr bei allen Bürgern erfolgen soll, sondern nur noch bei konkreten Verdachtsfällen gezielt auf bestimmte Nutzer. Das Parlament forderte außerdem, dass eine Umgehung der End2End-Verschlüsselung nicht erfolgen dürfe und On-Device-Scanning nicht Teil der Lösung werde.
Der Ministerrat sagte Nein:
Die Regierungen der Mitgliedsstaaten wollten die unentgeltliche Massenüberwachung fortsetzen. Sie ließen die Verhandlungen bewusst scheitern, weil sie sich weigerten, Kompromisse einzugehen.
Die Angst davor "Chat-Steuerung 2.0" fehlgeschlagen:
Die durchgesickerten Protokolle zeigen, dass die Länder Angst hatten, einen Präzedenzfall zu schaffen. Wenn sie jetzt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) schützen würden, befürchteten sie, dass dies ihre Chancen auf die Durchsetzung der dauerhaften und viel aufdringlicheren Lösung zerstören würde "Chat-Steuerung 2.0"einschließlich des aktiven Scannens aller Nachrichten (ja, sogar Ihrer geschmackvollen Akte), später.
Die bizarren Folgen:
Sehr ungewöhnlich ist, dass die Angelegenheit am 26. März erneut im Parlament verhandelt wird. Es könnte damit enden, dass der Vorschlag endgültig scheitert oder über neue Änderungsanträge abgestimmt werden muss. Mehrere Bürgerrechtsorganisationen toben und rufen dazu auf "zutiefst undemokratisch"dass Politiker versuchen, erneut abzustimmen, nur weil ihnen das erste Ergebnis nicht gefallen hat.
Warum sollten sie noch einmal abstimmen:
Auslöser der Abstimmung ist die EVP – Europäische Volkspartei – auch bekannt als "Die Christlich-Demokratische Fraktion" oder "Die konservative Gruppe" zu Hause.
Zur Gruppe gehören:
Niels Flemming Hansen – Die Konservative Volkspartei
Henrik Dahl – Liberale Allianz
Wenn sich nichts ändert:
Dann erlischt die Überwachungsbefreiung am 3. April.
Die Überwachungsausnahme bedeutet im Wesentlichen, dass Technologieplattformen Inhalte auf Kindesmissbrauchsmaterial scannen dürfen, da das Scannen ohne Erlaubnis der Bürger oder des Gesetzes wahrscheinlich illegal wäre.
Es ist wichtig zu betonen, dass die aktuelle ChatControl 1.0-Vereinbarung keine Anforderungen für das Scannen auf dem Gerät oder eine Verletzung der Verschlüsselung enthält. Es werden jedoch nur öffentliche und halböffentliche benutzergenerierte Inhaltstypen gescannt, z. B. Facebook-Beiträge, Instagram-Stories, Reddit-Beiträge usw.
Quelle: (Leider ist es Deutsch)
https://netzpolitik.org/2026/verlaengerung-der-ausnahmeregelung-rat-liess-chatkontrolle-verhandlungen-sehenden-auges-scheitern/
Lesen Sie mehr von Patrick Breyer – ehemaliger Abgeordneter der Piratenpartei in Deutschland:
https://bsky.app/profile/echo-pbreyer.digitalcourage.social.ap.brid.gy/post/3mhkrrmpfbt42
(Bearbeiten: Aus irgendeinem Grund habe ich mitten im Satz aufgehört)
Chatkontrol spøger igen – ny afstemning imorgen
byu/Severe_Stranger_5050 inDenmark
Von Severe_Stranger_5050
2 Kommentare
„They won’t take ’no‘ for an answer“, som man siger. Det er lidt lige som i de gode gamle dage, da man skulle stemme flere gange om Maastricht-traktaten, indtil der blev stemt det svar som politikerne gerne ville have. – Og så var der pludselig ikke brug for flere afstemninger!
Hvis man tror at ChatControl (CSAR) handler om CSAM (Børneovergrebsmateriale), så er man naiv og blind. EU Parlamentet har langt større ansvarsfølelse for borgernes frihedsrettigheder end det danske Folketing, så man må bare håbe, at Parlamentet holder fast og forbliver den sidste bastion.