CO2-Preis in Europa vor der Abschaffung? EU-Gipfel gilt als entscheidend

https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101175210/co2-preis-in-europa-vor-der-abschaffung-eu-gipfel-gilt-als-entscheidend.html

8 Kommentare

  1. So haben sich [Italien](https://www.t-online.de/themen/italien/), [Belgien](https://www.t-online.de/themen/belgien/) und osteuropäische Staaten wie [Tschechien](https://www.t-online.de/themen/tschechien/), Polen und [Griechenland](https://www.t-online.de/themen/griechenland/) zusammengetan und fordern, den Emissionshandel gänzlich aufzugeben. In einem Brief an die EU-Kommissionspräsidentin [Ursula von der Leyen](https://www.t-online.de/themen/ursula-von-der-leyen/) heißt es, der ETS habe ihre Länder beschädigt und zur Deindustrialisierung beigetragen. Zugleich habe das System die Energie auch für Privathaushalte teurer gemacht. Die italienische Regierung hat bereits angekündigt, Gaskraftwerksbetreiber für die Kosten des ETS zu entschädigen, was in Europa bereits Unruhe schürt.

    Auf der anderen Seite stehen die Skandinavier, die [Niederlande](https://www.t-online.de/themen/niederlande/) und [Spanien](https://www.t-online.de/themen/spanien/), die den ETS als zentrales energie- und klimapolitisches Instrument behalten wollen. Sie verweisen darauf, dass durch den ETS in den vergangenen 20 Jahren die Treibhausgasemissionen um mehr als 50 Prozent zurückgegangen sind, vor allem im Energiesektor, der zunehmend auf Wind, Solar, Biomasse und Atomkraft setzt und [Öl, Gas und Kohle langsam verdrängt](https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101096682/energiewende-erreicht-neuen-meilenstein-kohle-und-oel-auf-dem-rueckzug.html).

    Außerdem warnen sie vor den Folgen einer Aushebelung des Emissionshandels: Unternehmen, die sich seit Jahren auf die CO2-Bepreisung eingestellt und Investitionen in die Zukunft getätigt haben, könnten langfristig das Vertrauen in Europa verlieren.

    **Und wo steht Deutschland? Bundeskanzler** [**Friedrich Merz**](https://www.t-online.de/themen/friedrich-merz/) **(CDU) hat sich in den vergangenen Wochen zwischen den Stühlen platziert. Er fordert eine Reform des ETS, wodurch vor allem energieintensive Industrieunternehmen wie Stahl oder Chemie entlastet werden sollen, die ohnehin unter hohem Wettbewerbsdruck stehen. Grundsätzlich wolle man aber am System festhalten, heißt es vonseiten der** [**Bundesregierung**](https://www.t-online.de/themen/bundesregierung/) **in dieser Woche.**

  2. Wonderful-Pause1048 on

    Ich befürchte, dass dann der Ausstieg aus Fossil noch langsamer wenn überhaupt noch stattfindet.

  3. Also alle Länder dessen korrupten Politiker versagt haben, wollen es mindestens reformieren um ihre Inkompetenz zu vertuschen. Was eine scheiß Timeline, manchmal wünscht man sich ein reales deathnote…

  4. md_youdneverguess on

    Also sobald der Emissionshandel langsam zu greifen kommt will man ihn abschaffen? Damit ist doch beweisen, dass der nur dazu gedient hat den Anschein zu wahren, dass man etwas für die Dekarbonisierung tun würde.

    Lächerlich auch wie die Neoliberalen jetzt auch alle über „Deindustrialisierung“ heulen. Bis in die 2000er waren die stolz darauf, die Industrie nach Übersee zu transferieren und hier nur noch auf Service zu setzen, und jetzt wo ihnen auffällt, dass nicht nur die Arbeitsplätze, sondern auch die Gewinne in China bleiben ist das alles böse und die Woken Hippies sind schuld.

    Abgesehen davon gibt es den ETS Aufschlag ja nur, weil die Deppen die Energiewende so stark wie möglich verzögert haben. Und dieser liegt momentan bei 2-3ct, was weniger als 10% der Stromkosten ausmachen, und da die auch nur ein Teil der Gestehungskosten sind hat das einen viel kleineren Einfluss als z.B. die Zölle von Trump. Wie man damit gegen China und Co. bestehen soll, die die gleichen Produkte für 80% weniger verkaufen ist mir auch schleierhaft

  5. Nachdem lang genug gepredigt wurde, der Emissionshandel ist dad Allheilmittel, es braucht keine Verbote, wenn wir bloß einmal beim Emissionshandel sind, geht das alles sofort viel schneller ganz automarktisch. Markt regelt jetzt und es wird von den gleichen rumgeheult, weil der Markt regelt.

  6. Wenn Profit gegen den Erhalt einer lebenswerten Zukunft steht und die Hälfte der Länder fragt, ob den das so wichtig sei.

  7. Klimawandel gibt’s ja nicht, scheiß auf zukünftige Generationen, Hauptsache wir retten die Chemie und Stahl. Und hey, dann wird’s wenigstens schön warm und wir können in Südbayern Palmen und Dünen genießen. /s

  8. Better_Service_6070 on

    Wisst ihr noch, damals bei der Bundestagswahl 2021, als Quarks die Klimaprogramme der Parteien analysierte und zu dem Ergebnis kam, dass die FDP (eine ehemals kleine Partei) beim Thema Klimaschutz aufgrund des Emissionshandels besonders ambitioniert war? Allerdings traute der ÖRR der FDP nicht zu, den Emissionshandel konsequent umzusetzen und platzierte die FDP auf den vorletzten Platz. Das führte zu Empörung. Nunja…Es ist ja nicht die FDP 😀

    [https://www.merkur.de/politik/bundestagswahl-wdr-fdp-quarks-2021-klimapolitik-wahlprogramme-ranking-90958671.html](https://www.merkur.de/politik/bundestagswahl-wdr-fdp-quarks-2021-klimapolitik-wahlprogramme-ranking-90958671.html)

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