
Kaum ein Wirtschaftszweig leidet so unter dem Fachkräftemangel wie das Handwerk. Rund 200.000 Stellen sind trotz guter Berufsperspektiven unbesetzt. Vor allem Kleinbetriebe leiden.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/handwerk-ausbildungsplaetze-100.html
44 Kommentare
Ganz einfach, hoch mit den Löhnen. Angebot und Nachfrage regeln es schon.
Gute Berufsperspektiven vllt. Aber in vielen Fällen einfach schlecht bezahlt, für das was man macht, Handwerk überwiegend nicht besonders weltoffen bis reaktionär, vergleichsweise wenige benefits und die Erwartung, dass man arbeitet bis zum umfallen.
Hatte vor 3 Monaten auch ne Stelle mit guter Berufsperspektive als Schweißer und Kunstschmied angeboten bekommen. Aber eben für 13.50€ die Stunde mit 24 Tagen Urlaub im Jahr.
So bekommt man keine Leute. Erst Recht keine qualifizierten.
Natürlich gibt es Betriebe, die das Gegenteil beweisen. Aber das sind regelmäßig nicht die, die über fehlenden Nachwuchs/ fehlende Fachkräfte jammern.
Sind die Aussagen der aktuellen Regierung zum Arbeitsumfang und zum Renteneintrittsalter – gerade im Hinblick darauf das wir oft von **harter körperlicher Arbeit** reden – mit im Raum bei den *guten Berusperspektiven*? Oder ist der Redakteur und der Autor der Primärquelle da gerade auf einem anderen Stern unterwegs?
Dieselben Kleinbetriebe haben vor gar nicht so langer Zeit wo es ging bei Aus- und Weiterbildung gespart
Wundert mich nicht. Habe in der Schule zwei Praktika im Handwerk gemacht. Das waren ungelogen eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens. Habe mich dann deswegen doch noch angestrengt und mein Abi gemacht.
Und wenn man sich gerne im Handwerk betätigen möchte (selbstständig in einer bestimmten Nische) kommt die IHK ums Eck und fordert eine Meisterpflicht/ Zwangsmitgliedschaft in ihrem Scheis Verein.
Danke für nichts
Habe seit 4 Monaten ein Loch in der Seitenwand meiner Badewanne, weil der Abfluß ausgetauscht wurde. Mein Vermieter kann keinen Fliesenleger/Maler finden, der das Loch zufliest oder eine Revisionsklappe einbauen kann. Keine Kapazität mehr frei, sagen einige. Die meisten aber antworten noch nicht mal auf eine Anfrage.
Ja, es gibt nicht genügen Handwerker.
zieh die Kohle an dann wird das wieder.
aber man ist halt einfach zu gierig und behandelt seine Mitarbeiter noch dazu wie ein Haufen scheiße.
welch ein Wunder. da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.
Mein Standpunkt dazu ist und bleibt: bezahlt und behandelt die Leute anständig.
Anekdotisch vielleicht, aber ich kenne keinen Betrieb – unabhängig der Größe -, der über Personal jammert, wenn sie zum einen entsprechend vergüten (und hier reden wir nicht von utopischen Gehaltsvorstellungen, aber eben angemessen) und die Mitarbeiter fair bezahlen und wertschätzend behandeln. Natürlich können manche Betriebe sich nicht halten, weil wirtschaftlich nicht mehr rentabel oder schlecht/falsch kalkuliert, wurde aber das liegt dann auch nicht am Personalmangel. Ein Unternehmen, dass sich nur durch Ausbeutung seiner Mitarbeiter finanziert, ist ansich gescheitert.
Die ewigen Berichte und das „Gejammer“ ist nur eine Schuldzuweisung und ein Fingerzeig auf „die Anderen“, damit man nichts verändern muss und sich die Frage gefallen lassen müsste, wieso nicht ausgebildet wurde oder wieso die Auszubildenden am Ende nicht übernommen wurden. Aber hat halt niemand ahnen können, wo es hingeht…
Wie jedes Jahr wird in hohen Tönen gejammert, man bekomme keine Lehrlinge im Handwerk für die stetige Suche nach Bremsscheibenöl und Wasserwaagen-Ersatzblasen. Tja, woran liegt das nur? Und wenn du die Ausbildung durchgezogen hast, will dich der Meister auch nur über eine Leiharbeitsfirma – zum entsprechenden Lohn. Puh, tja, keine Ahnung, woher der Fachkräftemangel im Handwerk nur kommt.
Gute Berufsperspektiven? Was ist damit gemeint? Dass man nicht arbeitslos wird?
Weil Karriere kann’s nicht bedeuten. Im Handwerk betreibt man kein Job-Hopping und wechselt regelmäßig auf eine besser bezahlte Stelle. Und wenn man Techniker/Meister wird, muss man auch erstmal eine entsprechende Stelle finden oder arbeitet halt auf Gesellen-Niveau weiter.
Darüber hinaus: Was für ein Fachkräftemangel überhaupt? Es gibt keinen Fachkräftemangel.
Die können mich mal. Ich bin gelernter Bäcker (hatte auch 9 Jahre als solcher gearbeitet) und als ich mich im Rahmen eines Umzuges in eine neue Gegend bei sämtlichen Bäckereien der Stadt(mit ausgeschriebenen Stellen) beworben hatte + noch bei einigen anderen Firmen, weil’s mir damals wichtiger war überhaupt was zu arbeiten, waren die einzigen Betriebe, von denen ich nichtmal eine Antwort bekommen habe ausgerechnet die Bäckereien. Dann jammert gefälligst nicht, wenn ihr den Leuten nichtmal antwortet
Kein Wunder bei den schlechten Arbeitsbedingungen im Handwerk.
Alles selbstverschuldet. Fick diese gierigen Firmen und Chefs aus dem letzten Jahrtausend. Habe 8 Jahre im Handwerk gearbeitet und verstehe schon warum keiner Bock auf den Mist hat. Verarscht werden und seinen Körper kaputt machen, während du um Stunden beschissen wirst und dein Chef von AMG auf eTron GT wechselt.
Ich hab den Artikel nicht gelesen, aber ich kann mir vorstellen, was da drin steht. 2010 hab ich auch noch im Handwerk gearbeitet und es war die Hölle. Ein Stundenlohn von 7,80€ als Geselle, weil man frisch ausgelernt war, war da die Regel. Viele unbezahlte Überstunden und nicht angerechnete Fahrtzeiten, schwere körperliche Arbeit und kein Verständnis, wenn man wegen Krankheit fehlt. Der einzige Vorteil, man durfte für Schwarzarbeit das Werkzeug benutzen.
Dann mit Anfang 20 nochmal neu gelernt und hab’s bisher nicht bereut. Jedes Unternehmen, was seine Mitarbeiter wie Dreck behandelt, hat’s verdient vor die Hunde zu gehen.
Ja lol, und dann von Rente ab 70 und höher faseln oder wie?
Kollege hat Handwerk gemacht, macht der nicht nochmal.
Ich hätte halt auch wenig Lust, nach der Ausbildung täglich 8h auf den Knien rumzurutschen, schwer zu heben und sonstige Dinge zu tun, und dann mit 3000€ Brutto im Monat heimzugehen. Wenn du von dem Geld monatlich deine Miete und das Auto bezahlst, mit dem du zum Betrieb fährst, kannst dich freuen, wenn am Ende des Monats überhaupt noch Geld übrig ist.
Bessere Bezahlung, mehr Flexibilität, bessere Benefits und weniger Sexismus würden schon viel bringen.
Mehr Lohn, besserer Umgang. Keiner hat bock sich für Umme den ganzen Tag von einem Boomer vollschnauzen zu lassen.
Tja. Klassischer Fall von selbst Schuld. Die Betriebe mit dem größten Mangel an Fachkräften sind meistens diejenigen die schon überall bekannt dafür sind ihre Angestellten wie den letzten Dreck zu behandeln.
Aber wie gut dass diese rückständigen Idioten den Schuldigen bereits gefunden haben: „Die Jugend von heute! Die haben alle keinen Bock mehr zu arbeiten! Dieses faule Pack ist einfach nicht mehr bereit die nötigen Opfer zu bringen um MIR meinen verdienten Wohlstand zu erarbeiten.“
Eines der Kinder wollte Schulpraktikum im Handwerk machen, weil Praxis und so. Von den angeschriebenen Betrieben hat sich die Mehrheit erst gar nicht gemeldet, vom Rest hieß es dass sie keine Praktika anbieten.
Und dann wundern wenn es keinen Nachwuchs gibt.
Da kommt es einem vor als suchen die alle fertig ausgebildete Meister zum Gehalt eines Lehrlings.
Ach ich versteh es doch auch nicht. Da werden die Azubis schon schlecht bezahlt, müssen Überstunden buckeln und werden zur Unterstützung von Altgesellen angebrüllt. Sogar am Samstag dürfen sie manchmal zur Arbeit gehen.
Was sollen die denn noch machen umd die jungen Leute zu motivieren ins Handwerk zu gehen?
Man ist zurecht Ratlos.
Eben, aber der Staat lässt genau diese kleinen Unternehmen bluten, so dass keine attraktiven Vergütungen umgesetzt werden können.
Materialkosten und Konkurrenz aus dem In/Ausland, Vergabe von Baustellen für den der am wenigsten für seine Arbeit verlangt, weil keiner mehr bezahlen will (oder kann) ist und bleibt am Ende eine 0-Rechnung und für den Arbeiter auf der Baustelle das Leben von der Hand in den Mund. Seit Jahrzehnten suggerieren wir der Jugend, „geh studieren, dass Du es es besser hast als wir, nicht von 6 bis 18 oder Montage unterwegs bist.“
Ein Großteil der Handwerker der alten Schule sind Ü50, danach gibt es noch die Ü35, danach sieht es extrem dünn aus mit Handwerkernachwuchs der gewillt ist zu arbeiten und auch ein Verständnis und Motivation für den Job aufbringt. Ich, aus meiner Sicht, spreche für Heizung-, Sanitär. Andere Gewerke haben andere oder selbige Probleme.
Wer hier schreibt, „Löhne hoch“ gebe ich prinzipiell recht. Nur wie, wenn man selbst als Unternehmer gerade so über die Runden kommt und 6 Monate oder 12 Monate vorhalten muss im Familienbetrieb und Kleinunternehmer, so dass man seine Angestellten Vollzeit über Zahlungsrückstände und andere Steine im Weg beschäftigt bekommt?
Ausschreibungen, vergiss es. Höchstens als Sub. Privat, da wird jeder Cent 20 mal umgedreht und das Zahlungsziel bis zum Maximum ausgereizt, dass bei einem selbst schon die roten Zahlen läuten.
Nur die besten Handwerker überleben lassen? Absurde Kommentare hier, und suggeriert dass Verfasser nix mit Handwerk am Hut haben. Wenn man 6 oder mehr Wochen auf einen Elektriker warten muss, wenn Du Glück hast, wenn die Heizung eine Woche kalt bleibt, wenn Du 3 Tage bei Nachbars kacken musst weil Du mal schnell was bohren wolltest und den Haupthahn sperren musstest, dann muss der Handwerker da sein, am besten gestern. Der beste Handwerker wird da nicht kommen, aber normale Handwerker die für den Lohn arbeiten der für viele Firmen möglich ist.
Wenn manche Leute hier denken, jeder Chef hat 4 Häuser und nen amg vor der Tür stehen, dann macht mdl einen Deutsche Wirtschaft Reality Check. Für die Haftung und Bürokratie im Hintergrund sollte aber auch 1 Haus und ne abgesicherte Familie drin sein. Wer da nich sagt, Chef hat zu viel, dann sorry..
Gute Berufsperspektive = für nen Hungerlohn den nächsten Porsche des Chefs erarbeiten.
Wenn ich sehe, wie die Azubis behandelt werden, welche die Kleinbetriebe so mit auf die Baustelle bringen, dann wundert mich das nicht. Dazu das noch das Gehabe und Gesafte untereinander.
Komplette Branche hat einen beschissenen Ruf als Arbeitgeber.
Die Berufsperspektiven sind Schrott und bei Ausbildung geht man aktuell Pleite weil das Gehalt nicht mal die Mietkosten deckt, ganz abgesehen davon das Ausbildung meistens ein Synonym für pure Ausbeutung ist. Ist unser Staat eigentlich hängen geblieben?
In der Pflege sind 500.000 Stellen unbesetzt. Nur mal so als Vergleich.
– „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“
– „Huch? Warum will niemand ins Handwerk/ Ausbildung?“
**RANT:**
Das Handwerk leidet? Vorallem die kleinen Betriebe? Nein… Doch… OH…
– Keinerlei Aufstiegs oder Entwicklungsmöglichkeiten (ausser Selbstständigkeit): Berufsperspektiven?!?!!?
– (Harte) Körperliche Arbeit. Stichwort Alter und Rente* /s
– Hitze, Kälte und Dreck. Wärend andere Berufe im klimatisierten Büro an der Kaffeemaschiene tratschen.
– Systematischer großflächiger Arbeitszeitbetrug: Aber nicht vom Arbeitnehmer….
– Arbeitsschutz? „Wer soll das Zahlen“; „Stell dich nicht an“;
– Exponierung wie Asbest, Bremsstaub, Benzene, Fäkalien…
– Arbeitszeitszeitgesetzte? „Das Bezahlt mir niemand.“
– Azubildende wird (fast) nichts beigebracht. Warum sollte man den Arbeitsscklaven was beibringen?!“ das macht doch die BeRuFSchUle.
– Auszubildene werden wie Dreck behandelt.
– Streß und Zeitdruck
– Digitaliesierung bei Kleinbetrieben deutlich schlimmer als beim jeden Amt.
– Von den stehts steigenden Arbeitsstunden Preisen kommt fast nichts beim Arbeitnehmer an. (Ich weiß Betriebsausgaben und die Katze vom Nachbarn vom Bruder bla bla bla.
Man wird wie Dreck behandelt.
Entgegen der sehr rechten Stammtischparolen lieben diese Chefs aber Ausländische Arbeiter und würden ihnene sogar die Füße küssen. Den diese Arbeiten ohne Fragen zu stellen, kennen keine Schutzgesetzte und lassen sich meist mit deutlich niedrigeren Lohn abspeißen…
Kleinbetriebe verlangen viel und zahlen wenig, finde den Fehler
Übersetzung in nicht Propaganda Sprech:
Kaum ein Wirtschaftszweig ist für Arbeitnehmer so unattraktiv wie das Handwerk. Rund 200.000 Stellen sind dank harter Arbeit zum Mindestlohn ohne Benefits und mit reaktionären Chefs unbesetzt. Insbesondere bei Kleinbetrieben.
So ein Schwachsinn…
Die Nachfrage nach dem Beruf koppelt halt direkt an die höhe des Gehalts.
Willkommen im Kapitalismus…
Zusätzlich zählt natürlich die härte der Arbeit und die „vergünstigungen“ welche man u.U. aushandelt.
Komme aus der Gastro und habe ü. 10 Jahre als Koch angeschafft.
Der Standart waren 10 €/Stunde und 10 Stunden/Tag. Kein Wochenendzuschlag, keine Nachtzuschläge, keine Feiertagszuschläge. Als Bonus durfte man an sämmtlichen Feiertagen Arbeiten.
Und was stirbt weg? Die deutsche Küche! Und warum? Weil keiner mehr den Dreck zu den Konditionen machen will. Und wer heult rum wegen den Fachkräften? Die verfickten Unternehmer die keine Lohnsklaven mehr finden.
Mittlerweile wird sogar besser bezahlt! Aber wen Interessierts noch jetze?
Mich nicht, bin jetzt beim Rundfunk ohne Ausbildung. Muss nix machen außer ca. 1/10 der Arbeit in den Status „Bearbeitet“ zu rücken, egal wie. Sitze rum. Mache DIenst nach Plan, und wenn es länger dauert dann rollen die Bonusstunden. Verdiene das 3-fache für lächerlich wenig Aufwand. Danke Staat!
Funfrage: Warum besteht eigentlich noch Fachkräftemangel wo wir doch ein par Millionen Fachkräfte aufgenommen haben?
Dachte haben diese nach china verlagert
Der Umgang ist auch nicht gerade angenehm so, dass ich sagen würde: ja hier möchte ich 50 Jahre auf Rücken- und Gelenkschmerzen hinarbeiten.
Theoretisch interessiert mich das Handwerk total! Ich brauche für die Arbeit was in der Hand und muss was Sichtbares, Greifbares schaffen. Handwerkliche Arbeit liegt mir, Büro bäh. Ich wusste nie was ich beruflich machen will, nur eins: Bloß nicht ins Büro. Ich hab kein Problem mit Dreck oder Wind und Wetter beziehungsweise fühle mich von oben bis unten eingesaut tendenziell noch wohl und produktiv. Ein Highlight im freiwilligen Jahr war nen Schweinestall und Außenbereich mit Hochdruckreiniger zu putzen. Sowas ist alles kein Thema für mich.
Für mich ist die Kultur das Problem. Geld spielt für mich keine so große Rolle, natürlich muss man relativ angenehm klarkommen. Aber ich bin ein sensibler Mensch, „woke“, emotional feinfühlig und menschenbezogen, authentisch und sanftmütig. Ich habe Praktika in handwerklichen Bereichen gemacht und ich kam mit den Menschen die dort mehrheitlich arbeiten einfach nicht klar. Es ist irgendwie eine grundverschiedene Wellenlänge. Leider. Ich arbeite jetzt handwerklich in einem großen Industriebetrieb und fühle mich schon dort wie das fünfte Rad am Fahrrad. Wie es in einem richtigen Handwerksbetrieb laufen würde, mag ich mir gar nicht ausmalen. Es ist ein zu toxisch und auch männlich geprägter Bereich für mich.
Ich arbeite für ne Firma, die Software für Handwerksbetriebe programmiert.
Mein Favorit war der Jungschi, der die Firma seines Alten übernahm und mit mir über Zeiterfassung quatschte.
Irgendwann meinte der nur: „Wissen Sie was? Das ganze Gelaber vom Fachkräftemangel ist kompletter bullshit. Als ich die Firma übernahm, habe ich direkt die Löhne um mindestens 50% angehoben und zahle meinen Azubis den Führerschein. Für mich arbeiten die besten Leute in der Gegend, dafür habe ich nicht drei Porsche. Ich habe einen.“
Doch, es ist so einfach. Granted, der Dude baut Wärmepumpen ein und ist kein Maler. Steht trotzdem.
Das Problem ist einfach, dass Handwerksbetriebe fast ausschließlich Kleinbetriebe sind. Und in Kleinbetrieben zu arbeiten ist immer kacke.
Und wie jedes Jahr wenn der „Kommt ins Handwerk“ Artikel kommt:
Ex-Handwerker hier.
Wenn du:
Scheisse behandelt werden willst
Scheisse bezahlt werden willst
Von der Gesellschaft als Dumm und/oder Versager angesehen werden willst
Mit Rassisten und Schwachköpfen zusammen Arbeiten willst die ihr gesamtes Weltbild aus der BILD haben und intellekt an der Fähigkeit einen Nagel in die Wand zu hämmern messen
klar, dann geh ins Handwerk.
Bonustipp: Hab keine psychischen Probleme. Die gibts nämlich nicht und sind nur eine Ausrede von Leuten die keinen Bock haben zu arbeiten, wie diese „Blödstudierten“.
(glaub man merkt das es keine gute Zeit für mich war)
Vllt sollte man das Personal besser bezahlen…
Wieso zahle ich eigentlich 70€+ für ne Handwerker-Stunde und trotzdem werden die Leute so schlecht bezahlt? Irre was ich alleine im letzten Jahr für Handwerker rausgehauen hab, ich arbeite gefühlt für nichts anderes mehr😅
Also solange mein Mann als einer der besten seine Ausbildung abgeschlossen hat und trotzdem nur knapp über Mindestlohn verdient, während die Stunde bei denen fast 200€ kostet, wundert mich das gar nicht. Ich habe auch nur eine Ausbildung und verdiene mit 25 Stunden mehr als er in Vollzeit. Sorry, aber für das Geld würde ich echt jeden Morgen überlegen, ob ich mir dafür den Körper zerstöre.
Ein Freund von mir ist Handwerksmeister und hat drei Angestellte. Er zahlt gut (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld), jeder MA hat seinen eigenen Firmenwagen (weil jeder eine eigene Baustelle bearbeitet). Das hat sich rumgesprochen und er bekommt viele Bewerbungen von Angestellten der Mitbewerber.
Die älteren Meister denken immer noch, wir sind im Jahr 1994 und es gibt Gesellen zu Hauf, die sich für Mindestlohn den Arsch aufreißen.
Allerdings gehört auch zur Wahrheit, dass es im Baugewerbe aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlänge aktuell sehr schwierig ist. Mein Freund hat hohe Außenstände, die Zahlungsmoral sowohl bei gewerblichen wie privaten Auftraggebern ist gerade beschissen.