
Der Ostafrikanische Grabenbruch ist ein kontinentales Grabensystem, in dem sich die Afrikanische Platte allmählich aufspaltet. Diese Visualisierung zeigt die jährliche Anzahl von Erdbeben mit einer Stärke von ≥4,5 in der Ostafrikanischen Rift-Region von 1980 bis 2025.
Während der langfristige Jahresdurchschnitt typischerweise unter 15 Ereignissen pro Jahr liegt, wurden im Jahr 2025 in der analysierten Zone mehr als 100 Erdbeben ≥M4,5 registriert, was etwa einer zehnfachen Steigerung im Vergleich zu den Hintergrundwerten entspricht.
Der größte Teil der Seismizität im Jahr 2025 konzentrierte sich in der ersten Jahreshälfte auf Äthiopien, obwohl die Aktivität im gesamten Riftsystem anhält.
Die Karte zeigt die analysierte Region, die sich entlang des Rift-Korridors von der Afar-Region nach Süden durch Kenia und Tansania erstreckt.
Kontext:
Die Afar-Region erlebte im Jahr 2005 eine gut dokumentierte Rifting-Episode, bei der sich innerhalb weniger Tage eine etwa 60 km lange Deichintrusion bildete, die mit dem einzigen bekannten historischen Ausbruch von Dabbahu (2005) verbunden war.
Der Vulkan Nabro (Eritrea) brach 2011 nach etwa 10.000 Jahren Ruhe aus und stellte den ersten aufgezeichneten Ausbruch in historischer Zeit dar.
Hayli Gubbi (Äthiopien) brach ebenfalls im Jahr 2025 aus, nachdem im Holozän schätzungsweise rund 12.000 Jahre lang keine Eruptionsaktivität dokumentiert worden war.
Dieser Beitrag konzentriert sich speziell auf die Änderung der Erdbebenhäufigkeit basierend auf Katalogdaten.
Datenquelle: USGS-Erdbebenkatalog
Größenschwelle: M ≥ 4,5
Zeitbereich: 1980–2025
Region: Ostafrikanischer Grabenbruch (Koordinaten auf der Karte angezeigt)
Visualisierung: Python (benutzerdefinierte Analyse)
OK
Von Everyday-Wonder24
2 Kommentare
Is this a real effect or has there been a change to the measurement capabilities or reporting structure?
You’re tearing me apart, LISA (Local Indicators of Spatial Association)