Bergsteigerdrama am Großglockner: Um zwei Uhr morgens lässt er sie schutzlos zurück

    https://www.spiegel.de/sport/bergsteigerdrama-am-grossglockner-um-zwei-uhr-morgens-laesst-er-sie-schutzlos-zurueck-a-bd9dbef2-516e-4d3d-a104-f8031fd40466

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    25 Kommentare

    1. NixKlappt-Reddit on

      Jo, ich sag’s mal so: Mir fällt kein vernünftiger Grund außer geplanten Mord ein, dass man eine unerfahrene Bergsteigerin bei schlechtem Wetter mit auf die Alpen nimmt und dann zurücklässt.

    2. Nice_Pattern_1702 on

      “Thomas P. hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Unglück geäußert. Über seinen Anwalt Kurt Jelinek ließ er erklären, der Tod von Kerstin G. tue ihm »unendlich leid«.
      Jelinek wirft den Bergrettern und der Alpinpolizei vor, zu spät reagiert zu haben. Angeblich hatte Kerstin G. einen Infekt, als sie am Großglockner war. Hatte das womöglich Auswirkungen auf ihre körperliche Verfassung?
      Der Tod von Kerstin G. sei ein »tragischer Unglücksfall« gewesen, so Jelinek. Dem SPIEGEL wollte er keine Fragen beantworten.”

      Da werd ich echt wütend. Dass einem der Tod eines geliebten Partners unendlich leidtut ist ja wohl das Mindeste, aber nach allem was die Bergrettung und die Polizei über Stunden getan und versucht haben, den Vorwurf zu erheben, sie hätten nicht ausreichend geholfen, ist echt der Gipfel (no pun intended).

    3. Nice_Pattern_1702 on

      „Trägt P. wirklich die Verantwortung für den Tod seiner Freundin? Darüber wird nun ein Gericht entscheiden.
      Die Staatsanwaltschaft argumentiert, der damals 36-Jährige habe bei der Tour am Großglockner die Rolle des Führers aus Gefälligkeit eingenommen. P. sei als Bergsteiger deutlich versierter gewesen. Er habe die Besteigung am Stüdlgrat geplant, seine Freundin am Berg geführt.
      Ohne ihren Partner, so die Staatsanwaltschaft, wäre Kerstin G. niemals auf den Großglockner geklettert. Deshalb trage P. auch die Verantwortung für das tragische Ende der Tour.
      Es gibt das Gutachten eines Alpinexperten, auf das die Staatsanwaltschaft ihre Anklage stützt. Darin sind die Fehler aufgeführt, die P. gemacht haben soll und die schließlich zur Katastrophe führten.

      P. habe Zeitlimits nicht eingehalten und Kerstin G., trotz schlechten Wetters, auf den Grat geführt. Er habe zugelassen, dass seine Freundin mit Snowboardausrüstung auf den Großglockner ging, ohne ausreichende Rettungsausrüstung. Er habe versäumt, rechtzeitig einen Notruf abzusetzen oder der Hubschrauberbesatzung beim Überflug um 22.50 Uhr ein Signal zu geben.
      Die Staatsanwaltschaft glaubt Thomas P., dass er versucht hat, seine Freundin noch irgendwie zu retten. Sie ungeschützt zurückzulassen, um Hilfe zu holen, sei allerdings keine gute Entscheidung gewesen.“

      So viele schlechte Entscheidungen zu fällen, aktiv einer Rettung entgegen zu arbeiten und das als erfahrener Bergsteiger ist unverzeihlich und für mich absolut unverständlich.

    4. Im Artikel der Zeit (https://www.zeit.de/2026/03/bergunglueck-grossglockner-bergsteigerin-stuedlgrat-anklage, https://archive.ph/a9RfT) dazu klingt das nochmal deutlich schlechter für den Freund:

      >Warum hatte Katja einen Biwaksack, der gegen Kälte schützt, noch im Rucksack, als Anda sie erfroren in dem Schneefeld fand? Was passierte in der Zeit vom Zusammenbruch bis um 3.30 Uhr, als Markus die Bergrettung alarmierte?

      >Markus behauptet entgegen der Anklage, dass er um 0.35 Uhr einen Alpinpolizisten angerufen habe, um Hilfe anzufordern. Der Alpinpolizist bestätigt das Telefonat, doch Markus habe ihm gesagt, es sei alles in Ordnung – er habe eben nicht um Hilfe gebeten. Der Anruf sei außerdem erst um 3.30 Uhr eingegangen.

    5. Gruselig, genau wie der Fall in Amerika wo ein Vater seine Kinder zu einer Tour mitgenommen hat und dann gegangen ist.

    6. Practical_Chance7067 on

      Man lässt seine Partner nicht alleine in den Bergen zurück. Punkt. Mal abgesehen davon, was man um die Uhrzeit bei den Wetterbedingungen da oben überhaupt macht, wenn nicht beide Partner über die nötige Kompetenz und Erfahrung im alpinen verfügen.

    7. tillybowman on

      war sie verletzt oder nicht erfahren genug für den abstieg bei sturm? leider paywall

    8. Thomas P.: Der Kamm wird zwar an 2-3 Stellen etwas schmaler und bei 2 kleinen Aufschwüngen muss man evtl. auch kurz die Hände aus der Hosentasche nehmen, aber schwierig ist hier nichts. Eine wirklich klasse Feierabendrunde.

    9. NurEinLeser on

      Wirklich alles was ich über diesen Fall in den letzten Monaten mitbekommen habe, lässt diesen Typen äh sagen wir mal nicht im besten Licht erscheinen. 

      Hoffe das Gericht sieht das ähnlich. 

    10. gruuuselig, dass die Bergretter die ganze zeit zwei lichter am Berg beobachten konnten. Warum hat die Frau ihren Biwaksack nicht genutzt? warum wird ein hubschrauber oder die deutlichen warnhinweise mit zeitangaben ignoriert? Komplett wild und ne ordentliche untersuchung ist da echt nötig.
      tippe auf nen Mix aus Dummheit und Arroganz, weil IcH wAr hIeR jA ScHoNmA, kOmM jEtZ

    11. Waren die noch ganz bei Verstand? Das klingt so als wären sie hypoxisch oder unter Schock gewesen oder so, nicht mehr zurechnungsfähig

    12. Also bei der ganzen Story muss man schon ernsthaft fragen ob das tatsächlich ein Unfall war. So viele red flags, das schreit ja förmlich nach Vorsatz.

    13. Euphoric_Shame7572 on

      Als jemand der viel in den Bergen unterwegs ist und schon – fast alles – an Selbstüberschätzung gesehen hat, schwanke ich zwischen Dummheit und Absicht.

    14. Frage am Rande: Warum haben die eigentlich guten Handy-Empfang auf dem fucking Gipfel und ich muss mich in meiner Stadtwohnung dazu aus dem Fenster lehnen?

    15. Ich hab mir hier die Kommentare jetzt einige Zeit lang durchgelesen. Ich bin schockiert wie viele Leute dem Kerl unterstellen, dass er seine Freundin umbringen wollte, ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun, schämt euch dafür so eine Scheiße im Internet zu verbreiten.

      Der Typ trägt eine Mitverantwortung für ihren Tod, sei es durch Arroganz oder falscher Selbsteinschätzung, aber ihr unterstellt der Person einen Mord. Das sind zwei Ebenen die sooo weit voneinander weg sind. Wenn ich durch Selbstverschulden als Fahrer einen Autounfall herbeiführe und meine Mitfahrer zu Tode kommen, heißt das noch lange nicht, dass ich sie umbringen wollte.

      Solche unqualifizierte Kommentare loslassen und dann einen Beitrag weiter sich darüber aufregen wie das Gericht den jungen Mann in Bayern als Mörder verurteilen konnte. Elendige Doppelmoral.

    16. wieso dieser clickbait eigentlich? Das einzige was fehlt ist „und du glaubst nicht was sie dann getan hat“

    17. Ich habe beim Wandern auf easy Wegen im Herbst schon immer Schiss vor der Dunkelheit. Ist es nicht völlig verrückt einen Aufstieg auf einen Berg im Winter bei Dunkelheit zu machen? Oder ist das in der Bergsteigerbubble normal?

    18. Echo_NO_Aim on

      Hab den Artikel nicht gelesen, aber ich glaube die Story ist schon etwas älter. Damals waren viele der Meinung, es war grobe Fahrlässigkeit oder geplanter Mord. Denke nicht, dass sich viel geändert hat.

    19. Wenn das keine Absicht war, dann war das eine endlose Reihe der dümmsten Entscheidungen, zu denen der Normalmensch im halbwegs Altersleben fähig ist. Bei WEITEM. Da scheint man sogar noch vergessen zu haben, dass generell mehr Anziehsachen irgendwie mehr Wärme bedeuten.

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