
SEOUL, 22. Januar (Yonhap) – Die südkoreanische Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr dank robuster Exporte um 1 Prozent, verzeichnete jedoch im vierten Quartal ein negatives Wachstum gegenüber dem Vorquartal, wie Daten der Zentralbank am Donnerstag zeigten.
Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes – ein wichtiger Maßstab für das Wirtschaftswachstum – entsprach für 2025 der früheren Prognose der Bank of Korea (BOK), obwohl sich die Wachstumsrate gegenüber einem Wachstum von 2 Prozent im Vorjahr verlangsamte, wie aus den vorläufigen Daten der Zentralbank hervorgeht.
Im Zeitraum Oktober bis Dezember schrumpfte Asiens viertgrößte Volkswirtschaft unerwartet um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Dies markierte den ersten Rückgang seit sechs Monaten und die schwächste Quartalsleistung seit dem vierten Quartal 2022.
Im Jahresvergleich wuchs das BIP im vierten Quartal um 1,5 Prozent, verglichen mit einem Wachstum von 1,8 Prozent im Vorquartal.
Zuvor war die Wirtschaft im ersten Quartal unerwartet um 0,2 Prozent geschrumpft, da eine innenpolitische Krise, die durch die Kriegsrechtserklärung des damaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol ausgelöst wurde, sowie Unsicherheiten aufgrund der umfassenden Zollmaßnahmen von US-Präsident Donald Trump die Verbraucherausgaben belasteten und das Exportwachstum dämpften.
Doch im zweiten und dritten Quartal erholte sich die Wirtschaft und verzeichnete dank staatlicher Konjunkturmaßnahmen und robuster Exporte, insbesondere im boomenden Halbleitersektor, ein Wachstum von 0,7 Prozent bzw. 1,3 Prozent.
Für die Zukunft prognostiziert die BOK ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent in diesem Jahr und verweist auf den anhaltenden Aufschwung im Halbleiterbereich und die anhaltende Exportstärke.
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