SPD fordert mal wieder mehr nutzlose Massenüberwachung.
ATSFervor on
Was ich mich immer frage: Wer würde denn haften wenn die Überwachung irgendwann missbraucht wird?
Vorausgesetzt natürlich es würde überhaupt zugegeben. Ich bezweifel bis heute das ein Hack von bspw. der Bundesdruckerei früher als 50 Jahre nach dem Vorfall jemals zugegeben werden würde.
Stabile_Feldmaus on
Der Artikel führt als Beweis für die These nur kleine Pilotprojekte an. Länder wie China und die USA haben solche Überwachungstechnik flächendeckend und können ihre kritische Infrastruktur erfolgreich gegen Sabotage schützen.
AccordingBread4389 on
Nein, aber Kameras helfen dabei die Verantwortlichen zu fassen und einen weiteren Anschlag vielleicht zu verhindern und die Diskussion zu beenden ob es nun dumme Linke oder Russen waren.
Educational_Pass5854 on
Wir haben Kriminalitätssektoren, die nicht existieren würden wenn es Videoüberwachungen nicht de-facto verboten wären. Ein Beispiel wäre der Diebstahl von abgestellten Paketen, der so nur existiert weil Türklingelkameras an sich verboten sind.
new_tral_name on
Ich finde schon dass Kameras helfen. Aber nur an den Stellen, die auch potentielle Ziele eines Angreifers sind und auch primär Wärmebildkameras, um Brände so früh wie möglich zu detektieren.
FliccC on
Überwachungskameras… so ein Quatsch.
Regime Change in Russland hilft gegen Attacken aus dem Ausland.
multi_io on
Der Artikel überzeugt irgendwie ganz und gar NICHT. Eine Kameraüberwachung an neuralgischen Punkten dient dem Informationsgewinn. Und eine Kameraüberwachung mit KI-Auswertung bedeutet mehr Informationsgewinn als ohne. Kameras an solchen Orten zu installieren, ist bereits legal (was Kurz verhuscht im Nebensatz zugibt), und dann KI-Auswertung abzulehnen ist ein völlig unbegründetes „hamwa nich, woll’nwa nich“. Es gibt nunmal nicht genug Personal, um sämtliche Kameras 24/7 von Menschen überwachen zu lassen.
Man muss halt die observierte Infrastrukur gleichzeitig auch so gut absichern, dass ein Angreifer hinreichend lange bräuchte, um die Hindernisse zu überwinden, sodass in der Zeit erstens die KI — ggf. mit menschlichem Gegencheck — den Angriff identifiziert und zweitens eine Polizeistreife genug Zeit hat, um da hin zu gelangen und den Angriff zu beenden. Das kann so schwer nicht sein, und ich sehe auch keine realistische Alternative mit demselben Abdeckungsgrad.
Da Kurz dieser Logik letztlich nicht wirklich argumentativ beikommen kann, folgt im zweiten Teil des Textes ihr Alternativvorschlag, den man wie folgt zusammenfassen kann: Wir sollten ein gewisses „Grundrauschen“ von relativ einfach verhinderbaren Anschlägen und Sabotageakten auf unsere Infrastruktur hinnehmen und dafür sorgen, dass wir bei der dann jedesmal darauf folgenden Katastrophenlage besser gewappnet sind. Dieser Take ist absolut crazy.
Wir sollten ganz sicher alles sinnvolle tun, um den Katastrophenschutz zu verbessern. Aber das ist dann eben „defense in depth“, d.h. es bedeutet nicht, dass nicht auch sinnvolle Vorbeugemaßnahmen getroffen werden, die Anschläge von vornherein verhindern. Statt dessen ich habe den Eindruck, hier soll die ganze Problematik ausschließlich vom gewünschten Ergebnis her diskutiert werden: „KI-Auswertung lehnen wir ab, das ist nicht verhandelbar, mit allem was sich daraus ergibt, müssen wir dann halt leben“. Abgelehnt, danke.
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8 Kommentare
SPD fordert mal wieder mehr nutzlose Massenüberwachung.
Was ich mich immer frage: Wer würde denn haften wenn die Überwachung irgendwann missbraucht wird?
Vorausgesetzt natürlich es würde überhaupt zugegeben. Ich bezweifel bis heute das ein Hack von bspw. der Bundesdruckerei früher als 50 Jahre nach dem Vorfall jemals zugegeben werden würde.
Der Artikel führt als Beweis für die These nur kleine Pilotprojekte an. Länder wie China und die USA haben solche Überwachungstechnik flächendeckend und können ihre kritische Infrastruktur erfolgreich gegen Sabotage schützen.
Nein, aber Kameras helfen dabei die Verantwortlichen zu fassen und einen weiteren Anschlag vielleicht zu verhindern und die Diskussion zu beenden ob es nun dumme Linke oder Russen waren.
Wir haben Kriminalitätssektoren, die nicht existieren würden wenn es Videoüberwachungen nicht de-facto verboten wären. Ein Beispiel wäre der Diebstahl von abgestellten Paketen, der so nur existiert weil Türklingelkameras an sich verboten sind.
Ich finde schon dass Kameras helfen. Aber nur an den Stellen, die auch potentielle Ziele eines Angreifers sind und auch primär Wärmebildkameras, um Brände so früh wie möglich zu detektieren.
Überwachungskameras… so ein Quatsch.
Regime Change in Russland hilft gegen Attacken aus dem Ausland.
Der Artikel überzeugt irgendwie ganz und gar NICHT. Eine Kameraüberwachung an neuralgischen Punkten dient dem Informationsgewinn. Und eine Kameraüberwachung mit KI-Auswertung bedeutet mehr Informationsgewinn als ohne. Kameras an solchen Orten zu installieren, ist bereits legal (was Kurz verhuscht im Nebensatz zugibt), und dann KI-Auswertung abzulehnen ist ein völlig unbegründetes „hamwa nich, woll’nwa nich“. Es gibt nunmal nicht genug Personal, um sämtliche Kameras 24/7 von Menschen überwachen zu lassen.
Man muss halt die observierte Infrastrukur gleichzeitig auch so gut absichern, dass ein Angreifer hinreichend lange bräuchte, um die Hindernisse zu überwinden, sodass in der Zeit erstens die KI — ggf. mit menschlichem Gegencheck — den Angriff identifiziert und zweitens eine Polizeistreife genug Zeit hat, um da hin zu gelangen und den Angriff zu beenden. Das kann so schwer nicht sein, und ich sehe auch keine realistische Alternative mit demselben Abdeckungsgrad.
Da Kurz dieser Logik letztlich nicht wirklich argumentativ beikommen kann, folgt im zweiten Teil des Textes ihr Alternativvorschlag, den man wie folgt zusammenfassen kann: Wir sollten ein gewisses „Grundrauschen“ von relativ einfach verhinderbaren Anschlägen und Sabotageakten auf unsere Infrastruktur hinnehmen und dafür sorgen, dass wir bei der dann jedesmal darauf folgenden Katastrophenlage besser gewappnet sind. Dieser Take ist absolut crazy.
Wir sollten ganz sicher alles sinnvolle tun, um den Katastrophenschutz zu verbessern. Aber das ist dann eben „defense in depth“, d.h. es bedeutet nicht, dass nicht auch sinnvolle Vorbeugemaßnahmen getroffen werden, die Anschläge von vornherein verhindern. Statt dessen ich habe den Eindruck, hier soll die ganze Problematik ausschließlich vom gewünschten Ergebnis her diskutiert werden: „KI-Auswertung lehnen wir ab, das ist nicht verhandelbar, mit allem was sich daraus ergibt, müssen wir dann halt leben“. Abgelehnt, danke.