ein Vakuum bleibt eben nie für eine lange Zeit leer.
Reblyn on
>Sollte der Ukrainekrieg bald enden, müssen sich Russen der Schuldfrage stellen
Steile These, ich würde mal behaupten sie werden diese Frage schlicht ignorieren.
>Als Russin, so unsere Autorin, kann man nicht mehr unpolitisch sein.
Kann man sehr wohl. Nicht, dass ich das gutheiße, aber man sieht sehr gut, dass sie es eben doch können und wie immer aussitzen.
Die zwei Umstände hängen übrigens zusammen. Wer unpolitisch ist, muss sich aus der eigenen Perspektive auch keiner Schuldfrage stellen. Es sind dann nämlich einfach immer die anderen, die Schuld sind. Vor allem „der Westen“.
[deleted] on
[removed]
hawkshaw1024 on
Russland funktioniert im Inneren nach quasi-imperialistischer Logik. Wie das British Empire, nur halt in einem Land. Es gibt den Reichskern, hier bestehend aus Moskau und St. Petersburg, und es gibt die Kolonien. Das ist der Rest.
Im Reichskern leben Menschen. Die Krone versorgt sie mit Wohlstand und Glauben. Okay, sie behält fast den gesamten Reichtum für sich. Aber wenn du deine Pflicht tust und den Günstligen des Hofes nicht in die Quere kommst, dann kannst du ein ganz nettes Leben führen.
Und die Kolonien? Da gibt es nur Tiere und Bodenschätze. Wenn Tiere sterben, dann ist das zwar irgendwie schade – nur eben nichts, was man aufarbeiten müsste. Ein paar linkswoke Radikalliberale äußern manchmal den schrecklichen Verdacht, dass einige Tiere der Kolonien doch sehr menschlich wirken. Aber das ist ein zu weites Feld.
JonJoel on
Wir im Westen können glaub ich kaum nachvollziehen wie es sich anfühlt in einer echten und totalitären Staatsform aufzuwachsen und sozialisiert zu werden. Ich will deren Schuld nicht reinwachsen aber schon auch bissl easy for us to say als Westeuropäer oder nicht ?
(Hab den Artikel natürlich nicht gelesen)
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6 Kommentare
Merz ist auch nur eine Schöpfung Deutschlands.
ein Vakuum bleibt eben nie für eine lange Zeit leer.
>Sollte der Ukrainekrieg bald enden, müssen sich Russen der Schuldfrage stellen
Steile These, ich würde mal behaupten sie werden diese Frage schlicht ignorieren.
>Als Russin, so unsere Autorin, kann man nicht mehr unpolitisch sein.
Kann man sehr wohl. Nicht, dass ich das gutheiße, aber man sieht sehr gut, dass sie es eben doch können und wie immer aussitzen.
Die zwei Umstände hängen übrigens zusammen. Wer unpolitisch ist, muss sich aus der eigenen Perspektive auch keiner Schuldfrage stellen. Es sind dann nämlich einfach immer die anderen, die Schuld sind. Vor allem „der Westen“.
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Russland funktioniert im Inneren nach quasi-imperialistischer Logik. Wie das British Empire, nur halt in einem Land. Es gibt den Reichskern, hier bestehend aus Moskau und St. Petersburg, und es gibt die Kolonien. Das ist der Rest.
Im Reichskern leben Menschen. Die Krone versorgt sie mit Wohlstand und Glauben. Okay, sie behält fast den gesamten Reichtum für sich. Aber wenn du deine Pflicht tust und den Günstligen des Hofes nicht in die Quere kommst, dann kannst du ein ganz nettes Leben führen.
Und die Kolonien? Da gibt es nur Tiere und Bodenschätze. Wenn Tiere sterben, dann ist das zwar irgendwie schade – nur eben nichts, was man aufarbeiten müsste. Ein paar linkswoke Radikalliberale äußern manchmal den schrecklichen Verdacht, dass einige Tiere der Kolonien doch sehr menschlich wirken. Aber das ist ein zu weites Feld.
Wir im Westen können glaub ich kaum nachvollziehen wie es sich anfühlt in einer echten und totalitären Staatsform aufzuwachsen und sozialisiert zu werden. Ich will deren Schuld nicht reinwachsen aber schon auch bissl easy for us to say als Westeuropäer oder nicht ?
(Hab den Artikel natürlich nicht gelesen)