Mir ist wieder aufgefallen, dass jedes Jahr rund um den 6. Dezember diese Geschichte vom angeblichen „Nikolo-Verbot“ in Kindergärten herumgereicht wird.

    Ich bin über einen Artikel gestolpert, der das ziemlich ausführlich auseinandernimmt: Woher die Geschichte überhaupt kommt, was 2006 in Wien wirklich beschlossen wurde (Stichwort: keine externen Agentur-Nikolos mit Krampus-Schockprogramm mehr) und dass der Nikolo in den städtischen Kindergärten eigentlich gar nie „verboten“ war, sondern eher der Fokus auf kindgerechte Feiern und keine fremden Personen gelegt wurde.​

    Spannend (und auch ziemlich schräg) fand ich auch, dass diese österreichische Erzählung es sogar bis ins Manifest von Breivik geschafft hat, wo er das „Nikolaus-Verbot“ als Beispiel für angebliche „Anpassung an Muslime“ anführt.​

    Hier der Artikel, falls den jemand lesen will:
    https://kontrast.at/das-sind-die-hintergruende-der-nikolo-luege/

    Mich würde interessieren:

    • Wie ist das bei euch in Kindergarten/Schule früher gewesen?
    • Habt ihr diese „Nikolo-Lüge“ schon im Familien-/Bekanntenkreis diskutiert?
    • Glaubt ihr, dass solche jährlich wiederholten Geschichten langfristig politisch etwas bringen, oder stumpfen die Leute eher ab?

    „Nikolo-Verbot in Kindergärten“ habe mir einen Artikel zu den Hintergründen angeschaut, was haltet ihr davon?
    byu/Quiet-Supermarket215 inAustria



    Von Quiet-Supermarket215

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    2 Kommentare

    1. ElContador69 on

      Gibt’s da nicht seit Jahren schon diese Aktion vom Florian Klenk? Er spendiert dem ersten FPÖler, der diese fake Story teilt, ein Falterabo.

    2. SweetDatabase9522 on

      Ist halt die gleiche Sau die jedes Jahr bei den Rechten durchs Dorf getrieben wird. Für künstliche Empörung sorgts auch jedes Jahr bei den uninformierten. Ähnlich wie die Gschicht von den Cowboy und Indianer Kostümen die zu Fasching angeblich in Kindergärten verboten sind. Auch da ist Fakt, so ein Verbot gibt es nicht.

      Die Sache ist, der Spaß wurde vor fast 10 Jahren von Mimikama schon aufgearbeitet und damals gabs schon für Boulevard Blattl eine Presserüge für das verbreiten dieser Falschberichte. Leider sind Politiker keine Presse, deswegen dürfen die diesen Unsinn noch behaupten.

      Aber so nebenbei, beim Geschreibsel von „kontrast.at“ ist auch immer jedes einzelne Wort zu hinterfragen. Das ist das Propaganda Blattl von der SPÖ wo sie regelmäßig andere Parteien ankacken, massives Framing betreiben und regelmäßig Lobeshymnen zu Themen und Standpunkten aus der eigenen Partei bringen.

      Wenn die also schreiben, dass das im Pamphlet vom Breivik gewesen ist, dann kann das alles und nix heißen und einfach nur ein verstärktes Framing um zu zeigen, „heeee, schaut, sogar der Rechteste der Rechten vertritt diese Meinung“, was halt echt schon sehr suggestiv wirkt als echt einen Punkt zu machen.

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