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    20 Kommentare

    1. Glass-Toe6315 on

      Deutschland, das Land der Superreichen, in dem man es sich leisten kann, von Jahr zu Jahr mehr Geld zu verbrennen 

    2. Lasst die Leute doch ihren Spaß haben. Was sich manche Leute darüber hier aufregen, meine Güte…

    3. Prince-Akeem-Joffer on

      Eben habe ich gelesen, dass die überwiegende Mehrheit (61%!!) Feuerwerk entschieden ablehnen würde. Was denn nun?

    4. In meiner bubble wird von Jahr zu Jahr immer weniger bis gar nichts gekauft. Solche Überschriften überraschen mich immer wieder..
      Traurig.

    5. Hier etwas Aufklärung, da es mal wieder völlig ausartet. Das hier ist keine wissenschaftliche Meta-Studie, sondern eine Orientierungshilfe für die Debatte. Die Kernaussagen sind aber belastbar.

      Im November 2025 hat Ipsos eine repräsentative Face-to-Face-Umfrage durchgeführt. Demnach sehen 84 % der Befragten privates Silvesterfeuerwerk weiterhin als Teil deutscher Tradition. 69 % sprechen sich für den Erhalt aus, wobei 37 % zusätzliche Einschränkungen befürworten (z. B. zeitliche Begrenzungen oder leisere Produkte). Für ein komplettes Verbot sprachen sich nur 28 % aus.

      Umweltbelastung:

      Die Auswirkungen von privatem Silvesterfeuerwerk auf Umwelt und Klima sind vergleichsweise gering. Laut einer vom Umweltbundesamt anerkannten Studie (Keller/Schragen, 2020) entstehen in Deutschland jährlich rund 2.000 t PM10-Feinstaub durch Feuerwerk, davon etwa 1.477 t in der Silvesternacht – das entspricht nur rund 0,7 % der jährlichen Gesamtbelastung von 210.000 t. Zum Vergleich: Holzfeuerungen tragen rund 9 % zur PM10-Belastung bei.

      Auch Treibhausgasemissionen durch Feuerwerk sind sehr gering: Selbst bei konservativer Einrechnung von Transport und Papierherstellung liegt der Anteil an Deutschlands Gesamtemissionen deutlich unter 0,01 % – bei über einer Milliarde Tonnen CO₂-Äquivalenten pro Jahr (Statistisches Bundesamt). Die Belastungen durch Feuerwerk treten zudem zeitlich kurz und überwiegend lokal auf.

      Beim Thema Müll wird häufig auf Importzahlen von rund 40.000 Tonnen Feuerwerk pro Jahr verwiesen. Davon sind etwa drei Viertel nicht-explosive Materialien wie Pappe, Holz und Verpackungen. Bezogen auf das jährliche Siedlungsabfallaufkommen in Deutschland von über 46 Millionen Tonnen liegt der rechnerische Anteil von Feuerwerk bei unter 0,1 %. Der problematische Kunststoffanteil wird seit Jahren reduziert (z. B. Umstellung auf Karton).

      Dass gewisse Idioten ihren Müll nach dem Verschießen nicht wieder aufräumen ist ein gesellschaftliches Problem und per se nicht die Schuld von Feuerwerk.

      In Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper werden geprüft, hochtoxische Substanzen wie Blei- oder Arsensalze sind verboten. Verwendete Farb- und Effektstoffe wie Kupfer- oder Bariumsalze gelten in den im Feuerwerk auftretenden Mengen als toxikologisch unkritisch. Auch hier wird in der Fachliteratur regelmäßig darauf hingewiesen, dass die tatsächliche Belastung stark von der Dosis abhängt (BAM, VPI).

      Allgemeine Sicherheit:

      Was die Sicherheit angeht zeigen Medienberichte und Behördenangaben, dass schwere Verletzungen und Vorfälle häufig mit illegalem oder unsachgemäß verwendetem Feuerwerk zusammenhängen. Legales Feuerwerk unterliegt in Deutschland einer Prüfung durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

      Die hohe Auslastung von Notaufnahmen in der Silvesternacht lässt sich nicht pauschal dem Feuerwerk zuschreiben. Silvester gehört zu den alkoholintensivsten Tagen des Jahres. Alkohol erhöht nachweislich das Unfallrisiko, begünstigt Stürze, Schlägereien, Verkehrsunfälle und Verletzungen durch Glas oder allgemeines Fehlverhalten – unabhängig von Feuerwerk.

      Auch bei feuerwerksbezogenen Verletzungen spielt Alkohol häufig eine Rolle, ebenso wie der Umgang mit illegalem oder unsachgemäß verwendetem Feuerwerk. Legales, geprüftes Feuerwerk gilt bei sachgemäßer Anwendung als vergleichsweise sicher. Hier ist – wie bei Messern, Werkzeugen, Fahrzeugen oder Alkohol selbst ein der rechtliche Maßstab gemeint. Belastbare Statistiken, die Klinikfälle sauber nach Alkohol, legalem Feuerwerk, illegalem Feuerwerk und sonstigen Ursachen trennen, existieren bislang nicht.

      Interessant ist außerdem: Klinischen Erhebungen im Zuge der pandemiebedingten Verkaufsverbote zeigen keinen nennenswerten Unterschied in der Silvesternacht im Vergleich zu den Verbotsjahren.

      Volle Kliniken an Silvester sind daher eher das Ergebnis mehrerer gleichzeitig auftretender Faktoren – hoher Alkoholkonsum, Nachtbetrieb, Menschenansammlungen – und nicht allein dem privaten Silvesterfeuerwerk zuzuschreiben.

      Lärmbelastung:

      Lärm ist jedoch wirklich ein Punkt, der uns alle betrifft und unabhängig vom Fehlverhalten wirkt. Das meiste Feuerwerk erzeugt teils hohe Schalldruckpegel, die Menschen und Tiere belasten können.

      Aktuell noch wichtig: In den Medien wird fast ausschließlich über einzelne Hotspots wie Berlin berichtet, oft mit sehr drastischen Bildern. Das ist aber nicht repräsentativ für Silvester in ganz Deutschland, wo der Jahreswechsel oft ruhig abläuft, mit privatem Feuerwerk im familiären Umfeld und ohne größere Zwischenfälle. Die starke Fokussierung auf wenige Problemzonen verzerrt daher den Gesamteindruck und blendet aus, dass Silvester für einen Großteil der Bevölkerung deutlich unspektakulärer verläuft.

    6. High_on_kola on

      Ich finds doof, aber ehrlicherweise nur wegen den Tieren und dem Müll. Der Umwelt Aspekt ist mir egal da es ja nur ein winziger Bruchteil ist. Aber das Tiere derartig leider müssen, und die wochen danach andauernd überall unmengen ab dreck sind, ist schon doof

    7. Die Verbotsdiskussion, ein cleverer Verkaufstrick der Feuerwerksfabrikanten 🙂

    8. Hans_the_Frisian on

      Ich miss ja sagen als Kind michte ich Feuerwerk sehr gerne, gerade Raketen und Batterien, etwas das weit nach oben fliegt und schöne Lichter erzeugt.

      Aber selber gekauft habe ich mir noch nie Feuerwerk, wie bei Zigaretten und (meist auch) Alkohol bin ich dafür einfach zu geizig mein Geld wortwörtlich zu verpulvern.

    9. PegasusTargaryen on

      Kein Wunder wenn die alljährliche gesellschaftliche Diskussion dem Volk suggeriert, es könnte jederzeit verboten werden. Diese Horrorbilder von Schlachtfeldern in den Großstädten mit denen da argumentiert wird gibt es eben nur da – vielleicht wäre eine sinnvolle Maßnahme etwas wie „Feuerwerk nur auf dem Land“

    10. In meinem Umfeld (natürlich null repräsentativ) gibt es eben auch nur noch die Leute die zum WECO Verkauf fahren und sich für 200€ eindecken, oder die die eben gar nicht mehr Böllern wegen der Tiere, Geld oder sonstigem. Bekannte mit kleinen Kindern kaufen dann vielleicht die Jugendfeuerwerk-Klassiker. Insgesamt sind die, die dafür viel Geld ausgeben aber deutlich in der Unterzahl, dafür holen die umso mehr Geld dafür raus. Insofern passt es, weniger als die Hälfte gibt dafür 3-4 Mal so viel aus wie der Durchschnittsmensch.

    11. 514Y3R0FJ4CK on

      Irgendwie wäre eine Erklärung gut wie immer mehr dagegen sind und gleichzeitig immer mehr verkauft wird.

    12. wifestalksthisuser on

      Ich finds lästig, vorallem wegen meinem Hund, aber kann schon verstehen wieso Andere das toll finden. Ist eines der Themen die nicht wirklich eine Diskussion wert sind finde Ich. Viel Spaß an die, die böllern wollen 😀

    13. chestnutman on

      Ich hatte den Eindruck, dass zumindest in München von Jahr zu Jahr weniger Feuerwerk ist. Das meinten auch Kollegen von mir. Würde mich mal interessieren, ob das ne Fehleinschätzung ist oder ob es dafür in anderen Regionen mehr abgeht?

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