
Chinas Deutschland-beobachter ziehen Bilanz über Berlins unruhige Kurswende – Wie blicken Deutschland-Forschende in China auf die Situation in Deutschland? Übersetzung des “2025 Year-End Seminar on the Situation in Germany.”
https://www.pekingnology.com/p/chinas-germany-watchers-take-stock
4 Kommentare
Falls jemand sich dafür interessiert, wie Soziolog*innen in China momentan auf Deutschland und die Deutsch-Chinesische Beziehung blicken. Text auf Englisch. Hier die Übersetzung:
**Chinas Deutschland-Beobachter ziehen Bilanz zu Berlins unruhiger Wende**
Ein Jahresend-Seminar in Peking kartiert Deutschlands innenpolitische Spannungen, Sicherheitswende und den schrumpfenden Spielraum in den chinesisch-europäischen Beziehungen.
YIRUI LI und Yuxuan JIA 23. Dezember 2025
Am 7. Dezember 2025 versammelten sich nahezu 50 chinesische Wissenschaftler und Politikforscher in Peking zum „Jahresend-Seminar 2025 zur Lage in Deutschland.“
Ein Bericht des Seminars wurde am 12. Dezember auf dem WeChat-Blog des Instituts für Europastudien der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) veröffentlicht. Er ist auch auf dessen Website verfügbar.
Feng Zhongping, Direktor des Instituts für Europastudien und Präsident der Chinesischen Vereinigung für Europastudien, hat die Übersetzung freundlicherweise autorisiert. Der Bericht ist auch auf der Website der Vereinigung verfügbar.
Jahresend-Seminar 2025 zur Lage in Deutschland
Am 7. Dezember 2025 wurde das „Jahresend-Seminar 2025 zur Lage in Deutschland“ erfolgreich in Peking abgehalten. Das Seminar wurde gemeinsam ausgerichtet vom China-Deutschland-Kooperationszentrum der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS), dem Institut für Europastudien der CASS und der Gesellschaft für Deutschland-Studien der Chinesischen Vereinigung für Europastudien.
Nahezu 50 Experten und Wissenschaftler nahmen an der Konferenz teil, darunter von CASS, der Parteischule des Zentralkomitees der KPCh (Nationale Akademie für Governance), der Chinesischen Volksvereinigung für Freundschaft mit dem Ausland (CPAFFC), den China-Instituten für zeitgenössische internationale Beziehungen (CICIR), dem Chinesischen Institut für internationale Studien (CIIS), der Peking-Universität, der Renmin-Universität China, der China-Universität für auswärtige Angelegenheiten, der Pekinger Fremdsprachenuniversität, der Beihang-Universität, der Pekinger Universität für internationale Studien, der Universität für Wissenschaft und Technologie Peking, der Fudan-Universität, der Tongji-Universität, der Shanghai-Universität für internationale Studien, der Ostchinesischen Pädagogischen Universität, der Shandong-Universität, der Heilongjiang-Universität, der Sichuan-Universität für internationale Studien und der Zhejiang-Universität für internationale Studien.
Die teilnehmenden Wissenschaftler führten vertiefte Diskussionen über die Entwicklungen und Veränderungen in Deutschlands Politik, Wirtschaft, Diplomatie, Gesellschaft und Sicherheit sowie über die sich entwickelnde Situation der deutsch-chinesischen und chinesisch-europäischen Beziehungen.
Die Eröffnungszeremonie wurde von Professor Yang Xiepu, Direktor des China-Deutschland-Kooperationszentrums der CASS, geleitet. Professor Feng Zhongping, Direktor des Instituts für Europastudien der CASS und Präsident der Chinesischen Vereinigung für Europastudien, und Professor Gu Junli, Direktor der Gesellschaft für Deutschland-Studien der Chinesischen Vereinigung für Europastudien, hielten nacheinander Reden.
In seiner Begrüßungsansprache entbot Feng Zhongping den Experten und Wissenschaftlern, die aus dem ganzen Land angereist waren, einen herzlichen Willkommensgruß und sprach ihnen seine aufrichtige Wertschätzung aus. Er betonte, dass Europa ein Schwerpunkt der Großmachtdiplomatie mit chinesischen Charakteristika und ein entscheidender Partner beim Vorantreiben der chinesischen Modernisierung sei. Er stellte fest, dass Deutschland und Europa alle Anstrengungen unternähmen, um auf den „Trump-Schock“ zu reagieren, und dass die Wertebasis der transatlantischen Beziehung ins Wanken geraten sei, Europa und die Vereinigten Staaten jedoch voraussichtlich nicht getrennte Wege gehen würden. Trotz der Herausforderungen werde Europa weiterhin eine bedeutende Rolle in internationalen Angelegenheiten spielen und dabei auf seine Errungenschaften der Integration, seine Soft Power in der globalen Governance und, wenn es hart auf hart komme, auf seine Entschlossenheit zur Entwicklung harter Macht zurückgreifen. Er fügte hinzu, dass China und Europa nach wie vor umfangreiche gemeinsame Interessen teilten und dass pragmatische, rationale Stimmen in Europas China-Politik zunähmen. Beide Seiten, so sagte er, sollten die Zusammenarbeit vertiefen, um einer turbulenten Welt Stabilität zu verleihen.
In seiner Rede merkte Gu Junli an, dass Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas und zentrale Macht an einem Wendepunkt stehe, an dem Tradition auf Zukunft treffe, und dass seine Beständigkeit und Rationalität besondere Bedeutung für Europa trügen. Vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen, wie sie seit einem Jahrhundert nicht gesehen wurden, argumentierte er, sei die Aufrechterhaltung eines pragmatischen, rationalen und offenen Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland nicht nur im Interesse beider Länder, sondern helfe auch, der Welt eine stabilisierende Kraft hinzuzufügen.
Das Seminar ging dann zur ersten Sitzung über, „Grundsatzreferate“, geleitet von Professor Xiong Wei, Leiter der Abteilung für Diplomatie und Verwaltung auswärtiger Angelegenheiten und Direktor des Zentrums für Gebietsdiplomatie-Studien an der China-Universität für auswärtige Angelegenheiten.
Kurz: China hat Angst vor einem europäischem Isolationismus und möchte weiterhin zusammen forschen, wirtschaften und die EU von den USA wegbewegen.
Schwierig, wegen der Ukraine-Unterstützung und dem Taiwan-Problem. Das wird nicht genannt, aber man wundert sich stattdessen lieber, warum sich trotz Trump die EU nicht mehr auf China zubewegt.
Zeigt aber auch, wie wichtig die EU für China zu sein scheint.
Achtung Ki slop incomming.
Mich hatte der Text interessiert aber finde heute und wahrscheinlich morgen auch keine Zeit ihn in gänze zu lesen. Für denen die es ähnlich geht.
Ich habe Chat von Mistral Ai genutzt um den Text zusammenzufassen.
Promp: Bitte kurz zusammenfassen. Ich will eine übersicht.
Ggf hast du OP die Zeit und muße zu schauen ob das soweit richtig zusammengefasst ist.
Hier die Antwort
**Zusammenfassung: Chinas Deutschland-Beobachter ziehen Bilanz zu Berlins unruhiger Wende**
**Veranstaltung und Teilnehmer**
Am **7. Dezember 2025** fand in Peking das „Jahresend-Seminar 2025 zur Lage in Deutschland“ statt, organisiert von führenden chinesischen Forschungseinrichtungen. Fast **50 Experten** aus Politikwissenschaft, Wirtschaft und Diplomatie diskutierten Deutschlands aktuelle Herausforderungen und die Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen.
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**Kernaussagen des Seminars**
1. **Deutschlands innenpolitische Spannungen**
– Die **Merz-Regierung** steht vor wachsenden Governance-Problemen: unklare Umsetzung politischer Agenden (z. B. Immigration, Sozialleistungen) und schwache Durchsetzung.
– **Rechtsruck**: Die AfD liegt in Umfragen auf Platz 2 und nutzt Themen wie Immigration und Energiepolitik für populistische Narrative.
– **Fragmentierung**: Neue Parteien wie das **Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)** spalten die politische Landschaft weiter.
2. **Sicherheits- und Außenpolitik**
– **„Zeitenwende“**: Deutschland reagiert auf die „America First“-Politik der USA und den Ukraine-Krieg mit einer **historischen Sicherheitswende**:
– Erhöhung der **Verteidigungsausgaben auf 5 % des BIP**.
– Einrichtung eines **Nationalen Sicherheitsrats**.
– Stationierung von Truppen in Litauen und verstärkte Präsenz in der Arktis.
– **Ambivalente Chinapolitik**: Die Regierung balanciert zwischen **wirtschaftlicher Kooperation** und **strategischer Rivalität** – China wird zunehmend als „systemische Herausforderung“ wahrgenommen.
3. **Wirtschaftliche Herausforderungen**
– **Strukturelle Schwächen**: Energiekosten, digitale Rückstände und bürokratische Hürden bremsen die Wirtschaft.
– **Technologische Abhängigkeiten**: Trotz regulatorischer Führerschaft (z. B. EU-KI-Gesetz) hinkt Deutschland in **Innovation und industrieller Anwendung** China und den USA hinterher.
– **Investitionen**: Deutsche Unternehmen vertiefen **F&E-Investitionen in China** (v. a. Automobil- und Chemiesektor), während chinesische Firmen in Deutschland investieren.
4. **Chinesisch-deutsche Beziehungen**
– **Scheideweg**: Die Beziehungen sind geprägt von **abnehmender Komplementarität** und wachsender **wertbasierter Exklusivität**.
– **Europas Dilemma**: Die EU verbindet China-Politik zunehmend mit der Russland-Politik und rückt näher an die USA – was den Spielraum für chinesisch-europäische Zusammenarbeit verengt.
– **Forderung nach Pragmatismus**: Beide Seiten sollten **rationale Kooperation** stärken, um globale Stabilität zu fördern.
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**Fazit der chinesischen Beobachter**
Deutschland steht an einem **historischen Wendepunkt**, geprägt von innenpolitischer Instabilität, sicherheitspolitischen Umbrüchen und wirtschaftlichem Druck. Die chinesisch-deutschen Beziehungen bleiben **komplex**, erfordern aber **dialogorientierte Lösungen**, um gemeinsame Interessen zu wahren.
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**Quelle**: Bericht des Instituts für Europastudien der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS), veröffentlicht am **12. Dezember 2025**.
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> characterised its approach as “lofty ambitions, disordered implementation, and weak follow-through.”
Das beschreibt allerdings viel deutsche Politik der letzten Regierungen, nicht nur Merz