Aus dem Artikel: „Einsamkeit betreffe längst nicht nur ältere Menschen, sondern sei zu einem generationenübergreifenden Phänomen geworden, mahnte Berghegger. „Wenn wir dieser Entwicklung als Gesellschaft nichts entgegensetzen, drohen die kommenden Jahre zu einem Jahrzehnt der Einsamkeit zu werden.“ Als Gründe nannte der Hauptgeschäftsführer eine immer stärkere Flucht ins Digitale, die schwierige wirtschaftliche Lage und die globalen Verwerfungen.“
ReverseDartz on
Wüsste auch gerne wie man heutzutage noch neue Leute kennen lernen soll.
Wohne in Baden-Baden, aber Leute einfach anzuquatschen ist auch dumm…
Wünschte es gäbe ne gute Website dafür, falls jemand auch in Baden-Baden lebt, gerne anschreiben (31M).
Prior-Advice-5207 on
Kommunen bevorzugen auch nach wie vor Autos gegenüber allem anderen, und verhindern so eine Menge Begegnungen, die sich einfach auf öffentlichem Raum zutragen könnten.
JamesMxJones on
Natürlich wird Einsamkeit schlimmer: soziale Räume werden immer mehr abgebaut, vor allem auch kostenlose oder günstige soziale Räume. Und die Menschen sitzen dann auf Reddit, TikTok oder reden mit ChatGPT und das ersetzt nunmal keinen sozialen Kontakt.
toi80QC on
Jahrzehnt ist angesichts der Entwicklungen noch optimistisch.
dementedfish00 on
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Teilweise wirkt dieser Vorschlag wie ein Auswuchs eines Nanny-Staats, der jetzt noch dafür sorgen soll, dass seine Schäfchen Kontakte knüpfen.
Wenn eine Ursache die Flucht ins Digitale ist, dann kann man das doch individuell ändern. In Südeuropa sitzen die Leute auch nicht abends alle allein vor dem PC oder vor dem Fernseher, sondern zusammen draußen im Park. Auch das Problem, dass Deutsche tatsächlich wenig kontaktfreudig sind, lässt sich umgehen, wenn man sich in Vereinen engagiert. Die gibt es überall und mannigfaltig, und dort sind genau die Leute, die ebenfalls kontaktfreudig sind.
Auch die Wohnsituation ist imo ein Faktor: Einerseits wird Einsamkeit beklagt, andererseits sucht gefühlt jeder Umziehende eine Singlewohnung. Die kann man sich in einer Großstadt als Normalverdiener ohnehin kaum noch leisten; warum also keine Wohngemeinschaft? Das löst gleich beide Probleme.
Zusätzlich steht es jedem frei, sich in Hobbys zu engagieren, die Geselligkeit fördern. Oder auf der Arbeit Kontakte zu Kollegen zu knüpfen, die auch ins Private reichen (zugegebenermaßen nicht immer einfach). Oder selbst einen Verein/eine Gruppe zu gründen. Oder, oder, oder.
Fazit: Ich habe den Eindruck, dass Einsamkeit nicht selten selbst verschuldet ist.
Camera-and-Caipi on
Lebe in einem kleinen Dorf in totaler Isolation. Außer die Kassiererin an der Kasse spreche ich so gut wie nie mit jemanden. Einmal im Jahr kann ich in den Urlaub und kann dort ganz normal sozial mit anderen Menschen einfach nur Spaß haben.
Der Unterschied ist enorm was die eigene Verfassung angeht. Man fühlt sich viel besser. Ein paar Wochen zurück und in der Isolation dann setzt der „Verfall“ wieder ordentlich ein. Ein Jahr warten bis zur nächsten Reise.
Anthyrion on
Ich: *schaue auf mein bisheriges Leben mit wenigen Freunden und einer Fernbeziehung für wenige Monate* EIN Jahrzehnt? Niedlich.
galvingreen on
Wundert das wen? Soziale Medien befeuern den Rückzug in die eigenen vier Wände, alles spielt sich online ab.
Zudem gibt es auch quasi keinen öffentlichen Raum, der ohne Konsum auskommt. Innenstädte sind null besuchenswert. Leerstand, eine uninteressante Kettenfiliale neben der nächsten und das Klientel wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Welcher normale Mensch, also jene, die man treffen wollen würde, geht da denn freiwillig regelmäßig hin?
genericgod on
Ohne jetzt Einsamkeit klein reden zu wollen, möchte ich mal erwähnen, dass Einsamkeit und Alleinsein nicht das gleiche ist. Man kann einsam sein und viele Sozialkontakte haben, man kann auch allein sein und trotzdem nicht Einsam.
Ich habe nur einen überschaubaren Freundeskreis und bin gerne alleine, aber ich fühle mich keineswegs einsam.
pr0ghead on
*Kapitalismuskritik hier einfügen*
avanti_dilettanti on
Was das die Wirtschaft wieder kosten wird. Da hilft dann nur mehr arbeiten /s
horror-traktor on
Das ist eure Erinnerung daran mal mit euren Nachbarn Kontakt zu suchen (sofern die nicht schon ohne Provokation Nachbarschaftskriege starten).
Ich hab jetzt das erste mal als Erwachsener meine Nachbarn richtig auf dem Schirm und ich fühle mich viel weniger einsam damit. Es ist schön zu wissen, dass ich weiß wer um mich rum wohnt und eine Möglichkeit habe auch dort Gesellschaft zu suchen 🙂 das und natürlich auch z.b. ehrenamtliches Engagement oder hobby Gruppen! Es gibt noch viele tolle Sachen, die kein Geld kosten und einen unter gute Gesellschaft bringen.
Butzlomba on
Warum Jahrzehnt? Ist das in zehn Jahren wieder vorbei?
Nekroin on
Das is weil die jungen Leute nicht mehr Saufen! /semi s
Beastiiii on
Eine Rentenerhöhung würde das ausgleichen
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16 Kommentare
Aus dem Artikel: „Einsamkeit betreffe längst nicht nur ältere Menschen, sondern sei zu einem generationenübergreifenden Phänomen geworden, mahnte Berghegger. „Wenn wir dieser Entwicklung als Gesellschaft nichts entgegensetzen, drohen die kommenden Jahre zu einem Jahrzehnt der Einsamkeit zu werden.“ Als Gründe nannte der Hauptgeschäftsführer eine immer stärkere Flucht ins Digitale, die schwierige wirtschaftliche Lage und die globalen Verwerfungen.“
Wüsste auch gerne wie man heutzutage noch neue Leute kennen lernen soll.
Wohne in Baden-Baden, aber Leute einfach anzuquatschen ist auch dumm…
Wünschte es gäbe ne gute Website dafür, falls jemand auch in Baden-Baden lebt, gerne anschreiben (31M).
Kommunen bevorzugen auch nach wie vor Autos gegenüber allem anderen, und verhindern so eine Menge Begegnungen, die sich einfach auf öffentlichem Raum zutragen könnten.
Natürlich wird Einsamkeit schlimmer: soziale Räume werden immer mehr abgebaut, vor allem auch kostenlose oder günstige soziale Räume. Und die Menschen sitzen dann auf Reddit, TikTok oder reden mit ChatGPT und das ersetzt nunmal keinen sozialen Kontakt.
Jahrzehnt ist angesichts der Entwicklungen noch optimistisch.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Teilweise wirkt dieser Vorschlag wie ein Auswuchs eines Nanny-Staats, der jetzt noch dafür sorgen soll, dass seine Schäfchen Kontakte knüpfen.
Wenn eine Ursache die Flucht ins Digitale ist, dann kann man das doch individuell ändern. In Südeuropa sitzen die Leute auch nicht abends alle allein vor dem PC oder vor dem Fernseher, sondern zusammen draußen im Park. Auch das Problem, dass Deutsche tatsächlich wenig kontaktfreudig sind, lässt sich umgehen, wenn man sich in Vereinen engagiert. Die gibt es überall und mannigfaltig, und dort sind genau die Leute, die ebenfalls kontaktfreudig sind.
Auch die Wohnsituation ist imo ein Faktor: Einerseits wird Einsamkeit beklagt, andererseits sucht gefühlt jeder Umziehende eine Singlewohnung. Die kann man sich in einer Großstadt als Normalverdiener ohnehin kaum noch leisten; warum also keine Wohngemeinschaft? Das löst gleich beide Probleme.
Zusätzlich steht es jedem frei, sich in Hobbys zu engagieren, die Geselligkeit fördern. Oder auf der Arbeit Kontakte zu Kollegen zu knüpfen, die auch ins Private reichen (zugegebenermaßen nicht immer einfach). Oder selbst einen Verein/eine Gruppe zu gründen. Oder, oder, oder.
Fazit: Ich habe den Eindruck, dass Einsamkeit nicht selten selbst verschuldet ist.
Lebe in einem kleinen Dorf in totaler Isolation. Außer die Kassiererin an der Kasse spreche ich so gut wie nie mit jemanden. Einmal im Jahr kann ich in den Urlaub und kann dort ganz normal sozial mit anderen Menschen einfach nur Spaß haben.
Der Unterschied ist enorm was die eigene Verfassung angeht. Man fühlt sich viel besser. Ein paar Wochen zurück und in der Isolation dann setzt der „Verfall“ wieder ordentlich ein. Ein Jahr warten bis zur nächsten Reise.
Ich: *schaue auf mein bisheriges Leben mit wenigen Freunden und einer Fernbeziehung für wenige Monate* EIN Jahrzehnt? Niedlich.
Wundert das wen? Soziale Medien befeuern den Rückzug in die eigenen vier Wände, alles spielt sich online ab.
Zudem gibt es auch quasi keinen öffentlichen Raum, der ohne Konsum auskommt. Innenstädte sind null besuchenswert. Leerstand, eine uninteressante Kettenfiliale neben der nächsten und das Klientel wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Welcher normale Mensch, also jene, die man treffen wollen würde, geht da denn freiwillig regelmäßig hin?
Ohne jetzt Einsamkeit klein reden zu wollen, möchte ich mal erwähnen, dass Einsamkeit und Alleinsein nicht das gleiche ist. Man kann einsam sein und viele Sozialkontakte haben, man kann auch allein sein und trotzdem nicht Einsam.
Ich habe nur einen überschaubaren Freundeskreis und bin gerne alleine, aber ich fühle mich keineswegs einsam.
*Kapitalismuskritik hier einfügen*
Was das die Wirtschaft wieder kosten wird. Da hilft dann nur mehr arbeiten /s
Das ist eure Erinnerung daran mal mit euren Nachbarn Kontakt zu suchen (sofern die nicht schon ohne Provokation Nachbarschaftskriege starten).
Ich hab jetzt das erste mal als Erwachsener meine Nachbarn richtig auf dem Schirm und ich fühle mich viel weniger einsam damit. Es ist schön zu wissen, dass ich weiß wer um mich rum wohnt und eine Möglichkeit habe auch dort Gesellschaft zu suchen 🙂 das und natürlich auch z.b. ehrenamtliches Engagement oder hobby Gruppen! Es gibt noch viele tolle Sachen, die kein Geld kosten und einen unter gute Gesellschaft bringen.
Warum Jahrzehnt? Ist das in zehn Jahren wieder vorbei?
Das is weil die jungen Leute nicht mehr Saufen! /semi s
Eine Rentenerhöhung würde das ausgleichen