„Öffentliche Diskussionen im Netz entgiften“: Voßkuhle fordert Klarnamenpflicht im Internet

    https://www.tagesspiegel.de/politik/offentliche-diskussionen-im-netz-entgiften-vosskuhle-fordert-klarnamenpflicht-im-internet-15079460.html

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    42 Kommentare

    1. Kloetenschlumpf on

      Das Internet war schon tot bevor er das gefordert hat – was er da macht ist Leichenschändung.

    2. Wäre cool wenn es ein zweites internet gäbe (wie z.b. das darknet) nur das man dieses mit klarnamen benutzen kann.

    3. Peter-Pan1337 on

      Alte Leute wundern sich dass alte-Leute-Konzepte nicht im digitalen raum funktionieren.

      Die Wahrscheinlichkeit, dass Minderheiten nun akut verfolgt werden können ist höher, als dass Ralf Dieter nun Angst hat seine aluhut Nachrichten nicht mehr zu posten oder offen rassistisch sind und beleidigen. Spoiler: das machen die bereits jetzt über klarnamen.

      Außerdem: wenn jemand tatsächlich etwas strafbares macht, dann kann man ihn als polizei in 99% der Fälle auch leicht finden. Weder ist das Internet rechtsfrei, noch wirklich anonym. Klar gibt es Möglichkeiten das zu erschweren. Aber diesen Leuten kommt man dann aber auch nicht mehr mit einer klarnamenpflicht.

      Leichte Anonymität gegenüber den Mitmenschen sorgt für mehr Meinungsfreiheit und Ausdruck. Ich würde hier nicht so frei agieren, wenn ich wüsste, dass meine Kollegen sehen was ich sonst so schreibe / interessiere.

    4. Hellsingell on

      Ich halte sehr viel von Voskuhle, aber ich fürchte hier wird ein totes Pferd geritten. Sowas wird sich kaum international durchsetzen lassen und was bringt eine deutsche Alleinlösung, wenn die Leute ihre Social Media Kanäle über VPN nutzen aus Ländern, die keine solche Pflicht besitzen.

      Zum Schluss werde ich einfach von einer Angela Merkel mit IP-Adresse aus Uruguay beleidigt.

    5. SophieEatsCake on

      nicht nötig. Man kann sich auch benehmen, ohne seinen Namen zu nennen.

    6. Relativistic_G11 on

      Er hat insofern recht, als dass sich viele Trolle hinter der Anonymität des Internets verstecken, um fiese Dinge kundzutun, die diese Menschen im echten Leben nie sagen würden. Auch würde theoretisch das Bot-Problem unterdrückt werden, da solche schließlich keinen Klarnamen haben.

      Problematisch ist allerdings die Umsetzung. Muss ich zukünftig meinen Personalausweis scannen um auf das Internet zuzugreifen? Auch kann auf das Internet schließlich global zugegriffen werden, die Klarnamenpflicht ließe sich aber nur national (oder vielleicht EU-weit) einführen.

    7. „the road to hell is paved with good intentions“.

      Wobei mich mir bei letzterem nicht so sicher bin. Entweder er ist sehr vom alten Schlag, naiv oder weiß nicht, was die Anonymität* im Internet bedeutet.

      Ich wäre eher dafür, die Hürden für die Nutzung von sozialen Medien zu erhöhen und den Einfluss großer Konzerne auf das Internet einzuschränken. Es mag nostalgisch klingen, aber als ich ins Netz eingestiegen bin (um 1998),war es gefühlt ein besserer Ort: nur Leute mit technischen Grundverständnis und/oder Grundintelligenz könnten publizieren, Seiten waren nicht so hart aufgeblasen und man brauchte keinen Werbeblocker, um sich durch den heutigen Morast an Banner, Tracking etc zu ziehen. Das schlimmste waren echt Popups für Casinos oder die geile Nachbarin.

      *) für den Otto-Normal-User ist das Bewegen im Internet wohl kaum noch Anonym, eher Pseudonym.

    8. Facebook ist der Beweis, dass Leute trotz Klarnamen gegen andere hetzen und scheiße verbreiten

    9. die_kuestenwache on

      Die Leute zu identifizieren ist nicht das Problem. „Herr Polizei jemand hat mir im Internet mit dem Tod gedroht, weil ich gesagt hab Homosexuelle sind eigentlich gar nicht schlimm“ – „Haben Sie mal versucht sich auszuloggen?“ Ist das Problem.

    10. Sniffwee_Gloomshine on

      Tut mir leid aber ich weiß nicht nie das gehen soll.

      Art 10 Abs 1 EMRK: „Jede Person hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Meinungsfreiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne behördliche Eingriffe und ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben.“

      Art 8 Abs 1 EMRK: „Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz.“

      Ich sehe nicht wie eine Klarnamenpflicht damit vereinbar wäre. Und allen die sich das wünschen möchte ich 2 Gedanken mit auf den Weg geben:

      1) diese Rechte gibt es aus gutem Grund. Viele Menschen würden ihre (berechtigte) Meinung bei einer Klarnamenpflicht eben nicht frei äußern und könnten nicht am demokratischen Prozess teilhaben. Es kann doch nicht sein, dass wir wegen ein paar Prozent von Querulanten die wichtigsten Grundrechte aushöhlen.

      2) das was die Leute denken und im Schutze der Anonymität äußern verschwindet doch nicht einfach nur weil sie es nicht mehr sagen. Jetzt sehen wir mehr oder minder offen wie die Menschen denken und man kann dementsprechend auch darüber diskutieren und auch Maßnahmen fordern oder treffen (ich wäre z.B. für mehr Bildung). Wenn ich diese Leute ins Dunkel dränge ändert das nichts an deren Gesinnung. Es breitet sich dann nur in geschlossenen Gruppen aus.

    11. MyTinyHappyPlace on

      > Mit diesem einfachen Mittel könne man „öffentliche Diskussionen im Netz entgiften“.

      Der „So einfach ist das“ Mann hat wieder zugeschlagen! <3

    12. lacksommelier on

      Das Internet ist voller Bots besonders Twitter. Mir fehlt die Phantasie, wie es die Demokratie retten soll, wenn alle Bots dazu gezwungen werden geklaute oder erfundene Klarnamen zu verwenden. Vielleicht sollten die Politiker dazu neigen nicht nach der Stimmung in ihrem Twitter Feed zu regieren.

    13. Wenn ich mich auf Facebook mal verirre, dann sehe ich darin keinen Mehrwert. Da schreiben so viele mit Klarnamen derart absurde und angreifende Sachen, das hält viele nicht groß auf. Zumal Klarnamen oftmals nicht ausreichen zwecks Strafverfolgung oder konkreter Identifikation, gerade bei sehr verbreiteten Namen.

      Das Problem bei sozialen Medien ist systematisch, da sehr extreme Meinungen belohnt werden und sehr differenzierte Meinungen nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit erhalten, da u.a. zu lang oÄ.

    14. technisch nahezu nicht umsetzbar und auch einfach nur ein wiederlicher schritt weiter richtung totaler Überwachungsstaat

    15. Far-Pangolin-4089 on

      Klarname ist Ehrensache, ich diskutiere Politik quasi ausschließlich unter Klarnamen.

      Ja, es ist nicht unbedingt mein Klarname, aber in der Regel kenne ich die Menschen unter deren Name ich schreibe

    16. Crazy_Bat5024 on

      Die schlimmsten leute sind diese klarnamen-boomer mit gesicht als profilbild auf x und tiktok usw.

      Edit: achso und ihre 1000 emojis nicht zu vergessen die sie in jeden ihrer hasskommentare packen 😀

    17. Mal wieder der Beweis, dass diese Menschen das Internet außerhalb Facebook noch nie genutzt haben und auch dessen Existenz nicht wahrnehmen.

    18. dramalama-dingdong on

      Russland kreiert dir ganz einfach 1000 Deutsch klingende Klarnamen mit denen sie die Foren und social Media dann weiter vergiften. Wichtiger wäre eine Pflicht für die Anbieter zu kennzeichnen aus welchem Land ein Kommentar abgeschickt wurde. Hat man ja bei Twitter gesehen was das für Wellen schlägt und wie schnell Elon Musk da interveniert hat.

    19. Das Internet sollte wieder rechtsfrei werden. Als das Internet noch der wilde Westen war, hatten wir diese Probleme gar nicht.

    20. AQuantumUnicorn on

      Ah, klar, an den fehlenden Klarnamen wird’s liegen, dass der öffentliche Diskurs so im Eimer ist… kann ja gar nicht anders sein. (facepalm)

    21. External_Priority on

      Wie viele hier schon geschrieben haben, hetzen Menschen bereits mit Klarnamen im Internet rum. Gibt zwar keine belastbare Studie, aber erste Hinweise durch Auswertungen auf einzelnen Plattformen. Wann kapieren die Boomer (hier: Menschen mit Boomer Mindset) das endlich? An der Uni habe ich mal Notenabzug bekommen, weil ich einen Text in der Richtung kritisiert habe…

    22. toni_btrain on

      Totalle Kontrolle let’s gooooooooooo

      Ernsthaft, was läuft mit uns in Europa falsch?

    23. Confident-Wafer-704 on

      Und ich fordere das korrupte Politik endlich verschwindet. Als ob ich jemals mein richtigen Namen in diese Suppe tauche!

    24. FlyingLowSH on

      Es werden bisher noch nicht mal Hass und Hetze jener, die es jetzt schon unter Klarnamen äußern, konsequent strafrechtlich verfolgt. Da könnte man ja mal anfangen.

    25. Man kann den Spieß genauso gut umdrehen. Zuerst feststellen, dass es Hetze ist, und dann von den Platformen die IP einfordern. Viel vernünftiger.

      Außerdem möchte ich gerne anonym Dinge bewerten, besprechen oder fragen, die *nicht* illegal sind, aber trotzdem niemanden etwas angehen: Gesundheitsthemen, Beziehungen/Sex/etc, Freizeit, und sogar Politik.

    26. Joah, dann kann ich zu so Themen wie MS nichts mehr posten, damit nicht jeder potentielle Arbeitgeber, Vermieter oder Bankangestellte direkt meine Diagnose ergoogeln kann. Großartige Idee!

    27. GroundbreakingFly141 on

      Wenn ich sagen würde was ich gerade über die Politiker denke, bekäme ich ne hausdurchsuchung.

      Wieso hat jeder dieser Intelligenzallergiker den Fetisch einen Überwachungsstaat zu kreieren?????

    28. heiner_schlaegt_kein on

      Was mich am ganzen Thema Klarnamenpflicht stört: Manche hätten trotzdem mehr Anonymität als andere. Ich habe einen nicht-deutschen, seltenden Namen. Bin vermutlich der einzige in Deutschland mit dem Namen und somit leicht zu identifizieren. Ein Thomas Müller oder Christian Schmidt hingegen gibt es tausendfach in Deutschland. Da kannst du immer sagen: Nene, das war der andere.

    29. hat in Korea so gut funktioniert, dass man sich dort versucht in Social Media mit Unflätigkeiten zu überbieten.

      Macht also keine Unterschied….

      *zurück zum Tannenbaum und festtagsbraten verdauen*

    30. Stranggepresst on

      Hetze wird heute schon regelmäßig unter Klarnamen veröffentlicht, oft ohne Konsequenzen.

      Es gibt hingegen mehr als genug völlig legitime Gründe, anonym unterwegs zu sein. Ich hätte keinen Bock dass mich irgendwelche AfDler an den Pranger stellen weil ich ihre Partei doof finde oder dass andere Extremisten mir nachstellen weil ich mich offen für die Rechte von LGBTQ-Personen ausspreche etc.

    31. where_is_hansreiter on

      Jedem einzelnen User sollte ein Mitarbeiter von hateaid zugewiesen werden. Dieser prüft dann erst jeden geplanten Post des Users und entscheidet dann, ob es gepostet werden darf und/oder der User bestraft wird. #judgedredd

    32. CyberWeaponX on

      Ein gewisser Österreicher wäre da ganz besonders stolz bei solchen Vorschlägen…

    33. Over-Swing4788 on

      Und ich fordere das in Zukunft sämtliche Kommunikation von allen Politikern offen gelegt wird und sie sich finanziell ebenso transparent machen müssen.

    34. Indigomaterie on

      Leider ist hier Herr Voßkuhle zu naiv. Man möchte Personen im Internet schützen aber öffnet dadurch den Tätern die Möglichkeit über die Klarnamen ihrer Opfer, noch drastischere Maßnahmen zu ergreifen und sie in RL zu belästigen…oder schlimmeres.
      Ich würde mir auch eine striktere Verfolgung wünschen, aber das schafft man nicht mit Klarnamen und auch nicht mit verdachtsunabhängiger Vorratsdatenspeicherung.
      Ich befürchte wir als Gesellschaft müssen Trolle im Internet aushalten.

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