
Wenn mehr als die Hälfte des Gehalts für die Kita draufgeht – 848 Euro im Monat, nur für einen Kitaplatz. In manchen Bundesländern ist die Betreuung extrem teuer. Eltern fragen sich, ob es sich überhaupt noch lohnt, zu arbeiten.
https://www.zeit.de/arbeit/2025-12/kinderbetreuung-kosten-kita-beitrag-einkommen-eltern

33 Kommentare
Man muss sich tatsächlich nicht wundern, dass die Geburtenrate immer weiter sinkt.
Ich kann jeden verstehen, der sich Gedanken darüber macht, ob er sich Kinder überhaupt leisten möchte.
Bitte mehr arbeiten, bitte mehr Kinder kriegen, bitte mehr Geld ausgeben, bitte mehr die Alten pflegen, bitte mehr Steuern zahlen, bitte mehr Auto fahren, bitte mehr in die Gastro gehen, bitte mehr die regionalen Bauern und Geschäfte fördern, bitte mehr deutsche Autos fahren, bitte mehr mehr mehr…
Wo bleibt mehr für mich? Wo bleibt mehr Netto vom Brutto, wo bleibt mehr bezahlbaren Wohnraum, wo bleibt mehr Klimaschutz, wo bleibt mehr Unterstützung für junge Eltern, wo bleibt mehr Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, wo bleibt Investition in die Bildung, wo bleibt nachhaltiger Schutz der Demokratie, wo bleibt faktenbasierte Politik, wo bleibt soziale Gerechtigkeit, wo bleibt soziale Aufstiegschancen?
Wo bleibt Menschlichkeit, wo bleibt Demut, wo bleibt grundlegender Respekt, wo bleibt Ehrlichkeit?
Was ist passiert, wann haben wir alle Tugenden und Konsequenzen vergessen und wann haben wir Bosheit, Neid, Lügen und Manipulation im großen Stil in unseren Alltag gelassen?
Ich glaube ja einfach dass der Abstand zwischen Arbeitnehmern und Arbeitslosen bezüglich Geld nicht groß genug ist. Dahingehend bin ich dafür Arbeitslosen das Geld zu streichen für Kindergärten, sind eh den ganzen Tag Zuhause. Wir könnten auch Menschen grundlegend in Arbeit einfach mehr Geld bezahlen, aber das würde woanders wiederum weniger Geld bedeuten. Wo es dringend gebraucht wird, bei z.B. Aktionären.
Es ist schon witzig, dass die Geburtenrate immer weiter sinkt aber der deutsche Staat es nicht fertig bring ein gescheites KiTa Angebot aus dem Boden zu stampfen. Da werden lieber Renten erhöht um Wähler glücklich zu machen anstelle die Gebühren abzuschaffen.
Überall wird rumgeheult, dass die Deutschen und insbesondere Frauen nicht genug arbeiten und in Teilzeit gehen. Aber wenn man doch arbeiten möchte darf man brav höhere Abgaben, Steuern und KiTa Gebühren bezahlen. Im besten Fall sind die Gebühren sogar Einkommensabhängig um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen…
Die nächsten 20 Jahre werden spitze…
Spoiler: ja, es lohnt sich, deine Karriere aufrechtzuerhalten, auch wenn es kurzfristig wenig Geld bringt.
Das ist ein klarer Fall von geliefert wie bestellt, auch wenn ich den Spruch eigentlich nicht leiden kann.
Wenn du im Team-Bürgi bist, werden halt wirklich viele Sorgen von dir genommen.
Bin ja soooooo happy ohne Kinder 🙏🏼
Also. Moment. Das kommt immer darauf an. Hab da Freunde die haben darüber auch geschimpft. Ihr einkommen: 5k netto im Monat, sie arbeitet nicht, sie will auch nicht arbeiten. Aber nen gratis kitaplatz. Da springen dann viele auf einen Zug auf, der für sie nicht gilt. Das sollte einkommensabhängig sein
Kinder zählen in Deutschland zu den größten Armutsrisiken. In einer neoliberalen Leistungsgesellschaft, die Wert fast ausschließlich über ökonomische Verwertbarkeit definiert, gelten sie faktisch als nutzlos.
Also, geht besser länger arbeiten.
Da viele nicht wirklich Berührungspunkte damit haben: Die Nettobelastung ist viel geringer. Wir haben unser Kind in der Kita, 700€ im Monat. 140 davon für Verpflegung, die müsste ich eh mehr oder weniger für das Essen für den Zwerg zahlen, kann man also rausrechnen. Bleiben 560€, die kann ich steuerlich absetzen, zu 80% bis max 4800€ im Jahr. Also kann ich 400€ im Monat absetzen, das gibt ca 150€ zurück, hab grad meinen Grenzsteuersatz nicht im Kopf.
Bleiben 410€. Von Bayern bekommen wir noch 250€ on top für die Kinderbetreuung. Frecherweise hat Maggus die aber für neue Eltern abgeschafft, das war ne Kackaktion. Fairerweise würden wir die 250€ aber auch bekommen, wenn er nicht in die Kita gehen würde. Dennoch ziehe ich das in der Rechnung ab.
Bleiben also 160€ im Monat effektiv weniger im Geldbeutel. Für neue Eltern dann eben 410€ Dank Maggus.
Keine Frage, für viele ist das richtig viel Geld. Aber klingt halt auch weniger reißerisch als 700, 800 oder sonstwieviel €.
Witziger Fact: 5km weiter westlich ist es gratis, weil es in München von der Kommune gezahlt wird. Bei uns nicht, richtig Assi…
Und bevor jemand meckert: Nein ich verteidige das System nicht, ich will nur dass es korrekt betrachtet wird. Kacke ist es dennoch. Und ja, es ist eine für uns gültige Einzelfallbetrachtung. Woanders kostet es mehr oder eben weniger.
ich frage mich ja schon seit 20 Jahren, warum Kita/Kindergarten Geld kostet aber ein Studium kostenlos ist.
als es mal Studiengebühren von 500 Euro pro Semester gab, da sind alle auf die Barrikaden, weil das ja „sozial ungerecht“ ist, aber bei Kita hat da keiner ein Problem mit.
Fast alle Kinder gehen in die Kita aber nur ein Teil studiert. Warum sollen denn genau die Studenten mehr subventioniert werden als kleine Kinder, zumal junge Eltern ja in der Regel auch weniger Geld haben als Eltern von Studierenden, schlicht weil man dann ja rund 15 Jahre weiter in der Karriere ist.
wäre also logisch viel sinnvoller das anders herum zu machen. Das Geld, was man an der Kita spart packt man dann zur Seite und nimmt es fürs Studium…
Ja hier in BW auf 650 Euro. Die haben den Schuss nicht gehört.
Wir haben 3 Kinder (6J,2J,6M) und sind froh, dass wir nur für ein Kind zahlen müssen. Das ist auch ein Grund dafür, dass wir nicht aus der Stadt ziehen wollen in der wir leben, da im Umkreis die Gebühren höher sind. Das lohnt sich halt nicht.
1,3 in Minga – das städtische Angebot war von 09:30-13:30, Danke für nichts
Wenn man einen öffentlichen bekommt. Ansonsten gerne mal fast das doppelte. Natürlich kann man klagen etc., aber dann bekommst halt irgendeine Platz. Naja so fahre ich weiter Seat und habe einen Porsche in die Kita meines Kindes investiert.
*kinderlose Fragen sich, ob es sich überhaupt noch lohnt, Kinder zu bekommen.
> Junker lebt mit ihrem Mann, der Lehrer ist, und den beiden Kindern, vier und zwei Jahre alt, in Stegen nahe Freiburg. Für die Kinder zahlt die Familie 708 Euro Kita-Gebühren im Monat, Mittagessen eingerechnet. Das ist mehr als die Hälfte von Junkers Nettolohn.
Mal wieder nicht korrekt gerechnet. Der Großteil dieser Kita-Gebühren sind zu 80% steuerlich absetzbar. Muss man einbeziehen, und dann geht eben nicht „mehr als die Hälfte ihres Nettos“ für die Kinderbetreuung drauf.
Angesichts der Einkommensverteilung hat das Paar außerdem wahrscheinlich Steuerklasse III/V gewählt und die Kinderfreibeträge auf seiner Steuerkarte, wodurch ihr Netto niedriger erscheint, als es tatsächlich ist.
Ja, wenn die Frau nur deswegen arbeiten geht, damit das zweite Gehalt komplett für die Kita/ Kindergarten drauf geht, ist das einfach wahnsinnig … umgekehrt tut es den Kindern aber sicherlich um sozialisiert zu werden.
Und dann stehen für Krippen leer, weil keiner es leisten kann. Die Gemeinde freuen sich – wir haben genug Betreuungsplätze!!
Und dann verkürzen die Betreuungszeiten, damit man nicht mehr vollzeit arbeiten kann. Toll. 800 Euro für die Betreuung und man geht ins Teilzeit
NL hier zum Vergleich: 4 Tage = € 1050
Rip
Was haben die für einen Betreuungsschlüssel?
Ich kenne ein Paar, dass zusammen mit anderen Paaren einfach selber jemanden angestellt haben für ihre Kinder.
Die sind in der Gegend mit den Kosten.
Aber sie sind bei 1:5 oder sowas.
Tja, hier zahlt man für zwei Kinder weit über 1.000 Euro… wenn dann noch eines Krippenkind ist, wirds richtig teuer.
Das ist halt auch gerade vor dem Hintergrund, dass Wirtschaftsministerin Katharina Reiche vor ein paar Tagen groß verkündet hat, dass die Deutschen wieder mehr arbeiten müssen, eine einzige Farce, weil bei den Eltern (vor allem Müttern) super viele in Teilzeit arbeiten (müssen) wegen Care Arbeit und fehlender Kita-Plätze. Dadurch geht halt einfach superviel Potential und – wie die Politiker*innen ja auch nicht müde werden immer wieder zu betonen, wir müssten mehr arbeiten 🤡 – Arbeitskraft verloren
…ob es such überhaupt noch lohnt, Kinder zu bekommen.
Ah, jetzt weiß ich, was ich nach der Miete mit der anderen Hälfte vom Gehalt machen soll.
Man kann ja von Berlin halten was man will, aber dass man für kita und Hort hier nichts bezahlen muss ist einfach nur ein Segen.
Das ist das Ergebnis, ein Paradoxon was sich ohne Entlastung und echte Reformen nicht auflösen lässt. Ich kenne viele die genau deshalb nicht arbeiten gehen oder noch härter, keine Kinder haben könne obwohl sie wollen.
Das System Fi*** sich selbst und uns mit, das ist für mich ein DeadEnd was die Sozialkassen kollabieren lassen wird.
Es ist sehr schön zu sehen dass die aktuelle Politik nur darauf abzielt die eigenen Jahre bis dahin mit Pflaster kleben auszuhalten, es wird nur Geld beschafft um zu kaschieren.
Probleme wurden bis heute nicht gelöst, aber auch kein Wunder, egal wen man wählt, man wählst die Lobby und Interessensgruppen dahinter.
Denn sofort im Sessel angekommen, wird der Hals um 180grad gewendet und alles vorher war eine Lüge. Das geht seit Jahren so und alle frönen dem Eskapismus.
Politik macht Wählerschaftsdinge und zerstört Deutschland mit dem Motto „nach mir die Sintflut“.
Change my mind.
Ich verstehe gar nicht wo das ganze Geld hingeht. Man soll arbeiten bekommt nix dafür man soll Kinder bekommen aber kann es sich nicht leisten.
Jop, das kenn ich…
BaWü, 2 Kinder, früher im Kindergarten, inzwischen im Hort nach der Schule.
Legen seit dem Kindergarten um die 1000€ für die Betreuung hin. Wir verdienen ganz gut, so dass es finanziell kein Problem ist. Aber man denkt schon mal an Menschen, die weniger verdienen aber halt die Betreuung brauchen.
Und klar, nach der Gebührenordnung zahlen die dann weniger bei kleineren Einkommen, aber trotzdem ist da schnell ein sehr, sehr signifikanter Teil des Einkommens für die Kinderbetreuung weg.
Ich arbeite in RLP und die Kolleg:innen kippen immer hinten über, wenn ich denen davon erzähle.
Ich bin in dem Alter, wo ich mich in den nächsten 2-3 Jahre für Kinder entscheiden muss. Ich mag Kinder und weiß, dass mein Partner ein guter Vater wäre. Aber ich mag auch meinen Beruf und nicht abhängig sein. Ja, was soll ich sagen… mein Gehalt wäre nach Kinderbetreuung für zwei Kinder weg. Daheim bleiben ist keine Option für mich. Also bleibt erstmal alles wie es ist, kein Kind.
Wenn die CDU mehr Kinder und mehr Arbeit will, ist sie mit der aktuellen Politik auf dem Holzweg.
Wir zahlen 1100 Euro im Monat. Für 1 Kind.
Wenn der Artikel sich auf ein Negativbeispiel stürzt, kann ich ein positivbeispiel bringen.
Wir zahlen in Bayern für unsere beiden Kids nach Einbeziehung aller Förderungen zusammen 86 Euro im Monat Kita Gebühren. Für jeweils 35 Betreuungsstunden in der Woche.
Abgesehen vom bayerischen Krippengeld (das es ja jetzt leider nicht mehr gibt, bestehende Förderzusagen werden aber noch vollständig ausbezahlt) sind die Förderungen bei uns nicht Einkommensgebunden. Der Landkreis unterstützt hier die eigenen Einrichtungen extrem stark. Und auch die 100 Euro Krippengeld gab es bis 65k oder 70k zu versteuerndem Jahreseinkommen. Das muss eine junge Familie auch erstmal verdienen.
Krippengeld gibt’s nur bis zum dritten Lebensjahr. Fällt nächstes Jahr also für den Junior weg, dafür sinken die Beiträge selbst aber auch um ca 20 Euro. On top bezuschusst Bayern die eh schon geringen Kitagebühren ab dem dritten Lebensjahr nochmal mit 100 Euro, die direkt an die Kita gezahlt werden. Diese 100 Euro bleiben auch weiterhin bestehen sofern ich das richtig verstanden habe.
Damit wirds nächstes Jahr auf ca 60-70 Euro für beide Kinder hinauslaufen. Frühstück müssen wir mitgeben und Mittagessen (Suppe, Hauptgang und kleiner Nachtisch) kostet 4 Euro. Kann man überhaupt nicht meckern.
Beim ersten Euro Kinderzuschlag entfallen zudem die Kita Gebühren. Insbesondere mit nur einem Einkommen und hohen Mietpreisen rutscht man da sehr schnell rein.
Es funktioniert wenn gewollt. Unser Landkreis ist weder strukturstark noch strukturschwach.
Mir ist aber auch klar, dass wir sehr viel Glück haben und dass das die Ausnahme ist.